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Jerome Eden

DIE KOSMISCHE REVOLUTION

Wilhelm Reich, UFOs und die Klimakatastrophe

aus dem Amerikanischen übertragen von Peter Nasselstein

 

 

 

 

zusammengestellt aus:

ORGONE ENERGY: The Answer to Atomic Suicide
PLANET IN TROUBLE: The UFO Assault on Earth
CORE MANUAL: Cosmic Orgone Engineering
SCAVENGERS FROM SPACE: The Hostility Hypothesis

Copyright © 1972, 1973, 1986, 1988 by Jerome Eden

Copyright © 1989 by Jerome Eden
Copyright © 1989, 2002, 2004 für die deutsche Ausgabe by Peter Nasselstein

Alle Rechte vorbehalten.

 

 

 

 

Inhalt

Vorbemerkung des Übersetzers
1. Der Orgonenergie-Akkumulator
2. Atom gegen Orgon
3. Persönliche Erfahrungen mit ORANUR
4. Die kosmische Revolution
5. Der DOR-Notstand
6. Dürrebekämpfung
7. Das erste planetare Gefecht
8. Die Schlacht und ihre Folgen
9. Überlebenskampf
10. Wilhelm Reich und die US-Luftwaffe
11. Die Antriebskraft der UFOs
12. Die Feindseligkeits-Hypothese
13. Die Emotionelle Pest
14. Die energetische Grundlage des Faschismus
15. Die Aasgeier kreisen
16. Die Kinder der Finsternis
17. Mit UFOs konfrontiert
Literaturverzeichnis

 

 

 

 

Vorbemerkung des Übersetzers

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Zusammenstellung von einzelnen Kapiteln aus vier verschiedenen Werken Jerome Edens. In gewisser Weise haben wir hier seine "Ausgewählten Schriften" vor uns. In Rücksprache mit dem Autor habe ich mich jedoch bemüht, durch Kürzungen und kleine Zusätze ein neues, aktualisiertes Buch zu schaffen, das dem deutschen Publikum einen umfassenden und in sich geschlossenen Überblick über die orgonomische UFO-Forschung ermöglicht.

Diese Aufgabe, die wir uns gestellt haben, machte es leider unumgänglich, auch auf die Arbeit mit dem "Cloudbuster" einzugehen. Beim Cloudbuster handelt es sich um eine Art "Blitzableiter", der jedoch keine statischen Ladungen, sondern die von Wilhelm Reich entdeckte "atmosphärische Orgonenergie" ableitet, bzw. "abzieht". Mit dem Cloudbuster ist es wie mit einem Skalpell: in der Hand eines Chirurgen kann es Leben retten, aber in der Hand jedes anderen Menschen wird es nur verletzen oder gar töten können. Beim Cloudbuster ist die Lage sogar noch schlimmer. Mit ihm kann die Atmosphäre beeinflußt werden. Eine Veränderung der Atmosphäre betrifft nicht nur einen einzelnen Menschen, sondern uns alle. Deshalb ist jeder, der unausgebildet und unautorisiert - aus reiner Geltungssucht - mit einem Cloudbuster herumhantiert, ein potentieller Massenmörder.

Peter Nasselstein

 

 

 

 

1. Der Orgonenergie-Akkumulator

 

Als ich den Orgonenergie-Akkumulator (ORAC) das erste Mal in meinem Leben zu Gesicht bekam, empfand ich für ihn nichts als Verachtung. Für mich war da nicht viel dran: eine Telefonzelle für Zwerge mit einem Sitz drin, aber ohne elektrische Anschlüsse, ohne glitzernde Chromarmaturen. Wozu sollte das Ding wohl gut sein?

Das war Anfang der 50er Jahre. Seit dieser Zeit habe ich den ORAC ständig benutzt und mein Respekt und meine Bewunderung für diese großartige Erfindung ist ständig gewachsen. Durch den ORAC bin ich gesund geblieben und habe einen Haufen Geld für Arztrechnungen gespart. Er ist für mich ein so guter Freund geworden, daß ich mir ein Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen könnte!

Meinen ersten ORAC bekam ich von einem Arzt verschrieben, der als medizinischer Orgonom praktizierte. Im Laufe der Jahre habe ich mir dann auch selbst andere Akkumulatoren gebaut: u.a. ORAC-Decken, "Orgonenergie-Schießer" unterschiedlicher Bauart zur örtlichen Anwendung und ORAC-Geräte für Experimente mit Pflanzen.

Orgonenergie ist die masselose, kosmische Lebensenergie. Sie ist primordial, d.h. es hat sie schon immer gegeben. Wir selbst und alles andere auf unserem Planeten sind in sie eingetaucht. Die Orgonenergie wurde von Wilhelm Reich entdeckt und experimentell nachgewiesen. Das geschah zwischen 1936 und 1939 in Norwegen. Darauf gründete die Arbeit, die Reich und seine Mitarbeiter dann in den Vereinigten Staaten leisteten.

Der ORAC wurde von Reich entwickelt, um die Lebensenergie, die sich in unserer Atmosphäre befindet, zu konzentrieren und zu akkumulieren. Auf diese Weise sollte sie für wissenschaftliche und medizinische Zwecke nutzbar gemacht werden. Die spezifische Farbe der Orgonenergie ist blau bzw. bläulich-grau. Jedoch kann sich ihre Form und Farbe je nach Konzentration und Erregung verändern. Die Orgonenergie kann alles durchdringen, wenn auch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Aber obwohl sie überall vorhanden ist, tritt sie doch in erheblichen Konzentrations- und Qualitätsunterschieden auf.

Reich fand heraus, daß organisches Material (Holz, Baumwolle, Fell, etc.) Orgonenergie mühelos absorbiert, während Metall die Energie zwar zunächst ebenfalls absorbiert, dann aber sofort wieder von sich abstößt. Damit war das Grundprinzip für den Bau des ORACs und aller vom ORAC abgeleiteten Geräte entdeckt.

Der einfachste ORAC ist eine simple sechsseitige Kiste, bei der alle Wände in genau derselben Art und Weise konstruiert sind. Die äußere Lage jeder Wand ist aus organischem Material, wie z.B. Holz oder Celotex (Holzfaserdämmplatten). Die innere, metallische Lage kann aus Eisenblech oder Eisendrahtgewebe bestehen. Sowohl bei den absorbierenden (organischen) als auch bei den reflektierenden (metallischen) Lagen sollte man auf Art und Menge des verwendeten Materials achten. Für medizinische und wissenschaftliche Verwendungszwecke empfahl Reich Eisen als das geeignetste Material. Andere Metalle, z.B. Aluminium, erachtete er für den medizinischen Gebrauch als schädlich. Auch organische Materialien unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Fähigkeit, Energie und Feuchtigkeit zu absorbieren.

Orgonenergie wird von Wasser stark angezogen und abgesogen. Da das Orgon von der Feuchtigkeit in der Atmosphäre absorbiert wird, arbeitet der ORAC an dunstigen und regnerischen Tagen nicht so gut wie an trockenen Tagen. Auch können umfassendere klimatische und geographische Bedingungen die Wirksamkeit des ORAC beträchtlich beeinflussen.

Die Aufeinanderfolge einer organischen, äußeren Wand und einer metallischen, inneren Wand ergibt einen "einschichtigen" ORAC. Für Pflanzenexperimente habe ich ORACs mit bis zu zehn Schichten gebaut. Reich warnte jedoch davor, für medizinische Zwecke einen mehr als dreischichtigen ORAC ohne entsprechende ärztliche Aufsicht zu benutzen.

Der Wechsel von organischen und metallischen Wänden läßt die Orgonenergie von der Außen- zur Innenseite des ORAC fließen, wo das Orgon dann in einer höheren Konzentration vorliegt als in der umliegenden Atmosphäre. Orgonenergie fließt vom schwächeren zum stärkeren Potential (genau umgekehrt wie beim elektrischen Strom). Entsprechend zieht der Mensch im ORAC die Energie in sein eigenes orgonotisches System hinein, das ein höheres Potential darstellt als der ORAC.

Je nach dem individuellen bioenergetischen Ladungsniveau braucht man vielleicht mehrere Wochen oder sogar Monate regelmäßiger 30- bis 60minütiger Sitzungen pro Tag im ORAC, bevor man etwas spürt. (Wegen der atmosphärischen Umweltverschmutzung empfehle ich aber heute, höchstens 10 bis 15 Minuten pro Tag im ORAC zu verbringen.) Ich selbst mußte ihn über einige Wochen hinweg täglich 30 Minuten benutzen, bevor ich die Wärme und ein Prickeln auf meiner Haut spürte. Je sparsamer und leichter die Kleidung ist, die man im ORAC trägt, desto unmittelbarer ist die Wirkung, da die Energie erst von der Kleidung aufgesogen wird, bevor sie die Haut durchdringen kann.

Zunächst muß die orgonotische Ladung des Benutzers auf ein Niveau gehoben werden, das hoch genug ist, um mit der Energie des ORAC wechselwirken zu können. Ich spürte die typische "Glühen" in meinem Körper, eine entspannende Wärme und konnte daran ablesen, daß "etwas geschah". Das Schwächerwerden und schließliche Verschwinden dieses warmen Glühens zeigte, daß der Organismus "genug" hatte und daß nun nichts mehr geschehen würde.

Am Anfang benutzte ich den ORAC mit einer kleinen Lampe (7.5 bis 15 Watt), um lesen zu können. Aber als ich mich an meine inneren Empfindungen gewöhnt hatte und langsam meine Angst vor der Orgonenergie verlor, machte ich das Licht aus, saß in völliger Dunkelheit und wurde so langsam der visuellen Erscheinungsformen der Lebensenergie unseres Universums gewahr.

Ich habe viele Hunderte von Stunden in der "Dunkelheit" des ORAC gesessen und die strömenden, funkelnden Pulsationen beobachtet, die um meine Hände, Fingerspitzen, mein Gesicht und meinen ganzen Körper herum tanzten. Wenn ich mich "gut" (d.h. entspannt) fühlte, hatte ich einen ausgezeichneten visuellen Kontakt mit der Energie. Zog ich mich jedoch ängstlich in mich zurück, war dieser Kontakt oft schwer herzustellen und mit Angst besetzt. Ich möchte hier nicht unerwähnt lassen, daß ich meinen ersten ORAC unter Aufsicht eines medizinischen Orgonomen benutzt habe.

Nach einem Jahr, während dem ich den ORAC täglich benutzt hatte, fühlte ich mich stärker und lebendiger als jemals zuvor. Meine häufigen Erkältungen waren weit weniger schlimm, meine chronische Mastoiditis (Warzenfortsatzentzündung), unter der ich seit meiner Kindheit gelitten hatte, verschwand und ich erfreute mich bester Gesundheit.

Im Laufe des Gebrauchs und mit zunehmender Erfahrung wuchs mein Interesse am ORAC und mein Respekt für ihn wurde immer größer. Ich baute kleine ORACs und begann Reichs To-T-Experiment zu wiederholen, das eine konstant höhere Temperatur unmittelbar über dem ORAC nachweist. Über einige Monate hinweg notierte ich meinen Puls und meine Körpertemperatur fünf Minuten vor der Benutzung des ORAC und dann wieder während der Zeit des "Glühens". Ich fand heraus, daß während dieser "Glüh-Periode" meine Temperatur um sage und schreibe 0.8 C angestiegen war, während mein Puls langsamer und stärker wurde.

Ich baute kleine der von Reich erfundenen "Schießer-Röhren". Als innere Lage verwende ich einen Metallschlauch, der mit wechselnden Lagen aus Baumwolle und Stahlwolle umwickelt wurde. Ich fand heraus, daß sie sich sehr gut für die örtliche Bestrahlung von Schnittwunden und Verbrennungen eignen. Der einfachste "Schießer" für Erste-Hilfe-Maßnahmen besteht aus einem Reagenzglas, das lose mit Stahlwolle vollgestopft und mit einem Wattebausch verstöpselt wird. Ein paar jeweils 30 Sekunden dauernde Bestrahlungen meines Rachens mit dem "Reagenzglas-Schießer" habe ich erfolgreich gegen beginnende Halsschmerzen eingesetzt. Und eine tägliche einminütige Bestrahlung meiner Zähne und meines Zahnfleisches hat die Anzahl der Zahnlöcher stark herabgesetzt, unter denen ich jahrein, jahraus zu leiden gehabt hatte.

Da ich mehr als vier Jahre aktiven Dienst als Marinesanitäter im Zweiten Weltkrieg und in Korea abgeleistet habe, besitze ich eine beträchtliche Erfahrung mit Schnittwunden, Verbrennungen, Verletzungen und Infektionen. Ich weiß, wie man sie üblicherweise behandelt und kenne den Heilungsverlauf.

Oft habe ich die "Schießer" mit großem Erfolg bei eigenen Schnittwunden und Verletzungen angewendet. Bei Verbrennungen (aber auch Erfrierungen) bestreiche ich den jeweiligen Bereich zunächst mit Vaseline, was die Absorption der Energie erleichtert, und halte dann den "Schießer" etwa einen halben Zentimeter darüber. Und zwar in den ersten drei bis fünf Stunden jede Stunde ca. 15 Minuten lang, je nach der Schwere der Verbrennung. Anfangs kehrt der Schmerz mit voller Kraft zurück, nimmt dann aber mit jeder neuen Bestrahlung ab. An den folgenden Tagen fahre ich dann mit drei bis fünf Bestrahlungen pro Tag fort (jeweils für 15 Minuten). Ich hatte recht selten unter den Schmerzen und Beschwerden zu leiden, die gewöhnlich mit einer Verbrennung zweiten und dritten Grades einher gehen. Die Heilung ging immer schnell und vollständig vonstatten.

Vor einigen Jahren zog ich mir schwere Erfrierungen zu, als ich im Winter auf einer Landstraße in Alaska unterwegs war (eine Reise, die ich zu dieser Jahreszeit niemandem empfehlen würde). Zwei Fingerkuppen wurden weiß und vollkommen gefühllos. Drei Tage später begann ich die Fingerkuppen mit dem "Reagenzglas-Schießer" zu behandeln. Nach zwei Tagen kehrte die Farbe und das normale Gefühl in die Finger zurück.

Ich habe herausgefunden, daß bei Schnittwunden und Quetschungen die Heilung um so schneller eintritt, je eher sie mit dem "Orgonenergie-Schießer" bestrahlt werden. Die üblichen antiseptischen Mittel trage ich erst nach der ersten 15- bis 30minütigen Bestrahlung auf. Wenn dann der Verband angelegt ist, fahre ich drei bis fünfmal am Tag für jeweils 15 Minuten mit der Bestrahlung der Wunde fort.

Einmal riß ich mir den Daumen an einem Schabeisen auf, als ich in einer Metallwerkstatt arbeitete. Die Fleischwunde mußte genäht werden. Als ich aus dem Krankenhaus heimgekehrt war, behandelte ich den Daumen sofort mit dem "Schießer". Bei der Marine hatte ich viele kleinere chirurgische Eingriffe durchgeführt, aber ich habe nie eine Reißwunde gesehen, die so schnell und sauber ausheilte wie diese. Nach nur drei Tagen wurde der Faden gezogen!

Entzündungen und Eiterbeulen haben auf wiederholte Anwendung des "Schießers" stets angesprochen. Ich stellte auch fest, daß eine Ganzkörperbestrahlung mit dem ORAC (in der Kastenform und als Decke) in hohem Maße zur Steigerung meiner Abwehrkräfte gegen Infektionen beitrug.

Außerdem fand ich heraus, daß es nichts besseres gibt zur Vorsorge gegen Erkältungen als eine regelmäßige tägliche Orgonenergie-Bestrahlung des ganzen Körpers. Wenn ich spürte, daß eine Erkältung in anzug war, haben einige ausgedehnte Sitzungen im ORAC den Erkältungsbeschwerden regelmäßig ein Ende gesetzt oder sie zumindest in engen Grenzen gehalten. Mindestens viermal ging ich innerhalb nur weniger Stunden durch alle Stadien einer Erkältung. Dabei absolvierte ich im ORAC 30-minütige Sitzungen.

Als meine Frau und ich in der Wildnis Alaskas kilometerweit vom nächsten Arzt entfernt lebten, war der Bau eines Holzverschlags für unseren ORAC eines der ersten Dinge, die wir in Angriff nahmen. Unsere anhaltend gute Gesundheit hatten wir dem ORAC zu verdanken. Und selbstverständlich benutzten wir die "Schießer", die wir auch bei unseren Hunden einsetzten. Sie zogen sich oft Wunden durch die dornige Igel-Aralie zu, die in unserer Gegend reichlich wuchs. Auch wurden unsere vierbeinigen Begleiter Opfer von zerbrochenen Flaschen, die nachlässige Touristen und Jäger weggeworfen hatten.

Eine Anzahl von Pflanzen habe ich in kleine ORACs gepflanzt und dabei beobachtet, daß sie schneller und kräftiger wuchsen als Kontrollpflanzen.

Auch sollte Erwähnung finden, daß die Ausmaße des ORACs zu seinem Benutzer passen müssen. Die Wände sollten höchstens ein paar Zentimeter vom Körper entfernt sein, um eine maximale Wechselwirkung zwischen ORAC und Mensch zu garantieren.

Einmal baute ich einen kubikfuß-großen ORAC, der bald das persönliche Eigentum unseres Katers wurde, für den ich den Deckel offenließ. Es war interessant zu beobachten, wie er bei Bedarf in den ORAC sprang und ihn unterschiedlich lang benutzte und wie er dann drinnen saß, gähnte und fasziniert mit großen glühenden Augen der Energie folgte.

Mein zehn Jahre alter Schäferhund teilte mit mir häufig die ORAC-Decke, die ich angefertigt hatte. Er wühlte sich so lange mit seiner Schnauze unter die Decke, bis ich ihn neben mir liegen ließ. Es ist leicht, eine ORAC-Decke herzustellen. Eine große Wolldecke (einige synthetische Decken sind auch geeignet) wird mit einem sehr feinmaschigen galvanisierten Gewebe aus Eisen überzogen. Darauf folgt eine Plastikfolie (wie sie im Hausbau zur Abdämmung von Feuchtigkeit benutzt wird) und dann eine weitere Lage des "Fliegengitters". Die Decke wird dann an den Kanten einfach mit starkem Garn zusammengenäht oder mit Klammern zusammengeheftet. Gewöhnlich verwende ich ein mal zwei Meter große Decken, eine zum draufliegen, eine zum zudecken. Die Decke hat viel weniger Gewicht als die Kiste und kann problemlos transportiert werden, außerdem läßt sie sich ohne Schwierigkeiten auslüften und die Materialkosten sind geringer.

In den Jahrzehnten, in denen ich den ORAC benutzte, habe ich wichtige Einsichten gewonnen. Der ORAC arbeitet funktionell, nicht mechanisch, und er reagiert deshalb auf Witterungsänderungen in genau der gleichen Art und Weise wie ein Organismus. An ungemütlichen, "kontrahierten" Tagen fühlt sich auch der ORAC kontrahiert an und ich benötige einen längeren Zeitraum, um auf ihn zu reagieren. An klaren, funkelnden Tagen (die auf diesem Planeten offensichtlich immer seltener werden) fühlt man den ORAC stärker und reagiert schneller auf ihn.

Da die Orgonenergie sowohl in der Atmosphäre als auch im Organismus wirksam ist, wird alles, was sich gegen das Lebendige richtet, auch die Qualität der Orgonenergie im ORAC verändern. Deshalb sollten Hochspannungsquellen, radioaktive Stoffe (wie z.B. die Leuchtziffern von Uhren), Fernsehgeräte, Leuchtstoffröhren, schädliche Gase und Chemikalien, usw. niemals innerhalb irgendeines ORAC oder auch nur in seiner Nähe zur Anwendung kommen! Wenn man sich einer Behandlung unterzieht, bei der Röntgenstrahlung verwendet wird oder Medikamente eingenommen werden, sollte man den ORAC nicht benutzen, ohne zuvor einen medizinischen Orgonomen konsultiert zu haben.

Der Benutzer muß sich ständig vor seiner eigenen verächtlichen Haltung gegenüber dem ORAC in acht nehmen; den ORAC nicht übermäßig anwenden, ihn sozusagen nicht auf die Probe stellen. Ich habe Leute gekannt, die ihren ORAC nie ausgelüftet haben oder gar ORAC-Geräte für Monate in stickige Schränke sperrten. Solche Häuser waren immer voll der hochgeladenen drückenden Schwere, die so charakteristisch für ORANUR ist. Das kann lebensbedrohliche Ausmaße annehmen.

In der Zeit unmittelbar vor und nach Atombombentests war mir der ORAC widerlich und ich fand ihn unbenutzbar. Außerdem mußte er mehr als gewöhnlich gelüftet werden. Der ORAC wird auch stark durch die schädlichen DOR-Wolken beeinflußt; Wolken, die Deadly ORgone energy enthalten, d.h. "giftige Orgonenergie". In unterschiedlichen Abständen tauchen sie überall auf.

Wenn ORANUR oder DOR vorherrschen, ist es ratsam, die, je nachdem, übererregte oder verbrauchte, giftige Energie "abzusaugen". Dazu "erdet" man den ORAC mit einigen hohlen Metallschläuchen in Wasser. Sie reichen vom Boden des ORAC (oder der ORAC-Decke) in einen Wassereimer. (Angesichts der gegenwärtigen fortschreitenden Verseuchung unserer Atmosphäre empfehle ich jedoch, den ORAC grundsätzlich immer in Wasser zu erden und das Wasser vor jedem Gebrauch auszuwechseln.)

Ich glaube, es wäre jetzt eine Mahnung zur Vorsicht an diejenigen angebracht, die sich mit dem ORAC nicht auskennen. Der ernsthafte Student wird seinen Weg finden, indem er sich langsam und vorsichtig vorwärts tastet und zuerst einmal die gesamte Literatur zum Thema, der er nur habhaft werden kann, studiert. Wenn wir mit der Orgonenergie arbeiten, haben wir es mit einer Energie zu tun, die viel stärker ist als die Kernenergie. Jedoch verlaufen orgonenergetische Funktionen langsam und allmählich. Oft ist ihre Abfolge kaum wahrnehmbar, wie etwa bei der langsamen Bildung von Wolken oder beim Erblühen einer Pflanze. Man muß ständig danach streben, ein geduldiger Beobachter zu sein, bevor man auch nur einen einzigen neuen Schritt in Erwägung zieht. Der ORAC ist weder ein wunderwirkendes Allheilmittel für die Leiden der Menschheit, wie manche ihn dargestellt haben, noch eine sinnlose Scharlatanerie, wie andere es gerne hätten. Er ist eine großartige naturwissenschaftliche Errungenschaft, die der bedeutende Pionier der psycho-somatischen Medizin in Amerika, Dr. Theodore P. Wolfe, voll Hochachtung als "die wichtigste, einzig dastehende Entdeckung in der Geschichte der Medizin" bezeichnet hat.

Wohin der ORAC die Menschheit führen wird, hängt von denen ab, die die wissenschaftliche Expertise besitzen, seine funktionellen Gesetze zu verstehen, sein Potential für Wissenschaft und Medizin wahrzunehmen und zu fördern und diese Erfindung vor jenen zu schützen, die sie aus Angst, Haß oder Habgier zerstören und mißbrauchen wollen.

 

 

 

2. Atom gegen Orgon

 

Kernenergie und Orgonenergie sind antagonistische, "sich gegenseitig ausschließende" Energieformen. Orgonenergie ist die primordiale, masselose Energie, aus der alle Materie hervorgeht. Dagegen entsteht Nuklearenergie aus der Zerstörung von Materie.

Im Verlauf der Jahre, in denen Reich die Funktionen des Orgons ergründete, kam er zu der Überzeugung, daß die Atomenergie und das Orgon antagonistisch sind. Nun wollte er experimentell untersuchen, wie sich hochkonzentriertes Orgon auf Nuklearenergie auswirkt. Hat Orgon überhaupt eine Wirkung auf Atomenergie? Vor allem wollte Reich ergründen, ob es nicht vielleicht möglich wäre, daß das Orgon gegen die Auswirkungen der Atomenergie immunisieren oder sie gar aufheben könnte. Er bereitete diesen Versuch sehr gründlich vor. Reich war 1950 über die Korea-Krise sehr beunruhigt, die die Vereinigten Staaten jeden Augenblick in einen Nuklearkrieg hätte verwickeln können.

Mitte Dezember 1950 ersuchte Reich die amerikanische Atomenergiebehörde um 20 Millicurie von Phosphat-32. Vor der Ankunft dieses radioaktiven Isotops wurde die normale Hintergrundstrahlung in der Umgebung des Orgonenergie-Labors und anderer Gebäude gemessen. Die Hintergrundstrahlung im Studentenlabor, wo das Experiment größtenteils stattfand, lag bei einer Impulsrate pro Minute (counts per minute) von 30 bis 50 CPM.

Soweit ich weiß, wurde die Auslieferung des Kernmaterials, das bei der Atombehörde angefordert worden war, entweder verzögert oder es traf überhaupt nie in Reichs Forschungsstätte Orgonon ein. So bestellte Reich zwei Milligramm reinen Radiums bei einem privaten Labor. Als das Radium am 5. Januar 1951 eintraf, brachte Reich ein Milligramm, das sich in einem Bleibehälter befand, zu einer Garage in einiger Entfernung vom Laboratorium. Es sollte als Kontrolleinheit dienen. Die zweite Einheit - ein Milligramm Radium - wurde in einen starken Orgonenergie-Akkumulator gelegt, der sich wiederum in einem großen Orgonenergie-Raum befand. Nach etwa fünf Stunden begann die Hintergrundstrahlung beständig anzusteigen und im Orgonraum war die Luft unerträglich aufgeladen.

Ärzte und andere Mitarbeiter, die an dem Versuch teilnahmen, berichteten übereinstimmend von den folgenden Beschwerden: salziger Geschmack auf der Zunge, Druckgefühl im Körper, Übelkeit, Schwindelgefühle und ein Druck tief im Oberbauch. Andere spürten heiße und kalte Schauer. Die normalerweise doch gutartige Orgonenergie schien sich in eine "wilde Bestie" mit Killerinstinkten verwandelt zu haben!

Daraufhin wurde die Arbeit eingestellt und es wurde niemandem erlaubt, den Bereich zu betreten, denn auch nachdem das Radium entfernt worden war, blieb das Gebäude "heiß".

Zwischen dem 6. und 12. Januar wurde das Experiment wiederholt, indem man täglich das nukleare Material für jeweils eine Stunde in den Orgonraum verbrachte. Am 12. legte man das Milligramm Radium in seinen orgonotischen "Auflader" und diesen wiederum in den Orgonraum. Diesmal nur für eine halbe Stunde. Jetzt brach die Hölle los!

Durch das Laborfenster sah man bläulich- bis purpurfarbene "Wolken". Noch 30 bis 80 Meter vom Gebäude entfernt litten die Mitarbeiter, die am Versuch teilnahmen, an starker Übelkeit, an Schwindelgefühl bis an den Rand der Ohnmacht, sowie an Bewußtseinstrübung. Aus Sicht der klassischen Physik gibt es überhaupt keinen Grund dafür, warum eine solch vergleichsweise kleine Menge nuklearen Materials dermaßen schädlich sein sollte! Kernenergie kann - und wird - durch Metall oder sogar bloßen Beton zurückgehalten. Orgonenergie kann jedoch nicht abgeschirmt werden, da sie, wenn auch mit jeweils unterschiedlicher Geschwindigkeit, alles durchdringen kann.

Eine Flut neuer, kaum faßbarer Daten brach über Reich und seine Forschungsassistenten herein. Sie alle zogen sich die "ORANUR-Krankheit" zu. Eine Ärztin hätte beinahe ihr Leben verloren. Reichs kleiner Sohn litt so schwer, daß er evakuiert werden mußte. Auch Reich selbst wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Am Anfang schien das ORANUR-Experiment nichts als Katastrophen mit sich zu bringen. An allen Mitarbeitern und den Versuchsmäusen wurde der "Reich-Bluttest" durchgeführt. Offenbar hatte bei allen das Blut unter übermäßiger Strahleneinwirkung gelitten.

Trotzdem die Quellen der Radioaktivität beseitigt und die Orgonakkumulatoren samt Orgonraum demontiert worden waren, hielt die außergewöhnlich hohe Hintergrundstrahlung an. Zwar hatte Auslüften der Gebäude eine positive Wirkung, aber blieben die Fenster nur 15 Minuten geschlossen, stiegen die Werte bis auf 60 und 70 CPM! (Einige Teilnehmer am Versuch litten noch Monate oder gar Jahre nach dem Experiment. Im Mai 1951 bemerkte Reich, daß die Wände des Orgonraums noch immer gefährlich "heiß" waren, obwohl die Blechverkleidung dieses 5.5 mal 5.5 Meter großen Raumes schon seit langem entfernt worden war.)

Wir wollen nun innehalten für eine kurze Zusammenschau des Geschehenen. Die normalerweise gutartige atmosphärische Orgonenergie hatte sich plötzlich in eine giftige Killer-Energie umgewandelt, nachdem sie mit einer kleinen Menge von Radioaktivität in Berührung gekommen war. Diesen Vorgang kann man sich wie folgt vorstellen: Ich habe eine niedliche kleine Katze; ein gutartiger, zahmer Kater (der, wie jeder von uns, nichts weiter als ein Sack voll Orgonenergie ist). Nun nehme ich dieses freundliche Bündel Energie und piesacke es, sagen wir mal, mit Nadeln. Ich steche es immer wieder oder peitsche es vielleicht mit einem Riemen. Ich schlage solange auf es ein, bis es vor Wut und tödlichem Haß halb wahnsinnig geworden ist. Diese Gefühlsreaktion entspricht genau dem, was in der Atmosphäre geschieht. Und zwar im Bereich der energetischen Wirkung des Atoms auf die kosmische Orgonenergie. Die atmosphärische Reaktion ist jedoch nicht nur auf ein kleines, engbegrenztes Umfeld beschränkt, sondern erzeugt eine Kettenreaktion, eine langsam fortschreitende Verseuchung mit hochgeladener, giftiger Orgonenergie, die wild geworden ist: "ORANUR".

Diese kurze Beschreibung von Reichs außergewöhnlichem ORANUR-Experiment bietet natürlich nur einen oberflächlichen Eindruck der Vorgänge. Ein Sturzbach neuer Informationen über die Pathologie der "Strahlenkrankheit" und neuer Einsichten über physikalische, emotionelle und biologische Zustände ging auf Reich und seine Mitarbeiter nieder. Außerdem lernte Reich nach den anfänglich negativen Auswirkungen, daß das ORANUR-Experiment in der Tat eine positive, immunisierende Wirkung der Orgonenergie auf die radioaktive Strahlung ausübte. Nuklearmaterial, das über einen längeren Zeitraum in hochkonzentrierter Orgonenergie verblieb, wurde "denaturiert" und gutartig! (Mit der technischen Anwendung dieses neuen "ORUR-Materials" werden wir uns später beschäftigen.)

Und in sorgsam abgewogenen Dosen könnte sich, wie Reich glaubte, ORANUR als unschätzbares und allgemein wirksames Heilmittel gegen Kernstrahlung erweisen. Darüber hinaus hatte ORANUR eine besondere Eigenschaft: es griff jeden an seinem schwächsten Punkt an und konnte latent vorhandene Erkrankungen hervortreiben. So war es in der Lage, Menschen gegen potentielle Krankheiten, die sonst vielleicht tödlich verlaufen wären, immun zu machen.

Ich bin mir der Schwierigkeiten vollkommen im klaren, mit denen der Leser fertig werden muß, wenn er diesen kurzen Überblick über das ORANUR-Experiment verarbeiten soll. Ich bin mir auch meiner eigenen Unzulänglichkeiten bei der Darstellung dieser Episode der Grundlagenforschung schmerzlich bewußt. So kann ich jene, die sich eingehender mit der Sache beschäftigen wollen, nur auf die Literaturhinweise am Ende dieses Buches verweisen.

Lassen Sie uns nun einige Implikationen des Reichschen ORANUR-Experiments betrachten. Wir leben in einem "Energieozean" aus Orgon. Und wir leben in Häusern und arbeiten in Büros, die, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, tatsächlich Orgonenergie-Akkumulatoren sind. So leben und arbeiten viele von uns seit Jahren in einer mit Orgonenergie hoch aufgeladenen Atmosphäre. Durch dieses Experiment und viele daran anschließende Beobachtungen fand Reich heraus, daß Atombombentests - egal wo auf unserem Planeten - zum weltweiten ORANUR beitragen. Reich hatte nur eine kleine Menge nuklearen Materials in eine hochgeladene Orgonenergie-Atmosphäre eingebracht. Das Ergebnis war ORANUR. Genau dieselbe Wirkung haben die ständigen Nukleartests, bei denen gigantische Mengen radioaktiver Strahlung in die "normale" atmosphärische Orgonenergie gelangen. Wir erinnern uns, daß die Orgonenergie überall vorhanden ist: in der Atmosphäre über uns, im Erdboden und in unseren Meeren, Seen und Flüssen. Wenn also die Kernphysiker darauf beharren, daß durch die Nukleartests und die Reaktoren nur eine relativ kleine Strahlendosis in unsere Atmosphäre gelangt, dann haben sie ja durchaus recht. Ihnen ist aber nicht bewußt, daß diese "minimalen" und "sicheren" Mengen radioaktiven Materials auf das Orgonenergie-Kontinuum einwirken, das in steigendem Maße "aktiviert" und in ORANUR umgewandelt wird.

Betraf die ORANUR-Krankheit zunächst nur die Teilnehmer an Reichs Experiment, so ist sie jetzt eine weltweite Gesundheitsbedrohung geworden. Da unsere Kernphysiker und Gesundheitsexperten nicht wissen, daß jedes Lebewesen in der Tat ein lebendiger Orgonenergie-Akkumulator ist, sind ihnen die wirklichen Gefahren von "Niedrigstrahlung" vollkommen unbekannt.

Nicht etwa die sehr kleine Menge Röntgenstrahlung, die unsere Fernseher abstrahlen, macht sie gefährlich, sondern der "Trigger-Effekt" dieser Strahlung auf die biologische Energie des Menschen. Nicht die Hochspannung eines Transformators an sich ist gefährlich; es ist der ORANUR-Effekt, den sie in lebendigen orgonotischen Systemen hervorruft, der eine so verheerende Wirkung hat! Nicht die geringe Strahlenabgabe unterirdischer Atomtests ist so gefährlich, sondern es ist wiederum der heimtückische ORANUR-Effekt, der das Überleben des Menschen gefährdet.

Reich fand heraus, daß viele Quellen für sekundäre Energie - wie Fernseher, ultraviolettes Licht, Hochspannungs-Elektrizität, etc. - den ORANUR-Effekt in Menschen und allen anderen Organismen hervorrufen können.

Trotz alledem wird das ORANUR-Experiment den Weg zur "friedlichen Nutzung der Atomenergie" weisen. Wenn sich die Gemeinschaft der Wissenschaftler nur darum bemühen würde, den Funktionsbereich der Orgonenergie zu verstehen und Reichs lebenswichtiges Wissen anzuwenden. Orgonenergie kann Kernenergie unschädlich machen. Sind das nicht hoffnungsvolle Aussichten? Ist es nicht wert, dieser Hoffnung nachzugehen - zum Wohle der Menschheit und um die Angst vor dem Atom, das drohend über unseren Köpfen hängt, loszuwerden?

Reich bot der Menschheit eine Wahlmöglichkeit, eine Alternative zum atomaren Selbstmord. Sollten wir sie nicht beherzigen - dann Gnade uns Gott!

 

 

 

3. Persönliche Erfahrungen mit ORANUR

 

Noch immer hallen die Nachwirkungen des ORANUR-Experiments in der ganzen Welt nach. Reich hat aufgezeigt, in welcher Beziehung die Atom- und die Orgonenergie zueinander stehen. Ständig hielt er die Regierung der USA über seine Vorgehensweise auf dem laufenden. Gleichfalls erhielten die für Atomenergie und das Gesundheitswesen zuständigen Behörden viele Berichte von Reichs Laboratorium in Maine. Reich war sich der internationalen Bedeutung der Ergebnisse des ORANUR-Experiments vollkommen bewußt. Bei vielen Gelegenheiten bot er an, mit Vertretern der Bundesregierung zusammenzuarbeiten, aber Washington machte keinerlei Anstalten zu kooperieren. Es fehlte jeder Hinweis auf ein ernsthaftes Interesse. Stattdessen wurde gegen Reich eine einstweilige Verfügung erwirkt, deren Ziel es war, seiner Forschung ein Ende zu setzen und die darüber hinaus besagte, daß er in Quacksalberei involviert sei.

Weltweit erkranken Millionen Menschen an chronischer ORANUR- und DOR-Krankheit und viele sterben, weil überall auf dem Globus fortwährend ORANUR-Reaktionen durch Gebrauch der Kernenergie in Gang gesetzt werden.

Die Hauptbeschwerden der ORANUR-Krankheit werden gewöhnlich der "Grippe" oder dem "Virus X" zur Last gelegt: ein chronisches Schwächegefühl, wandernde Schmerzen, Übelkeit, Durchfall, ständiges Verlangen nach Wasser und Sauerstoff, etc. Darüber hinaus trifft ORANUR (und DOR) jeden Menschen an seiner schwächsten biophysikalischen Stelle. Entsprechend werden vorher durchlebte Fälle von Hepatitis, Rheuma, Problemen mit der Gallenblase, Migräne, Geschwüre, usw. wieder akut. Doch niemand legt es ORANUR zur Last. Der wahre Missetäter wird nie bloß gestellt, obwohl man ja doch mehr und mehr Leute sagen hört: "Ich glaube, irgend etwas stimmt mit der Luft nicht!" oder "Hmmm, der Himmel sieht ja aber heute merkwürdig aus."

Die Gesellschaft weiß nichts von Reich und seinen Entdeckungen. In dieser Hinsicht muß ungeheuer viel in die Aufklärung und Erziehung investiert werden. Aber nur wenige Menschen sind dazu in der Lage. Zuerst müssen weit mehr Wissenschaftler, Ärzte und interessierte Laien mit diesen gigantischen Problemen bekannt gemacht werden. Das ist der Zweck dieses Buches.

 

Die folgenden von mir selbst durchlebten Ereignisse sollen das Ausmaß der mit einer DOR- und ORANUR-Atmosphäre verbundenen Gefahren aufzeigen.

Die Gesellschaft tendiert immer mehr zur Mechanisierung des gesamten Lebens. Wie jeder bestätigen wird, der zum Zerschneiden von Holzbrettern zunächst eine Axt und dann eine Kettensäge benutzt hat, sind Maschinen ein großer Segen. Da jedoch unsere Maschinen von sekundärer Energie angetrieben werden - d.h. Energie, die aus dem primären Orgonenergie-Ozean abgezweigt wurde - und die meisten Quellen sekundärer Energie die Orgonenergie negativ beeinflussen, befindet sich die Gesellschaft in einer schlimmen Zwickmühle. Während auf der einen Seite für das sich ständig beschleunigende Wachstum der Gesellschaft mehr und mehr Maschinen benötigt werden, treiben auf der anderer Seite die immer weiter um sich greifenden Quellen von sekundärer Energie (z.B. Hochspannungs-Elektrizität, Kernenergie, Benzin) die Lebensenergie in immer höhere Energiezustände, die das Lebendige bedrohen.

Mir wurde im Laufe der Jahre bewußt, wie wichtig mein persönlicher orgonotischer (bzw. bioenergetischer) Sinn für mein eigenes Überleben ist. Bei vielen Menschen ist der Kontakt zu den eigenen Emotionen gut entwickelt, obwohl sie dazu neigen, ihren eigenen inneren Gefühlen zu mißtrauen und deren Bedeutung herunterzuspielen.

Da in unserer Umwelt ORANUR ständig zunimmt, ist es wichtig, daß man zu seinen eigenen subjektiven Empfindungen Vertrauen faßt, insbesondere was orgon-energetische Funktionen betrifft. Deshalb kam mir der Gedanke, daß die Schilderung meiner Erfahrungen mit einer von ORANUR verseuchten Atmosphäre für jene von Nutzen sein könnte, die dazu neigen, den eigenen subjektiven Empfindungen zu mißtrauen.

Beim ersten Vorfall, von dem ich berichten werde, handelt es sich um eine durch Hochspannungs-Elektrizität hervorgerufene ORANUR-Atmosphäre. Ich arbeitete als Vertreter bei einer großen Firma, die Laboreinrichtungen für Hospitäler und Universitäten herstellte. Meine Aufgabe bestand darin, die Kunden in die Bedienung unserer Produkte einzuweisen. Zu diesen Geräten gehörte auch ein Projektionsmikroskop, dessen Lichtquelle eine Quecksilberlampe war. Für diese Lampe benötigte das Gerät Hochspannungs-Elektrizität. Darüber hinaus strahlte sie viel ultraviolettes Licht ab, eine zusätzliche Reizquelle für die Orgonenergie.

Wenn ich in der Nähe dieses Projektionsmikroskops arbeitete, bekam ich ausnahmslos pochende Kopfschmerzen, die im okularen Segment um meinen ganzen Kopf herumreichten. Der Druck ließ sich durch ausgedehnte Bäder und Schreien lindern. Es dauerte nicht lange, bis ich die Kopfschmerzen mit dem Projektor in Zusammenhang brachte. Ich konnte jedoch die Nähe des Gerätes nicht meiden, da ich seine Anwendung einige Male in der Woche vorzuführen hatte.

Während ich das Gerät in schlecht gelüfteten Räumen Ärzten zeigte, fielen einige der Zuschauer in tiefen Schlaf. Bei anderen wurden die Bewegungen träge. Und, statt mich an den Projektor (d.h. an die von ihm "getriggerte" ORANUR-Atmosphäre) zu gewöhnen, wurde ich ihm gegenüber immer empfindlicher. Schließlich gab ich diese Arbeit auf und suchte mir eine neue.

Ich bekam einen Job bei einem Importeur von Wildtieren, dessen Büros mitten in Manhattan lagen. Ich sagte meinem Arbeitgeber, daß ich Leuchtstoffröhren nicht ertragen könne. Er war zuvorkommend und tauschte sie an meinen Arbeitsplatz gegen Glühbirnen aus. (Reich hat auf die nachteilige Wirkung, die Leuchtstoffröhren auf die Orgonenergie haben, hingewiesen. Und diese Wirkung auf das Orgon außerhalb des Körpers setzt sich natürlich im Organismus fort.)

Zu dieser Zeit war ich schon vertraut mit meinen Reaktionen auf die irritierende Atmosphäre von Räumen, die mit Leuchtstoffröhren ausgestattet sind. Sie war mir äußerst unangenehm und je länger ich mich in ihr aufhielt, desto größer wurde mein Unbehagen. Mir wurde kalt, besonders an Händen und Füßen. Ständig rang ich nach Sauerstoff, bekam großen Durst und meine Hände wurden häufig fleckig. Es machte keinen großen Unterschied, ob ich nun direkt unter Leuchtstoffröhren oder nur in ihrer Nähe arbeitete. Auch in diesem Fall war die ORANUR-Atmosphäre offensichtlich, obwohl die unmittelbare Wirkung um so größer war, je näher ich den Leuchtstoffröhren kam. In der Nähe eines offenen Fensters war es mir jedoch möglich zu arbeiten. Außerdem konnte ich viel Wasser und lauwarmen Tee trinken (wie Reich es empfohlen hatte) und mir mehrmals am Tag Hände, Gesicht und Nacken mit kaltem Wasser waschen. So war ich in der Lage, einigermaßen gesund zu bleiben. In dieser Atmosphäre war meine Leistung jedoch drastisch reduziert. Ich wurde immer reizbarer und matter und am Ende eines Tages war ich zu nichts mehr zu gebrauchen. Alles, was ich dann wollte, war meine Ruhe.

Aber zurück zu meinem Job beim Importeur in Manhattan: er währte genau vier Tage! Zu den oben beschriebenen Reaktionen kamen noch die Angst, die ich in einer solchen Atmosphäre empfand, und die Unfähigkeit einen klaren Gedanken zu fassen. Es war, als wäre ich beständig schikaniert worden und "elektrisch kurzgeschlossen". Meine Reaktionen waren sehr wechselhaft: einmal verkroch ich mich in mich selbst, wobei ich stark schwitzte, das andere Mal hegte ich große irrationale Wut auf meinen Chef. Ich verstand mein Verhalten selbst nicht. Die Situation schien solche Reaktionen nicht zu rechtfertigen. Und da ich keine Erklärung für sie fand, mißtraute ich meinen Sinnen. Jedoch machte mich meine Frau auf die Blässe meiner Haut und die schwarzen Ringe unter meinen Augen aufmerksam. Sie riet mir, den Job sofort aufzugeben. Aber unsere finanzielle Lage stand nicht zum Besten und so ging ich einen zweiten Tag hin, und dann einen dritten.

Nicht zu leugnen waren die von innen aufsteigende Angst, der starke Durst, Verlangen nach frischer Luft und die Unfähigkeit, vernünftig zu arbeiten. Ich wußte, daß ich mich in einer starken ORANUR-Atmosphäre befand, aber ich konnte ihre Quelle nicht ausmachen. Am vierten Tag erschien ich früher als sonst zur Arbeit und untersuchte das Büro gründlich. Außer ein paar Leuchtstoffröhren und den üblichen Aktenschränken aus Metall konnte ich keine besondere Reizquelle entdecken, die das mich bedrängende Unbehagen erklärt hätte. Zur Mittagszeit ging ich raus auf die Straße, um frische Luft zu schnappen. Als ich ins Büro zurückkehren wollte, verließ ich den Aufzug aus Versehen eine Etage unter meiner eignen. Ich schaute mich bei den mir unbekannten Büros und Werkstätten um und des Rätsels Lösung traf mich wie ein Schlag: das ganze Stockwerk unter meinem Büro wurde von einem Hersteller von Röntgenapparaten belegt! Ich kündigte auf der Stelle.

Der nächste Vorfall war noch bemerkenswerter. Meine Frau und ich hatten New York verlassen, um die Leitung einer 150 Kilometer entfernten Ferienanlage zu übernehmen. Zur Aufbesserung unseres Einkommens trat ich eine Stellung als Gehilfe eines Landvermessers an. Ich mochte die Arbeit sofort. Abwechselnd hatte ich im Wald an der frischen Luft zu tun, dann wieder im Büro am Zeichenbrett. Mein Arbeitgeber war ein offener und rücksichtsvoller Mann. Wir mochten uns. Ich erzählte ihm, daß ich Leuchtstoffröhren nicht ertragen könne. Daraufhin tauschte er jene über meinem Arbeitsplatz gegen Glühbirnen aus. Nichtsdestoweniger war mir sofort und ständig unwohl zumute. Eine Reaktion, die nicht zu leugnen war. Immer, wenn ich in die Wälder ging und im Freien arbeitete, fühlte ich mich gut und voll Leben. Sobald ich aber das Büro betreten hatte, überkam mich tiefe Angst. Mich plagten heiße und kalte Schauer und eine ständige Unruhe. Ich konnte das ORANUR fast schon riechen. Aber von woher kam es?

Die typische von Leuchtstoffröhren erzeugte Atmosphäre war mir vertraut. Eine derartige Atmosphäre war ja schon schlimm genug, aber im Büro des Landvermessers war es noch zehn-, wenn nicht sogar zwanzigmal schlimmer! Jeden Morgen trank ich sehr viel Wasser und eine ganze Thermosflasche Kaffee. Mein Gesicht brannte vor innerer Hitze, obwohl die Hautoberfläche kühl blieb. Entweder fühlte ich mich träge und abgespannt oder ich platze vor Wut oder mir war ohne Grund schwindelig. Unter allen erdenklichen Vorwänden lief ich aus dem Büro, um frische Luft zu schnappen oder um Hände und Gesicht zu waschen. Sobald ich im Büro allein war, suchte ich nach der Quelle meines "Gegners" - ohne Ergebnis. War ich dabei, langsam durchzudrehen?

In meinem Job blieb ich drei Monate. Es war wieder die finanzielle Notlage. Und, wo würde einem sonst schon die Möglichkeit geboten werden, Überleben aus erster Hand zu lernen? Und überhaupt, wo könnte man denn in dieser Gesellschaft ohne Leuchtstoffröhren leben und arbeiten? Ich würde "hart bleiben"! Ich würde schon damit "fertig werden"! Jeden Abend badete ich lange in lauwarmen Wasser, wie Reich es ORANUR-Opfern empfohlen hatte.

Aber ich wurde nicht immun dagegen. Im Laufe der Zeit spürte ich, wie ich langsam immer schwächer wurde. Zweifellos konnte ich diese drei Monate nur durchstehen, weil ich beim Vermessen viele Stunden an der frischen Luft zubrachte. Schließlich war ich mir sicher, daß ich wieder kündigen mußte. Diese Entscheidung war niederschmetternd, besonders auch deshalb, weil ich keinerlei Begründung für meinen subjektiven Eindruck einer hochgeladenen ORANUR-Atmosphäre finden konnte.

Ich entschloß mich, noch einmal zu suchen. Samstagmorgen fuhr ich zum Landvermesser-Büro, um mich einfach umzusehen und "Hallo" zu sagen. Eigentlich war das Büro eine Zimmerflucht in einem großen Motel-Hotelkomplex. Im Geschäftszimmer des Hotels fragte ich den Empfangschef, ob er wisse, wer die Räume unmittelbar neben dem Landvermesser-Büro belegt habe. (Warum war mir diese Frage nicht schon vorher gekommen?) Der Portier antwortete, daß das angrenzende Büro schon seit einiger Zeit leer stehe. Ich hakte nach und fragte, wer der letzte Benutzer des Büros gewesen sei. Der Portier schlug in seinen Unterlagen nach und gab mir dann seine Antwort: über mehrere Jahre war mein Nachbarbüro von einem radiologischen Labor belegt gewesen! Auf der anderen Seite meiner Bürowand hatte sich der Röntgenraum befunden, der innen vollständig mit Blei ausgekleidet war! Mir war klar, daß das Röntgenlabor unabsichtlich eine starke ORANUR-Reaktion hervorgerufen hatte, die auch dann noch fortbestand, als die Strahlenquelle schon längst beseitigt worden war - genauso wie es sich in Reichs ORANUR-Experiment zugetragen hatte.

Ich tat mein Bestes, um meinem Arbeitgeber verständlich zu machen, warum ich die Anstellung aufgeben mußte. Der gute Mann gab mir den freundlich gemeinten Rat, mich in die Hände eines kompetenten Psychiaters zu begeben.

Diese Erfahrungen waren eine sehr wertvolle Lehre, besonders auch deshalb, weil ich gezwungen war, nach New York zurückzukehren. Bei meiner nächsten Anstellung arbeitete ich in einem Büro an der Park Avenue in Manhattan. Glücklicherweise sah sich mein neuer Chef in der Lage, auf mein Bitten hin mein Büro mit Glühbirnen auszustatten. Der Rest des Büroraums auf der Etage wurde mit Leuchtstoffröhren beleuchtet. Endlich hatte ich ein eigenes Büro mit zwei Fenstern. Nichtsdestoweniger war mir die Atmosphäre New Yorks unerträglich geworden: die U-Bahn aus Metall mit ihren Leuchtstoffröhren, die Bauten aus Metall und Beton (die als zusätzliche Akkumulatoren wirken), der Smog, die Autoabgase und die überall verwendete Hochspannung - all dies erzeugte in mir ein Gefühl, als wäre ich ständig "bestrahlt" worden.

Eine weitere unentrinnbare Reizquelle waren Fernsehapparate. Durch den Elektroingenieur einer großen Gesellschaft erfuhr ich aus erster Hand, daß Fernseher "weiche" Röntgenstrahlung abgeben. Stand der Orgonenergie-Akkumulator auch nur zehn Meter von einem Fernseher entfernt, empfand ich ihn bereits als bedrückend, selbst wenn sich der Fernseher darüber hinaus noch in einem anderen Raum befand. Wenn ich jemanden besuchte, bei dem der Fernseher lief, empfand ich oft die Luft als so unerträglich aufgeladen, daß ich gehen mußte. Meine Reaktion entsprach genau jener während meiner Demonstration des Projektionsmikroskops, wenn auch nicht so intensiv.

Obwohl mein eigenes Büro mit Glühbirnen ausgestattet war, herrschte doch allgemein eine ORANUR-Atmosphäre vor. Im Laufe der Zeit trug ich ein Dutzend Pflanzen zusammen. Sie boten mir den Anblick grünenden Lebens und schienen die Ladung ein wenig zu mildern. Ein elektrischer Ventilator im offenen Fenster, der frische Luft in den Raum blies, brachte etwas Erleichterung. An sehr trockenen Tagen schaltete ich einen Zerstäuber an, wie man ihn in jedem Kaufhaus kaufen kann. Die Feuchtigkeit trug ebenfalls dazu bei, die aufgeladene Atmosphäre zu lindern.

Etwa zur selben Zeit, als ich die Anstellung bekam, zogen meine Frau und ich in eine Wohnung, die sich in einem Neubau in Manhattan befand, der über der U-Bahn der 7th Avenue errichtet worden war. Die Wohnung lag im zweiten Stock. Als wir einzogen, ließ ich meinen zerlegten und mit einer Zeltbahn geschützten Orgonenergie-Akkumulator auf unserer offenen Terrasse liegen. Nach ein paar Wochen hatte ich Bedürfnis nach dem Akkumulator und baute ihn zusammen. Innerhalb von drei Tagen wurde die Luft im Apartment unerträglich drückend - unstrittig ORANUR. Aber warum?

Wenn ich in meinem Wohnzimmer saß, hörte ich die U-Bahnzüge zwei oder drei Stockwerke unter mir vorbeirattern. Einer Eingebung folgend holte ich meinen Kompaß hervor und wartete auf den nächsten Zug. Als die U-Bahn, unsichtbar, zwei Stockwerke unter mir vorbeikam, wurde die Kompaßnadel um 45 Grad abgelenkt! Ich war mir sicher, daß die Hochspannung des U-Bahnsystems plus das Metall im Gebäude und in der Wohnung selbst mit dem Akkumulator in eine Wechselwirkung trat und so den ORANUR-Effekt hervorrief.

Ich nahm den Akkumulator wieder auseinander und stellte ihn zurück auf die Terrasse. Doch blieb die ORANUR-Atmosphäre mehrere Tage bestehen. Aus Angst, daß der Akkumulator auf Dauer verseucht sei, zerlegte ich ihn in seine Einzelteile, um sie verbrennen zu lassen. Sogar nachdem der Akkumulator beseitigt worden war, hielt die ORANUR-Atmosphäre noch mehrere Wochen an, obwohl das Apartment häufig ausgelüftet wurde und die Wände und der Fußboden mit kaltem Wasser abgewischt wurden.

Während der vier Jahre, die ich in New York lebte und arbeitete, gab es kein Entkommen aus der aufgeladenen ORANUR-Atmosphäre. Endlich entschlossen sich meine Frau und ich zum zweiten Mal unser Glück in der Wildnis Alaskas zu suchen, in die wir Mai 1966 zurückkehrten. In jenem Sommer machten wir eine Reise ins Innere Alaskas. Wir wollten einige alte Freunde besuchen und dabei ein paar Kartons mit Büchern holen, die man für uns aufbewahrt hatte. Auf der Rückfahrt beschloß ich eine Rast einzulegen; das war auf einer Lichtung am Rande des Richardson Highway, etwa bei Meile 246. Wir waren die ganze Nacht hindurch gefahren und benötigten ein paar Stunden Ruhe, um uns zu erholen.

Ich parkte das Auto am Rande der Landstraße auf einem Kiesplatz und breitete unsere Schlafsäcke auf dem Boden aus. Es war etwa 6 Uhr 45, an einem milden Sommertag. Ich erinnere mich, daß ich die außergewöhnlich großen wogenden Wolken bewunderte, die wie im Bilderbuch über uns hinwegsegelten. Direkt hinter uns, etwa 400 Meter entfernt, befand sich ein kuppelförmiger Berg, der einsam in der Landschaft stand.

Wir krochen in unsere Schlafsäcke und versuchten zu schlafen, aber die Sonne war einfach zu heiß. Und die vielen Moskitos! Plötzlich empfand ich einen unerklärlichen Durst. Dieser große Durst war um so seltsamer, als wir etwa eine Stunde vorher gefrühstückt und ich einige Tassen Kaffee getrunken hatte. Aber unsere Feldflaschen waren leer und wir waren vorübergehend ohne Wasser.

Wir schlugen unser kleines Zelt auf, um auf diese Weise sowohl den Moskitos, als auch dem Sonnenlicht zu entgehen. Bald waren meine Frau und unser Schäferhund "Sergeant" fest eingeschlafen. Aber ich konnte einfach keinen Schlaf finden. Ständig mußte ich an Wasser denken. Mein Durst wurde zur Besessenheit und ich mußte mich mit aller Macht zusammenreißen, um nicht in Panik zu geraten. Ich schärfte mir ein, ruhig und vernünftig zu bleiben. Schließlich gab es doch Wasser, nur ein paar Kilometer von mir entfernt! Warum wegen ein wenig Durst in Panik geraten?

Ich lag auf meinem Schlafsack und bebte am ganzen Körper. Mir war so, als liefe in mir ein Dieselmotor. Schloß ich die Augen, pulsierten alle möglichen Flecken vor mir, hell leuchtend, rot und purpurn. Mein Puls begann zu rasen und ich brach in kalten Schweiß aus, trotz der Hitze. Ich fühlte mich zum Bersten und konnte nur versuchen, mich zusammenzureißen. Der Anblick meiner schlafenden Frau und des Hundes beruhigten mich jedoch wieder. Und so überwältigte meine Müdigkeit meinen Lebensinstinkt. Ich schlief ein.

Nach wenigen Minuten schrak ich voll Panik wieder auf! Mein Körper war wie ausgedörrt, die Lippen trocken, die Zunge angeschwollen. Offenbar war es "heißer" geworden. Ich wollte meine Frau wecken, überlegte es mir dann jedoch anders und kehrte in meinen Schlafsack zurück. Die scheinbar so liebliche und harmlose Umgebung, meine schlafende Frau und der Widerwille, mir meine starken Qualen wirklich einzugestehen, lullten mich in den Schlaf.

Ich weiß nicht genau, wie lange ich schlief, aber es waren nicht mehr als 30 Minuten. Plötzlich richtete ich mich auf und rang nach Luft. Ich fühlte mich so, als würde ich vor Durst eingehen - richtiggehend austrocknen! Mein Herz pochte in der Brust. Das motorenartige Hämmern meines Körpers hatte sich so sehr verstärkt, daß ich vollkommen hilflos war. Ich empfand die schlimmste Todesangst meines gesamten Lebens! Jedes Quentchen Energie in meinem Körper drängte mich zur Flucht.

Ich rüttelte meine Frau wach und erklärte ihr, daß wir sofort weg müßten. Sie bewegte sich wie unter Drogen und wirkte sehr blaß. Sergeant schien mir plötzlich irgendwie gealtert zu sein. Er sah dünn und ausgezehrt aus, sein Kopf hing herab und seine Augen waren fast geschlossen. Ich war kaum fähig meine Bewegungen zu koordinieren und mußte mir selber vorsagen, zuerst den einen und dann den anderen Schuh anzuziehen. Kümmere dich nicht drum, alles einzupacken, sprach ich zu mir selber: Wirf einfach alles in den Wagen und fahr los. Nur weg von hier! Rann an frische Luft und Wasser! Schnell!

In wenigen Augenblicken waren wir wieder auf der Landstraße. Die frische Luft half sofort. Als wir die nächste Raststätte erreichten, hatte ich mich schon ziemlich beruhigt, obwohl der schreckliche Durst anhielt. Meine Frau und der Hund schliefen fest auf dem Vordersitz. Ich füllte unsere Feldflaschen und wir drei tranken nach Herzenslust. Dann erfrischten wir uns und Sergeant mit einem durchnäßten Handtuch. Später wuschen wir uns noch einmal an einem Fluß am Rande der Straße. Jetzt ging es uns viel besser.

Erst einige Tage später fand ich für dieses schreckliche Ereignis eine Erklärung. Ein paar Freunde besuchten uns in unserem Blockhaus. Ich fragte sie, ob sie von irgendwelchen Regierungsprojekten bei "Meile 246", wo wir gelagert hatten, etwas wüßten. Sie antworteten: Klar! Jeder wüßte, daß das Gebiet um die Donelly-Kuppel eine kerntechnische Anlage, ein Atomlager der Regierung sei. Das ganze Gebiet sei mit unterirdischen Bauten übersät, die nukleare Einrichtungen enthielten. Meine Freunde versuchten natürlich mich zu beruhigen; sie hätten das ganze Projekt im Fernsehen gesehen und alles wäre "ziemlich sicher".

Im März 1967 gingen wir in den Südosten Idahos, wo ich beim Idaho Falls Post-Register eine Anstellung als Redakteur für die Rubriken "Stadt" und "Militär" fand. Langsam besserten wir unsere Finanzen wieder auf, kauften ein Haus und lebten uns in die Gemeinde ein. Wir wußten, daß die Nationale Reaktor-Teststation (NRTS) circa 65 Kilometer westlich von unserer Stadt entfernt lag. Aber Freunde versicherten uns wieder, daß alles, wie üblich, "ziemlich sicher" sei und daß keine Gefahr einer radioaktiven Verseuchung bestünde.

Trotz all der Erfahrungen, die ich bis dahin gemacht hatte, muß ich offen zugeben, daß ich noch immer kaum glauben konnte, die ORANUR-Atmosphäre könne, noch 65 oder 80 Kilometer von einem Kernreaktor entfernt, so schädlich sein! Ich war vor ORANUR, von der Ost- zur Westküste, bis hinauf zum nördlichen Polarkreis geflohen. Ich hatte gute Jobs, ausgezeichnete Möglichkeiten und sogar Karrieren aufgegeben. Und nun hatte ich eine neue ausgezeichnete Anstellung auf einem Gebiet, das mir sehr zusagte (später wurde ich Leiter meiner eigenen kommunalen Sozialbehörde). Ich war ganz einfach müde. Auch meine Frau war erschöpft.

So lebten wir drei Jahre lang in einer stark aufgeladenen ORANUR-Atmosphäre, die für uns schließlich nicht mehr zum Aushalten war. Im Laufe der Monate wurden wir immer schwächer. Obwohl wir weiterhin unsere Orgonenergie-Akkumulator-Decken benutzten, wurden auch diese besorgniserregend schwächer. Auf dem bisher stets makellosen Gesicht meiner Frau entwickelte sich ein feuerroter Hautausschlag. Auf ihren Augenlidern bildeten sich ständig weiße Schuppen. Bei unserem wunderbaren Hund Sergeant trat eine pilzartige Infektion an den Ohren auf, die fünf Veterinäre nicht diagnostizieren konnten. Die Erkrankung begann mit Haarausfall auf seinen Ohren und dem Erscheinen eines weißen "Puders". Hilflos und verzagt beobachteten wir, wie die Spitzen von Sergeants Ohren langsam austrockneten und sich zersetzten. Und das trotz der 18 verschiedenen Medikamente, die angewendet wurden, nachdem sich "Orgonenergie-Schießer" als unwirksam erwiesen hatten.

Um in Bewegung zu kommen, fing ich damit an, jeden Morgen 10 Grad kalte Bäder zu nehmen. An manchen Tagen nahm ich in der Mittagspause ein zweites kaltes Bad. Erkundigungen bei Freunden und Bekannten zeigten, daß fast jeder krank war. Viele beklagten sich über Symptome einer "chronischen Grippe". Meine Frau wurde so schwach, daß sie oft über mehrere Tage hinweg im Bett bleiben mußte. Sommers wie Winters schliefen wir bei weit geöffneten Fenstern. Oft benutzten wir einen Ventilator für zusätzliche Frischluft.

Wir waren verzweifelt. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit flohen wir in die bewaldeten Berge. Im großen und ganzen ist das südöstliche Idaho eine Wüstenregion. Je länger wir dieses Gebiet mieden, desto kräftiger fühlten wir uns und der Hautausschlag meiner Frau ging langsam wieder zurück. Während der letzten sechs Monate in dieser Region startete ich einen Feldzug, der ergründen sollte, warum unser Gebiet so schlimm von ORANUR betroffen war.

Briefe an unseren Vertreter im Repräsentantenhaus, die Medien und den Gouverneur von Idaho brachten interessante Informationen. Das Areal der NRTS wurde als Lagerplatz für Millionen Liter nuklearer Abfallstoffe benutzt. Das Material wurde genau über dem Wasserreservoir des Snake River gelagert, einem der größten unterirdischen Wasserlager im Westen der USA. Das NRTS stellte fest, daß die Alpha-Strahlung über unserer Stadt um 34 Prozent höher lag als über dem NRTS-Gelände selbst. Nie wurde eine vernünftige Erklärung für diese Unstimmigkeit geboten. (Die Stadt liegt im Osten des NRTS und die vorherrschende Windrichtung geht von West nach Ost.)

Auf Einladung des Senators von Idaho, Len Jordan, legte ich dem Ausschuß des Repräsentantenhauses für Atomenergie Dokumente vor, welche die Gefahren einer radioaktiven Verseuchung der Erde im einzelnen nachwiesen. Der Gouverneur ernannte ein Sonderkomitee, das die möglichen Gefahren für den Südosten Idahos untersuchen sollte.

Das wurde mir heimgezahlt: man drohte mir, mich aus der Stadt zu treiben. Wie es für die Emotionelle Pest typisch ist, wurden wirtschaftliche Repressalien angewendet, um Druck auf mich auszuüben. Ich verschickte Hunderte von Briefen, gab im Fernsehen und im Radio Erklärungen ab und schaltete eine Zeitungsannonce. Ich versuchte die Bürger dazu zu bringen, sich für ihre eigenen Interessen einzusetzen. Die einzige Antwort war die bleierne Stille der Wüste.

So waren wir schließlich gezwungen, erneut wegzuziehen. Doch der ORANUR- und DOR-Atmosphäre sind wir bis jetzt nicht entkommen. Es ist schlimm, aber anscheinend gibt es auf diesem Planeten keinen Ort, der nicht, in einem gewissem Ausmaß, mit ORANUR und DOR verseucht ist! Der "zivilisierte" Mensch hat die lebenswichtigen Ressourcen des Planeten fast zerstört: die Luft, das Wasser, den Erdboden. Und erst recht kann er nicht ermessen, was er der kosmischen Orgonenergie antut - der Grundlage allen Lebens auf diesem Planeten!

Wir leben jetzt auf einem fünf Hektar großen Grundstück im Norden Idahos. Es ist vielleicht die letzte wirkliche Wildnis, die auf diesem Kontinent übriggeblieben ist. Sergeant ist immer noch bei uns. Er starb, vier Tage nachdem wir unser neues Haus bezogen hatten. Wir beerdigten ihn am Rande der Lichtung.

 

 

 

4. Die kosmische Revolution

 

Kein normaler Mensch kann in einem Irrenhaus über längere Zeit geistig gesund bleiben. Jedoch könnte er seine Gesundheit - seine Ganzheit - bewahren, solange er sich des Unterschiedes zwischen einer normalen und einer geisteskranken Welt bewußt bliebe. Eine weitere Voraussetzung wäre, daß er täglich in ausreichendem Kontakt mit geistiger Gesundheit steht, um sich zu regenerieren und um frische Kraft zu schöpfen.

Praktisches Wissen von Gott, als der kosmischen Lebensenergie des Universums, wird die Menschheit in den kommenden Jahren fest in der geistigen Gesundheit verankern. Und sollten die Probleme überhand nehmen und die Verankerung lösen, wird uns das praktische Wissen davon, daß Gott die kosmische Lebensenergie ist, als Steuerruder und Kompaß dienen, die uns durch die aufgewühlte See führen werden. Der Kontakt zur Orgonenergie, der kosmischen Lebensenergie unseres Planeten und des ganzen Universums, wird uns tief in der Wirklichkeit verwurzeln (jenseits der Ausbrüche von Lärm und Verwirrung) und uns sicher durch die drohende Katastrophe der kosmischen Revolution leiten.

Bloßes Auswendiglernen wird sich jedoch als wertlos erweisen. Das Wiederholen hohler Phrasen ist nur eine Abwehr gegen die harte Arbeit des Lernens. Nur durch Arbeit wird die Menschheit die kommende Krise überleben, die sich überall in der Gesellschaft abzeichnet: Arbeit am Problem, gesunde Kinder aufzuziehen; Arbeit am alles erstickenden Problem der weltweiten Umweltzerstörung; Arbeit an der Komplexität der Arbeitsbeziehungen selber; Arbeit um unsere Welt vom Unkraut des Ausweichens vor den Problemen lebensnotwendiger Arbeit zu befreien - von einem Müll, der uns zu erdrosseln droht.

Wo soll man anfangen? Wo soll man "anpacken" und mit der Arbeit beginnen? Wir beginnen mit den Grundlagen des Lebens - mit dem, worauf es im Leben wirklich ankommt. Wir benötigen ein klares Bild dessen, was "das Lebendige" ist. Wollen wir doch zwischen dem Leben selbst und dem unterscheiden, was ständig danach trachtet, das Lebendige zu verwirren, zu behindern und zu zerstören.

Leben ist Pulsieren von Orgonenergie innerhalb einer Membran. Solange diese Pulsation nicht behindert wird, wissen wir, Dank der fundamentalen Entdeckungen Wilhelm Reichs, daß der Organismus - du und ich - gesund ist. Die Blockierung dieses energetischen Pulsierens in den Geweben - den Muskeln oder Organen - oder eine qualitative Änderung der biologischen Orgonenergie selbst, hat Krankheit zur Folge. Der größte Teil der Menschheit - die große Mehrheit - ist gegen das Strömen des Orgons im Körper pathologisch gepanzert. Das Fließen der Orgonenergie ist mit dem Empfinden von Lust identisch! So leidet die Menschheit seit vielen Jahrtausenden an chronischer Lustangst. Ist es nicht merkwürdig, daß wir zu Millionen überall nach Lust streben - Lust am Leben, beim Sport, Sex, Geldmachen, etc. - und daß wir doch unfähig sind, diese Lust auch zu spüren? All die Drogen der Welt, die "Trips" mit LSD, Heroin und Kokain, die "Bewegungen" und die Popmusik, das Herunterschlingen und Herumficken und das Kotzen - es hilft alles nicht. Die Menschheit ist einfach nicht fähig, die Lust, nach der sie sich so sehr sehnt, auch zu erreichen.

Körperlich gegen die ursprünglichen Lustgefühle stark gepanzert, ist die Menschheit in einer Sackgasse gefangen. Ohne ein tiefreichendes Wissen von der Orgonenergie, von den Vorgängen biophysikalischer Panzerung, davon, wie der Mensch überhaupt dazu gekommen ist, sich abzupanzern - ohne dieses Wissen gibt es für die Menschheit keine Hoffnung. Überhaupt keine. Das Wissen über die Lebensvorgänge in Mensch und Natur ist gleichbedeutend mit der Kenntnis des Orgons. Und das Orgon zu kennen, bedeutet, Gott zu berühren. So einfach ist das.

Sicher wird es in der Orgonomie auch jene geben, die mich verdammen, weil ich Gott und Orgon im gleichen Atemzug nenne. Wenn ich diese Verbindung herstelle, werden sie das als peinlich empfinden; sie werden es als "mystisch" betrachten, als "Verdrehung" von Reichs Werk. Hier stehe ich, ich kann nicht anders. In Die kosmische Überlagerung (S. 128) hat Reich unzweideutig festgestellt: "Das Menschentier wird sich allmählich an die Tatsache gewöhnen, daß es seinen Gott gefunden hat, und kann nun damit beginnen, 'Gottes' Wege auf praktische Weise zu erforschen."

Will der Mensch die bevorstehende kosmische Revolution überleben, muß er "nun damit beginnen, 'Gottes' Wege auf praktische Weise zu erforschen"! So praktisch wie morgens das Gesicht zu waschen, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und die nötige Nahrung, Ruhe und Entspannung zu bekommen. Gott hat für und durch den Menschen viele Jahrtausende gearbeitet. Es ist an der Zeit, daß der Mensch lernt, für Gott zu arbeiten.

Ebenso werden die Mystiker von meiner "Unverfrorenheit" schockiert sein, Gott in einem derartig weltlichen Kontext zu erwähnen. Für sie liegt Gott jenseits menschlicher Erkenntnis. Doch sie unternehmen alles mögliche gegen das Leben. Stets haben sie jene auf die schändlichste Weise bestraft, die den Versuch wagten, Gott in einer praktisch greifbaren Art und Weise zu erkennen. Aber alles Lebendige stammt von Gott, der kosmischen Orgonenergie - der Quelle erstrahlenden Lebens auf dem Planeten Erde. Gott und die Gestalt Christi offenbaren sich in jedem von uns. Gott ist in und um jeden von uns. Ich brauche nicht mit irgendeinem esoterische Phrasen dreschenden Prälaten im silbernen Talar zu telephonieren, um ihn zu fragen, ob er eine Botschaft an meinen Vater "weiterleitet". Der Vater des Menschen ist jedem zugänglich - er ist es schon immer gewesen! Ich stehe dann mit Gott in Verbindung, wenn ich einen tiefen und unmittelbaren Kontakt mit dem Leben inner- und außerhalb meines Körpers herstelle: wenn ich in die Augen eines Menschen blicke, den ich liebe; wenn ich, ganz vertieft, die strömende Energie am lebens-blauen Firmament und im Wasser beobachte; wenn ich mit einem umhertollenden kleinen Hündchen spiele oder mit einem Kind herumtobe.

Ich helfe Gott, wenn ich in meinem Körper einen gesunden Energiemetabolismus aufrechterhalte. Darum werde ich meine Partnerin mit einer vollkommen reinen Lustempfindung umarmen, nicht in geiler Gier, so wie man Erdnüsse herunterschlingt. Dann sind die Nachwirkungen auch nicht so widerwärtig und ekelerregend, wie bei der Entleerung des Darms.

Der Mensch muß sich auf die Wege Gottes machen, und zwar schnell. Er muß die Pfade, die zu Gott führen, verstehen lernen. Viele werden diese Reife nicht aufbringen. Sie werden zu Fall kommen und in Bestürzung, Verwirrung, Verzweiflung, im Nichts enden. Wir haben ein Zeitalter der totalen sozialen Umwälzung betreten - das kosmische Zeitalter! Derzeit durchleben wir in jedem einzelnen Teilgebiet unserer individuellen und sozialen Existenz kritische Veränderungen - eine biologische Revolution, die jeden betrifft! Ob diese Revolution befördert oder behindert wird, hängt von unserer Fähigkeit ab, das Geschehen zu verstehen. Wir können entweder bewußte, hingebungsvolle Werkzeuge in Harmonie mit Gott werden, oder bloße Hindernisse auf dem Weg.

Offen gestanden habe ich viele Jahre über die Konzepte und praktischen Vorgehensweise nachgedacht, auf die ich noch kommen werde. Anfangs wollte ich die Leute noch unbedingt von der Wahrheit "überzeugen". Man kann jedoch die Wahrheit nicht einfach predigen! Wahrheit heißt nur eines: voller und unmittelbarer Kontakt mit der Wirklichkeit! In einem Spiegel oder in einem Opiumtraum gibt es keine Wirklichkeit. Wahrheit - das ist der Stein, an den du mit dem Zeh stößt; der See, in dem du schwimmst; das befriedigende Liebesleben (oder der herzbrechende Liebesverlust); der langwierige und mühsame Arbeitsprozeß: Lernen, Fehler machen und Fehler korrigieren.

Werden wir die bevorstehende kosmische Revolution überleben? Es wird davon abhängen, ob wir uns an den Ursprung unserer Existenz halten: Gott = Leben = Liebe = die pulsierende Orgonenergie. Das wird uns einen festen, unerschütterlichen Halt geben.

Den Mystikern wird langsam klar werden, daß viele ihrer auf Intuition beruhenden Glaubensinhalte und einige ihrer Rituale tief in der Wirklichkeit verwurzelt sind. Die "Aura", die den menschlichen Körper umgibt, die "Ekstasen" der Heiligen, "Stimmen" aus "anderen Welten", die Fähigkeit durch sogenannte "außersinnliche Wahrnehmung" miteinander zu kommunizieren, "Heilung durch Handauflegen", "Wunderheilungen" - all dies wird eine wissenschaftliche Erklärung finden als Ausdruck der Funktionsweise der kosmischen und biologischen Orgonenergie. Naturgemäße Gottesverehrung und naturgemäßes Gebet werden den ihnen gebührenden Platz einnehmen, wenn die Menschheit einmal erkennen wird, daß Gott tatsächlich eine lebendige Wirklichkeit ist. Der Mensch wird langsam, durch erfüllende Liebe und Arbeit sowie durch Wissenserwerb in Harmonie mit dem uns leitenden Schöpfungsprinzip, seine wahre "Erlösung" auf der Erde finden. Der Mensch wird endlich lernen, wie man für das Leben arbeitet und lebt, anstatt der lebensnotwendigen Arbeit auszuweichen oder für den Tod zu arbeiten und zu sterben!

Wenn sich die geifernde Raserei der Freiheitskrämer erschöpft hat, wird der Mensch die stilleren Wege zur wirklichen Freiheit suchen. Eine Freiheit, die nie und nimmer durch wildes Geschrei und durch Drogenrausch erreichbar sein wird, weil Freiheit im eigenen Körper anfängt - in einem Körper, der erst einmal dazu in der Lage sein muß, Freiheit auszuhalten, ohne auszurasten und Amok zu laufen! Und ein Organismus, der Lust nicht aushalten kann, ist zu einer solchen Freiheit genauso unfähig, wie es ein hungriger Geier nicht lassen kann, verwestes Fleisch in sich hineinzuschlingen. Es liegt in der Natur des Geiers, verwestes Aas zu fressen - und es ist die Natur des "Gierers nach Freiheit", gemäß dieser seiner Natur zu leben, zu atmen, zu handeln und das Lebendige zu töten! Er kann das Lebendige nur morden. Er kann es weder verstehen, noch fördern oder den einfachen, spontanen Bewegungsausdruck des Lebendigen schützen.

Das Orgon ist ständig in Bewegung - der kosmische Orgonozean bewegt uns und unsere Welt, unser ganzes Planetensystem. Im wesentlichen ist die Bewegung des Orgons innerhalb einer Membran und im Kosmos ein und dasselbe. Charakteristischerweise strömt diese Energie als offene Kreiselwelle. Materie ist gefrorene Energie. Wir sehen, wie die frei fließende Energie, die innerhalb der Umgrenzung einer Membran gefangen wurde, entsprechend in materiellen Strukturen zum Ausdruck kommt: in unseren Fingerabdrücken; in den Haarwirbeln auf den Köpfen von Kindern; in Weinreben, Knospen und Zweigen, die einen Baumstamm spiralförmig umwachsen; in den Spiralen des Nebels, der morgens von einem See aufsteigt; im Rauch aus einem Schornstein; im spiralförmigen Schneegestöber, das eine Landstraße hinunterfegt (das Orgon bewegt die Luft); im spiraligen Wachstum von Cumuluswolken und Schalen von Meeresgetier; der Krümmung von Stoßzahn und Rüssel des Elefanten; das kreiselnde Tanzen der Fische und Vögel zur Paarungszeit und der natürliche Tanz des Homo sapiens; die Windungen der Eingeweide und des Gehirns; Wasser, das spiralförmig in den Abguß fließt; und auch Tornados, Staubwirbel und Wasserfontänen. Geprägt wird all dies durch die Bewegung des Ersten Bewegers alles Seienden - der pulsierenden, spiralförmig fließenden kosmischen Orgonenergie!

Ja - im wahrsten und tiefsten naturwissenschaftlichen Sinne, stammt der Mensch tatsächlich von Gott. Aber er ist weit von Gott abgeirrt, hat den Kontakt zu seinen natürlichen Wurzeln verloren und das Lebendige in sich selbst, in seinen Kindern und in seiner Umwelt gemordet. Nicht nur, daß der Mensch seinen Gott "verloren" hat; gleichzeitig hat er den Teufel unterstützt und gefördert, indem er an die Stelle des Lebens den Tod stellte und seine Fähigkeiten und seine Kraft für die "Träger des Todes" aufopferte. Auch dies muß ganz erfaßt werden, wenn wir überleben wollen.

Wenn man Gott als Leben und Liebe erkennen will, muß man auch die Antithese zu Gott ebenso gründlich erfaßt haben! Das heißt wir müssen wissen, was wir zu meiden, zu verabscheuen und zu isolieren haben - nämlich den Teufel, Satan. Tod = irrationaler Haß = DOR! DOR ist giftige Orgonenergie (Deadly ORgone energy): Energie, die durch natürliche oder künstliche, sekundäre Prozesse in einen tödlichen, destruktiven Killer umgewandelt worden ist - das Prinzip des Todes.

Reich hat viele Male auf die Tatsache hingewiesen, daß "jeder irgendwie Recht hat". Die bizarrste Phantasie, die dogmatischste Äußerung eines Mechanisten oder Mystikers beruht auf einem gewissen Wahrheitskern; auf einer entstellten Realität. Der mystifizierte Glaube an einen allmächtigen Schöpfer ist so eine Wahrheit. Genauso steht es mit dem Glauben an die reale Existenz der "Sünde" und ihres Urhebers, des Teufels!

DOR ist also die objektive Wirklichkeit hinter den menschlichen Vorstellungen vom Teufel; hinter sündhaftem, bösem, destruktivem Verhalten, hinter dem stillen Dulden, hinter Verschwörung und dem Stiften von Verwirrung, hinter irrationalem Haß und unbegründeter Angst, hinter Krankheit und Verfall. Das DOR in der Atmosphäre ist kosmische Orgonenergie, die schal geworden ist und der es an Sauerstoff und Wasser mangelt. Das DOR versucht, Sauerstoff und Wasser aus jeder nur irgendwie erreichbaren Quelle zu ziehen: aus den Seen und Flüssen, aus den nahrhaften Pflanzensäften, aus Bergen, Felsen und der Erdkrume, von den Tieren - und somit natürlich auch aus den Menschen! Wo immer wir ihm auch begegnen: DOR ist die böse Kraft hinter unserem persönlichen, gesellschaftlichen und planetarischen Elend!

Den Teufel zu entlarven, bedeutet aber auch, daß man sich selber der Raserei derer aussetzt, die zum DORisierten Leben in einer DORisierten Gesellschaft ihren Beitrag leisten und es aufrechterhalten. Der überhandnehmende Drogenkonsum, die Verdummung durch Propaganda, Pillen, seelenloser glatter, krankhafter Sex, die Pervertierung der Jugend durch Pornographie und dreckige Anmache, der Verrat an Integrität, Prinzipienfestigkeit, Wahrhaftigkeit, Anstand, harter Arbeit und ihr Ersetzen durch Verdorbenheit, Lüge, Betrug und Ränkeschmieden - all dies sind krasse Ausdrucksformen von DOR, ist stark DORisiertes Verhalten. Das manische Streben nach "Geld und Sicherheit" bei gleichzeitiger Opferung aller Lebendigkeit, die großen und kleinen Unredlichkeiten der Mächtigen, im Geschäftsleben, in der Justiz - die Hoffnungslosigkeit angesichts des Übels und das Sichergeben ins Böse: all das sind Zeichen für die langsame Machtübernahme des DORs auf diesem Planeten.

Als Spezies haben wir zwei gleichwertige Hauptaufgaben zu meistern, wenn wir auf einem Planeten überleben wollen, der rasch durch das DOR erstickt wird. Zunächst einmal müssen wir uns eingehend mit den Funktionen der Orgonenergie innerhalb und außerhalb unseres Körpers vertraut machen. Reich hat uns dafür die nötigen Straßenkarten und einige wichtige Wegmarkierungen hinterlassen. Wir werden das, was wir durch Reich schon erhalten haben, vor jenen zu schützen haben, deren Bestreben es ist, die Reinheit seiner Arbeit zu pervertieren und die ihn zu einem DOR-Freund erklären. (Reich wird ja schon als Roter Faschist gepriesen, trotz seines energischen lebenslangen Widerstandes gegen alles, wofür der Rote und Schwarze Faschismus steht.) Langsam müssen wir zu einer immer tieferen Beziehung zum Orgon finden, um das Lebensprinzip überall beschützen, verstehen und fördern zu können - um Hüter seiner "Freiheit", seiner Güte und Reinheit zu werden.

Alle wichtigen Elemente für das Leben stammen aus dem kosmischen Orgonstrom unseres Planeten. Durch Überlagerung zweier oder mehrerer Orgonenergie-Ströme werden alle Elemente des Lebens erschaffen. Tatsächlich erzeugt das Orgon seine eigenen Träger - die Träger der Lebensenergie. Die Unterstützung der "Träger des Lebens" ist eine schwierige Aufgabe, die nur erfüllt werden kann, wenn man die funktionellen Gesetze des Orgons beachtet. Wir müssen auch die Fähigkeit erlangen, schnell und wirksam zwischen den "Trägern des Lebens" und den "Trägern des Todes" zu unterscheiden. Dies führt uns zu unserer zweiten Hauptaufgabe: das DOR in allen seinen krankhaften und bösartigen Erscheinungsformen, sowohl im menschlichen Organismus, als auch in der Atmosphäre, erkennen!

DOR ist, als das Todesprinzip an sich, die bewegende Kraft, die dem Verhalten DORisierter Menschen zugrunde liegt. Wie das kosmische Orgon, erschafft auch das atmosphärische DOR seine eigenen Träger in der Atmosphäre - und durch Immobilisierung der Organismen transformiert es Gutes in Böses. Genau hier finden "Teufelsaustreibungen" und "das Bannen böser Geister" ihre objektive Berechtigung.

Der Mensch wird unmittelbar und unzweideutig wissen, wenn er in eine DOR-Atmosphäre eingetaucht ist, genauso wie er das bösartige Verhalten eines DORisierten Menschen erkennen wird. Bald wird er den gefühlsmäßigen Ausdruck des DORs in bestimmten Wolken und DOR-Schichten am Himmel wahrnehmen. Und, was genauso wichtig ist, er wird DORisiertes Verhalten bei sich selber erkennen und etwas dagegen unternehmen. Auch wird es zu einem Verstehen des DORisierten Vorgehens bestimmter politischer Gruppen kommen: der Mörder des Lebendigen wird dem Lichte der Öffentlichkeit vollständig preisgegeben werden.

So geht die Wahrnehmung des funktionellen Lebensgesetzes Hand in Hand mit dem Erkennen der funktionellen Gesetze des Todes. Ob es nun in Amöben, Quallen, Elefanten oder Menschen in Erscheinung tritt, das Leben ist eine Einheit: das Pulsieren der Orgonenergie innerhalb einer Membran. Das Verklingen dieser Pulsation bedeutet Tod. Im Organismus pulsiert das Orgon als biologische Lebensenergie, in der Atmosphäre als kosmische, primordiale Energie. In beiden Bereichen kann das Orgon aufhören zu pulsieren.

Gewinnt das DOR in der Atmosphäre die Oberhand, sind Dürre und Wüstenbildung die Folge. Das Wasser trocknet weg, es regnet entweder überhaupt nicht mehr oder es strömt wie aus Gießkannen. Und diese Sturzbäche tragen zur Verschärfung der Wüstenbildung bei. So verwandelt DOR das Lebendige in Mensch und Natur zur Wüste. Ausgetrocknete und "ausgehöhlte" Menschen tragen zur Zerstörung reicher, grüner Landstriche bei. Und auf dem sozialen Schauplatz erstrebt der DORisierte Mensch, in seiner unersättlichen Gier nach Macht (Energie), die Herrschaft über seine Mitmenschen. Dies ist die Arena der Emotionellen Pest.

Die vor uns stehende Aufgabe ist überwältigend. Aber wir können die Uhr nicht zurückdrehen und so tun, als wäre "nichts geschehen". Mit Hilfe Gottes könnte der Mensch und sein Planet vielleicht doch überleben und ein neues Zeitalter der Freude aus der heutigen Not und dem heutigen Chaos erwachsen lassen. Eine neue Ära steht vor uns und die kosmische Revolution taucht aus der Dunkelheit empor. Wir können viel tun, um den friedvollen Übergang zu neuen Wegen, revolutionären Wegen des Denkens und Handelns vorzubereiten. Aber wir können unsere Augen und Herzen auch verschließen und uns in den Fluten der kommenden Epoche von einer Woge überwältigend neuer Wahrheiten hinwegfegen lassen; Wahrheiten, die wir ohne Vorbereitung nicht ertragen könnten. Nur ein Baum mit tiefreichenden Wurzeln kann heftigen Stürmen standhalten. Wir wollen unsere Wurzeln tief in das Wahrhaftige gründen und in den dunklen Stunden vor der neuen Morgendämmerung des Lebens um Einsicht und Weisung beten.

 

 

 

5. Der DOR-Notstand

 

Das Reich des Teufels ist von Finsternis, Ausflüchten und Betrug umwölkt. Die Bibel sagt uns, der Teufel führe den Menschen ständig in Versuchung, um ihn vom Pfade Gottes abzubringen, seine Seele zu zerstören und ihn zu versklaven. Das Wort, das für den Teufel steht, wird auch mit "der Widersacher", "Satan", "der Feind", "Dämon" und "Beelzebub" (Herr der Fliegen) übersetzt.

Dem Neuen Testament zufolge wird Jesus in der Wüste vom Satan in Versuchung geführt, der als Führer des Reichs des Bösen bezeichnet wird (Matt. 12:26). Christus kann Teufel austreiben und dergestalt Kranke heilen, die von bösen Mächten in Besitz genommen worden waren. Was ist die objektive Wirklichkeit hinter diesen Ausdrucksformen menschlicher Gefühle und Vorstellungen?

Im 20. Jahrhundert hat die Entdeckung der objektiven Grundlage der menschlichen Vorstellungen von Gott gleichzeitig auch jene dunklen Regionen freigelegt, die einst das Reich das Teufels einhüllten. Der Teufel ist der Hauptgegenspieler Gottes und all dessen, was auf dem Planeten göttlich ist. Wir wollen diese Konzepte in energetische Begriffe fassen und schauen, ob wir so festen Boden unter die Füße bekommen. Dabei stellt sich uns die Frage, welches die stärkste Kraft ist, die sich der Lebensenergie des Planeten Erde entgegenstellt. Die Antwort lautet: DOR! Diese giftige Orgonenergie ist für den Großteil des Bösen verantwortlich, das über Jahrtausende die Menschheit geplagt hat.

Wir werfen eine zweite Frage auf, die den Autor zutiefst erschüttert hat: Wenn die kosmische Orgonenergie "Geist" besitzt (sie muß über sie verfügen, da ja alle Intelligenz von "irgendwo" herkommen muß), hat dann auch das tödliche Orgon "Geist"? Stellen wir fürs erste die Beantwortung dieser Frage zurück, während wir zunächst einige Eigenschaften des DOR betrachten.

Reichs Werk zeigt, daß DOR und Orgon tödliche Feinde sind. Wir nehmen dies sehr wörtlich. DOR und OR (die Orgonenergie) sind gegensätzliche und sich wechselseitig ausschließende Energien. Im allgemeinen enthalten DOR-Wolken extrem schädliche Mengen radioaktiven Materials! Deshalb ist unsere erste vorläufige Schlußfolgerung, daß Kernstrahlung - stamme sie nun vom Menschen oder aus einer noch verborgenen Quelle - die energetische Grundlage des Reiches des "Teufels" ist.

Die natürlich auftretende Strahlung ist das Resultat sich zersetzender Materie. Die weltweit in den Atom-Laboratorien künstlich erzeugte Strahlung entsteht durch die Zerstörung bestimmter Stoffe, was die gewaltsame Entladung tödlicher Teilchen zur Folge hat. Diese hochenergetischen, sehr schnellen Teilchen durchdringen den Körper wie Gewehrkugeln und zertrümmern, zerreißen und zerstören die lebenden Zellen. Entweder werden die Zellen unter dem Bombardement der Radioaktivität zu permanenten Krüppeln oder sie erliegen dem Angriff der eindringenden Radioaktivität und sterben.

Betrachten wir das Verhalten von DOR-Konzentrationen in der Atmosphäre. Wir haben ein friedvolles Naturschauspiel vor uns: wogende Felder, umgrenzt von Bäumen und Sträuchern und im Hintergrund das lichte Blau der Berge, die in einen schillernd blauen Himmel aufragen. Hier und da finden sich am Firmament klar umrissene Wolken, die wohlgerundet und dick sind. In der frischen Morgenluft singen die Vögel. Klarheit und ein "Auftrieb" liegt in der Luft, ein uns belebender Schwung. Wir hören die Bewegung der Kleintiere im Wald, das Schnattern von Eichhörnchen, die flatternde Geschäftigkeit der Vögel.

Langsam, fast unmerklich breitet sich eine träge Angst wie ein Leichentuch über den Schauplatz aus. Es fällt uns immer schwerer, einen klaren Gedanken zu fassen und uns auf das zu konzentrieren, was gerade zu erledigen ist. Wir werden "ohne besonderen Grund" nervös und reizbar. Blicken wir auf, erkennen wir einen grau-schwarzen "Dunst", der langsam von West nach Ost über den Himmel kriecht. Innerhalb des Dunstes nehmen wir schmutzig schwarze "Wolken" wahr, wie wir sie noch nie gesehen haben - es sind die typischen DOR-Wolken. Erscheinen diese DOR-Wolken über unserer Umgebung, verschwindet der Glanz aus der Atmosphäre. Das Laub verliert seinen Schimmer. Die Berge machen einen trüben und verschwommenen Eindruck. Sind die DOR-Wolken jetzt direkt über uns angelangt, überkommt uns ein Gefühl tiefer Niedergeschlagenheit und Verzweiflung. Was vorher hoffnungsvoll und vielversprechend wirkte, ist jetzt irgendwie hoffnungs- und wertlos. Jede Bewegung fällt einem schwer. Ein Leichentuch von Stille, Trübsal und Tod liegt über allem. Die Vögel hören auf zu singen und wenn sie fliegen, dann nie hoch, sondern niedrig und träge. Auch die Tiere des Waldes sind still und regungslos. Der Rauch aus den Schornsteinen kann nicht aufsteigen und drückt auf den Boden. Unsere Sinne stumpfen ab. Das Essen und das Trinken verliert den Geschmack, Zigaretten verursachen Übelkeit.

Je länger die DOR-Decke über der Landschaft hängt, desto größer wird unser Unbehagen. Wir sind jetzt extrem gereizt, unsere Nerven sind zum Zerreißen gespannt. Unarten des Partners, der Kinder und der Haustiere können wir nicht länger ertragen. Wir schwanken zwischen einerseits tiefer Mattigkeit und Perioden der Niedergeschlagenheit (während dieser Zeit werden viele Selbstmorde begangen) und andererseits heftigen Verhaltensumschwüngen mit irrationalen Ausbrüchen von Wut und Haß. Je energiegeladener ein Individuum ist, um so schneller und stärker reagiert es auf DOR. Bioenergetisch schwächere Menschen brauchen länger, um etwas von den Auswirkungen zu spüren. Einige Leute fühlen sich in dieser schädlichen Atmosphäre sogar "besser". (Dazu später mehr.)

Wenn die Vorherrschaft des DOR anhält, wächst das Bedürfnis nach Sauerstoff und Wasser beträchtlich, da das DOR in seiner Gier nach Sauerstoff und Wasser alles angreift. In schlecht belüfteten Räumen können Menschen in Atemnot geraten. Jene, die in Fabriken arbeiten, wo Hochspannungselektrizität benutzt wird oder wo es viel Metall, giftige Chemikalien, Leuchtstoffröhren, radioaktive Stoffe, Lärm und andere Reizstoffe gibt - sie erliegen oft als erste: sie sind entweder fast gelähmt oder sie verfallen in ein extrem unkontrolliertes und irrationales Verhalten. Gefängnisinsassen, die von Metallstäben und Metallkäfigen umgeben sind, werden unruhig und in solchen Zeiten kommt es oft zu Ausbruchsversuchen und Aufständen.

Hat sich das DOR über Stadt und Land "festgesetzt", kommt es zu allgemeinen Erschöpfungsbeschwerden und man spürt, "daß irgend etwas mit der Luft nicht stimmt". Zur Symptomatik gehören Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch oder Zwerchfell, "Grippebeschwerden", die durch den ganzen Körper wandern, Verlangen nach frischer Luft und Bewegung oder auch fortschreitende Abstumpfung der Sinne, anhaltende Schwächegefühle, Durst und ein fortwährendes Unbehagen. Man muß sich häufig übergeben. Und sinkt eine schwarze Substanz, die Reich als "Melanor" bezeichnet hat, von den DOR-Wolken herab, leiden viele als zusätzliche Belastung unter Flatulenz und Durchfall. Weil der Körper das schädliche Gift ausstößt, wird der Stuhl schwarz und wäßrig. Ohne die Zufuhr von ausreichenden Mengen Sauerstoff und von viel Wasser, die die schädlichen Wirkungen des DOR ausgleichen, werden viele Menschen krank - und viele werden sterben müssen. Neben den Kindern sind vor allem auch Herz- und Asthmakranke besonders gefährdet. Zusätzlich zu den oben beschriebenen allgemeinen Beschwerden wird jeder, der in einer DOR-Atmosphäre ausharrt, unter Symptomen leiden, die für seine besondere Struktur spezifisch sind. Probleme mit den Nebenhöhlen, Beschwerden von Gallenblase, Leber und Magen werden reaktiviert. Nervenleiden verschlimmern sich. DOR trifft jeden an seinem schwächsten Punkt! Selten wird der "wahre Bösewicht" als Verursacher des persönlichen Leidens und eines sich verschlimmernden Zustandes dingfest gemacht. Bis heute ist der Teufel praktisch unerkannt im Verborgenen geblieben.

 

Für die Menschheit wird das Erfassen dessen, was DOR ist, das Erkennen einer DORisierten Atmosphäre und das Ergreifen von Schritten zu ihrer Bekämpfung, immer unentbehrlicher.

Wenn es nicht möglich ist, einer DOR-Atmosphäre auszuweichen, gibt es bestimmte von Reich entdeckte Verfahren zur Linderung der schlimmsten Beschwerden. Wir wissen, daß DOR der Atmosphäre, Räumen und Menschen Sauerstoff und Wasser entzieht, weshalb es erst einmal wichtig ist, die tägliche Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen. Als besonders nützlich wurde von Reich vor allem reichlich frisches Wasser und lauwarmer Tee empfohlen. Ebenso nützlich ist der Genuß von Alkohol bis zum "Glühpunkt". Innenräume sollten gut durchlüftet werden. In manchen Fällen wird es notwendig sein, noch zusätzlich einen Ventilator ins Fenster zu stellen, um frische Luft in den Raum hineinzublasen, besonders ins Schlafzimmer. Wo möglich, könnte das Entfernen von Metall aus der Wohnung von nutzen sein. Der Elektrizitätsverbrauch sollte auf ein Mindestmaß reduziert, Fernseher und Leuchtstoffröhren ganz gemieden werden. Alle Räumlichkeiten sollten oft und gründlich ausgelüftet werden.

Da sich DOR direkt auf die biologische Pulsation der Person auswirkt, sollte alles unternommen werden, um das Pulsieren des Körpers anzuregen. Schwimmen ist wohl die beste Aktivität zur Bekämpfung des DOR, denn dabei wird der Körper vom äußeren DOR gereinigt und genießt gleichzeitig die Bewegung und die erhöhte biologische Pulsation. Man sollte häufiger Duschen und Baden, um den Körper vom Melanor zu befreien. Alles was angenehm ist, alles was das Pulsieren des Körpers anregt, sollte unternommen werden. Ebenso ist eine regelmäßige orgastische Entladung eine absolute Notwendigkeit. Der bioenergetische Druck im Körper wird gesenkt und eine ausgeglichene Energieökonomie aufrechterhalten.

DOR wirkt jedoch so heimtückisch und hat eine derartig lähmende Wirkung auf den Lebenstrieb eines jeden Organismus, daß man zu seiner Bekämpfung viel Disziplin aufbringen muß. Nimmt das DOR außerhalb und innerhalb des Körpers zu, geht der Widerstandswille zurück. Wenn dem Organismus nicht genügend biologische Energie zur Verfügung steht, folgt auf die DOR-Einwirkung sofort eine lähmende Ohnmacht. Ganz so, wie wenn ein Boxer unerwartet von einem "KO-Schlag" getroffen wird. Er kann sich jedoch wieder "aufrappeln" und mit ganzer Kraft zurückschlagen. Oft sind ungezähmte Wutausbrüche und Gereiztheit die ersten Reaktionen auf die DOR-Attacke, da das Opfer versucht, sich von diesem ekelerregenden lebensbedrohlichen Feind zu befreien. Ein solches Verhalten muß als das genommen werden, was es ist. Und das Opfer, das davon weiß, kann sein zerstörerisches Verhalten so unter Kontrolle halten, daß es in Grenzen bleibt und nicht zu dem ausufert, was Reich "Emotionelle Pest" genannt hat: "Neurotischer, destruktiver Irrationalismus auf dem sozialen Schauplatz." Eine zu starke oder zu schwache Reaktion auf die DOR-Einwirkung gibt zu Besorgnis Anlaß. Die Familie, Freunde und Mitarbeiter können mit etwas Mühe dem DOR-Opfer bei der Genesung helfen. Auch kann es notwendig werden, daß sich der Betreffende selbst solange absondert, bis der Anfall vorüber ist.

 

In unserer Umwelt hat es schon von jeher DOR als Spielart der kosmischen Orgonenergie gegeben. Durch die extreme Anhäufung von DOR über der Erde in den vergangenen Jahrzehnten war Reich gezwungen, seine Aufmerksamkeit auf die Probleme zu richten, die das DOR mit sich bringt. Einiges weist darauf hin, daß das DOR ein natürliches Endprodukt der metabolischen Funktionen des kosmischen Orgons ist. DOR wird vom Organismus ständig produziert, indem er das frische Orgon umwandelt, das er über die Atmung, unmittelbar durch die Hautoberfläche und vermittels Nahrung und Wasser aufnimmt und dann als DOR in Form körperlicher Abfallprodukte (wie Ausatmung, Schweiß, Urin, Exkremente) wieder absondert.

Im Takt mit der jährlichen Frühlingstagundnachtgleiche verschlimmerte sich die DOR-Lage über Reichs Laboratorium in Rangeley, Maine in den drei Jahren von 1951 bis 1953. Das Auftauchen von DOR über Orgonon wurde von einem sprunghaften Anstieg der Werte auf dem Geigerzähler begleitet, die normalerweise bei 30 bis 40 CPM lagen. Doch jetzt stieg die Impulsrate pro Minute auf 300 bis 800! Dies zeigte Reich, daß sich etwas äußerst wichtiges ereignete. Etwas, auf das er seine ganze Aufmerksamkeit richten mußte. Das Zusammentreffen von verstärktem DOR und dem Beginn der Frühlingstagundnachtgleiche, zeigte, wie Reich glaubte, daß etwas von kosmischer Natur vor sich ging.

Aus den gesamten Vereinigten Staaten gingen bei Reichs Laboratorium Berichte von Mitarbeitern ein. Überall litten die Menschen unter Beschwerden, die sich zu jener Symptomatik gruppierten, die Reich als "DOR-Krankheit" bezeichnete. Die Beziehung zwischen DOR und dem ganzen mit DOR verknüpften Elend, von dem Atmosphäre und Mensch betroffen sind, ist offensichtlich, einschließlich der Verbindung zwischen Wüstenbildung und der anhaltenden DOR-Verseuchung.

Im Verlauf seiner Forschung gelang es Reich, ein Gerät zu entwickeln, mit dem er über das Jahr 1952 hinweg nach Belieben Regen hervorrufen und beenden konnte, indem er sich die funktionellen Gesetze des Orgons nutzbar machte. Er nannte diese Erfindung "Cloudbuster" (Wolkenbrecher). Mit ihr konnte er auch Nebel auflösen. Später, während seiner Arbeit in der Wüste Arizonas, bei der er einen besonderen Zusatz aus speziell mit Orgon behandeltem Kernmaterial ("ORUR") an den Cloudbuster anschloß, konnte er DOR-Wolken zerstreuen und die Entwicklung der Wüste so umkehren, daß auf dem zuvor ausgedörrten Wüstenboden nun Gras wachsen konnte.

Reich suchte lange und gewissenhaft nach der Herkunft des DORs, was für ihn und seine Mitarbeiter mit großen Gefahren verbunden war. Mit dieser Phase in Reichs Forschung werden wir uns später beschäftigen.

In den frühen 50er Jahren wurde Reich bewußt, daß der planetarische DOR-Notstand immer schlimmer wurde und daß die Lage äußerst ernst war. Im Verlauf des Geschehens kam Reich darauf, daß im DOR-Notstand die gutartige, lebenspositive Orgonenergie durch einen funktionellen Prozeß direkt in eine stoffliche Substanz umgewandelt wird: massefreie Orgonenergie wird unmittelbar in Materie transformiert.

Ich habe Reichs ORANUR-Experiment bereits beschrieben, in dem Reich eine kleine radioaktive Stoffmenge nahm und in eine hohe Konzentration von Orgonenergie eintauchte. In Folge wurde das ursprünglich lebenspositive und gutartige Orgon durch starke Überreizung in eine "wilde Bestie" umgewandelt, was bei denen, die am Experiment teilnahmen, eine Symptomatik hervorrief, die Reich als "ORANUR-Krankheit" bezeichnete. Jedoch traten im März 1952, und zwar ohne daß auf Orgonon mit ORANUR experimentiert wurde, sowohl dort als auch in anderen Teilen der Welt dieselben Symptome auf. Die Hauptbeschwerden waren identisch! Daraus zog Reich den Schluß, daß die DOR- bzw. ORANUR-Krankheit überhaupt nichts mit "Viren" oder "Grippeerregern" zu tun hatte, sondern eine Reaktion auf die schmutzig schwarzen DOR-Wolken darstellt, die in steigender Anzahl an unserem Firmament auftauchen. Reich folgerte auch, daß die weltweite Zunahme von Smog eine weitere durch das globale DOR hervorgerufene oder zumindest durch es verschärfte Notlage darstellte. Die giftigen Gase und Staubpartikel aus der Industrie lösen sich nicht auf, wenn in der Atmosphäre DOR vorhanden ist. Jene, die mit DOR vertraut sind, können es auch über relativ "smogfreien" ländlichen Regionen ausmachen. Ich selber habe, weit entfernt von Industriegebieten, in der normalerweise kristallklaren Luft Alaskas Schichten und Zusammenballungen von DOR gesichtet. Ich habe DOR in unberührt gebliebenen tiefen Urwäldern gesehen. Jedoch existiert trotzdem eine Beziehung zwischen industrieller Umweltverschmutzung und der DOR-Verseuchung: die eine verschlimmert die andere. DOR zieht DOR an! Demgemäß ist das DOR in hochindustrialisierten Ballungsräumen besonders schlimm. Erinnert sei nur an die Tausende von Menschen, die jedes Jahr an "Grippeepidemien" sterben, die in industrialisierten Regionen wie z.B. London wüten. Diese Todesfälle sind nicht dem industriellen "Smog", sondern der mörderischen DOR-Verseuchung unseres Planeten zuzuschreiben.

Kehren wir zu unserer Suche nach der Herkunft des DOR zurück: Reich mußte zu dem Schluß gelangen, daß sein ORANUR-Experiment nicht jene atmosphärischen Zustände, die für den DOR-Notstand verantwortlich waren, verursacht hatte. In Wirklichkeit hatte das ORANUR-Experiment nur die DOR-Problematik ans Licht gebracht. Obwohl Reich der nuklearen Energie die Hauptschuld an der durch Überreizung verursachten Umwandlung des atmosphärischen Orgons in ORANUR und DOR gab, kam er zu dem Schluß, daß die Nutzung von Kernenergie nicht die Ursache der DOR-Wolken war.

1952 gelangte Reich zu der Annahme, daß ein ständig von DOR-Wolken aus dem Westen herbeigetragener schwarzer puderförmiger Stoff, die schwarze Substanz "Melanor", das Hauptagens darstellte, das für das Elend und das Leiden von Menschen überall auf der Welt verantwortlich war. Der kosmische Ursprung des Melanor wurde 1953 von Reich und seinen Mitarbeitern durch die Beobachtung untermauert, daß sich die Bergkämme im Zentrum des Mondes zunehmend schwarz färbten.

Fassen wir kurz zusammen: Melanor ist die schwärzliche, puderförmige Substanz in den DOR-Wolken. Sowohl Melanor als auch DOR sind für das Lebendige giftig. Ihnen fehlt es an Sauerstoff und Wasser und in ihrer "Gier" danach rauben sie der Atmosphäre, dem Boden, der Vegetation und den Lebewesen die Feuchtigkeit, die diese benötigen. Auf diese Weise sind DOR und Melanor die Hauptursache für Dürren und das Entstehen von Wüsten.

 

Bei der Präsentation neuer Fakten und Konzepte zögert man, zu viel zu schnell vorzubringen. Ich weiß, daß meine Darlegung von Reichs weitreichenden Entdeckungen viel Spott, Verachtung und möglicherweise schlimmeres provozieren wird. Die Menschheit muß für die neue Wahrheit reif werden. Das braucht Zeit. Deshalb laufen wir tatsächlich ein letztes Rennen gegen die Zeit, die uns noch bleibt angesichts der sich verschärfenden kosmischen Krise der Zivilisation. Viele Mitarbeiter Reichs, die hervorragendes in der Orgonomie geleistet hatten, ergriffen voller Panik die Flucht bei Reichs weiteren Enthüllungen. Ob wir die folgenden Tatsachen nun mögen oder nicht, wir können nicht vor ihnen ausweichen, wenn wir als Tierart auf einem lebenswerten Planeten überleben wollen.

Was folgt, wird viele in Angst und Schrecken versetzen, genauso wie es mich schockiert und geängstigt hat. Es ist von welterschütternder Tragweite und zielt auf die tiefsten Emotionen des Lebendigen. Nichtsdestotrotz bleiben uns nur zwei Alternativen: Entweder tun wir weiterhin alles, um der Verantwortung zu entgehen, und kümmern uns nur um unsere eigenen Angelegenheiten: Geschäfte, Lustbarkeiten und Ausflüchte - oder wir nehmen das zur Kenntnis, was als totale Katastrophe drohend über uns schwebt. Ich spreche vom Eindringen außerirdischer Invasoren in unseren Luftraum!

November 1953 las Reich zwei Bücher über die sogenannten Fliegenden Untertassen (bzw. UFOs - Unidentifizierte Flugobjekte) und die Einzelteile des kosmischen Puzzles fügten sich rasch aneinander. Seit 1951 waren in der Umgebung von Orgonon Fliegende Untertassen gesichtet worden. Sie bewegten sich mit extrem hohen Geschwindigkeiten. Nachdem er die vielen Berichte über die außerirdischen Eindringlinge studiert hatte, und auch aufgrund späterer Vorkommnisse, bei denen er selber Augenzeuge wurde, konnte Reich eine Beziehung zwischen dem UFO-Rätsel und seinen eigenen Entdeckungen in der Grundlagenforschung herstellen. Später focht Reich und sein Expeditions-Korps unter den Augen der US-Luftwaffe in der Wüste Arizonas die erste Schlacht des Universums mit den außerirdischen Eindringlingen aus! Aber ich greife vor. Über die Verbindung, die Reich zwischen diesen "Raumschiffen" und seiner eigenen Entdeckung des Orgons zog, werde ich im 11. Kapitel berichten.

Es stellt sich die Frage: Was hat die Außerirdischen im Zeitraum zwischen 1947 und 1953 bewogen, in einer solch ungeheuer großen Anzahl unseren Planeten zu observieren? Reich glaubte, die globale Entwicklung der Kernenergie mit der daraus resultierenden Aktivierung der irdischen Orgonhülle zu ORANUR sei dafür verantwortlich zu machen. Die Orgonenergie, in die unser Planet getaucht ist, reicht weit in den Weltraum hinaus. Die beständige Atomenergieproduktion und die Atomtests unter und über der Erde haben das atmosphärische Orgon bis aufs Äußerste aufgereizt, was die Außerirdischen zweifellos dazu brachte, dieser Umweltstörung nachzugehen. Es ist allgemein bekannt, daß außerirdische Raumfahrzeuge bei der "Überwachung" aller großen Atomanlagen gesichtet wurden.

Reichs Einschätzung dieser Besucher aus dem Weltraum war unzweideutig: Die Quelle des irdischen Melanors sind die in unseren Luftraum eindringenden Raumschiffe. Melanor und DOR werden von diesen Flugkörpern als "Abgas" oder "kosmischer Abfall" abgegeben. Aus Gründen, die wir noch nicht ganz begriffen haben, bringen diese verstandesbegabten Lebewesen es vorsätzlich in unsere Umwelt ein. Zwangsläufig tauchen weitere Fragen auf: Sind die Außerirdischen oder "CORE-Menschen" (Reichs Bezeichnung für jene, die die extraterrestrischen Raumschiffe steuern) uns feindlich gesonnen? Reich glaubte, daß es sich in der Tat um Feinde handelt! Wollen uns einige von ihnen "helfen"? Oder sind sie uns ausnahmslos alle feindlich gesonnen? Offen gesagt, ich weiß es nicht.
(1)

Wenn, wie Reich behauptet, diese extraterrestrischen Raumschiffe ständig ihre giftige Schlacke - also das Melanor, das sich als der Hauptfaktor in der Wüstenbildung erwiesen hat - auf unseren Planeten mit Vorsatz ablassen, dann ist die gegenwärtig zu ziehende Schlußfolgerung derartig schlimm, daß man es kaum ertragen kann.

Liegen wir mit Lebewesen aus dem Weltraum im Krieg - und im Moment weist viel darauf hin, daß dies der Fall ist - dann sollten wir uns dieser Tatsache schleunigst ganz und gar bewußt werden. Es ist sehr wahrscheinlich, daß gegen die Erde ein kosmischer Krieg von Lebewesen geführt wird, denen eine funktionelle Technologie zu Gebote steht, die alles übertrifft, was wir uns je erträumt haben. Sie benutzen Waffen, die den Gesetzen der kosmischen Orgonenergie gehorchen und die in der Lage sind, von einem Planeten und seinen Bewohnern die Lebensenergie abzuziehen.

In dieser Hinsicht sind Reichs Schlußfolgerungen von äußerster Dringlichkeit:

Wir stehen vor einer kritischen Situation, nicht nur als die Spezies Mensch; vielmehr ist das LEBENSPRIZIP ALS SOLCHES auf der Erde bedroht. Wir können uns nicht länger unsere kleinlichen Auseinandersetzungen um Nichtigkeiten erlauben, als ob nichts passiert wäre. Wir befinden uns mitten in einem tiefen und einschneidenden Umbruchsprozeß, der unsere gesamte biologische, physische, emotionale und kosmische Existenz betrifft. Wir sollten anfangen, ein dieser Situation angemessenes Verhalten an den Tag zu legen. ... Falls wir hier auf Erden durch Wüstenbildung unsere Existenzgrundlagen verlieren, müssen wir uns auf mögliche Maßnahmen (falls es solche gibt) konzentrieren, um der Gefahr vernünftig zu begegnen.

 

 

 

6. Dürrebekämpfung

 

Es überkommt mich tiefe Trauer und Verzweiflung, wenn ich auf die Geschichte von Reichs unglaublichem Leben und Arbeit zurückblicke: wie er von den HIG (Hoodlums in Government = Gangster in der Regierung) behandelt wurde; die unter der Schirmherrschaft der U.S. Food and Drug Administration (Arzneimittelbehörde) erwirkte heimtückische Verfügung, die zu seiner Inhaftierung und Tod führte. Ich bin Wilhelm Reich persönlich nie begegnet, aber ich verdanke ihm und seiner Arbeit einige der schönsten Glücksmomente, die ich je durchlebt habe. Ich habe mich immer zutiefst verpflichtet gefühlt, dem Leben einiges von dem "zurückzugeben", was mir geschenkt wurde. Auch schreit das Unrecht, das an Reich und seinen lebensspendenden Entdeckungen verübt wurde, etwa das Verbot und das Verbrennen seiner lebenswichtigen Bücher und anderer orgonomischer Literatur, nach Wiedergutmachung.

Offen gesagt wäre ich wohl ziemlich erleichtert, wenn ich morgen früh aufwachen und feststellen würde, daß die Probleme DOR-Verseuchung, UFOs und Wüstenbildung einfach nur ein sehr schlimmer Alptraum waren! Ich könnte mich dann um meine "sonstigen Angelegenheiten" kümmern und Bücher und Artikel über angenehmere Themen schreiben, Gitarre spielen, Freunde und Bekannte treffen und "das Leben genießen". Doch ich kann nicht. Das DOR wird mir nicht erlauben, ihm aus dem Weg zu gehen! Der Alptraum ist nackte Realität! Aber was kann ich als einzelner dagegen tun? Warum es versuchen? Wenn Reich und seine gesamte Organisation nicht in der Lage waren, die Regierung, die Arzneimittelbehörde (FDA), das CIA, die Nationale Akademie der Wissenschaften, das FBI, die Büros des Präsidenten und verschiedener Gouverneure von seinen Entdeckungen und von der Realität des uns bedrohenden Alptraums zu überzeugen, wie um alles in der Welt dann ausgerechnet ich?

Die Antwort kommt mir in der Stille der Nacht unter den Sternen auf meiner Wiese: "Zur Hölle mit den Regierungsvertretern und Leitern irgendwelcher Behörden, den DORisierten Politikern und Robotern, die für Plunder und Dreck die Wahrheit verraten. Denke an das Leben - an die lebendige Kraft, die auf diesem Planeten abstirbt - in der Atmosphäre, in den Kindern, in jenen, die schuldlos krank geworden sind und nicht wissen, wie ihnen geschieht!"

Neulich morgens besuchten mich drei meiner kleinen Freunde, die in der Umgebung wohnen. Wir lachten, spaßten und spielten zusammen auf der Wiese. Der Himmel war voll DOR, aber das versuchte ich beim Spiel mit meinen kleinen Freunden zu verdrängen. Die drei fingen an, sich über die typischen Symptome der DOR-Krankheit zu beklagen: Schwächegefühle, starker Durst und Unwohlsein. Sie erzählten mir, daß ihr Vater daheim bleiben mußte, weil er Probleme mit den Nebenhöhlen hätte und daß sich ihre Mutter wegen schwerer Migräneanfälle kaum noch regen könne. Das DOR trifft jeden an seinem schwächsten biophysikalischen Punkt. In diesem kleinen Szenario spiegelt sich das weltumspannende Elend der Menschheit wider! Was können wir dagegen unternehmen?

Das Reich des Teufels (DOR) ist voll Unheil und Heimtücke. Es sagt uns: "Vergiß es! Das ist alles hoffnungslos! Du bist doch verrückt, da irgend etwas machen zu wollen. Glaubst du etwa, du wärst bedeutender als Wilhelm Reich? Gib's auf! Wirf das Handtuch. Laß den Staat es erledigen. Er hat das Geld, das Personal und die nötige Ausrüstung! Deine Feinde werden dich auf jede nur erdenkliche Art und Weise heruntermachen! Sie werden erkennen, wie isoliert du doch bist. Man wird dir hinterher spionieren, dich aufgrund irgendwelcher aus den Fingern gesogener Anschuldigungen zur Verantwortung ziehen und dich beseitigen! Sie werden erklären, du wärst ein 'Ruhestörer' und 'Aufwiegler'. Sie werden dich als jemanden brandmarken, der auf Massenhysterie setzt; als Spinner und Störenfried. Du hast keine Chance!"

Auf der anderen Seite sagt die Stimme des Lebens: "Du mußt kämpfen und wenn's nur für die Erhaltung deiner eigenen Integrität ist. Entweder stirbst du einfach so oder du fällst im Kampf für das Leben! Es ist nicht hoffnungslos, denn überall kennen die Menschen die Wahrheit instinktiv aus ihrem lebendigen Wesenskern heraus. Zur Zeit sind sie jedoch hilflos und ohne die richtigen Kenntnisse stehen ihnen auch keine Waffen zur Verfügung, mit denen sie für sich selbst einstehen können. Wie nie zuvor werden die Menschen durch die Lage gezwungen, nach neuen Wahrheiten zu suchen."

Dergestalt wütet es in mir. Könnte ich jene nehmen, die ich liebe und mit ihnen einfach auf einen anderen Planeten fliegen, ich würde es wohl ohne Bedauern tun. Aber ich kann nicht. Wie wir alle sitze auch ich hier auf der Erde fest. Ich bin wie ein Mann auf einem Ozeanriesen, der im Frachtraum ein Feuer entdeckt. Er läuft zum Kapitän und erzählt ihm, daß da ein Feuer im Frachtraum ist. Und der Kapitän antwortet: "Das ist unmöglich! Halten Sie den Mund und beunruhigen Sie nicht die anderen Passagiere!" Der Mann ist bestürzt. Daraufhin rennt er zunächst zu diesem Passagier, dann zu jenem. "Auf dem Schiff brennt es! Feuer!" Niemand schenkt ihm Gehör. Er glaubt, das alles wäre eine Art Alptraum. Männer, Frauen und Kinder sind an Bord - sie alle werden sterben, wenn nicht alle beim Feuerlöschen helfen. Doch niemand hört zu. Sie singen, essen, spielen an Deck, gehen schlafen, essen, trinken und tanzen. Der Mann kann nicht mitten im Nirgendwo einfach von Bord springen. So versucht er selbst das Feuer zu bekämpfen! Der Kapitän läßt den Mann ins Schiffslazarett sperren, um ihn "behandeln" zu lassen. Mittlerweile hat sich natürlich das Feuer auf das ganze Schiff ausgebreitet und der Zeitpunkt, an dem man es hätte aufhalten können, ist verstrichen.

Reich betrachtete es als Verpflichtung desjenigen, der bei "Feuer" weiß, wo der Löschapparat hängt, es den betroffenen zu sagen. Mir geht es genauso. Mit oder ohne den Behördenvertretern aus Kreis, Land und Bund muß und wird der Menschheit langsam die Bedrohung, der sie ausgesetzt ist, ganz bewußt werden. Deshalb kämpfte Reich, deshalb kämpfe ich und deshalb muß jeder kämpfen! Man hat gesagt, mit Gott auf seiner Seite könne ein einzelner im Kampf für das Leben jede Übermacht bezwingen! Wir wollen sehen, ob denn überhaupt irgend etwas getan werden kann.

 

Im Sommer 1970 zogen meine Frau und ich auf unser neuerworbenes Grundstück im Norden Idahos, in der Nähe des wunderschönen Sees Pend Oreille. Unsere Region ist ziemlich isoliert, dünn besiedelt, umgeben von Tausenden Hektar Wäldern und Staatsforsten und übersät mit vielen kleinen Seen. Wir dachten, wir wären jetzt wirklich endgültig der schädlichen ORANUR- und DOR-Atmosphäre der Städte entkommen, die ich im dritten Kapitel beschrieben habe. Leider haben wir uns schrecklich geirrt.

Während wir auf die Auslieferung unseres Fertighauses warteten, schlugen wir auf unserer Wiese in der Nähe eines verlassenen Anwesens das Zelt auf. Es war der 11. Juni. In jener Nacht überzog sich der Himmel mit dichten, grau-schwarzen DOR-Wolken, die in Geschwadern aus dem Südwesten kamen. Nachts fielen die Temperaturen bis auf 5 oder 6 Grad Celsius, begleitet von heftigem Regen. In den nächsten fünf Tagen und Nächten wiederholte sich diese Reihenfolge: schmutzige, schädliche DOR-Wolken und hartnäckiger, heftiger Regen, der von starken Windböen begleitet wurde. Es war erbärmlich. Mit hilflosem Zorn blickte ich zur endlosen Folge der DOR-Wolken empor.

So schnell er gekommen war, so schnell ließ der Regen mit dem Verschwinden der DOR-Wolken auch nach. Die Sonne kam heraus. Die Temperaturen stiegen .... und stiegen und stiegen! Am zweiten Morgen erwachte ich in Schweiß gebadet. Meiner Uhr zufolge war es halb acht. Das Thermometer auf unserem Campingtisch zeigte 41 Grad!

Draußen war die Wiese wie ein Ofen. Der wolkenlose Himmel blendete grell mit jener fiebrigen Hitze, die für eine stark erregte ORANUR-Atmosphäre so charakteristisch ist. Um 8 Uhr hatte das Zelt 43 Grad! Es regte sich kein Lüftchen. Das Laubwerk hing schlaff herab. Nicht ein Vogel rührte sich. Im Schatten kletterten die Temperaturen bis auf etwa 37 Grad Celsius und stiegen weiter. Wir drängten ins Auto und fuhren in den nächsten Nationalpark, aber vor der mörderischen Hitze gab es kein entkommen. Die Menschen bewegten sich schwerfällig und träge. Die Kinder waren gereizt und unbändig. Man brauste schnell auf. Als einzige Erleichterung blieb das Schwimmen im See. Aber sobald wir das Wasser wieder verlassen hatten, zehrte die Hitze unsere Kräfte aus und brannte sich in unsere Köpfe.

Ich sprach mit vielen Alteingesessenen in der Region und alle stimmten darin überein, daß es "außergewöhnlich heiß" sei. Dann wurde berichtet, daß die Anzahl der Waldbrände auf besorgniserregende Weise zunahm. Hunderte und darauf Tausende Hektar Wald brannten und schickten erstickende Rauchschwaden in den ausgedörrten Himmel. Über unserem Gebiet hing wochenlang eine kilometerweit sichtbare Rauchwolke.

Wir verbrachten 43 Tage in unserem Zelt. Es war eine unvergeßliche Erfahrung. Das war mein erster Sommer in Nord-Idaho.

Jetzt kommen wir zum Mai 1971. Mit wachsender Sorge hatte ich den Himmel beobachtet, da nur "Dürre-Wolken", wie Reich sie als erster beschrieben hatte, über unserem Gebiet auftauchten. Diese Wolken sind Haufen von charakteristisch faseriger, formloser und mechanisch-geometrischer Gestalt. Sie halten kaum zusammen und lösen sich in einer ORANUR-Atmosphäre schnell auf. Die Berge wirkten ausgedörrt und verbrannt. Das Laub hing glanzlos und träge herab. Man bekam nur wenige Vögel zu Gesicht. Die damit verbundene Heuschreckenplage wurde für die Farmer bedenklich. In Massen lag das von der abstumpfenden Atmosphäre betäubte Kleinwild zermalmt auf den Landstraßen.

Am 25. Mai 1971 führte ich mit einem primitiven Cloudbuster meine erste "Abzieh-Operation" durch. Innerhalb weniger Stunden wurde die Luft weicher und das Sonnenlicht milder. Die Nadelbäume fingen wieder zu glänzen an und der rauchig-neblige Dunst, der den Himmel verstopft hatte, klärte sich über meinem Kopf dramatisch auf. Ich konnte es kaum glauben, daß ein so primitives Gerät eine derartig festsitzende mörderische Atmosphäre beeinflussen konnte.

Von neuem las ich Reichs Berichte über seine bahnbrechende Forschung zur Wetterkontrolle und die Studien, die Dr. Richard A. Blasband zu diesem Thema veröffentlicht hatte. Stunden verbrachte ich damit, den Himmel zu beobachten und beim Abhören von Wetterberichten. In dieser Gegend ist der Radioempfang sehr schlecht und die Wetterberichterstattung dürftig.

Die Zeiträume, in denen ich abzog, verlängerte ich sehr langsam. Ich beschränkte mich darauf, die hohe Aufladung der Atmosphäre nur örtlich begrenzt abzumildern. Gleich dem Zudrehen eines gigantischen Schraubstocks, der eine brennende Spannbacke über den Himmel festschraubte, hatte sich die atmosphärische Lage täglich verschlimmert. Ende Mai sanken die Tagestemperaturen etwas und in der Nacht funkelte der Himmel wieder. Ich sah, daß sich die ständigen vorsichtigen Abzüge mit dem Cloudbuster allmählich auf die atmosphärische Orgonenergie auswirkten.

Anfang Juni wurde der Himmel jedoch wieder mit beängstigender Regelmäßigkeit pockenartig von DOR-Wolken befleckt. Es sah alles nach einer Wiederholung des Elends des vorangegangenen Sommers aus. Das gleiche Muster: DOR-Wolken, gefolgt von heftigem Regen, der auf die Erde niederprasselte, um sofort wieder abzulaufen, ohne tiefer in den ausgetrockneten Boden einzudringen. Sobald der Regen nachließ, brannte die Sonne jedes bißchen Feuchtigkeit weg und der Erdboden zeigte das staubige, aufgesprungene Erscheinungsbild, das für die Wüstenentwicklung typisch ist.

Die Arbeit mit dem Cloudbuster wirkte sich bis auf die Ortschaft Spokane im Staate Washington aus, die etwa 90 Kilometer südwestlich von uns liegt. Die Regenfälle waren stärker als normal. Bis zum 10. Juni gab es in dieser Stadt mehr Regen, als im gesamten Juni des vorangegangenen Jahres gefallen war. Sorgen wegen des Regens in Spokane und der Möglichkeit, daß ich ungünstige atmosphärische Störungen hervorgerufen hatte, raubten mir eine Menge Schlaf.

Die Franzosen kündigten einen atmosphärischen Atombombentest für den 11. Juni an.
(2) Am 16. Juni gab die Atomenergiebehörde einen Atomtest in Nevada bekannt. Und am 20. Juni war in einer Nachrichtensendung zu hören, daß eine Gruppe heimfliegender Tauben "in Frankreich Schwierigkeiten hatten, ihren Weg nach Hause zu finden". Nur 15 Prozent kehrten wohlbehalten zurück, 85 Prozent wurden erschöpft oder tot weit weg von daheim aufgefunden.

Am 22. Juni war es 32 Grad im Schatten, aber man hatte den Eindruck, daß es viel heißer sei. Ein wolkenloser Himmel. Ich verstärkte meinen Cloudbuster und verlängerte die Abzieh-Perioden, um über unserem Gebiet Wolken aufzubauen. Als ich am 23. Juni morgens erwachte, regnete es. Das Thermometer sank auf 13 Grad. In einem Gebiet von ungefähr 80 Kilometer Durchmesser fiel Regen (bei einer offiziellen Regenwahrscheinlichkeit von 30 Prozent) und für mehrere Tage sank die örtlichen Temperatur auf etwa 20 Grad. Ich war zufrieden und sehr erleichtert. Bis Ende Juni blieb es kühl. Ab und an regnete es.

Der 4. Juli brachte außergewöhnlich ungestümes Wetter mit sich: das Ergebnis eines atmosphärischen Kernwaffenversuchs, den Frankreich an jenem Tag durchgeführt hatte. Gefolgt von einer Woche mit unbeständiger Witterung, viel DOR, Hagel, starkem Wind und nächtlichen Temperaturen in Gefrierpunktnähe! Durch den Frost wurden in der Region viele Ernten vernichtet - einschließlich unseres kleinen Gartens. Am 8. Juli folgte ein weiterer Nukleartest in Nevada.

Mitte Juli war das DOR sehr bedrückend und ich versuchte beständig es von Westen nach Osten zu bewegen. Sobald das DOR vorbeigezogen war, bestand die Gefahr, daß sich wieder ORANUR festsetzt. Das war die Zeit, als die "Schlafkrankheit" in Texas Tausende Pferde tötete. Die Temperaturen stiegen wieder auf über 30 Grad. Es war mir nicht möglich, ausreichende Wolkenbildung aufrechtzuerhalten, um es regnen zu lassen. Im Nordwesten der USA war es mal wieder zum Ersticken.

Mit periodischen Unterbrechungen benutzte ich alle Röhren zum Abziehen, um Regen zu erzeugen. Und bei einer "Regenwahrscheinlichkeit von unter 10 Prozent" bekam Spokane am 20. Juli einen kurzen Wolkenbruch ab. Jedoch verfehlte der Regen unser Gebiet.

Am 1. August stiegen die Temperaturen örtlich bis auf 37 Grad. Der "Feuer-Index" schoß im gesamten Nordwesten nach oben. Bei "20% Regenwahrscheinlichkeit" gelang es mir am 2. August einen guten Regenschauer in unser Gebiet zu bringen. 50 Kilometer südlich vom Ort des Abzugs gemessen betrug der Niederschlag 13 mm. Nachdem der Regen aufgehört hatte, blieben die Temperaturen trotzdem sehr hoch. Am 8. August testeten die Franzosen ihre vierte Atombombe der gegenwärtigen Serie. Am 9. August wurde von den ersten Waldbränden in Nord-Idaho berichtet. Angesichts dem vorherrschenden ORANUR, das sich stark festgesetzt hatte, den hohen Temperaturen und der Tendenz zur Wüstenbildung schienen sich die täglichen Cloudbuster-Operationen nicht zu rentieren. Der Waldbrand-Index stieg bedenklich in die Höhe und angesichts der hohen Feuerwahrscheinlichkeit erklärte Cecil Andrus, der Gouverneur von Idaho, den "Notstand". Die Nationalgarde wurde in Alarmbereitschaft versetzt.

Jeden Tag mußte ich mit ansehen, wie das Thermometer bis fast an die 40 Gradmarke stieg! Am 12. August telephonierte ich mit Dr. Blasband und bat um Hilfe. Ich erklärte ihm, daß die Lage im Nordwesten explosiv sei und das gesamte Gebiet einem Pulverfaß gleichen würde. Er gab mir den Rat, Richtung und Dauer des Abziehens zu verändern.

Bis zum 13. August hatte der Rauch, der von den Waldbränden aufstieg, die gesamte Region eingehüllt. Etwa 80 Kilometer von uns entfernt wurden große Brände von Feuerbrigaden bekämpft und unser Haus wurde immer wieder von schwer mit chemischen Feuerhemmern beladenen Flugzeugen überflogen.

Ich war jetzt in einen Kampf "auf Leben und Tod" verwickelt, bei dem ich mit einem äußerst primitiven "selbstgebastelten" Gerät Energie abziehen mußte. Die Lage schien hoffnungslos und ich hatte gewichtige Zweifel, ob es möglich sein würde, rechtzeitig ausreichend Regen heranzuschaffen, um eine drohende Katastrophe zu verhindern.

Am 13. und 14. August und dann wieder am 19. und 20. August führte ich große Abziehoperationen durch. Die Luft in der Nähe des Cloudbusters "sprang" regelrecht vor Übererregung. Des öfteren waren wir zum Evakuieren gezwungen.

Am 20. August berichtete das Radio aus Spokane: "Nach 40 Tagen trockener Witterung und 36 Tagen Rekordhitze fällt in Spokane Regen!" Auch die Städte Walla Walla, Wenatchee und Yakina in Washington meldeten Regen. Um 10 Uhr waren die Temperaturen in Spokane auf 20 Grad gefallen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man im Nordwesten 527 Waldbrände registriert. Um 12 Uhr 30 (20. August) hörte der Regen auf und Spokane meldete einen vollkommen wolkenfreien Himmel! Eine niederschmetternde Nachricht.

Da ich am 20. August einen extrem starken Abzug durchgeführt hatte, entschied ich mich abzuwarten, was sich alles aus dem von West nach Ost gerichteten Orgonstrom am Himmel entwickeln würde. In der Nacht zum 21. August war die Luft besonders angespannt - so sehr, daß meine Gitarrensaiten ihre Stimmung nicht halten konnten (was für mich ein fast untrügliches Zeichen für Regen ist).

Am 22. August begann um 9 Uhr ein Nieselregen, der bis in den Tag hinein anhielt. In der Region wurden Picknickausflüge abgesagt. In den Städten Eugene und Portland (Oregon) fielen Baseballspiele wegen des Regens aus. Mit etwa 32 mm regnete es viel stärker in unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Am 23. August meldete Spokane um 5 Uhr eine Temperatur von 7 Grad. Das war der kälteste Morgen seit dem 7. Juli. Wir hatten einen kristallklaren blauen Himmel mit wunderschönen Cumulus-Wolken.

Als Spokane wieder trockenes warmes Wetter vorhersagte, führte ich am 25. und 26. August einen weiteren großen Abzug durch und dann wieder drei am 27., 28. und 30. August. Am 30. begann um 5 Uhr 30 ein sehr leichter Sprühregen bei anhaltend starker Bewölkung.

Um die Mitternacht vom 30. auf den 31. August wurde das ganze Gebiet fast eine Stunde lang von mächtigen Blitzen erhellt - ohne daß es regnete! Dann, unmittelbar nach dieser gewaltigen Dauerentladung, hob starker Regen an, der den regionalen Feuer-Index auf Null brachte. Ich erstattete Dr. Blasband Bericht:

"Seit etwa 30. August Mitternacht regnete es durchgängig bis heute früh (3. September). Anfangs war der Regen sehr heftig, wurde dann aber immer milder. Die Dürre ist definitiv beendet! Es regnet bis weit in den Nordnordosten und nach Kanada hinein, in ganz Nord-Idaho und auch in Montana. Das schwankt zwischen weniger als einem Inch (25.4 mm) bis beträchtlich mehr als einem Inch. Wir bekamen etwa 38 mm ab. Die Temperaturen fielen von etwa 35 auf etwa 20 Grad."

So wurde die erste erfolgreiche Cloudbuster-Operation im Nordwesten der USA abgeschlossen. Sie hatte ausgedörrten, verbrannten Gebieten freudig begrüßten Regen beschert, ohne den normalen Gang des Lebens durcheinandergebracht zu haben. Angesichts dieser ehrfurchtgebietenden Macht, der man behilflich sein kann, jene Bedingungen herzustellen, die Regen hervorrufen, war ich voll demütiger Dankbarkeit. Gleichzeitig wurde ich mir der außerordentlich großen Verantwortung bewußt, die mit diesem Wissensschatz und den atmosphärischen Operationen verbunden ist. Auf unserem Planeten stellt das Orgonenergie-Kontinuum eine gigantische Macht dar, die mit relativer Leichtigkeit von kranken, haßerfüllten Menschen, die nach Macht gieren und "Gott spielen" wollen, auf eine verhängnisvolle Weise so aktiviert werden kann, daß es zu Zerstörungen kommt.

 

In seiner Juli 1954 erschienenen Publikation CORE (Cosmic ORgone Engineering = kosmisches Orgon-Ingenieurswesen), die später auf Veranlassung der Arzneimittelbehörde (FDA) verboten wurde, gab Reich einen umfassenden Bericht über seine anfängliche Arbeit mit dem Cloudbuster in der Umgebung von Rangeley, Maine. Dieses äußerst wichtige Werk enthielt die Originalprotokolle der ersten 97 Operationen zur DOR-Beseitigung und Wettersteuerung, die je auf unserem Planeten durchgeführt wurden. Des weiteren enthielt der Band Briefe, die Reichs Laboratorium in Rangeley an verschiedene Regierungsstellen in Land und Bund gesendet hatte. Dazu gehörten z.B. Briefe an den Minister für Gesundheit und Wohlfahrt in Augusta, Maine; an den Präsidenten der Vereinigten Staaten (7. Juni 1952); an den Landwirtschaftsminister von Maine (9. August 1952); und an den Gouverneur von Maine (13. Mai 1953). Eine Titelstory über Reichs Verfahren zur Erzeugung von Regen erschien am 8. Juli 1953 im Ellsworth American. Einen weiteren umfangreichen Artikel brachte die Bangor Daily News vom 24. Juli 1953. Der Artikel von Anthony F. Shannon hatte die Überschrift: "Hat Wissenschaftler aus Maine Rezept für Regen?" Auch hielt Reich ständig den nationalen Wetterdienst über seine Wetterkontrollarbeit auf dem laufenden. Am 30. März 1954 strahlte Kanal 6, Station WCSH-TV in Portland, Maine einen Fernsehbericht über Reich aus, in dem er bei der Bedienung des Cloudbusters gezeigt wurde. Ebenfalls in dieser Ausgabe von CORE enthalten ist ein Brief von Reichs Orgone Institute an den Kommandeur des Air Force Technical Intelligence Center (ATIC) auf dem Fliegerhorst Wright-Patterson in Dayton, Ohio.

Das ist nur eine oberflächliche, denkbar kurze Zusammenfassung des umfangreichen Briefwechsels und der Forschungsberichte, die Reich und sein Laboratorium immer wieder an verschiedene "verantwortliche" Regierungsstellen jeder Ebene gesandt haben. Die Antwort? "Orgon gibt es nicht!" sagten die Vertreter der US-Arzneimittelbehörde FDA. Die Luftwaffe zog es vor, zu schweigen! (Obwohl die U.S. Air Force von Reichs Schlacht mit außerirdischen Raumschiffen in der Wüste Arizonas wußte, wie wir noch sehen werden - sie wußte davon und sie war ihm behilflich!) Anläßlich der Veröffentlichung von Reichs Massenpsychologie des Faschismus schrie der Rote Faschist Frederic Wertham schon am 2. Dezember 1946 im New Republic, dem Organ der moskauhörigen Fellow Traveller: "Wir rufen alle Verbindungsmänner!" Das war das Trompetensignal zur Vernichtung Reichs. Und die Roboter des Bösen erledigten ihren Auftrag sehr gut. Sie würgten Reichs Arbeit ab und brandmarkten ihn als "Betrüger", während sie gleichzeitig alles taten, um seine Arbeit für ihre Hintermänner in Moskau zu stehlen.

Bei jedem Schritt, der Wilhelm Reich in seinem lebenslangen Streben nach Wahrheit weiterbrachte, wurde er zurückgeworfen; ihm wurden Knüppel zwischen die Beine geworfen und der Weg wurde versperrt; er wurde verleumdet, verdammt und verspottet; er wurde aus Berufsvereinigungen hinausgeworfen, von den politischen Faschisten gehetzt, öffentlich und privat verleumdet und um seinen guten Ruf gebracht. Und schließlich, nachdem er die gerechtigkeits- und freiheitsliebende Luft der Vereinigten Staaten atmen durfte, wurden auf Anordnung der FDA seine Bücher (á la Hitler) verboten und verbrannt. (Wer von der Ultralinken oder Ultrarechten hat damals nach "Gerechtigkeit!" gerufen?) Schließlich starb er, von allen im Stich gelassen, im November 1957 in einem US-Bundesgefängnis.

Welch Bösartigkeit, was für eine böse Höllenbrut von "Menschen" stand hinter dieser Verschwörung, die danach trachtete, diesen großen wunderbaren Menschen mundtot zu machen und zu vernichten? Die ganze Schweinerei ist dermaßen unglaublich und gleichzeitig so verwickelt, daß im Vergleich dazu die Dreyfuß-Affäre wie ein Sturm im Wasserglas wirkt. Man braucht starke Nerven und einen sogar noch robusteren Magen, um sich damit auseinanderzusetzen. Man muß durch eine solche Hölle gegangen sein, um an ihre Existenz glauben und gegen sie kämpfen zu können. Nur ein einstiger kommunistischer Aktivist, der durchs Fegefeuer gegangen und alles gesehen hat, kann an die Bedrohung, die von dieser Hölle ausgeht, glauben. Für solch einen Mann ist "kommunistische Verschwörung" kein "unanständiges Wort", an dem man sich bei Cocktailpartys hochzieht. Der größte Schutz für den Teufel ist, daß niemand an seine Existenz glaubt!

Man hat mir vorgeworfen, ich würde mich "mit Reich identifizieren", ebenso hat man auch Reich "seine Identifizierung mit Christus" vorgehalten. Und was soll daran so schlimm sein? Man identifiziert sich mit dem, was man verehrt und bewundert! Ich identifiziere mich ja auch mit meinem Land, der Fahne und mit Wahrheit, Gerechtigkeit und Anständigkeit im menschlichen Umgang. Mit wem identifiziert sich denn der Feind des Menschen? Sowohl in der Natur als auch im Menschen gibt es kein Vakuum. Der gesamte Raum ist entweder mit Orgon oder DOR angefüllt - mit Gott oder dem Teufel, in welcher Form auch immer: "rein", gemischt oder umgewandelt. Der Mann Gottes nimmt orgonenergetische Funktionen mit seinem ersten Sinn wahr, seiner grundlegenden, orgonotischen Wahrnehmung. Wenn das Leben bedroht ist, fühlt er das instinktiv. Ist das Leben gelähmt oder fiebert es, spürt er dies. Wird das Leben zerstört, hat er dafür ein Gefühl und er empfindet die Verantwortung, dagegen etwas unternehmen zu müssen!

In Bezug auf das DOR handeln die Gefolgsmänner des Teufels auf genau die gleiche Weise! Der gepanzerte Mensch benötigt DOR, um seine gepanzerte Existenz aufrechterhalten zu können. Er braucht es! Wenn er auf sauberes, freifließendes und beglückendes freigiebiges Leben trifft, bringt es der gepanzerte Mensch zum Verdorren. Nicht, daß er wirklich von vornherein die Absicht hat, das Lebendige zu zerstören; er kann sich einfach nicht dagegen wehren. Genauso wie ein richtiger Parasit nicht davon lassen kann, den Lebenssaft des Wirtes, an den er sich festgeklammert hat, auszusaugen. Deshalb muß der gepanzerte Mensch jedes bißchen Lebensenergie in DOR umwandeln, bevor er es "akzeptieren" kann. Das frei fließende, pulsierende und vibrierende Orgon bedroht sein erstarrtes Dasein! Deshalb existiert tatsächlich, im eigentlichen Sinne des Wortes, eine Verschwörung gegen das Leben, gegen das Lebendige in der Natur und im Menschen. Insbesondere ist sie gegen die Kinder gerichtet, weil diese Gott am nächsten stehen. Und wenn schließlich ein Vertreter Gottes, der tatsächlich das Lebensprinzip wissenschaftlich enthüllt; wenn solch ein Mann auftritt, ängstigt sich der DORisierte Mensch zu Tode. Sind derartige Liebhaber von DOR Politiker, ist ihr Handeln auf eine politische Art bösartig. Sind es zufällig Psychiater, ist ihre Reaktion auf eine "psychiatrische" Weise bösartig. Und wenn es sich um rotfaschistische Schreiberlinge handelt, mißbrauchen sie ihre Talente, um das Leben zu töten. Vor Schrecken schlotternd schreien sie auf: "Wir rufen alle Verbindungsmänner!"

Der gepanzerte Mensch fühlt sich in einer DOR-Atmosphäre "besser" und "freier" - so unglaublich das auch klingen mag. Dreckigen Schmutz zieht er gesunder Sauberkeit vor. Warum? Weil seine Charakterstruktur eine saubere und pulsierende Energie nicht verträgt. Bevor er es für seine Struktur "anerkennen" kann, muß er das saubere OR (Orgon) in DOR umwandeln. Dies erreicht er durch seine chronischen Muskelverspannungen und seine versteinerten Gefühle. Zunächst halten sie das OR fest. Dieses Festhalten, dieses Blockieren, wandelt dann das OR in DOR um, bevor es von dem "anerkannt" werden kann, was vom lebendigen Kern des gepanzerten Menschen übriggeblieben ist. In einer überwiegend sauberen OR-Atmosphäre fühlt er sich "ängstlich" und verloren. In ihr hat er es schwerer, seine Daseinsform aufrechtzuerhalten - er hat es schwerer das OR in DOR umzuwandeln. In einer sauberen atmosphärischen Umgebung fühlt er sich gelähmt, bedroht, unwohl, ungeschützt preisgegeben und bloßgestellt! Deshalb fühlt er sich zum DOR hingezogen, deshalb sucht er DORisierte Gesellschaft und deshalb kooperiert er mit anderen, wenn seine DOR-Existenz in irgendeiner Weise bedroht ist. Auf unserem Planeten stellt zur Zeit der Kommunismus das politisch strukturierte Reich des Bösen (DOR) dar. Die Invasoren aus dem Weltraum konfrontieren uns mit einer weiteren, noch stärkeren DOR-Quelle, und auch dies haben wir beizeiten zu verarbeiten.

 

 

 

7. Das erste planetare Gefecht

 

Am 12. Mai 1954 führte Reich ein erstaunliches Experiment durch. Wie wir gesehen haben, hatte er versuchsweise eine Verbindung zwischen dem Auftauchen von UFOs am Firmament und dem DOR-Notstand in seiner Umgebung gezogen. An jenem schicksalhaften Abend im Mai richtete er seinen Cloudbuster so aus, daß er von einem "Stern" am Himmelszelt Energie abzog. Reich hatte den Verdacht, daß dieser blinkende "Stern" vielleicht gar kein wirklicher Stern war. Er hatte richtig vermutet! Langsam verblaßte der Stern, wackelte hin und her, so als versuche er zu entkommen, und verschwand dann schließlich ganz. Reich war genauso verblüfft wie seine Forschungsassistenten, die das Geschehen beobachtet hatten. Er befürchtete, Vergeltungsmaßnahmen von seiten dieser bisher unbekannten UFOs ("Sterne") auszulösen, so stellte er dieses Vorgehen ein – bis zum 10. Oktober 1954. Zu dieser Zeit konnte er wiederum am Nachthimmel schwebende UFOs, diesmal zwei, außer Gefecht setzen. Das Geschehen wurde (wie ich im 10. Kapitel dokumentieren werde) hochrangigen Vertretern der US-Luftwaffe mitgeteilt, die an dieser Entwicklung interessiert waren. Bei beiden Anlässen haben Zeugen beobachtet, wie die UFOs schwankten, als versuchten sie zu entkommen und man sah, wie die Lichter verblaßten und die Objekte schließlich nicht mehr auszumachen waren. Die Durchführung dieser Versuche hatte der striktesten wissenschaftlichen Methodik genügt.

Für sich genommen stellen Tatsachenbefunde nur das Rohmaterial der Wissenschaft dar. Sie sind wertlos, solange man nicht eine richtige Hypothese zu ihrer Erklärung formuliert. Falsche Hypothesen können für die weitere Forschung nur ein Hindernis darstellen. Eine korrekte Hypothese wird jedoch den weiteren wissenschaftlichen Fortschritt fördern. Nach ausgedehnten Beobachtungen schloß Reich auf eine Verbindung zwischen UFOs, DOR-Verseuchung und der Verschlechterung der atmosphärischen Verhältnisse, die zur Dürre und zur Bildung von Wüsten führen. Wie schon dargelegt, mangelt es DOR an Sauerstoff und Feuchtigkeit. In seinem "Hunger" nach Sauerstoff und Feuchtigkeit greift es alles an, vom Tier über Pflanzen bis zum Mineral. Es trocknet die Atmosphäre und den Erdboden aus. Brachten die UFOs diesen kosmischen Rückstand vorsätzlich in unsere Atmosphäre ein? Oder war DOR einfach nur das "Abgas" des Antriebssystems der UFOs, genauso wie Kohlenmonoxid das Produkt eines Benzinmotors ist?

Reich war sich dessen sehr wohl bewußt, daß emotional "leere" Menschen beträchtlich zur zunehmenden Wüstenbildung auf unserem Planeten beitragen. Die Sandsturm- und Dürregebiete in den Vereinigten Staaten und die wachsenden Wüsten in Afrika sind unumstößliche Beweise für die Fahrlässigkeit des Menschen, für seine eigene innere "Emotionelle Wüste". Aber das war nicht das vollständige Bild. Könnte es nicht sein, daß auch die UFOs zur fortwährenden Ausweitung der Wüsten vorsätzlich beigetragen haben? Waren die DOR-Wolken, die Reich zuerst über Orgonon beobachtet hatte, das Wirkungsprinzip hinter der Wüstenbildung? Könnte man den Luftraum über einem Wüstengebiet vom DOR befreien und dadurch die Atmosphäre und den Boden wieder beleben? Wäre es möglich, der Natur helfend zur Seite zu stehen und dem ausgedörrten verödeten Boden neue Feuchtigkeit zu verschaffen? Und, was die wichtigste Frage ist, würden die UFOs solch einer im Großen ablaufenden wichtigen Operation zur DOR-Beseitigung "gleichgültig", "freundlich" oder "feindselig" entgegentreten?

Reich faßte den Entschluß, eine Expedition zu organisieren, bei der er seinen Cloudbuster in der seit langem bestehenden Wüste in der Umgebung von Tucson, Arizona testen wollte. An dieser Stelle sollte vermerkt werden, daß Reich seine Forschung größtenteils aus eigener Tasche bezahlt hat, während der Staat Millionen von Dollar zur Finanzierung wert- und bedeutungsloser Forschungsprojekte verpulverte.

Die folgenden Personen waren an der Wüstenexpedition nach Tucson beteiligt:

Dr.med. Elsworth Baker: Seit langem ein Mitarbeiter Reichs stand Baker dem Finanzkomitee vor, das Geldmittel für die Expedition zur Wüstenforschung beschaffte. Baker war einer der Zeugen, die beobachteten, wie Reich ein UFO gefechtsunfähig machte. Ein Ereignis, das er im Vorwort zu meinem Buch Planet in Trouble beschrieben hat. Er hatte ein Diplom des American Board of Psychiatry and Neurology, war Seniormitglied der American Psychiatric Association und Seniormitglied der American Association for the Advancement of Science. Von 1967 bis zu seinem Tode im Jahre 1985 war Baker Herausgeber des Journal of Orgonomy. Über lange Zeit die einzige wissenschaftliche Publikation, die aktuelle Darstellungen und Weiterentwicklungen von Wilhelm Reichs Entdeckungen veröffentlichte. Baker ist Autor von Der Mensch in der Falle, ein biopsychiatrisches Lehrbuch, das direkt auf Reichs Entdeckungen beruht. Und er war Präsident des American College of Orgonomy.

Dr.med. Michael Silvert: Silvert, ein Arzt und Psychiater, war über viele Jahre Mitarbeiter Reichs. Er hatte in der Nervenklinik der Fürsorgeverwaltung für Kriegsteilnehmer in New York gearbeitet und war Anstaltspsychiater an der Menniger Foundation School of Psychiatry in Topeka, Kansas gewesen. Als ausgebildeter Pilot transportierte Silvert mit einem Flugzeug das "ORUR-Material" nach Tucson, Arizona.

Dr.med. Eva Reich: Eva Reich hatte viele Jahre mit ihrem Vater zusammengearbeitet und an dessen ORANUR-Experiment mitgewirkt. (Sie war die Ärztin, die im Verlauf dieses Versuchs beinahe gestorben wäre.) Während der anstrengenden Monate in der Wüste sollte sie der Expedition als Arzt dienen.

William Moise: Moise gehörte zu den Mitarbeitern, denen Reich am meisten vertraute. Moise, ein vorzüglicher und scharfsichtiger Künstler, war von Reich persönlich zum Cloudbuster-Operateur ausgebildet worden. Er war derjenige, der auf Reichs Bitte hin General Harold E. Watson vom Manövrierunfähigmachen der UFOs Bericht erstattete. Watson war der Kommandeur des Air Technical Intelligence Command (ATIC) der US-Luftwaffe. Moise verstarb 1980.

Robert McCullough: Auch McCullough, ein Forschungsassistent Reichs, der bahnbrechende Arbeit in der ORANUR-Chemie geleistet hatte, wurde von Reich persönlich für Operationen mit dem Cloudbuster ausgebildet. Er erwies sich als wertvoller und mutiger Expeditionsteilnehmer.

Ernest Peter Reich: Reichs Sohn, zum Zeitpunkt dieser historischen Expedition zehn Jahre alt, war für seinen Vater eine große Hilfe, sowohl bei der wissenschaftlichen Arbeit als auch als persönlicher Trost und Beistand. Es war der kleine Peter, der, während er den Cloudbuster gegen ein UFO richtete, bei einem UFO einen energetischen "Knoten" entdeckte. Wenn er nicht zur Schule mußte, ging Peter bei den meisten Cloudbuster-Operationen William Moise zur Hand. (Zwanzig Jahre nach diesem Geschehen, das ich noch ausführlich beschreiben werde, veröffentlichte Peter Reich einige seiner Erinnerungen in seinem bewegenden Buch Der Traumvater.)

William Steig: Der international bekannte Cartoonist William Steig war ebenfalls Mitglied des Finanzkomitees, das alles in seiner Macht stehende tat, um für die Wüstenexpedition Gelder fließen zu lassen.

Tom Ross: Der Hausverwalter von Orgonon, Tom Ross, war ein hochgeschätzter Freund, dem Reich vollkommen vertraute. Ross oblag die Verantwortung für die auf Orgonon zurückgelassenen technischen Daten und Forschungsmaterialien; insbesondere die ORUR-Substanz, die später nach Tucson geflogen wurde. Für den Notfall hielt sich zusätzliches Personal bereit.

Wir wollen hier innehalten und uns der Bedeutung des ORUR zuwenden. Nach dem ORANUR-Experiment von 1951, mit seinen fast katastrophalen Folgen, hatte Reich das mit Orgon bestrahlte Radium in einem wasserdichten Bleibehälter im Erdboden vergraben und danach fast vergessen. Kurz bevor er sich anschickte, nach Tucson abzureisen, ließ er das Radium ausgraben. Er untersuchte es sofort und zur allgemeinen Überraschung verhielt sich das bestrahlte Nuklearmaterial jetzt ganz anders als zuvor. Es war zu einer vollkommen neuartigen Substanz geworden, die nach den Begriffen der klassischen Physik auf eine unerklärliche Art und Weise reagierte.

Mit Reichs eigenen Worten:

Unverhüllt zeigte das ... Material keine oder nur eine vernachlässigbare Geiger-Müller-Reaktion. Auch der Bleibehälter selbst bewirkte keine Reaktion. Sobald man jedoch beide auch nur auf 60 oder 90 Zentimeter zusammenbrachte, stiegen die Anzeigewerte am Geiger-Müller-Zähler (SU-5) auf 40 000 bis 100 000 CPM.

Reich kam auf die Idee, die Funktionen des Cloudbusters mit diesem neuen Stoff, den er "ORUR" nannte, zu verknüpfen. Zuerst zog Reich etwas DOR vom Zenit oder vom Horizont ab und berührte dann die Abziehkabel des Cloudbusters nur einige Sekunden mit dem ORUR. Augenblicklich stellte sich eine Wirkung ein. Die Atmosphäre gewann ihren alten Glanz zurück, das DOR verschwand und im weiten Umkreis fühlten sich die Menschen von der bedrückenden Umweltplage DOR befreit. Die Kombination von Cloudbuster und ORUR wurde in allen späteren Darstellungen dieses Verfahrens als "Spacegun" (Weltraumkanone) bezeichnet.

Während Reich das soeben entdeckte ORUR-Material in der Umgebung von Orgonon bei der Reinigung der Atmosphäre von DOR anwendete, vermerkte er in seinem Tagebuch das Auftauchen von vier seltsamen Flugkörpern, die am Vormittag den Himmel überquerten. Sie bewegten sich in sehr großer Höhe und mit extrem hoher Geschwindigkeit, schneller als jedes Düsenflugzeug. In wenigen Sekunden hatten sie das Himmelszelt durchflogen.

In der Nacht des 6. Oktober 1954 beobachtete Reich drei große, gelbe pulsierende UFOs über dem südlichen Horizont. Ein weiteres wurde über Reichs Aussichtsturm im Norden ausgemacht. Es gab drei weitere Zeugen, die diese Invasoren aus dem Weltraum beobachteten. Reich taufte sie "Ea", seine Chiffre für UFOs bzw. Erscheinungsformen der primordialen Energie. (Das "E" steht für "Energie" und das "a" für "alpha" bzw. "primordial". Reich betrachtete "Ea" auch als "Enigma" = Rätsel.)

Das Auftauchen von Ea über Reichs Forschungsstätte zwang, auch in Zusammenhang mit anderen Geschehnissen, zu einer beunruhigenden Schlußfolgerung: Reich und seine Mitarbeiter standen unter "Beobachtung"! Jetzt könnte man einfach ängstlich zurückschrecken (wie es so viele getan haben) und schlußfolgern, daß diese Aussage ein weiteres Anzeichen für Reichs "Verfolgungswahn" gewesen sei. Weglaufen, mit dem Finger auf andere zeigen und sie beschimpfen, ist immer leichter, als der Wahrheit ins Auge zu blicken. Welche konkreten Beobachtungen führten Reich zu der Schlußfolgerung, daß er von außerirdischen Raumfahrzeugen observiert wurde?

Wie schon gezeigt, wurde Ea durch das Abziehen von Energie geschwächt. Wenn die Energie von Ea abgezogen wurde, reagierte es mit unregelmäßigen Bewegungen, so als wollte es entfliehen. Das sichtbare Strahlungsfeld von Ea wurde schwächer und verschwand schließlich ganz.

Ein Cloudbuster-Operateur, der sich mit einem Cloudbuster, der auf einem Lastwagen montiert war, auf dem Weg nach Arizona befand, geriet unvermittelt in einen sintflutartigen Regensturz. Dies geschah am 13. Oktober 1954, als Robert McCullough mit seinem Lastwagen in der Nähe von Blair, Kansas anhielt. McCullough berichtete von einem plötzlich auftretenden mächtigen Sturm, der sich innerhalb weniger Minuten über ihm zusammengebraut hatte und der von heftigen Blitzen begleitet wurde.

Unter einer der Wolken sichtete McCullough ein "gelbes mondartiges Ea", sodann ein blinkendes weißes Licht, das keine Geräusche von sich gab. Es war "schönes, sonniges Wetter" vorhergesagt worden. Doch in weniger als einer Stunde fielen 60 mm Niederschlag! McCullough hatte den Eindruck, daß dies ein direkter Angriff auf den LKW war, der den Cloudbuster beförderte! (Später, in der Wüste Arizonas, war McCullough zwei Attacken ausgesetzt, wovon die zweite ihn zum Krüppel machte.)

Bevor wir über Reichs Annahme herziehen, er und jene, die an den Cloudbuster-Operationen teilnahmen, hätten unter Beobachtung gestanden, sollten wir uns ins Gedächtnis rufen, daß eine Geistesstörung im Grunde Kontaktverlust zur Wirklichkeit ist. Angesichts der von Reich sorgfältig dokumentierten Fakten zwingt sich uns die Frage auf: "Wer weicht der Wirklichkeit aus? Reich – oder die Feinde des Menschen?"

Reich kam zu dem sicheren Ergebnis, daß alle ORANUR-Operationen auf dem Planeten Erde von Lebewesen überwacht werden, die nicht von diesem Planeten stammen. Durch thermische, elektrische und andere Reizungen des atmosphärischen Orgons wird unabsichtlich weltweit ORANUR hervorgerufen. Der Hauptfaktor bei der Erzeugung des irdischen ORANUR ist die Produktion von Kernenergie. Auf diese Weise wird verständlich, warum UFOs beharrlich über oder in der Umgebung von Atomkraftwerken, konventionellen Kraftwerken, Wasserkraftwerken, etc. gesichtet werden.

Bevor er sich auf die Reise nach Arizona machte, fuhr Reich damit fort in der Umgebung seiner Forschungsstätte in Maine die Atmosphäre zu "ORURisieren". Die Anwesenheit von Ea war nicht zu bezweifeln. Reich und seine Mitarbeiter sahen sie am Nachthimmel schweben. Auch setzte ihre Bewegung am nächtlichen Firmament für einen Moment aus, um dann von neuem anzusetzen. Wie bereits angedeutet, bemerkten am 10. Oktober Reich und andere um 19 Uhr ein rotglühendes großes Objekt über dem Bald Mountain. Daraufhin zog Reich direkt von diesem roten Objekt Energie ab. Es bewegte sich "aus der Peillinie des Abzugs" heraus, wurde kleiner und verlor seine rötliche Färbung. Reichs Tochter war einer der Zeugen dieses Vorfalls. Später zog Reich von einem anderen Ea ab, das einige Male blasser wurde, bevor es schließlich ganz verschwand:

Gegen 19 Uhr 30 erschien dieses zweite Objekt im Westen. Wieder richtete Reich den Cloudbuster auf den Eindringling. Auch dieses Ea fing nach ein paar Minuten an hin und her zu wackeln, so als versuche es zu entkommen. Dabei bewegte es sich von Süden nach Norden, kam einige Augenblicke später zurück und verblaßte dann. Kurz nach 20 Uhr geschah Erstaunliches: in unterschiedlichen Teilen des Himmels verdunkelten sich vier Ea gleichzeitig, bis sie verschwunden waren, so als ob irgend jemand ein Kommando gegeben hätte! Reich folgerte, daß das erste Mal in der Menschheitsgeschichte Bewohner der Erde UFOs bewußt in eine Schlacht verwickelt und mit Hilfe von ORANUR besiegt hatten.

Das waren buchstäblich welterschütternde Vorkommnisse. Für Reich bestanden jetzt kaum noch Zweifel, daß die Erde von Wesen aus dem Weltraum angegriffen wurde – und daß dieser Zermürbungskrieg, der unseren Planeten austrocknet und Dürren und die Bildung von Wüsten verursacht, sehr wahrscheinlich schon seit Jahrtausenden andauert.

Mitte Oktober 1954 verließ Reich Orgonon und machte sich auf die Reise nach Tucson. Statt zu fliegen, hatte sich Reich entschlossen, die große Entfernung mit dem Auto zurückzulegen, so daß er in den verschiedenen Gebieten entlang der Route die atmosphärische Energie besser beobachten konnte. Auf Lastwagen montierte Cloudbuster waren vorausgeschickt worden. Reich selber wurde von seiner Tochter, Dr. Eva Reich, begleitet.

Er stellte fest, daß auf dem Reiseweg fast überall DOR anzutreffen war. Besonders schlimm war es in städtischen Gebieten, über denen es als schwärzlich schmutzige, ekelerregende Decke unbeweglich verharrte. Die Lage war so schlimm wegen der industriellen Umweltverschmutzung, der UFO-Aktivitäten und, wie er folgerte, durch das Verhalten DORisierter Politiker, deren Weigerung, sich die orgonomischen Entdeckungen nutzbar zu machen, gleichbedeutend mit krimineller Pflichtverletzung ist.

Bei den Städten Hartford in Connecticut, Baltimore in Maryland und Warrentown in Virginia fand Reich überzeugende Belege für DOR-Verseuchung und dem sie begleitenden Verfall der Vegetation ("Waldsterben"). Auf den Gesichtern der Menschen, die in dieser Umgebung leben mußten, registrierte er den Ausdruck von Leid und Verzweiflung. Die schleichende Lähmung, das Sichergeben in den Tod, breitete sich langsam überall hin aus. Nur an wenigen Orten, insbesondere in der Nähe von Westport, Connecticut und Washington, D.C., schien die Atmosphäre klar, lebenspositiv und DORfrei zu sein. Reich vermutete, daß in diesen DORfreien Gebieten "irgendwer" einen Cloudbuster zur Anwendung brachte. Dies wurde später bestätigt.

Die Gipfel der Blue Ridge Mountains ragten DORfrei und klar in den Himmel empor. Wohingegen die Regionen unterhalb der Bergkämme mit einer starken DOR-Schicht, die Reich "Wüstenpanzerung" nannte, bedeckt waren. 65 Kilometer von Knoxville, Tennessee entfernt, hatte sich die Tendenz zur Wüstenbildung klar festgesetzt. Und in den Hügeln Tennessees beobachtete Reich, wie sich das DOR ganz offensichtlich der hügeligen Struktur des Geländes anschmiegte. So ging die Reise weiter nach Wichita Falls, Texas und dann hinein nach New Mexico, wo Formationen von Dürre-Wolken vorherrschten: die typischen geometrischen und zerfaserten gräulichen Wolken, die nicht zusammenhalten.

Seit drei Jahren hatten Teile von Texas unter einer schrecklichen Dürre gelitten. In der Umgebung von Bronco, Texas bemerkte Reich, daß die "Hitzewellen" fehlten, die man gewöhnlich von West nach Ost über Straßen flimmern sieht und die in Wirklichkeit Orgonenergie-Ströme sind. (Der Student der Orgonomie kann diese "Hitzewellen" über schneebedeckten Berggipfeln und zugefrorenen Gewässern von West nach Ost flimmern sehen. Sie haben also überhaupt nichts mit "Hitze" zu tun. Vor einem Regenfall oder bei einem abrupten Wetterumschlag dreht sich der Orgonstrom um und fließt von Ost nach West.)

Als er in das Wüstental in der Umgebung von Alamogordo, New Mexico fuhr, beobachtete Reich eine dicke DOR-Schicht, die äußerst bedrückend war. Vorsichtig zog er eine Verbindung zwischen der Stärke des DORs in dieser Region und der unmittelbaren Nähe des Versuchsgeländes von White Sands. Jene, die die Geschichte des UFO-Phänomens verfolgt haben, wissen von den vielen UFO-Sichtungen in der Gegend von White Sands.

Am 29. Oktober 1954 kam Reich in Tucson an, wo "Little Orgonon" (Klein-Orgonon) eingerichtet wurde. Das Gebiet um Tucson war aus mehreren sorgsam erwogenen Gründen ausgewählt worden. Im südwestlichen Teil der Vereinigten Staaten gelegen, war das Gebiet nur etwa 480 Kilometer vom Pazifischen Ozean entfernt. Reich hoffte, vom Pazifik feuchte Luft "anziehen" und zur ausgedörrten Wüstenregion leiten zu können. Außerdem galt das Wüstengebiet in der Umgebung von Tucson weithin als vollkommen ausgedörrt. Dort wuchs weder Gras, noch irgendeine andere Primärvegetation. In den fünf Jahren vor Reichs Ankunft war keinerlei Regen gefallen und alle Flußbetten waren seit etwa 50 Jahren ausgetrocknet. So bot das Gebiet um Tucson eindeutige Wüstenbedingungen, an denen man Maßnahmen zur Rückbildung von Wüsten erproben konnte.

Bevor man überhaupt mit irgendwelchen Operationen zur DOR-Beseitigung begonnen hatte, wurden am Nachthimmel bereits UFOs gesichtet. Am Tage brannte die sengende Hitze. Die Luftfeuchtigkeit war gleich Null. Alle litten buchstäblich an Wasserentzug, an vertrockneten aufgesprungenen Lippen, sowie unter der schweren Last einer hochgradig DORisierten Atmosphäre. Des weiteren stellte Reich fest, daß an jenen Tagen das DOR am stärksten war, die auf Nächte folgten, in denen UFOs in Erscheinung traten. Wenn am Himmel keine UFOs auftauchten, schien das atmosphärische DOR weniger schlimm zu sein. Die Anwesenheit von UFOs und das Ausmaß des DOR-Gehalts in der Atmosphäre wurde zunächst versuchsweise, dann aber mit wachsender Sicherheit in Beziehung gesetzt – und das wieder und wieder und wieder!

Die erste Cloudbuster-Operation zur DOR-Beseitigung begann am 2. November 1954. (Immer wieder haben sich versierte UFO-Forscher über die enorme Anzahl von UFO-Sichtungen im Jahre 1954 gewundert. Nicht einer hat eine Beziehung zwischen Reichs Cloudbuster- und Spacegun-Operationen von 1954 und dem außergewöhnlichen Anstieg der UFO-Aktivität auf unserem Planeten gezogen. Ich behaupte, daß eine solche Verbindung existiert und des weiteren möchte ich in den Raum stellen, daß diese Verbindung immer deutlicher werden wird, wenn überall in der Welt die Militärs und Luftstreitkräfte dazu gezwungen sein werden, Reichs Spaceguns im schieren Überlebenskampf anzuwenden.)

Wie schon gesagt, wurde mit der ersten Operation zur DOR-Beseitigung am 2. November 1954 begonnen. Im Vordergrund stand jedoch nicht das Hervorrufen von Regen in der Wüste. Wenn man dem Wüstengebiet große Regenmengen beschert hätte, wäre man nie auf die grundlegenden DOR-Funktionen gestoßen, die sowohl der Entwicklung als auch der Rückbildung von Wüsten unterliegen. Außerdem ist es eine spezifische Eigenschaft von Wüsten, daß dort zuviel Regen fällt, der dann von einem Boden, dem jede Energie entzogen ist, nicht festgehalten werden kann. So tragen große Regenmengen, die auf eine ausgetrocknete Erde fallen (wie bei den immer wieder auftretenden Überschwemmungen von Wüsten in aller Welt), nur zur weiteren Wüstenausbreitung bei.

Nun müssen wir uns dem verblüffendsten Phänomen zuwenden, das sich aus der beständigen Beseitigung von DOR aus der Wüstenatmosphäre ergab. Als die DOR-gesättigte Atmosphäre den frischen Wogen atmosphärischer Orgonenergie nachgab, fing der vormals verödete Boden zu "grünen" an. Langsam sprossen Präriegrasbüschel. Zunächst spärlich, dann in zunehmender Dichte, bis der Sand, in Reichs Worten, "mit einem schönen, grünen Teppich bedeckt war". Auf vormaligem Wüstenboden sproß in der Tat Gras. Und im folgenden Monat (Dezember 1954) "wuchs das Gras kniehoch in einem Gebiet, wo vorher kein Gras gewachsen war". Zu diesem überraschenden Geschehen gehörte ein nie dagewesener Anstieg der Luftfeuchtigkeit.

Weitere Beobachtungen zur Verbreitung von DOR und UFOs unterstrichen die schon gefundene Beziehung zwischen diesen außerirdischen Raumschiffen und der Wüstenbildung. So tauchten zum Beispiel am 7. November 1954 die allerersten Wolken über Little Orgonon auf. Jedoch gegen 22 Uhr lösten sie sich langsam wieder auf, um schließlich ganz zu verschwinden.

Weitere Beobachtungen und Cloudbuster-Operationen bekräftigten Reichs Behauptung, daß das Auftreten von DOR, fehlende Wolkenbildung und die Ausbreitung der Wüsten direkte Folgen der Invasion aus dem Weltraum waren. Welche Motive auch immer dahinter steckten: die Haltung der Außerirdischen gegenüber der Erde war keineswegs eine der "wissenschaftlichen Indifferenz" (wie einige UFO-Forscher behaupten). Und ihr ständiges bewußtes Eingreifen in Reichs Operationen zur Wüstenrückbildung konnte nun wirklich nicht als "freundlich" gedeutet werden.

Auch beliebte es den Außerirdischen nicht, "uns alles wissen zu lassen, was wir wissen wollen", wie es einige UFO-Forscher annehmen. Die Außerirdischen und ihre UFOs unterbanden keine Zündung von Atombomben; sie verhinderten nicht den Bau und die Benutzung gefährlicher Atommeiler; weder unterbanden, verhinderten noch warnten sie auch nur vor der weltumspannenden Herstellung, Verbreitung und Anwendung von Atomraketen und anderen hochentwickelten Nuklearwaffen, die der Mensch zu entwickeln in der Lage ist, um sich selbst zu vernichten. Auf der anderen Seite haben sie denjenigen Wissenschaftler (und seine wichtigen Unternehmungen) immer wieder energisch behindert, der versuchte, unsere Atmosphäre von dem radioaktiven DOR, diesem giftigen Killer, zu befreien!

Reichs Contact with Space dokumentiert, daß, wann immer Reich das DOR aus der Wüste abgesogen hatte, die UFOs es jedesmal wieder in dieselbe einbrachten. Was sagt uns das über die "indifferenten, freundlichen Engel" aus dem Weltraum? Was kann man aus diesem "wissenschaftlich sachlichen" und bewußten Eingriff in die lebendige Atmosphäre des Menschen schließen?

Wenn ein Mann mit seinem Wagen in mein Haus hineinfährt und seinen Motor laufen läßt, ist das dann eine "indifferente", eine rein "wissenschaftliche" oder ist das eine feindselige Handlung? Und falls der Fahrer dieser Kohlenmonoxid ausstoßenden Maschine von einer "überlegenen Rasse aus dem Weltraum" stammt, soll ich sein mörderisches Verhalten mit der Annahme entschuldigen, daß "er sich seiner tödlichen Handlungsweise nicht bewußt ist"? Lächerlich! Oder soll ich annehmen – wie es uns einige Journalisten weismachen wollen –, daß "das UFO-Phänomen nur eine Angelegenheit des persönlichen Glaubens" ist?! Oder sollen wir all die Phänomene einfach abtun, für deren Erforschung Reich so teuer bezahlt hat? Sollen wir sie als metaphysische und spirituelle Illusionen von uns weisen? ("Das Böse" existiert nur "im Kopf". Wenn man an etwas nicht denkt, existiert es auch nicht. – Sag das einem rasenden Zug, der gleich mit einem Auto und seinen Insassen zusammenstoßen wird!)

Oder sollen wir uns besser nicht mit Reichs Fakten beschäftigen, ihn ein Genie nennen, wenn auch ein paranoides Genie, und uns ansonsten weiter anmaßen, wissenschaftlich integere "Autoritäten" für UFOs zu sein? Oder sollen wir einfach davonlaufen und uns auf der Stelle mit Dr. Aleusius von Klapperklopper in Verbindung setzen? Der in allen möglichen Bereichen von der Astrophysik bis zur Zoologie 26 akademische Grade erworben hat, aber der nie auch nur ein einziges Wort aus Reichs Werk gelesen hat; der nie einen Orgonenergie-Akkumulator gebaut oder benutzt hat, nie ein Orgonoskop angefertigt und nie einen Cloudbuster benutzt hat. Sollen wir Dr. Aleusius von Klapperklopper nach seiner wohlfundierten und wohldurchdachten Meinung über Wilhelm Reich fragen?

Wie denn sonst flieht der kultivierte, gebildete und aufgeklärte Mensch des 20. Jahrhunderts die einfache faktische Wahrheit?!

Agenten der US-Arzneimittelbehörde FDA (doch wir wissen, daß es sich bei ihnen nicht um ehrbare Vertreter der USA gehandelt haben konnte) verbreiteten, daß Reich "offensichtlich" übergeschnappt sei – ein offensichtlicher Scharlatan, der allen offenkundigen Unsinn ernsthaft vertrat und tatsächlich an das Vorhandensein von UFOs glaubte.

Genau so reagieren "seriöse und verantwortungsbewußte" Behördenvertreter, UFO-Forscher, Sachbuchautoren, Redakteure und Opportunisten auf diese lebenswichtigen und extrem dringlichen Entdeckungen. Reich war geistesgestört. Seine gesamte Arbeit war ein einziger Betrug. Er tat es wegen "des Geldes". Obwohl sie diese Anschuldigung nicht mit der Tatsache in Einklang bringen können, daß er nahezu mittellos starb. Und die vielen Wissenschaftler, die dieses wichtige Geschehen bezeugten, die Abhandlungen schrieben, die Reich bestätigten, und die mit und für Reich arbeiteten und kämpften – all diese Ärzte und Wissenschaftler waren auch einfach nur "übergeschnappt"? Richtig?

Die ganze Sache in Tucson war weiter nichts als nur ein Jux? Nicht wahr?!

Die Teilnehmer des Expeditionskorps setzten ihr Leben aufs Spiel, durchlitten die unerträglichsten Wüstenbedingungen, wurden krank, müde und matt. Sie setzten sich dem Schrecken aus und sahen den beängstigenden Gefahren ins Auge. Alles nur, weil sie damit beschäftigt waren, "einen Schwindel" zu inszenieren!

Reich, der Meister der Quacksalberei, hatte sie alle "hypnotisiert"! Massenhysterie bei hochqualifizierten Psychiatern! Übergeschnappt – die ganze Sippschaft! (Natürlich waren sie alle verrückt! Denn wenn sie nicht verrückt waren, wer war und ist denn dann verrückt?)

 

 

 

8. Die Schlacht und ihre Folgen

 

Bevor wir Reich in die Wüste Arizonas folgen, sind vielleicht einige Anmerkungen angebracht. Reich starb in einem Bundesgefängnis, wo er eine Haftstrafe wegen Mißachtung einer FDA-Verfügung verbüßte. Im Wesentlichen besagte diese Verfügung, daß Reich ein Quacksalber sei, der nur Geld machen wolle, so etwas wie Orgonenergie existiere nicht und da es so etwas wie "Orgonenergie" nicht gäbe, dürfe sie auch nicht erwähnt werden. Jedwede Nennung der Wörter "Orgonenergie" und "Lebensenergie", oder auch nur eine Anspielung auf sie, mußte aus Reichs sämtlichen Veröffentlichungen gestrichen werden, da sie – so die FDA-Verfügung – ansonsten als "Markenwerbung" für Geräte dienten, die ein offenkundiger Schwindel wären.

Gut. Nehmen wir mal für einen Moment an, Reich sei ein spintisierender Betrüger gewesen, dessen Menschenfreundlichkeit sich in der Gier nach Geld und Ruhm erschöpft habe. So das Bild, das die FDA vor Gericht von ihm malte. Aber was für einen seltsam widersprüchlichen Eindruck dieses Portrait doch vermittelt, wenn wir es heute betrachten, Jahrzehnte nach Reichs schändlichem Tod im Zuchthaus:

Erfahrungen mit durchschnittlichen Hochstaplern, Gaunern und Spinnern sagen uns, daß du nur an schnelles Geld kommst, wenn du Versprechungen über sofortigen Nutzen machst, z.B. unverzügliche Gesundheit, Potenz, Erlösung sofort oder Reichtum jetzt gleich. Reich bot nichts dergleichen. Tatsächlich muß man viel Geduld aufbringen und sich konzentrieren, will man seine Werke verstehen. Seine Bücher machen die Menschen (d.h. die gepanzerten Menschen) hochgradig nervös. Nur wenige lesen ihn. Darüber hinaus erfordert der richtige Gebrauch des Orgonenergie-Akkumulators eine Menge Geduld und bringt Unbequemlichkeiten mit sich.

Außerdem hat Reich für sich selbst und für seine Entdeckungen nie Reklame gemacht. Ich habe auf dem Gebiet von Werbung und Öffentlichkeitsarbeit einige Erfahrung. Ich weiß, wie sich diejenigen verhalten, die eine schnelle Mark machen wollen. Doch Reich, der "Betrüger und Kurpfuscher", hat für sich nie die Werbetrommel gerührt. Medien und Öffentlichkeit hat er gemieden.

Und dann sind da seine "Geräte", die angeblich ein Schwindel waren und die er angeblich verkaufte, um sein angebliches Vermögen zu machen. Jedoch beweist die Bilanz seiner Finanzen (wie es z.B. Jerome Greenfield in USA gegen Wilhelm Reich gezeigt hat), daß Reich ein äußerst ungewöhnlicher "Betrüger" war, der ziemlich genügsam lebte und der all seine persönlichen Einkünfte in seine Forschungen und Ausrüstung steckte. Sein gesamtes persönliches Vermögen, das auf einige Hunderttausend Dollar geschätzt wird! Und schau dir bloß mal die "Geräte" an: eine einfache Kiste, welche jedes Kind aus Dingen zusammenbauen könnte, die in jeder Eisenwarenhandlung erhältlich sind. Reichs Orgonakkumulator benötigt kein "geheimes" Drum und Dran, keine okkulten Rituale. Weder Gebete, noch Fasten oder auch nur ein Quentchen Elektrizität. Augenscheinlich ist der ORAC entweder der kauzige Witz eines Einfaltspinsels – der nicht einmal soviel Grips wie ein Vorstadtstrizzi aufbringt – oder der ORAC ist etwas vollkommen anderes. Auch bauten und bauen weltweit Hunderte, wenn nicht Tausende ORACs nach den einfachen Prinzipien, die Reich entdeckt hat. Man vergleiche das mit den Vertreibern von "Pyramidenenergie". Was bieten sie nicht alles an unterschiedlichen Modellen an: von 20 Zentimetern (zum Schärfen deiner Rasierklingen) bis hinauf zur Schlafzimmergröße ("zur Erweiterung Ihres Sexuallebens"), komplett mit ausführlicher Gebrauchsanweisung (die man natürlich beim Hersteller erwerben kann), die voll von wohlfeilen Werbeversprechen sind.

Und dann erst sein "Cloudbuster". Bloß ein paar hohle Metallröhren, die in Wasser getaucht werden! (Vielleicht war ja Reichs Verschlagenheit dermaßen durchtrieben, daß sie Aufrichtigkeit vortäuschte? Wenn dem so war, verfehlte sie, nach dem zu urteilen, was finanziell und persönlich dabei herauskam, ihre Zielsetzung vollständig.) Noch mal: Reich hat Tausende Dollar in seinen "betrügerischen" Cloudbuster gesteckt, er hat die Grundsätze des Baus und Gebrauchs dieser "Gerätschaften eines Quacksalbers" veröffentlicht und dann hat er eine Expedition organisiert, von der die Öffentlichkeit kaum etwas wußte, um unter den äußerst gefährlichen Bedingungen des amerikanischen Südwestens diese Geräte zu testen! Was brachte ihn dazu, sich mit dem "fingierten" ORANUR-Experiment fast umzubringen und das Leben seiner geliebten Familie und seiner Kinder ernstlich aufs Spiel zu setzen? Und auch diese Arbeit war unter Ausschluß der Öffentlichkeit durchgeführt worden: keine Fanfaren, keine vorbeimarschierenden Elefanten, keine Clowns, keine Ballons, keine Zuckerwatte und vor allem - keine Besucher! Verrückter kann mit Sicherheit kaum ein Geistesgestörter handeln. Althof hätte Wilhelm Reich hochkant aus der Zirkusmanege hinausgeworfen!

"Und wie hat es sich bezahlt gemacht?" Jeder Schmierenkomödiant, der auf sich hält, kennt das Hauptgesetz der Selbsterhaltung: das ganze macht sich nur rentiert, wenn du die Obrigkeit schmierst. Profite sind der Lebenssaft der Unterwelt: mit Gold und Silber, der üblichen Gewinnspanne des Diebstahls, schmierst du jeden, der Einfluß hat. Aber was tat Reich? Nicht nur, daß er nicht beim Bestechen mitmachte; er zog sich auch noch den geballten Zorn der Mächtigen zu, indem er ihre Handlanger davonjagte und jede Zusammenarbeit mit ihnen ablehnte. Er ging sogar soweit, diese Laufburschen des Machtgefüges als "Hochstapler, Diebe und Gangster" zu bezeichnen. "So kann man in dieser Welt auf keinen grünen Zweig kommen!"

Darüber hinaus ging es Reich nicht gut. Er hatte große Probleme mit dem Herzen. Ihm war sehr wohl bewußt, welche Folgen zusätzlicher gefühlsmäßiger und körperlicher Druck für ihn haben konnte. Ein Betrüger, der auf sich hält, hätte sich mit seinem Harem nach Haiti oder an die Riviera abgesetzt, um dort seine Schweizer Bankauszüge zu studieren und um seinen Arterien am Swimmingpool Erleichterung zu verschaffen. Statt dessen entschließt sich dieser unglaubliche Betrüger für eines der abscheulichsten ausgedörrten und heißen Löcher auf unserem Planeten, wo die Temperaturen zwischen dem Siede- und dem Gefrierpunkt schwanken. Er verbringt Tausende Stunden beim Observieren des Himmels in der sengenden Hitze des Tages und der klirrenden Kälte der Nacht, trägt endlos Notizen in sein Tagebuch ein, verschleudert seine schwindenden Kräfte beim Beobachten von Kakteen, Sand und Sonnenlicht und beschwört dann für sich eine Katastrophe herauf, indem er UFOs vorsätzlich mit der "nichtexistenten" Orgonenergie provoziert. Für Geld? Für Geld und Ruhm? Für Geld, das immer fehlte und den Ruhm des Grabes? Die "Regierungsvertreter" erwarten von uns, daß wir das über Wilhelm Reich denken!

Kehren wir zu Reichs Tätigkeit in der Wüste Arizonas im Jahre 1954 zurück. Wie erwähnt hatte die Cloudbuster-Arbeit mit Operationen begonnen, die darauf zielten, das giftige DOR aus der Atmosphäre abzuziehen. Täglich waren Operationen in Gange. Langsam zeigten sich Resultate und die Aussichten schienen erfolgversprechend zu sein. Die Luftfeuchtigkeit stieg dramatisch an. Auf vormals ausgedörrtem Boden wuchs langsam Gras. Und dann bildeten sich über dem Gebiet die ersten Wolken. Aber auch die UFOs blieben nicht untätig.

Am 14. und 18. November wurden einige UFOs gesichtet. Daraufhin spürten Reich und später weitere Mitarbeiter, daß sie körperlich schwächer wurden – daß aus ihren Körpern tatsächlich Energie abgezogen wurde! (Es sollte angemerkt werden, daß dies 1954 geschah, also zu einer Zeit, in der die Orthodoxie derartige Befunde noch als unglaubwürdig erachtete. Die gegenwärtige UFO-Literatur berichtet von vielen Fällen, in denen Menschen sich bei der Sichtung von UFOs geschwächt fühlen - "als ob ein Magnet an einem zieht". Oder sie spüren ein Kribbeln, gefolgt von Übelkeit, schwindendem Bewußtsein und Verlust von Bewegungsvermögen.)

Am 28. November 1954 beobachtete Reich vor Tagesanbruch das Firmament durch ein Teleskop und machte dabei eine erstaunliche Entdeckung. Er sah ein eiförmiges "Gebilde", das den vielen "zigarrenförmigen" UFOs glich, die in der ganzen Welt gesichtet worden waren. Auf dem Objekt waren eindeutig zwei "Bullaugen" auszumachen. Bezogen auf den Planeten Venus, bewegte es sich nach links. Am nächsten Tag zeigten Beobachtungen, daß sich das Objekt weiter von der Venus wegbewegte. Am Anfang war sich Reich des eigenen starken Eindrucks nicht sicher, daß das, was er da sah, tatsächlich ein zigarrenförmiges Raumschiff war. Es war einfach "zu unglaublich"! Zu dieser Zeit lag die Hintergrundstrahlung zwischen 50 und 100 Impulsen pro Minute und stieg in der gleichen Nacht auf 80 bis 100 CPM an. Ständig waren zwei Cloudbuster im Einsatz.

Die Beobachtung des zigarrenförmigen Raumschiffes wurde fortgesetzt. Dabei sah man, wie es sich, bezogen auf die Venus, weiter von seinem ursprünglichen Standort wegbewegte.

Schließlich geschah am 6. Dezember 1954 auf Little Orgonon etwas, was keinen Zweifel mehr daran ließ, daß ein kosmischer Krieg stattfand:

Am Vormittag des 6. Dezember zog auf Little Orgonon ein Cloudbuster-Operateur vom Zenit ab, um in diesem Bereich eine ungewöhnlich starke DOR-Konzentration zu beseitigen. Etwas später kam ein anderer Cloudbuster-Operateur mit einem Energiefeld in Berührung, das aus einem Bereich kam, wo sich im Moment Venus befinden mußte. Das Empfinden des Operateurs wurde durch einen Geigerzähler mit Impulsraten zwischen 400 und 700 CPM bestätigt. Zweifellos befand sich irgendwo dort oben ein UFO am Himmel. Ein zweiter Cloudbuster sollte vom Zenit abziehen, woraufhin die DOR-Intensität abnahm.

Dasselbe wiederholte sich am 7. Dezember 1954. Der Cloudbuster-Operateur Robert McCullough berichtete von einem Lähmungsgefühl in seiner rechten Körperhälfte und im rechten Bein.

Am frühen Morgen des 8. Dezember 1954 "entDORisierte" McCullough grade wieder den Zenit, als ihn von neuem eine plötzliche Lähmung in seinem rechten Bein "traf". Von Dr.med. Eva Reich wurde er eingehend medizinisch untersucht und Verfahren zur DOR-Beseitigung wurden eingeleitet. Da er unter einer funktionellen Lähmung seiner rechten Körperhälfte litt, wurde McCullough der Rat erteilt, Urlaub zu nehmen, um sich von der DOR-Attacke zu erholen. Er fuhr heim zu seiner Familie, kehrte aber Ende Januar 1955 mutig nach Little Orgonon zurück, wo er von neuem von Dr. Eva Reich untersucht wurde. Der medizinische Befund zeigte eine beträchtliche Verbesserung, aber ihm wurde geraten, sich vom DOR fernzuhalten. (Als Folge des Ea-Angriffs hinkte er bis zu seinem Tode 1995.)

Es lohnt sich, hier die Schlußfolgerung zu unterstreichen: Ein Spacegun-Operateur wurde gelähmt, während er von einem UFO Energie abzog!

Was in diesem lautlosen und frustrierenden jedoch entscheidenden Kampf über der Wüste Arizonas, welcher der Allgemeinheit verborgen blieb, geschehen ist, wurde von Reich als "Tauziehen" beschrieben. Nach jeder erfolgreichen "EntDORisierungs-Operation" stießen die UFOs erneut ihr giftiges schwärzliches Abgas in die Atmosphäre aus. Schließlich wurde es für Reich immer klarer, daß die Schlacht verloren gehen würde, solange man nicht die DORisierenden UFOs selbst von der Szene beseitigen würde. Auch zog Reich die Möglichkeit in Betracht, daß die UFOs für ihr Operieren irgendwie eine DOR-Atmosphäre benötigen. Und daß, wenn die UFOs DOR brauchen, dann vielleicht auch die Außerirdischen, die sie steuern, von DOR abhängen. In Zukunft wird sich diese unscheinbare Einsicht als äußerst wertvoll für die Menschheit erweisen.

Dr. Michael Silvert charterte ein Flugzeug des Hudgin Air Service in Lewiston, Maine, um das ORUR nach Little Orgonon zu transportieren. Das ORUR selbst sollte in einem nichtmetallischen Behälter mittels einer etwa 30 Meter langen Nylonschnur hinter dem Flugzeug hergezogen werden.

Reich hatte Silvert sehr eingehende Instruktionen für den Umgang mit diesem denaturierten Nuklearmaterial gegeben. Egal, ob in der Luft oder am Boden, mußte es mindestens eineinhalb Meter von jedwedem Metall entfernt gehalten werden. Auf dem Boden sollten Warnschilder aufgestellt werden, um die Leute fernzuhalten. Sollte der Behälter während des Fluges verloren gehen, mußte sofort die Polizei des betroffenen Bundesstaates benachrichtigt werden. Die Landung war auf dem Gilpin Airport in Tucson vorgesehen.

Das ORUR wurde mit einem speziell ausgerüsteten Lastwagen von Rangeley zum Lewiston Airport gebracht. Es befand sich dabei in einem Plastikbehälter, der sorgfältig in einen speziellen eiförmigen Karton verpackt wurde, der wiederum in einen Sack aus Segeltuch gehüllt wurde. Der Sack wurde dann am Nylonschlepptau befestigt.

Am 12. Dezember 1954 flogen Silvert und die zwei Piloten vom Flugplatz Lewiston ab. In den beiden in Pennsylvania gelegenen Städten Harrisburg und Pittsburgh wurden Stops eingelegt. In der zweiten Stadt übernachteten sie. Am 13. Dezember wurde der Flug nach Danville, Illinois fortgesetzt. Auf dieser Teilstrecke des Fluges bemerkten sie eine Fehlweisung des Kompasses. Der Flug verlief glatt, bis sie am 14. Dezember 1954 um 8 Uhr 25 auf dem städtischen Flughafen von Tucson ankamen und das Material von Reich in Empfang genommen wurde.

Dieses wichtige Geschehen ist den Medien nicht entgangen - und, wie vermutet werden kann, auch nicht von anderer (irdischer und außerirdischer) Seite unbeachtet geblieben. In seiner Nachrichtensendung vom 10. Januar 1955 sagte der Journalist Chris Cole, dieses ungewöhnliche Unternehmen habe "die Radarschirme der Luftwaffe durcheinandergebracht". Außerdem strahlte am 18. Februar 1955 die Fernsehstation KEAN aus Tucson einen Bericht aus, der sich im Nachhinein mit dem Transport des ORUR befaßte.

Nun folgt das wichtigste Ereignis der gesamten Wüstenexpedition. Ein Vorkommnis, das ein für allemal jeden restlichen Zweifel zerstreuen sollte, daß in der Tat ein Krieg von kosmischen Ausmaßen vor sich ging. Reich bezeichnete diesen Vorfall als "die Ea-Schlacht von Tucson". Tatsächlich war es das zweite Mal in der Geschichte des Menschen, daß Erdlinge ganz bewußt den Angriff eines Eindringlings aus dem Weltall zurückschlugen. Wir wollen versuchen, den Verlauf des Geschehens zu verfolgen.

Das ORUR-Material wurde am Morgen des 14. Dezember 1954 eingeflogen und Reich übergeben. Als das Flugzeug mit dem ORUR-Material landete, sichteten Zeugen etwa 30 Leuchtfeuer, die über der Region niedergingen. Diese Leuchtsignale waren schon vorher auf Orgonon beobachtet und mit dem Auftreten von Ea in Verbindung gebracht worden. Ebenso augenscheinlich war die Anwesenheit von Flugzeugen der US-Luftwaffe über dem Gebiet.

Später, am Nachmittag, fühlten sich die aus Tucson zurückkehrenden Expeditionsteilnehmer ziemlich krank. Sie machten den Eindruck, als hätten sie "den Kontakt verloren". Außerdem litten sie unter Übelkeit und anderen Folgen der DOR-Krankheit. Sie führten an, daß der Wagen, mit dem sie gefahren waren, besonders beklemmend zu sein schien. Es wurde auch bemerkt, daß die Leute in Tucson ziemlich kränklich wirkten und daß sie sich lethargisch und nur mit großer Mühe bewegten. Was ging hier vor sich?

Dann wurde von Little Orgonon aus eine riesige dunkle "Wolke" gesichtet, die vom Umfeld Tucsons auszugehen schien. Am Himmel wuchs die Wolke zu beängstigenden Ausmaßen an und nahm dabei eine rötlich glühende Purpurfarbe an. Farben, die gewöhnlich mit extrem hohen Energieladungen verknüpft sind. Reichs Geigerzähler registrierte 100 000 CPM! Die Lage wurde kritisch! Bei fortgesetzter Beobachtung der Wolke zeigte sich, daß sie nicht von irgendeiner Feuersbrunst herrühren konnte. Die hohen Impulse des Geigerzählers, die damit verbundenen Qualen und das allgemeine Elend, die beobachteten körperlichen und emotionalen Beschwerden der Einwohner Tucsons – alle Daten führten zu einer erschreckenden Schlußfolgerung: Ein UFO-Angriff über Tucson!

Bei dem Versuch, dieses erstaunliche Geschehen zu analysieren, können wir nicht mit Sicherheit sagen, warum die Außerirdischen solch eine massive DOR-Attacke auf Tucson in Gang gesetzt haben. Wir können jedoch mit Bestimmtheit sagen, daß dieses Vorgehen nicht auf eine "wissenschaftlich neutrale" Haltung hinweist. Als "freundlich" kann man ein derartiges Tun jedenfalls nicht betrachten. Zweifelsohne wurden infolge dieses Überfalls viele Menschen krank (und sicherlich starben einige daran). Zahlten die Außerirdischen es der gesichts- und namenlosen Bürgerschaft auf diese Weise heim, daß sie beim Überbringen des ORUR-Materials an Wilhelm Reich "teilgenommen" hatte? Oder schießen diese (wie sie von einigen UFOlogen bezeichnet werden) "liebenswürdigen und gewaltlosen Soldaten" aus dem Weltraum einfach wahllos todbringende Radioaktivität auf unschuldige Kinder und alte Menschen, die halt Pech haben, zufällig Erdlinge zu sein? In den Aufzeichnungen der UFO-Forschung sind einige hervorstechende Fälle zu finden, bei denen die Annäherung von Flugzeugen an UFOs oder das Schießen auf UFOs "Vergeltungsmaßnahmen" der UFOs gegen Flugzeuge, Fahrzeuge und sogar gegen einzelne Personen heraufbeschworen haben, die sich Tausende Kilometer vom Vorfall entfernt befanden. Donald Keyhoe macht in Aliens from Space auf die Möglichkeit solcher Vergeltungsmaßnahmen der UFOs aufmerksam.

Demgegenüber muß ständig hervorgehoben werden, daß Reichs Tun weder militärischer, noch gewaltsamer oder auch nur feindseliger Natur war. Er versuchte einfach nur eine schwerkranke sterbende Atmosphäre zu säubern. Reich hat nie zu feindseligen Handlungen gegen UFOs angestiftet. Die UFOs selbst zwangen Reich dazu, seine Aufmerksamkeit auf sie zu richten, eine Verbindung zwischen der DOR-Verseuchung und den UFOs herzustellen und nach Wegen zu suchen, jene UFOs außer Gefecht zu setzen, die offen und schamlos die Erdatmosphäre zerstörten!

Reich alarmierte jetzt seine Cloudbuster-Operateure. Ein Cloudbuster begann vom Zenit abzuziehen (um nach dem Vorfall mit McCullough jedwede Gefahr aus dieser Richtung zu mindern), während der andere Cloudbuster von der schwarzen Wolke abzog, deren Entfernung auf weniger als 16 Kilometer geschätzt wurde.

Über Reichs Feldlager flogen nun wiederholt Flugzeuge der US-Luftwaffe hinweg. Ihre Kondensstreifen lösten sich in der nach Feuchtigkeit dürstenden DOR-Atmosphäre auf. Infolge der heftigen DOR-Attacke litten alle Mitarbeiter schwer an Muskelzittern, der Unfähigkeit irgend etwas Vernünftiges zu tun, Schmerzen, Schwächegefühl und Übelkeit. (Sollen wir so manchem mystischen UFOlogen folgen und die körperlichen Qualen "dem Glauben" zuschreiben? Mit anderen Worten: Wenn die Mitarbeiter nicht an ihre Erkrankung "geglaubt" hätten, wären sie dann nicht erkrankt? Sollen wir es einem "Glaubensdefizit" an die "Allmacht" Gottes zuschreiben? Litten auch die Geigerzähler unter diesem "Glaubensdefizit"? Hätte Reich anordnen sollen, daß alle mit der Bedienung der Cloudbuster aufhören, um statt dessen einfach eine Stunde inbrünstigen gewissensergründenden Gebets einzulegen? Oder betet man und "reicht die Munition weiter"?!)

Nachdem die Cloudbuster damit begonnen hatten, von der gigantischen Wolke über Tucson abzuziehen, schrumpfte die schädliche Masse sichtlich zusammen, um nach einer längeren Abzieh-Operation ganz zu verschwinden. Als kurz darauf eine Flugformation von B-52-Bombern über Little Orgonon hinwegdonnerte, wurde allen bewußt, daß diese Schlacht unter den Augen der Luftwaffe ausgefochten worden war. Es ist jedoch Sache der Medizinstatistiker und UFO-Geschichtsschreiber, diesen beängstigenden UFO-Angriff mit der Anzahl der Einwohner Tucsons in Korrelation zu bringen, die zu dieser Zeit einen Herzstillstand erlagen oder an anderen Krankheiten starben, die durch DOR hervorgerufen oder verschlimmert worden waren.

Im März 1955 schloß Reich seine Operationen zur Rückbildung der Wüste und zur DOR-Beseitigung ab. Sechs Monate später begutachtete Dr. Silvert die Umgebung von Tucson vom Flugzeug aus und mit dem Auto. Er schrieb über seine Beobachtungen in Reichs Publikation CORE (Bd. VII, Dezember 1955). Frage die Vertreter der FDA, warum du nie von Reichs CORE-Zeitschrift und all dem anderen "veröffentlichten Schwindel" gehört hast, den die FDA sorgfältig vernichtet hat, um dich zu "schützen"!

Dr. Silvert stellte fest, daß man bis zu einem Umkreis von 80 Kilometern um Tucson herum grünes Gras finden konnte. Der Kaktus (eine sekundäre Vegetationsform) hatte sich in der Wüste sehr stark zurückgebildet und es war ein Zuwachs an primärer Vegetation, wie z.B. Präriegras, zu verzeichnen. Er beschrieb das Gras in der Umgebung des Mount Oracle als "knietief". Ein noch nie dagewesenes Wachstum. Farmer und Rancher aus der Umgebung Tucsons äußerten sich über die "ungewöhnliche" Menge von Feuchtigkeit und Regen, außerdem brachten sie ihre Überraschung über "den besten Sommer seit 20 Jahren" zum Ausdruck. Mehr als 500 mm Regen waren gefallen, was den vorangegangenen Rekord von 1936 verdoppelte, als 250 mm gemeldet worden waren.

Nach dieser unglaublichen Leistung kehrte Reich heim, nur um mit einer betrügerischen Anklage wegen Scharlatanerie konfrontiert zu sein, die von Vertretern der FDA gegen ihn vorgebracht worden war. Die FDA-Verfügung besagte, daß es "Orgonenergie nicht gibt". Wir müssen den ganzen von Reich veröffentlichten Blödsinn verbrennen und seine Erfindungen zerstören, um auf diese Weise "die Öffentlichkeit zu schützen".

Mit "nichtexistenter" Orgonenergie macht man keine UFOs manövrierunfähig, wie Reich es getan hatte. Mit "nichtexistenter" Orgonenergie betreibt man keinen geräuschlosen und abgasfreien Elektromotor, wie Reich es getan hatte. Mit "nichtexistenter" Orgonenergie bringt man keine Hochvakuumröhren zum Aufleuchten, wie Reich es getan hatte. Mit "nichtexistenter" Orgonenergie löst man keine Tumoren in krebskranken Versuchsmäusen auf, wie Reich es getan hatte. Mit "nichtexistenter" Orgonenergie macht man keine Wüsten fruchtbar und verschafft ausgedörrten unwirtlichen Regionen keinen glückverheißenden Regen, wie Reich es getan hatte. Mit "nichtexistenter" Orgonenergie leitet man keine mörderischen Hurrikans um, wie Reich es getan hatte.

Reichs Schlußfolgerung – von Mitte der 50er Jahre – war voll schicksalsschwerer Dringlichkeit. Er erklärte, daß UFOs (möglicherweise im Verbund mit Erdenwesen, insbesondere jenen, die nach globaler Nutzung der Atomenergie drängen) weltweit das Entstehen von Dürren und Wüsten hervorrufen. Wenn diese Entwicklung nicht rückgängig gemacht wird, wird sie alles Leben, wie man es heute auf der Erde kennt, zerstören "und unseren Planeten wie einen weiteren kahlen wüstenartigen Mond zurücklassen."

Seit 1959 habe ich alles mir menschenmögliche getan, um meine Mitbewohner auf diesem Planeten vor der ebenso akuten wie realen Gefahr zu warnen, von der Reich sprach. Neben Reich haben auch andere die unglaubliche Wirksamkeit des Cloudbusters demonstriert, z.B. Dr. Richard A. Blasband und der Autor dieser Zeilen. Dr. Blasband und ich haben im Journal of Orgonomy Artikel zur Wetterbeeinflussung veröffentlicht, die zeigen, wie man der Natur helfen kann, den gegenwärtigen Trend zur globalen Wüstenbildung und Katastrophe umzukehren. Trotzdem weigern sich die Bundesbehörden der USA diese Tatsachenberichte zur Kenntnis zu nehmen. Und während ständig Millionen von Bundesgeldern für fruchtlose (und oft schädliche) Wetterbeeinflussungsvorhaben verschleudert werden, bietet man nicht einen inflationsgeschädigten Groschen für die einzig bekannte Methode an, die wirklich funktioniert und Erfolg verspricht: Reichs Cloudbuster- und ORUR-Forschung.

 

 

 

9. Überlebenskampf

 

In diesem Kapitel möchte ich den längsten kontinuierlichen OROP (eine ORgonenergie-OPeration) beschreiben, den ich jemals durchgeführt habe: er dauerte mit fast täglicher Arbeit acht Monate. Warum ich das auf mich nahm? Um das beantworten zu können, müßte der Leser am eigenen Leibe erfahren haben, was es heißt, in einer unerträglich drückenden DOR-Atmosphäre leben zu müssen! Ich war gezwungen diesen OROP durchzuführen und kann dafür keine andere Erklärung geben. Wenn man diesen Bericht liest, kann man vielleicht nachvollziehen, was auf dem Spiel stand. Der amerikanische Nordwesten war erneut von einer schlimmen, anhaltenden Dürre bedroht. Die Pegelstände der Gewässer hatten Rekordtiefen erreicht. Manchmal war das DOR nicht mehr zum Aushalten.

Außerdem brachte mich dieser OROP dazu, der Beziehung zwischen seltsamen, geräuschlosen "Sternen", die sich auf eine eigenartige Weise am Nachthimmel bewegten, und dem starken DOR am jeweiligen Morgen nach diesen Sichtungen mehr Beachtung zu schenken. Ich war gezwungen, dem zuerst von Reich aufgedeckten beunruhigenden Zusammenhang zwischen der Auflösung der Wolken durch DOR am Tag und Ea-Aktivität der vorangegangenen Nacht ins Auge zu blicken, obwohl ich ihn manchmal nicht wahrhaben wollte!

Als ich, wie im sechsten Kapitel beschrieben, sechs Jahre zuvor mit OROPs in Nord-Idaho begann, reichten ein paar Stunden Abziehen mit primitiver Ausrüstung aus, um das DOR zu beseitigen und Regen zu erzeugen. Nun wurde ich, wie wir sehen werden, in einen täglichen, unentwegten Kampf hineingezogen. Manchmal überwältigte mich das DOR und ich war nicht in der Lage, etwas zu zerstreuen, was sich sechs Jahre vorher so problemlos hat auflösen lassen.

Am 31. Januar 1977 fingen wir mit regelmäßigen CORE-Operationen an und versuchten, den schwer von Dürre heimgesuchten Gegenden des Nordwestens die erforderliche Feuchtigkeit zu bringen. Die durch unsere Arbeit herangezogene Feuchtigkeit bewirkte teilweise die ersehnte Erleichterung, insbesondere in den Staaten Washington, Idaho und Montana.

Jedoch änderte sich das allgemeine Bild unserer Operationen in der letzten Märzwoche 1977 drastisch, als die Sowjets und auch die Amerikaner Atomtests durchführten.

31. März: Präsident Carter erklärt den Bundesstaat Washington wegen Dürre zum Katastrophengebiet.

17 Uhr: Neuer OROP begonnen; Versuch, Feuchtigkeit nach dem östlichen Washington, nördlichen Idaho und westlichen Montana zu bringen. Eine Batterie von Cloudbuster-Röhren zieht vom NW. Zenitabzug fortgesetzt.

1. April: 6 bis 8 Uhr – Windböen aus NW heben an. Ausgedörrter Himmel, ORANUR sehr stark. Um etwa 9 Uhr ist der Wind zu heftig geworden, als daß man den Abzug fortsetzen könnte, ohne möglicherweise große Schäden anzurichten. – Hälfte der Batterie stillgelegt, daraufhin läßt der Wind nach. Um Mitternacht herum schwankt die Windrichtung zwischen SO und NW. Frischere Atmosphäre mit einigen Cumulus-Wolken in NW. Der Himmel ist zu 40 Prozent bedeckt.

2. April: Im NW und SW formieren sich Wolken, aber der Südwestwind ist stark. Weiß nicht warum. NW-Batterie vollständig wiederaufgerichtet. Um etwa 17 Uhr verwandeln sich alle Wolken in DOR und lösen sich auf! Um 22 Uhr sichten wir ein Ea im SW.

3. April: Über dem Gebiet den ganzen Tag starkes DOR. Die Luft hat einen üblen Geschmack, wie verfaulter Pfeffer. Um 12 Uhr 45 vier Röhren zum Abziehen auf Gebiet des Ea gerichtet, was uns nach ein paar Stunden einige Befreiung vom DOR verschafft. Die sich am Morgen gebildeten Wolken zerstreuen sich wieder und verwandeln sich in DOR-Fetzen. Den ganzen Tag über fühle ich mich schwach. Um 19 Uhr 30 erscheint im SW ein rötlich-oranges Ea.

4. April: Zwischen 1 Uhr 30 und 2 Uhr erscheint im NW über dem Blueberry Mountain ein Ea und bewegt sich sehr langsam von West nach Ost. Mit einem 60x-Fernrohr beobachtet. Es sieht wie drei glänzende Lichtkugeln aus, verändert sich ständig und pulsiert. Das Ea verblaßt, als es sich durch das Gebiet bewegt, auf das der Cloudbuster gerichtet ist.

Gegen 7 Uhr sieht der Himmel besser aus und fühlt sich frischer und unbeschwerter an. Aber mittags ist die Atmosphäre sehr erregt. Die Wolken halten sich nicht.

5. April: An diesem Morgen sind keine Wolken vorhanden und das ORANUR ist sehr stark. Atombombentests? Ea? Oder beides? Von der Westküste kommt überhaupt keine Feuchtigkeit herein. Die offizielle Wetterkarte zeigt, daß sich über Nord-Idaho kühle Luft von NW nach SO bewegt. Gegen 10 Uhr 20 Kondensstreifen, kann nicht zusammenhalten und löst sich sofort auf. Man empfindet den Himmel als verbrannt. Stärkerer Zenit-Abzug eingeleitet, um die fiebernde Atmosphäre zu beruhigen. Finde eine tote männliche Hüttensänger-Drossel (bluebird) unmittelbar neben dem Wassertank, in den hinein wir abziehen. Der erste tote Hüttensänger, den ich seit zehn Jahren in Idaho gesehen habe. Beerdigen ihn.

Die Abendzeitung löst einen Teil des Rätsels: heute Morgen zündeten die Vereinigten Staaten in Nevada eine H-Bombe. Den Kiefernadeln fehlt jeder Glanz. Um 14 Uhr 30 ist der Wind umgesprungen und kommt von Nord und NO! Den ganzen Tag über keine Wolken. Mit voller Batterie Abzug von NW: Temperatur 22 Grad, Luftdruck 1019 mbar, gleichbleibend. Um 16 Uhr dreht der Wind auf SO und S! Das atmosphärische OR "benimmt sich einfach so, als sei es verrückt".

18 Uhr: Dr. Richard A. Blasband ruft mich an und bittet mich, ich solle versuchen, die Sache an der Westküste zu unterstützen, indem ich von unserem Standort aus abziehe. Die Lage in Kalifornien sei kritisch. Zur Zeit bildet sich vor der Westküste starker Hochdruck. Dem Zenit-Abzug gebe ich zusätzliche Kraft und halte den NW-Abzug aufrecht. Die Atmosphäre beginnt sich um 21 Uhr 15 zusammenzuziehen. Die Sterne strahlen hell. Die 23 Uhr-Wettervorhersage aus Spokane, Washington: 29 Prozent relative Luftfeuchtigkeit. Der Hochdruck bleibt über dem gesamten Nordwesten bestehen. Etwas Nebel über den Cascade Mountains. "Schwacher Tiefdruck" bewegt sich auf die Küste zu. Keinerlei Regen vorausgesagt.

6. April: 1 Uhr – klarer Himmel. Temperatur Minus 3 Grad! OR zieht sich stark zusammen.

8 Uhr: Wind aus S und SO! Der Himmel wirkt verbrannt. Keine Wolken. Fühle mich sehr schwach, übel, schwindelig. Starke Schmerzen im Bereich der Gallenblase. Habe mich übergeben. Es muß einen weiteren Atomtest gegeben haben. Um 14 Uhr dreht sich der Wind auf Nord und Nordwest. Die Kiefernadeln und das Laubwerk fangen wieder an ein wenig zu schimmern. Unsere Hunde fressen Gras, was sie immer tun, wenn ihnen übel ist. Temperatur 23 Grad, Luftdruck konstant bei 1023 mbar. Im Westen tauchen ab 18 Uhr hohe dünne Wolken auf. Um 21 Uhr sagt der Radiosender San Francisco für morgen Nebel und Regen entlang der nordkalifornischen Küste voraus.

7. April: Fühle mich beim Erwachen wieder erbärmlich und schwach. Gegen Mittag erreicht die Temperatur 21 Grad. Im NW und S erscheinen einige bauschige Cumuli, lösen sich aber bald wieder auf. Der Wind aus dem Süden und Südosten hält an! Es muß weitere Atomtests gegeben haben. Gestern und heute gab es im Iran starke Erdbeben. Mit 28 Grad verzeichnet Spokane Rekord für dieses Datum. Um 20 Uhr beginnt das Barometer zu fallen, ohne daß Regen vorausgesagt wäre.

8. April: Im Zenit beginnen sich Cirrus-Wolken zu bilden. Wettervorhersage für unser Gebiet abgeändert auf vereinzelte Regenschauer. Jetzt wechselt die Windrichtung zwischen SW und NW. Am Vormittag werden die Winde extrem böig und um 14 Uhr 30 wird die Batterie für den Zenit-Abzug vom sehr starken Wind (25 bis 70 km/h) umgeblasen. Bei einem Barometerstand von 1007 mbar fällt die Temperatur. Jetzt bewölkt sich der Himmel vollständig. Dicke Schicht aus aufgewirbeltem Staub unter den Wolken. Alle Rohre gesenkt.

15 Uhr 30: Bei fortwährenden heftigen Windböen beginnt es stark zu regnen. Tiefdruck vor der Westküste. Um 18 Uhr hört der Wind auf (auch der Regen stoppt zu diesem Zeitpunkt) und hinterläßt auf Wagen und Fenstern einen dicken Staubfilm. Die Region ist so ausgetrocknet, daß der Wind die Ackerkrume wegrasiert. Um 23 Uhr beginnt das Barometer zu steigen. Die ganze Nacht über halten die Windböen an, obwohl sie schwächer werden.

9. April: Zum Abziehen zu windig: die Atmosphäre ist zu erregt. Um 5 Uhr eine Temperatur von Minus 3 Grad! In einem Fünftel des Himmels bilden sich Cumulus-Wolken, größtenteils über den Bergen im Norden und Süden. Der Wind ist böig, wechselt zwischen SW und NW, mit vereinzelten Windböen aus dem Osten. Die Atmosphäre expandiert wieder stark, gekoppelt mit heftiger Erregung.

9 Uhr: Böige, wechselnde Winde dauern an. Das Barometer steigt, 1015 mbar. Temperatur 7 Grad. Die Wolkenbildung setzt sich gut im Westen und SW fort.

12 Uhr mittags: Fange wieder an, mich schwach zu fühlen. Jetzt ist es ganz bedeckt, wandelt sich aber in DOR um. Schlechter Geschmack im Mund, Zunge bitter und pfefferig. Wird von meiner Frau bestätigt. Es ist mühsam, sich zu bewegen. Unsere Haustiere liegen nur herum. Kein Vogelgesang oder -flug. Der Rauch aus den Schornsteinen sinkt sofort auf den Boden.

14 Uhr: Ging Brennholz schlagen. Die Wälder sind tot, leblos, nichts bewegt sich. Das DOR wird von Minute zu Minute schlimmer, überzieht den ganzen Himmel, dick grau-schwarz.

16. Uhr: Als Versuch, das bedrückende DOR wegzublasen, volle Batterie aufgerichtet, um vom Westen abzuziehen. Die uns von Horizont zu Horizont vollständig bedeckende dicke DOR-Schicht beginnt sich um 10 Uhr 30 wie eine riesige Linse zu öffnen – zuerst im Westen, dann allmählich zum Süden und Osten hin fortschreitend.

Der Himmel klärt sich wunderbar auf! Brise frischt auf aus Westen und SW. Fühle mich viel lockerer, optimistischer – eine dramatische Veränderung! Das DOR sammelt sich nur im östlichen Quadranten.

Nachdem dieser "Reinigungsprozeß" eine Stunde anhält, kommt jedoch DOR vom Westen herein! Und bis 18 Uhr ist der westliche Horizont von DOR eingehüllt. Wir fühlen uns wieder schwach und niedergedrückt. Was geht hier vor? Dickes DOR bewegt sich jetzt direkt über unser Haus hinweg!

20 Uhr: Der Himmel bewölkt sich gänzlich mit DOR. Der Cloudbuster scheint unfähig zu sein, es aufzulösen oder fortzutreiben. Das Barometer steigt. Die Temperatur beträgt um Mitternacht 0 Grad.

10. April: Die Schlacht wird fortgeführt. Am frühen Morgen ist der Atmosphäre eine starke ORANUR-Aktivität eigen. Über den Bergen versuchen sich einige Cumuli zu bilden. Aber zu 80 Prozent ist der Himmel klar, leicht grell. West- und Südwestwinde.

10 Uhr: Vom SW ausgehend zunehmende Fortsetzung der Wolkenbildung. Starke Zenit-Abzüge scheinen jetzt wirksam zu sein. Der Himmel ist um 11 Uhr vollständig mit Wolken bedeckt, jedoch beginnen 30 Minuten später in der Wolkendecke Löcher aufzutreten und geben den blauen Himmel dahinter frei. Die Wolken lösen sich jetzt auf und die Löcher in der Wolkendecke werden zusehends größer. So als ob jemand, der sich über den Wolken befindet, von oben her abzieht?

Mittag: Drei Abziehrohre werden per Hand auf das Zentrum des großen Lochs in der Wolkendecke am südöstlichen Himmel gerichtet. "Wie aus dem Nichts" erscheint nach fünf Minuten innerhalb des Lochs DOR, bewegt sich ostwärts, woraufhin die Wolken anwachsen und die Lücke schließen! (Dies stimmt mit Reichs grundlegenden CORE-Prinzipien überein, mit Ausnahme des Erscheinens von DOR in den Wolkenlöchern!)

Nach reiflicher Überlegung dasselbe Vorgehen ein zweites Mal wiederholt: zwei Rohre auf ein anderes Loch in der Wolkendecke gerichtet. Nach einigen Minuten Abziehen erscheint innerhalb des Lochs wieder eine dichte DOR-Wolke und treibt nach Osten ab, während die Wolken wachsen und das Loch ausfüllen.
(3)

In der Umgebung des Cloudbusters starker Geschmack nach "vergammeltem Pfeffer" im Mund und auf der Zunge. Fühle mich schwach und schwindelig.

12 Uhr 30: Alle Rohre des Hauptaufbaus ziehen wieder vom Westen ab, während eine zusätzliche Batterie am Abzugsstandort Nr. 2 auf den Zenit gerichtet ist. Der Regen, der "in Aussicht gestellt" wurde, materialisiert sich nicht. Alle Cumulus-Wolken wandeln sich wieder in DOR um und lösen sich auf.

18 Uhr: Mit Ausnahme einer Lücke über dem westlichen Horizont, wohin die Batterie gerichtet ist, ist der ganze Himmel jetzt dicht mit DOR angefüllt.

19 Uhr 30: Verlagere den Abzug auf den NW und setze am Standort Nr. 1 den Zenit-Abzug wieder ein. Innerhalb von 15 Minuten säubert sich der Zenit ein wenig, im Nordwesten, Süden und Osten verbleibt jedoch starkes DOR. 20 Uhr: Temperatur 3 Grad, Luftdruck 1017 mbar, gleichbleibend.

11. April: Wieder stellt sich der vorausgesagte Regen nicht ein. Es ist jetzt 3 Uhr, der Himmel ist dick mit DOR bedeckt. Temperatur 1 Grad.

7 Uhr: Mit Angstgefühlen erwacht. Im Westen und NW verschmierte DOR-Schichten. Ein paar mickrige schmutzig-graue Wolken, das ist alles. Wind von SW, 8 bis 16 km/h.

8 Uhr: Die Wolken wachsen jetzt in allen Quadranten. Hat in der letzten Nacht der Wechsel auf NW ein Ea geschwächt und an diesem Morgen ein besseres Wachstum der Wolken ermöglicht? Bis 10 Uhr sind die Wolken ständig angewachsen, außer im Zenit. Das Barometer steigt. Wieder Regen in Aussicht gestellt. Größere Cumuli im NW und N mit plötzlichem Auftreten von scharf umrissenem DOR. Im Zenit wachsen jetzt die Wolken gut. Wettervorhersage von 11 Uhr: "Heute zunehmende Bewölkung mit vereinzelten Schauern in Nord-Idaho. Heute Nacht klärt es auf. Am Dienstag zunehmende Bewölkung."

11 Uhr 15: Aus der Wolkendecke fallen ein paar Regentropfen. Himmel zu 90 Prozent bewölkt. Der "Regen" hört fast sofort wieder auf, besprenkelt kaum den Boden. Fuhr am Mittag in den Nachbarort Sandpoint auf der Suche nach weiteren Teilen für meinen neuen Cloudbuster "Bluebird". In Sandpoint fühlte es sich viel schlimmer an: die Luft steht still, ist schlecht und verpestet.

16 Uhr: Kehre zum Cloudbuster-Standort zurück. Starker Wind, der nicht vorausgesagt worden ist, hat wieder unseren Zenit-Abzug umgeweht! Rohre wieder aufgerichtet und dann mit zusätzlichen Schnüren und Stangen gesichert.

17 Uhr: Fühle mich plötzlich wieder schwach, so als würde von mir abgezogen werden. Jede Bewegung fällt schwer. Wieder wandeln sich die wohlgeformten Wolken in DOR um. Überall lösen sie sich auf. "Blauer" Himmel mit milchigem Dunstschleier. Die Berge sehen sehr nach DOR aus. Kein Vogel singt. Luftdruck 1021 mbar, steigend. Kein Wind.

Zwischen 21 Uhr und Mitternacht beobachten meine Frau und ich, wie sich über den nördlichen Bergen ein weiterer "Stern" sehr langsam von West nach Ost bewegt. Als er das Gebiet des Cloudbuster-Abzugs erreicht hat, verdunkelt er sich und verblaßt vollständig! Das kann kein "Stern" sein.

12. April: Um 2 Uhr beträgt die Temperatur Minus 6 Grad. Um 6 Uhr sind alle Wolken verschwunden! Die Schlacht beginnt erst.

 

So war ich fortwährend in ein schonungsloses, frustrierendes und manchmal gefährliches "Tauziehen", wie Reich es nannte, mit atmosphärischen Bedingungen verstrickt, die so verwirrend und unnachgiebig waren wie nichts, was ich je durchlebt hatte. Die Finanzen für den täglichen Bedarf waren knapp bemessen, da es notwendig war, alle Geschäftsaktivitäten einzustellen, um sich ganz auf die um sich greifende Wüstenbildung zu konzentrieren. Offen gestanden habe ich meine Zweifel, ob ich ohne die emotionale und greifbare finanzielle Unterstützung einiger guter Freunde in der Orgonomie so weit hätte kommen können.

Obwohl ich zu Beginn des OROP Teilerfolge erzielte, wurde klar, daß eine größere und mobilere Ausrüstung vonnöten war. Am 17. Februar 1977 wurden an Leser meiner Zeitschrift Eden Bulletin Spendenaufrufe gesandt. Vielleicht wollten sie etwas zum "Projekt Bluebird" beitragen, egal wie viel. Der Bau von Bluebird (dem neuen Cloudbuster, der nach dem Wappentier Idahos, dem indigoblauen Hüttensänger, benannt wurde) nahm zwei Monate in Anspruch, in denen Teile ausfindig gemacht wurden und geplant, umgewandelt, getestet, abgeändert, neu entworfen wurde. Währenddessen setzte ich, wie oben beschrieben, die CORE-Arbeit mit meiner primitiven Ausrüstung fort.

Bluebird war in der ersten Maiwoche 1977 für seine ersten Versuchsoperationen bereit. Unsere Hauptsorge war, nicht zu viel auf einmal zu tun. Durch einen heftigen Platzregen würde der ausgetrocknete Boden und die verkümmerte Ernte ruiniert werden. Der Boden würde ausgewaschen, die Ernte vernichtet werden und die Bäche und Flüsse würden über ihre Ufer treten, was nur zur allgemeinen Notlage beitrüge. Notwendig waren Besonnenheit, Geduld und vorsichtige OROPs, sowie kontinuierliche Beobachtungen während des Tages und bei Nacht. Dieses Vorgehen zahlte sich aus. Am 24. Mai erschien in der Zeitung Spokesman-Review eine Titelgeschichte von Walter Parker. Dem Bericht zufolge hatten die Regenfälle im Mai die Ernte Nord-Idahos gerettet – bei einer nahezu beispiellosen Gesamtniederschlagsmenge von 64 mm bis zu diesem Zeitpunkt. Im Mai wurden an 21 Tagen CORE-Operationen durchgeführt, was zu 16 Tagen mit mildem Niederschlag führte. Die tatsächliche Regenmenge für den ganzen Mai belief sich in unserer Gegend eher bei annähernd 75 mm.

Am 24. Mai wurde ein Brief mit den relevanten Daten an Wilson Kellogg geschickt, dem Direktor des Landwirtschaftsministeriums von Idaho, bei der meine OROPs registriert wurden. Der Brief beschrieb meine Arbeit ausführlich und ersuchte abermals den Bundesstaat Idaho, die gewichtige Verantwortung für die Weiterentwicklung und Regelung dieser lebenswichtigen Arbeit zu übernehmen. Kellogg leitete das Material an einen Journalisten aus Lewiston, Idaho weiter und am 30. Mai verbreitete der UPI-Nachrichtendienst einen Bericht über unsere Arbeit. Dieser Bericht wurde in unserer Region sowohl von vielen Tageszeitungen als auch von vielen Radiostationen übernommen. Ein Maß für die Tiefe der Verwüstung – emotionell wie auch klimatisch – ist die Tatsache, daß er ein fast vollständiges Stillschweigen zur Folge hatte! Wir erhielten nur einen Telefonanruf von einem Reporter aus Kalifornien, der um weitere Einzelheiten bat. Ein Bericht, der in jedem Winkel des Planeten großes Interesse hätte erregen sollen, zog nur eine einzige Erkundigung nach sich.

"Die Würfel waren gefallen" und wir konnten nicht länger im Hintergrund bleiben. Außerdem wurden einige im Gebiet Ansässige durch den "außergewöhnlichen" und anhaltenden leichten Regen aus der Fassung gebracht. Innerhalb einer Woche erreichten uns drei Stellungnahmen: Wir würden das Tourismusgeschäft ruinieren, weil wir es am Wochenende regnen ließen. Ein anderer beschwerte sich, bei dieser anhaltend feuchten Witterung würde seine Arthritis wieder aufflammen. (Ihm wurde geraten, in das von Dürre heimgesuchte Kalifornien zu ziehen.) Natürlich freuten sich die Bauern, Viehzüchter und Forstarbeiter, und einige brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, es möge weiter regnen.

Am 1. Juni verkündete der Spokesman-Review: "Die Regenschauer des Mai bewirkten die ersten überdurchschnittlichen Niederschläge seit letzten August ... der zweitfeuchteste Mai seit 1961." Ebenfalls am 1. Juni veröffentlichte die Lake Valley Times einen Sonderbericht von Marion Lillie unter der Überschrift: "Wettermacher zufrieden mit unserem gegenwärtigen Wetter". Der Artikel zeigte ein Photo von Bluebird und mir und hob die Tatsache hervor, daß wir keinen Regen machen, sondern nur die natürlichen Verhältnisse wiederherstellen, so daß die Natur die Entwicklung von Regengüssen zulassen kann, – das ist eine sehr wichtige Unterscheidung.

Im Juni war Bluebird wieder fast ständig in Betrieb, um der Dürre entgegenzuwirken, denn, abgesehen von ein paar kurzen Regengüssen und einem guten Gewitterschauer in der ersten Juniwoche, schien sich die Dürre täglich zu verschlimmern. Offenbar stellte sich den Stürmen "irgend etwas" in den Weg, die unser Gebiet immer wieder "einfach verfehlten" und nach Westen oder Osten abdrehten, trotz unserer beständigen Versuche Nord-Idaho Niederschlag zu verschaffen.

In der Nacht des 17. Juni wurden einige UFOs gesichtet, die sich hoch am Firmament über unser Gebiet bewegten. Um 21 Uhr 45 machten wir ein UFO aus, das von Süden nach Norden flog. Es kam aus der Richtung des "Bunco", einem Gipfel in einer etwa 11 Kilometer entfernten Bergkette. Dieses UFO wirkte wie ein matter Stern, der plötzlich sehr hell wurde (zweimal so hell wie jedes andere Himmelsobjekt), dann zu seiner ursprünglichen Mattheit verblaßte und sich daraufhin in Richtung unseres Cloudbuster-Standorts bewegte.

Früh am folgenden Morgen (etwa um 6 Uhr) rasten sieben verängstigte Pferde über unsere Weide. Sie kamen von einer Palomino-Ranch, die neben der Farm liegt, auf der unser Cloudbuster stand. Der Besitzer trieb seine Pferde zusammen und brachte sie zu seiner Farm zurück. Was hatte die Pferde dermaßen in Panik versetzt, daß sie aus ihrer drei Kilometer entfernten Weide ausbrachen?

Am Nachmittag kamen Lee Gerke und ihre neunjährige Tochter Billie vorbei, um über folgendes Erlebnis zu berichten:

Am Mittwoch dem 15. Juni 1977 befand sich die kleine Billie, ein ernsthaftes und intelligentes Mädchen, gegen 23 Uhr außerhalb des in der Nähe von Bayview, Idaho gelegenen Gerke-Hauses, um Meteore zu beobachten. Plötzlich vernahm sie ein Geräusch, "wie von einem Automotor, nur tiefer", und als sie ihren Kopf umdrehte, sichtete sie ein leuchtendes, längliches UFO, das "wie der Mond" strahlte. Es war gerade mal 12 Meter von ihrem Haus entfernt zum Stehen gekommen und schwebte geräuschlos über den Baumwipfeln. Billie beschrieb das Objekt wie folgt: 6 Meter lang und 5 Meter hoch, mit drei, jeweils einen Quadratfuß großen Fenstern. Vom Oberteil standen zwei Antennen ab. Weißliche Strahlen, "wie Mondstrahlen", gingen von allen Seiten des Objekts aus, das selber leuchtend orange war. Das verängstigte Mädchen lief zum Haus ihres Bruders, das ganz in der Nähe lag, und verbrachte dort den Rest der Nacht, da ihre Mutter nicht zu Hause war. Um etwa 2 Uhr morgens hörte Billie wieder das UFO in der Umgebung des Hauses. Nachdem am nächsten Morgen Frau Gerke die beängstigende Geschichte ihrer Tochter gehört hatte, suchte sie nach jemand, dem man über diesen Vorfall Bericht erstatten könnte.

Als sie hörte, daß die Nationalgarde im Farragut-Nationalpark ganz in der Nähe von Bayview und des Hauses der Gerkes "Übungen zur Nachrichtenübermittlung" durchführte, berichteten dort Frau Gerke und Billie einigen Militärs von Billies UFO-Erfahrung. Diese nahmen den Vorfall ernst und veranlaßten Billie, das von ihr gesehene UFO zu zeichnen. "Obwohl wir Oberstleutnant DuChesne (?) nie zu Gesicht bekamen", erzählte uns Frau Gerke, "waren die Soldaten sehr gastfreundlich und luden uns ein, mit ihnen Mittag zu essen. Sie fragten uns, wo wir wohnen würden, so daß ich ihnen eine Karte zeichnete, die ihnen die Lage unseres Hauses zeigte. Aber niemand ließ sich sehen, um uns weiter zu befragen."

Da sie wußte, daß ich mich für UFOs interessiere, fragte Frau Gerke in Bayview nach, wo ich wohne. Sie kam uns dann besuchen.

Billie beeindruckte uns mit ihrer Intelligenz und Aufrichtigkeit. Als sie ihre erschreckende Geschichte erzählte, war sie ziemlich ängstlich. Seit dem Vorfall würde sie mit ihrem Pferd nicht mehr allein in die Wälder ausreiten und dicht an der Seite ihrer Mutter bleiben. Ihre Sichtung schien keinerlei körperliche Auswirkungen nach sich gezogen zu haben und wir beruhigten sie, daß das UFO es nicht auf sie persönlich abgesehen hatte. Frau Gerke fragte sich, ob die militärischen Operationen im Farragut-Park die Aufmerksamkeit des UFOs erregt hätten.

Von Frau Gerke und Billie erfuhren wir, daß ein Nachbar der Gerkes, der etwa 400 Meter entfernt wohnte, ungefähr eineinhalb Monate zuvor zwei Kühe "verloren" hatte. Die Kühe waren in einem neu errichteten Drei-Draht-Zaun mit metallenen Zaunpfählen eingepfercht gewesen. Obwohl die Kühe verschwunden waren, ist der Zaun unversehrt geblieben und es wurden keinerlei Spuren unbekannter Herkunft entdeckt.

Für uns besteht kein Zweifel, daß die neunjährige Billie Gerke in der Nacht des 15. Juni 1977 eine authentische UFO-Sichtung gemacht hat. Wir sagten den beiden, sie sollten den Bezirkssheriff benachrichtigen, wenn sie ein weiteres UFO zu Gesicht bekommen sollten. Diese Sichtung aus unmittelbarer Nähe bestätigt die vielen UFO-Sichtungen, die wir in Nord-Idaho gemacht haben, insbesondere während Cloudbuster-Operationen.

Ob die UFOs am Cloudbuster, den militärischen Nachrichtenübermittlungs-Operationen oder an beidem interessiert waren, läßt sich schwer sagen. Nichtsdestoweniger gehen UFO-Aktivität und zunehmende Dürre Hand in Hand, worauf vor Jahren als erster Reich aufmerksam gemacht hat. Wo immer eine starke Massierung von UFO-Aktivitäten auftritt, wird das betreffende Gebiet früher oder später eine wolkenbruchartige oder "unjahreszeitliche" Witterung durchmachen, gefolgt von einer langsamen aber unaufhaltsamen Wüstenbildung.

 

So bekräftigte "OROP Überleben", der von Januar bis August 1977 andauerte, die von Wilhelm Reich in Contact with Space dargelegten Entdeckungen wie folgt:

  1. Die Fortdauer und weitere Vertiefung des Dürrezustandes ist nicht nur Atombombentests zur Last zu legen, sondern ebenso der Präsenz von Ea, die sich wahrscheinlich in großer Konzentration über dem Cloudbuster-Areal aufhalten. (Zum "Abhören" oder zum aktiven Eingreifen?)

  2. Die Unfähigkeit von Wolken Feuchtigkeit zu halten und abzugeben trotz ausgedehnter und oft ununterbrochener Abzüge.

  3. Verwandlung von Wolken und Feuchtigkeit in DOR mit dem daraus resultierenden Austrocknen von Atmosphäre und Boden.

  4. Das Empfinden, als würde plötzlich "von einem abgezogen" werden, wenn am Horizont bestimmte "Sterne" gesichtet wurden. Gefühle der Erleichterung, wenn die "Sterne" nicht vorhanden bzw. verschwunden waren. Ganz so, wie Reich es vor vielen Jahren bei seinen OROPs in der Wüstenregion der Umgebung von Tucson beschrieben hatte.

  5. Sauberere Atmosphäre am Morgen nach Nächten in denen ich Ea vorsätzlich dadurch schwächte, daß ich von jenen Gebieten abzog, durch die Ea hindurchflogen, und durch das "Aussäubern" dieser Gebiete mit dem Cloudbuster.

  6. Tage mit sich verschlimmernden Dürre-Zuständen, DOR-Verseuchung und dem damit verbundenen körperlichen und emotionalen Elend, wenn es vorher unterlassen worden war, von Gebieten abzuziehen, die in Verdacht standen, Ea zu beherbergen.

So beängstigend und gefährlich die Schlußfolgerung auch ist, sie bestätigt Wilhelm Reichs Beobachtungen und Hypothesen: Wir befinden uns mit einer Macht im Krieg, die auf diesem Planten bisher unbekannt war. Wenn das Leben, wie wir es kennen, weiterbestehen soll, ist es von äußerster Dringlichkeit, daß wir zur Verteidigung der Erde unsere Bemühungen auf die Unterstützung von Reichs lebenswichtigen Entdeckungen konzentrieren.

 

 

 

10. Wilhelm Reich und die US-Luftwaffe

 

Zeigte Wilhelm Reichs intensive Beschäftigung mit DOR, dem Umkehren des Verwüstungsprozesses und UFO-Forschung, daß der Arbeitsdruck, seine Absonderung und die durch die Gerichtsverfügung orchestrierte Attacke der FDA und der Roten Faschisten ihn "in die Paranoia abgleiten" ließen, wie einige seiner Kritiker behaupten? War Reichs zusätzliche Behauptung, daß die Luftwaffe der Vereinigten Staaten an seiner UFO-Forschung sehr interessiert sei, ein weiterer Anhaltspunkt für das "Abgleiten in die Paranoia"?

Diese Anschuldigungen wurden in verschiedenen Büchern erhoben, z.B. von David Boadella in Wilhelm Reich – Leben und Werk und von Jerome Greenfield in USA gegen Wilhelm Reich. Mit Nachdruck muß darauf hingewiesen werden, daß keiner dieser Autoren qualifiziert ist, Reichs Gesundheit beurteilen zu können. Anbetrachts ihrer spärlichen Bezugnahme auf UFOs wird auch evident, daß keiner das Zeug zum seriösen UFO-Forscher mitbringt. Ein weiterer Aspekt, der mich bei beiden Büchern abstößt, ist der Eifer der Autoren, von Reich "das Schlimmste" zu denken. Es fehlt jedes Vertrauens in die erwiesene Fähigkeit des Wissenschaftlers zu beobachten, Versuche durchzuführen, daraufhin weiter zu beobachten, um daraus Schlüsse zu ziehen – d.h. eine brauchbare Hypothese zur Erklärung des Phänomens aufzustellen.

Boadellas Antipathie gegen Reich und seine vorsätzlichen Verdrehungen wurden von Paul Mathews in seiner Besprechung des Buches sorgfältig aufgedeckt. Mathews definitives Urteil über Boadellas Werk lautet:

Reichs wissenschaftliche Integrität, seine Kreativität und sein Genius auch gegen Ende seines Lebens bedürfen keiner Verteidigung oder Bestätigung von meiner Seite. Auch nach Einschätzung derer, die ihm am nächsten standen und sich in der Lage befanden, seinen geistigen Zustand, seine Charakterstruktur und Arbeitskapazität zu jener Zeit zu beurteilen, bedarf seine Gesundheit keiner Verteidigung.

Mathews' Argumentation ist Hervorragend und verdient es, unterstrichen zu werden: jene, die ihm am nächsten standen und in der Lage waren, seinen Geisteszustand zu beurteilen, sahen keine Beeinträchtigung von Reichs Geistesgaben, kein "Abgleiten in die Paranoia". Demgemäß haben Autoren, die nichts von Psychiatrie und UFO-Forschung verstehen, die Grenzen journalistischer Verantwortung überschritten, wenn sie sich Urteile in Gebieten anmaßen, für die sie keinerlei Kompetenz besitzen. Sie haben keines der Ereignisse, über die sie urteilen, durchlebt. Sie haben Reich nicht in die Wüste begleitet; sie haben nicht beobachtet, wie Reich UFOs außer Gefecht setzte; und sie haben nicht die UFOs über Orgonon und dann über Little Orgonon, in der Umgebung von Tucson, gesehen. Außerdem gibt es kein Indiz dafür, daß einer dieser Autoren jemals einen Cloudbuster erfolgreich eingesetzt hätte.

Wir sind jedoch berechtigt, "die Richter auf der Grundlage ihrer eigenen Arbeit zu richten": Wie ist es um ihr Verantwortungsbewußtsein bei ihrer journalistischen Tätigkeit bestellt? Wie legen sie die Tatsachen dar? Was dokumentieren sie und was lassen sie vorsätzlich weg? Wie heben sie besondere Vorkommnisse hervor? Was erachten sie als wichtig, was als belanglos?

Deshalb ist die Frage nach Reichs Beziehung zur US-Luftwaffe für unser Verständnis von Reichs Verhalten während der letzten Jahre seines Lebens von entscheidender Bedeutung. Diese Frage ist auch für diejenigen wichtig, die am UFO-Rätsel und besonders an Reichs Forschung auf diesem speziellen Gebiet interessiert sind. Entweder interpretierte Reich die Ereignisse falsch oder richtig. Aber um Reichs Verhalten rational bewerten zu können, muß man die relevanten Fakten, insofern sie bekannt sind, untersuchen und gegeneinander abwägen. (Viele Begebenheiten, die zu diesen Erörterungen gehören, sind noch unbekannt und werden es so lange bleiben, bis die extrem wichtigen unveröffentlichten Papiere Reichs Wissenschaftlern und Historikern zugänglich gemacht worden sind. Ich verstehe Reichs letzten Willen so, daß diese unveröffentlichten Unterlagen "sicher verwahrt" werden sollten – nicht "geheimgehalten", sondern gesichert werden sollten. Bis sie zugänglich gemacht sind, müssen die Studenten, die sich mit der orgonomischen Wissenschaft und ihrer Geschichte beschäftigen, trotz allem damit fortfahren, mit den zur Zeit bekannten Tatsachen zu arbeiten.)

Als Ausgangspunkt wollen wir Greenfields Standpunkt betrachten. Auf der Basis seiner eigenen Interpretation der Fakten behauptet der Autor, daß Reich zumindest in den letzten sechs Jahren seines Lebens im juristischen Sinne geisteskrank war (obwohl Reich von gerichtlich bestallten Psychiatern für geistig gesund befunden wurde), und daß Reichs optimistischer Glaube an ein Interesse der Luftwaffe an seiner Forschung eine Illusion war. Greenfield zufolge bewertete Reich das Geschehen falsch, und Reichs Mitarbeiter William Moise hätte die Vorkommnisse ebenfalls mißverstanden. Betrachten wir deshalb Greenfields Interpretation von Ereignissen, die Reichs Kontakt mit der Luftwaffe betreffen:

Auf dem Weg nach Westen hatte Moise in Dayton, Ohio, einen Abstecher zum Technischen Zentrum der US-Luftwaffe unternommen (Air Force Technical Center), um General Watson von Reichs Erkenntnissen über das UFO-Phänomen zu unterrichten. Obwohl er einen Termin vereinbart hatte (wörtlich: "vor dem Treffen wurden Vorkehrungen getroffen"), bekam Moise den General nicht zu sehen, sondern wurde an den stellvertretenden Kommandanten des Zentrums, Oberst Wertenbaker, verwiesen. ... Mit dem Hochgefühl, daß es ein fruchtbares Gespräch gewesen war, das endlich einen Beitrag dazu geleistet hatte, bei einer staatlichen Institution Interesse für die UFO-Erfahrung Reichs zu wecken, schrieb Moise: "Die Verständigung mit Oberst Wertenbaker war im gesamten Verlauf der Unterredung ausgezeichnet. Er war ernsthaft und aufmerksam und blickte mich an, während ich sprach. Er war der einzige, der das tat. Er wurde im Verlauf meiner Ausführungen immer aufgeregter." In den Akten der FDA findet sich dagegen ein Brief, den Oberst Wertenbaker einige Tage nach der Begegnung mit Moise an den Leiter des Nachrichtendienstes der Air Force geschrieben hatte; darin heißt es unter anderem: "General Watson sprach glücklicherweise nicht persönlich mit Mr. Moise, doch ich unterhielt mich mit diesem Menschen. ... Die von Moise dargelegten Informationen spotten jeder Beschreibung, und ich will gar nicht erst ins Detail gehen ... Die Air Force tut gut daran, sich auf keine Verwicklungen einzulassen ..., bis auf ein Minimum, das unter dem Gesichtspunkt der Öffentlichkeitsarbeit absolut notwendig erscheint."

Und Greenfield faßt dieses äußerst wichtige Ereignis in folgender Interpretation zusammen:

William Moises Eindruck von der Begegnung mit Wertenbaker war somit auch nur Ausdruck jenes irregeleiteten Optimismus, dem jeder zu erliegen schien, der um diese Zeit mit Reich zusammenarbeitete. Diese Fehldeutung war zudem einer der Gründe, warum Reich in den darauffolgenden Monaten und bis an sein Lebensende überzeugt war, die US-Luftwaffe halte heimlich ihre schützende Hand über ihn; jedes Flugzeug der Air Force, das am Himmel auftauchte, bestärkte ihn in dieser Überzeugung.

Wir wollen nun die zentrale Frage beleuchten, um die es hier geht. Bis ans Ende seines Lebens beharrte Reich darauf, daß die Luftwaffe an seiner UFO-Forschung sehr ernsthaft interessiert sei. Wie viele andere behauptet auch Greenfield, daß Reichs Optimismus illusorisch war – ein weiteres Symptom seines geistigen Verfalls. Wenden wir uns nun den dokumentierten Tatsachen zu, die uns helfen werden, zu entscheiden, ob nun Reichs oder Greenfields Interpretation die richtige ist. Dazu werde ich mich auf Reichs Contact with Space beziehen, die relevanten Fakten herausgreifen und auflisten:

  • 28. Januar 1954: Wilhelm Reich (WR) beobachtet zwei UFOs über Orgonon (in der Nähe von Rangeley, Maine)
  • 29. Januar: WR schickt einen Brief über seine UFO-Sichtung an den Nachrichtendienst der USAF (US-Luftwaffe)
  • 10. März: USAF-Leutnant S.J. Herbert vom Stützpunkt Presque Isle, Maine, schickt einen Fragebogen und einen Brief an WR betreffs UFO-Sichtung
  • 16. März: Ilse Ollendorff ruft USAF-Leutnant A. Matyas, Presque Isle, an und bittet um speziellen UFO-Meldebogen für WR
  • 17. März: WR schreibt dem Kommandeur des Luftwaffenstützpunkts Presque Isle: Leutnant Herberts Brief an WR ist nicht auf dem offiziellen Briefbogen der Luftwaffe geschrieben
  • 17. März: WR sendet sein "Survey on Ea" (Bericht zum UFO-Problem), Archiv-Nr. AA 1127, das Gleichungen zur Schwerkraft enthält, an die USAF
  • 19. März: Gerichtserlaß ordnet die Einstellung von Reichs Forschung an (Richter Clifford unterzeichnet Verfügung der FDA)
  • 20. März: WR entdeckt "negative Schwerkraft"
  • 10. Oktober: WR setzt über Orgonon zwei UFOs außer Gefecht
  • 11. Oktober: Moise ruft General Watson, den Kommandeur des ATIC (Air Technical Intelligence Center) an, um ein persönliches Treffen zu vereinbaren, bei dem WRs Außergefechtsetzen von UFOs erörtert werden soll. Watson trifft eine feste Verabredung, um Moise am Donnerstag, dem 14. Oktober, zu sehen. Er teilt ihm mit, daß er "eine Abordnung der CIA erwarte". Aber er wolle Moise treffen: "Nötigenfalls könnten wir die Konferenz nach dem Abendessen fortsetzen bis spät in den Abend hinein," sagt Watson. Watson fragt: "Woher wußte WR, daß die UFOs außer Funktion gesetzt waren?"
  • 13. Oktober: Moise schickt Telegramm an Watson und bestätigt seine Ankunft für den 14. Oktober
  • 14. Oktober: Moise erreicht Dayton, Ohio, und ruft in Watsons Büro an, um die Verabredung für 16 Uhr zu bestätigen. Der Termin wird bestätigt
  • 14. Oktober: Moise kommt in der ATIC-Zentrale an und wird von Dr. Byers (einem ATIC-Physiker) empfangen und zur Besprechung geleitet. Gleichfalls anwesend sind Hauptmann Hill und der Zivilist Harry Haberer.
            Moise wird informiert, daß Watson an der Teilnahme verhindert sei. Daraufhin geht Moise wieder
  • 15. Oktober: Hauptmann Hill ruft Moise in dessen Motel in Dayton an und übermittelt Watsons Entschuldigung: "Würde das Orgone Institute Oberst Wertenbaker, dem stellvertretenden Kommandeur des ATIC, vortragen?" Moise willigt ein
  • 15. Oktober: Um 9 Uhr 30 empfängt Oberst Wertenbaker Moise im ATIC-Hauptquartier zur Besprechung. Anwesend sind auch Hauptmann Hill, Dr. Byers und Haberer. Moise gibt einen fast einstündigen mündlichen Bericht. Alle machen sich Notizen, außer Wertenbaker. Moise zeigt Wertenbaker WRs "Weltraum-Gleichungen" und bittet die USAF dieses Dokument "versiegelt und zu treuen Händen" hinterlegen zu dürfen. Wertenbaker willigt sofort ein.
            Moise fragt, ob die USAF für WR das ORUR nach Tucson transportieren könnte. Wertenbaker erwidert, daß Washington die Entscheidung zu treffen habe. (Das Ersuchen später abschlägig beschieden.)

Nach dem Studium der Zeittafel wollen wir nun Greenfields Interpretation etwas genauer betrachten. Greenfield sagt: "Auf dem Weg nach Westen hatte Moise in Dayton, Ohio, einen Abstecher zum Air Force Technical Center unternommen, um General Watson von Reichs Erkenntnissen über das UFO-Phänomen zu unterrichten" (Hervorhebungen hinzugefügt). Es ist bezeichnend, daß Greenfield das Wort "Intelligence" (Nachrichtendienst) bei Nennung dieses Zentrums unterschlägt – dessen vollständiger Name Air Technical Intelligence Center (ATIC) lautet (in etwa "Zentrale des luftfahrttechnischen Nachrichtendienstes").

Macht es für die Bewertung der Fakten irgendeinen Unterschied, ob Reichs Forschung mit hochrangigem Luftwaffen-Personal in einem "technischen Zentrum" besprochen wurde oder ob im Unterschied dazu in der Zentrale des luftwaffentechnischen Nachrichtendienstes, dem nationalen Brennpunkt für die Berichterstattung und Untersuchung von UFOs? Was ist schließlich für den durchschnittlichen Leser, der mit der Verstrickung der Luftwaffe in das UFO-Problem nicht vertraut ist, schon ein "technisches Zentrum"? Was wird in einem "technischen" Zentrum besprochen? Schrauben und Muttern? Probleme der Aerodynamik? Treibstoff für Flugzeuge? Mit Sicherheit färbt das Einfügen (oder, in diesem Fall, Weglassen) des Wortes "Nachrichtendienst" die Darstellung beträchtlich. Reichs Arbeit wurde in einem "technischen" Zentrum besprochen. Gut, gestehen wir ein, daß dieses Wort unbewußt weggelassen wurde – aber ob es nun bewußt geschah oder nicht: die daraus resultierende Minimierung des Gehalts zeigt Wirkung.
(4)

Greenfields einzige Bezugnahme auf eine Involvierung eines Nachrichtendienstes ist der zitierte Auszug aus Oberst Wertenbakers Brief an die Leitung des Nachrichtendienstes der Luftwaffe. Es sollte immerhin nicht unerwähnt bleiben, daß Oberst Wertenbaker der unmittelbar unter General Watsons rangierende stellvertretende Befehlshaber des Air Technical Intelligence Center war – nicht irgendein hergelaufener Subalterner in irgendeinem Militärlager. Und in diesem Zusammenhang sollte auch hervorgehoben werden, daß Oberst Wertenbakers "hausinterne Notiz" so ganz zufällig in den Unterlagen der FDA auftauchte. Was auf folgendes hindeutet: 1. eine "Zusammenarbeit" zwischen jemanden in der USAF und jemanden in der FDA; 2. eine "Zusammenarbeit" zwischen der Leitung des Nachrichtendienstes und der FDA; und 3. wie wenig die USAF die "FDA-Verfügung" und ihre unbewiesenen Vorwürfe gegen Wilhelm Reich beachtete, insofern als Bedienstete der Luftwaffe eifrig nach Informationen über seine UFO-Forschung suchten (wie wir noch sehen werden).

Sollte Wertenbaker noch zur Verfügung stehen, werden ihn vielleicht eines Tages Historiker über seine merkwürdige Mitteilung an die Leitung des Nachrichtendienstes zur Rede stellen. Warum erachtete es Wertenbaker überhaupt für notwendig, über sein Treffen zu "berichten"? Wer forderte einen derartigen Bericht an? In ihm schreibt Wertenbaker: "General Watson sprach glücklicherweise nicht persönlich mit Mr. Moise, doch ich unterhielt mich mit diesem Menschen." Warum "glücklicherweise"? "Glücklicherweise"? Wertenbaker war tatsächlich "glücklich", daß General Watson nie die Möglichkeit bekam, mit Moise von Angesicht zu Angesicht zu sprechen? Warum? Um General Watson eine peinliche Situation zu ersparen? Oder um Watson davon abzuhalten, wichtige Informationen zu erhalten? Und wenn "die von Moise dargelegten Informationen jeder Beschreibung spotten", was sollte dann eigentlich Wertenbakers Brief an die Leitung des Nachrichtendienstes? Ist es üblich, an die Leitung des Nachrichtendienstes einfach so Berichte zu senden über Unterredungen mit jedem x-beliebigen "Besucher", der sich über alles Mögliche auslassen kann? Ich bezweifele das! Wertenbaker vermittelt hier den Eindruck, als wolle er seinen Vorgesetzten irgendwie davor "schützen", in obskurantistischen Unsinn verwickelt zu werden. Warum erwähnt er es dann überhaupt? Überdies wird durch die Ereignisse bewiesen, daß, was die "Verwicklung" mit Reichs Forschung betrifft, Wertenbaker seinem eigenen Rat mit Sicherheit nicht gefolgt ist.

Kehren wir nun zu jenem Treffen zwischen einem von Reichs Mitarbeitern, William Moise, und hochrangigen Bediensteten des Luftwaffen-Nachrichtendienstes zurück. "Vor dem Treffen wurden Vorkehrungen getroffen", schreibt Greenfield. Was denn für Vorkehrungen? Wer war mit diesen nicht näher umrissenen "Vorkehrungen" persönlich betraut? Merkwürdigerweise versäumt es Greenfield, sowohl die genaue Natur dieser "Vorkehrungen", als auch ihre ganze Targweite darzulegen. Auf ähnliche Art und Weise umgeht Boadella die näheren Umstände dieser "Vorkehrungen": Nach Boadellas Darstellung fuhr Moise "zu einem vorbereiteten Gespräch" nach Dayton, Ohio. Keiner der Autoren konkretisiert jedoch die "Vorkehrungen" für dieses "vorbereitete Gespräch".

Was denkt der unbewanderte Leser, wenn ihm erzählt wird, "vor dem Treffen seien Vorkehrungen getroffen" worden? Jemand schmierte und ölte das Auto? Moise packte zusätzliche Kleidung und sein Rasierzeug ein? Unsere Zeittafel führt folgende Fakten an (die sowohl Boadella als auch Greenfield gut kannten): 1. Moise hatte General Watson angerufen und mit ihm persönlich gesprochen; 2. Moise hatte diesem Befehlshaber Reichs Außergefechtsetzen von UFOs beschrieben; 3. General Watson selbst hatte mit Moise eine persönliche Zusammenkunft vereinbart und gesagt: "Nötigenfalls könnten wir die Konferenz nach dem Abendessen fortsetzen bis spät in den Abend hinein"; und 4. fragte General Watson insbesondere: "Woher wußte Reich, daß die UFOs außer Funktion gesetzt waren?"

Welchen Eindruck hinterläßt das Weglassen dieser Fakten beim unkundigen Leser? "Vorkehrungen" waren für das "vorbereitete Gespräch" getroffen worden! Wird erwähnt, daß William Moise in der Tat General Harold E. Watson, den Leiter der Air Technical Intelligence in Dayton, Ohio, angerufen hatte – und tatsächlich mit ihm sprach? (Kann denn jeder dahergelaufene Verrückte einen ATIC-General anrufen und Gehör bei ihm finden? Vielleicht hatte General Watson ja an diesem Tag nichts besseres zu tun, als mit einem Fremden per Telefon über UFOs zu plaudern – eine Sache, die natürlich offiziell gar nicht existiert – voller Aufmerksamkeit und Interesse zuzuhören, dem Unbekannten eine Frage zu stellen, die doch nur weitere Erörterungen herausfordert, um dann eine Verabredung zu treffen, die, wenn nötig, bis "nach dem Abendessen" oder "spät in den Abend hinein" dauern kann?) Und beide Autoren, nach deren wohlüberlegtem Urteil Reich geistesgestört war, lassen mit demselben Urteilsvermögen die "Vorkehrungen" zwischen einem ATIC-General und Reichs Mitarbeiter einfach aus. Dies spricht Bände über ihre "Urteilskraft". Außerdem erwähnt Greenfield weder das Telegramm von Moise, das seine Ankunft bestätigt, noch sein Telefongespräch mit General Watson.

Als Moise am 14. Oktober 1954 um 16 Uhr zum Treffen beim ATIC erschien, war General Watson plötzlich "unabkömmlich". (Vorher hatte Watson am Telefon gegenüber Moise erklärt, daß eine Gruppe von der CIA aus Washington zum Stützpunkt komme.) Statt dessen wurde Moise von Dr. W.H. Byers, einem Physiker des ATIC, empfangen, der ihm erklärte, er sei mit der Arbeit des Orgone Institute vertraut (siehe Reichs Das ORANUR-Experiment. Zweiter Bericht, S. 112). Somit geben vollkommen "uninteressierte" ATIC-Physiker tatsächlich zu, die von Reichs Orgone Institute herausgegebenen Berichte zu lesen. (Suchen Sie erst gar nicht in den Büchern von Greenfield und Boadella nach dieser Bekundung von Interesse seitens des ATIC, da es offensichtlich beide nicht für wichtig genug erachteten, es zu erwähnen.)

Dr. Byers führte Moise zum Konferenzraum, wo Luftwaffen-Hauptman D.M. Hill und ein Harry Haberer anwesend waren, der als "ziviler Berater der Luftwaffe in Fragen, die die Geschichte der UFOs betrafen", beschrieben wird. (Offensichtlich waren einer oder auch alle dieser Herren, seien sie nun als "Historiker" oder als "Histologen" vorgestellt worden, bei der CIA angestellt.) Nun wurde Moise gesagt, daß General Watson plötzlich "unabkömmlich" geworden sei und deshalb für die Konferenz nicht zur Verfügung stehe. Zu Recht verärgert, weigerte sich Moise, mit irgend jemanden außer General Watson über Reichs Außergefechtsetzen von UFOs zu sprechen. Moise erklärte, wenn nötig, würde er noch zwei weitere Tage in seinem Motel abwarten, um mit dem General zu sprechen, und verließ dann abrupt den Konferenzraum.

Hier war nun eine ausgezeichnete Gelegenheit gegeben, die Sache damit auf sich beruhen zu lassen. Man hatte sich zuvorkommend und höflich die Zeit genommen, diesem "hergelaufenen Verrückten" über Dinge reden zu lassen, die "jeder Beschreibung spotten"; Unidentifizierte Flugobjekte, die es offiziell gar nicht gibt. Oberst Wertenbakers Brief an die Leitung des Nachrichtendienstes empfiehlt, "sich auf keine Verwicklungen einzulassen, bis auf ein Minimum, das unter dem Gesichtspunkt der Öffentlichkeitsarbeit absolut notwendig erscheint." Gut. Vom Standpunkt "guter Öffentlichkeitsarbeit" war die Angelegenheit erledigt. Ein ATIC-Physiker hatte Moise die Hand gereicht, das gleiche taten sowohl ein Hauptmann der Luftstreitkräfte als auch ein "UFO-Historiker". In Abwesenheit ihres befehlshabenden Generals, der nicht zur Verfügung stand, waren drei hochgestellte Mitglieder des ATIC bereit, William Moise anzuhören, Moise hatte dies jedoch ausgeschlagen. Was wäre denn noch nötig gewesen, wenn die Luftwaffe nicht an Reichs UFO-Forschung ernsthaft interessiert war? Die Unterlagen würden zeigen, daß Moise jede Zusammenarbeit abgelehnt hatte und gekränkt gegangen war. Und im Hinterzimmer könnten die Jungs bei ein paar Tassen Kaffee über den Vorfall lachen. Aber so sollte die Angelegenheit nicht enden.

Am folgenden Morgen, dem 15. Oktober 1954, rief Hauptmann Hill Moise in seinem Motel an, entschuldigte sich für die Abwesenheit von General Watson und fragte, ob "das Orgone Institute Oberst Wertenbaker, dem stellvertretenden Kommandeur des ATIC, vortragen würde?" Der Leser möge die Bedeutung dieses Umschwungs der Ereignisse abwägen. Der Luftwaffe traut man kein "offizielles" Interesse an Reichs Orgon- und UFO-Forschung zu. Reich hatte mehrere UFOs funktionsunfähig gemacht. Auf Reichs Geheiß erbat Moise ein spezielles Treffen, um diese Dinge zu besprechen, und erhielt von General Watson eine Einwilligung. Der General wird "unabkömmlich". Vertreter der CIA sind auf dem Stützpunkt. Moise lehnt es ab, irgend etwas mit irgend jemand außer General Watson zu besprechen. Oberst Wertenbaker, Watsons unmittelbarerer Stellvertreter (der später davon abriet, sich zu kompromittieren), willigt in ein Treffen mit Moise ein (und muß deshalb an einer Sitzung teilgenommen haben, die einberufen wurde, um zu besprechen, ob man sich weiter mit Moise befassen solle oder nicht). Und all dies wurde unter der Maske vollkommenen "Desinteresses" unternommen! Um nicht mit etwas kompromittiert zu werden? Wegen "guter Öffentlichkeitsarbeit"?

Diesem Bericht zufolge, den Moise in Contact with Space dokumentierte und in einem persönlichen Brief an mich bestätigt hat, stimmte er einem Treffen mit Oberst Wertenbaker zu und traf noch am selben Morgen (15. Oktober 1954) um 9 Uhr 30 mit ihm zusammen. Neben Oberst Wertenbaker waren Dr. Byers, Hauptmann Hill und unser "Historiker" Harry Haberer anwesend. So saßen sie nun alle im Konferenzzimmer. Alle lauschten William Moise' Beschreibung des unglaublichen Geschehens, bei dem Wilhelm Reich kosmische Energie von UFOs abzog, die am Nachthimmel über Orgonon schwebten. Moise sprach fast eine Stunde lang, während sich die meisten dieser Herren Notizen machten. Daran schloß sich Reichs (durch Moise übermittelte) Bitte an, ob seine "Weltraum-Gleichungen" – Moise hatte ein Exemplar mitgebracht und Oberst Wertenbaker gezeigt – von der USAF "versiegelt und zu treuen Händen" in Verwahrung genommen werden könnten für den Fall, daß Reich etwas zustoßen sollte. Moise fragte Oberst Wertenbaker, ob die Luftwaffe "für eine solche Situation Vorsorge treffen" – d.h. einwilligen würde, Reichs wichtige Gleichungen sicher zu verwahren. Oberst Wertenbaker (der, wir erinnern uns, die Leitung des Nachrichtendienstes davor warnte, sich zu "kompromittieren") willigte sofort in die Bitte ein und erklärte Moise, "die Luftwaffe würde das in sie gesetzte Vertrauen respektieren."

Man erinnere sich an Moise’ Aussage, Wertenbaker wäre seinen Ausführungen konzentriert gefolgt, daß er Moise anschaute, während dieser sprach, daß er im Verlauf des Berichts immer aufgeregter wurde – vergegenwärtigt man sich diese Betrachtungen von Moise, gewinnt man zu dem Eindruck, daß vielleicht .... vielleicht Wertenbakers Brief an die Leitung des Nachrichtendienstes ein Geheimhaltungsmanöver war, um diese Informationen für die US-Luftwaffe zu sichern. Irgend jemand hat durchgesetzt, Moise in jenes Konferenzzimmer zurückzuholen – jemand, der erfahren wollte, was auf Orgonon geschehen war. Trotz des Directorate of Intelligence (DI), oder welcher "beaufsichtigenden" Gremien der Nachrichtendienste auch immer, hat jeder einzelne Militärzweig seinen eigenen Arm zur Nachrichtenbeschaffung und diese konkurrieren häufig untereinander. Und da sie um die Dollars des Repräsentantenhauses wetteifern, haben sie gute Gründe dafür, untereinander in Konkurrenz zu stehen.

Überdies hat die Gemeinschaft der Nachrichtendienste viele hervorragende, sich ganz ihrer Aufgabe widmende, kompetente Mitarbeiter, die eine aktive Laufbahn hinter sich haben und sich vollkommen der Tatsache bewußt sind, daß alle Nachrichtendienste für Feindinfiltration verwundbar sind. Deshalb liegt das "Jedem-Alles-Erzählen" nicht immer im besten Interesse der nationalen Sicherheit.

Es ist auch sehr gut möglich, daß Wertenbaker zwischen zwei Stühlen saß. Piloten der Luftwaffe machten damals mit UFOs unangenehme Erfahrungen. Als stellvertretender Leiter des ATIC war sich Wertenbaker dessen vollkommen bewußt – ungeachtet der offiziellen Verlautbarungen der Luftwaffe über UFOs. Nach Annäherung an UFOs stürzten Piloten der amerikanischen Luftwaffe ab. (Das ist natürlich auch sowjetischen Piloten passiert.) Unsere schnellsten Düsenjäger konnten sich UFOs weder nähern, noch Fühlung mit ihnen aufnehmen, und unsere am weitesten entwickelten Waffen waren gegen diese außerirdischen Raumschiffe nutzlos. Würden Sie, wenn Sie stellvertretender Befehlshaber des ATIC wären, dessen Loyalität in erster Linie dem eigenen Dienst gilt, gegenüber Ihren konkurrierenden Kameraden von der Marine und der Armee offen zugeben, daß hier ein Wissenschaftler ist, der eine wirksame Waffe gegen UFOs entwickelt hat? Würden Sie Spionageagenten, die sich in Ihrem eigenen Personalbestand verborgen halten, auf die Möglichkeiten dieser supergeheimen Waffe aufmerksam machen? Oder würden Sie alles vertuschen, indem Sie offiziell verkünden, daß Moise' Bericht "jeder Beschreibung spottet" und damit jedes Interesse der Konkurrenz auslöschen?

Unmittelbar nachdem Wertenbaker eingewilligt hatte, Reichs Weltraum-Gleichungen "versiegelt und zu treuen Händen" in Verwahrung zu nehmen und "das Vertrauen zu respektieren", das in die Luftwaffe gesetzte wurde, entschuldigte er sich und verließ den Tagungsraum. Aber wir können von Oberst Wertenbaker und dem Verhalten der US-Luftwaffe nicht lassen, ohne einige Fragen zu stellen:

Angesichts dieser dokumentierten Tatsachen ist es zumindest erstaunlich, daß jemand nicht glauben könnte, die US-Luftwaffe habe an Reichs UFO-Forschung ein lebhaftes Interesse gehabt. Verschwenden Generale des ATIC ihre Zeit mit Gesprächen, die sie mit "Verrückten" oder "Publicity-Suchern" führen? Schlagen sie Irren Zusammenkünfte vor, bis "nach dem Abendessen" oder "bis spät in den Abend hinein"? Lassen sie sich dazu herab, irgendeinem Spinner die Information zu geben, daß "eine Abordnung der CIA" auf dem Stützpunkt erscheinen werde? Ermutigen sie ein derartiges "von Wunschdenken bestimmtes Verhalten", indem sie wichtige Fragen anschneiden und eine Zusammenkunft vereinbaren, zu der sie von ihren eigenen hochrangigen ATIC-Offiziellen begleitet werden? Instruieren sie ihre Leute, dieses "illusionäre" Verhalten weiter dadurch zu unterstützen, indem diese Reichs Mitarbeiter (Moise) anrufen, nachdem er das Gelände schon verlassen hat, mit der Bitte, er möge doch ins ATIC-Hauptquartier zurückkehren, um sich mit einem stellvertretenden Befehlshaber des Nachrichtendienstes der Luftstreitkräfte, einem Physiker, einem Hauptmann und einem "Historiker" des ATIC zu treffen?

Nein. Das war nicht bloß ein kunstvoll inszenierter Jux des Oberbefehls für den lufttechnischen Nachrichtendienst der USA, der sich – wie Oberst Wertenbakers Brief andeutet – als "gute Öffentlichkeitsarbeit" bemäntelt. Wenn gute Public Relations der Beweggrund waren – warum wurde Moise dann nicht einfach von einem Offizier für Öffentlichkeitsarbeit ins Schlepptau genommen, statt von einem stellvertretenden Befehlshaber des Nachrichtendienstes?

War es die Sorge um "gute Öffentlichkeitsarbeit", die General Watson erklären ließ (als er noch Oberst und Leiter des Nachrichtendienstes auf dem Luftwaffen-Stützpunkt Wright-Patterson war): "Am Ende der Untersuchung fast eines jeden [UFO-] Berichts hat man einen verrückten Spinner zur Strecke gebracht, einen religiösen Fanatiker, einen Publicity-Sucher oder jemanden, der böswillig seinen Schabernack treibt" (siehe Keyhoe: Aliens from Space, S. 18). Würde ein Direktor des USAF-Nachrichtendienstes nach einer derartig energischen Erklärung, die er als Oberst tätigte, später, nachdem er General geworden war, einen "verrückten Spinner" in seine nachrichtendienstliche Befehlszentrale einladen?

Im Lichte dieser Zeugnisse scheint es so, daß Reich und seine Mitarbeiter mehr als genug Indizien für ein ernsthaftes Interesse der Luftstreitkräfte an der orgonomischen Forschung vor sich hatten. Andere Schlußfolgerungen passen einfach nicht zur Sachlage. Was mich jedoch persönlich wurmt: Warum haben diejenigen bei der Luftwaffe, die die Wahrheit über Reichs wichtige UFO-Forschung wußten (und noch wissen) – warum, frage ich, haben diese Verteidiger "der Freiheit und der gerechten Sache Amerikas" nicht offen ihre Stimme zu Reichs Gunsten erhoben, als er um sein pures Überleben kämpfte? Es war offensichtlich, daß Reichs argloser Glaube an Gerechtigkeit und Anstand Amerikas, sein Vertrauen in die amerikanische Luftwaffe und sein Verlangen Amerikas nationale Interessen zu schützen, ihn davon abhielten, alles offenzulegen, was er über diese Angelegenheit wußte. Reichs Grundlagenarbeit bot die Möglichkeit, das Leben von Piloten der US-Luftwaffe zu schonen, da er einen praktischen Weg wies, diesen überlegenen außerirdischen Kräften Paroli zu bieten.

Doch die Stimmen von General Watson, Oberst Wertenbaker, Hauptmann Hill und des "kenntnisreichen" Dr. Byers (nicht vergessen sei der "Historiker" Harry Haberer) blieben vollkommen, quälend .... stumm. Reich bekannte sich "schuldig", einer von der FDA betrügerisch erschlichenen Gerichtsverfügung nicht Folge geleistet zu haben, die darauf abzielte, seine Arbeit zu zerstören und ihn für immer zum Schweigen zu bringen. Er erklärte dem Gericht, daß er die Verfügung mißachten mußte. Oder anders ausgedrückt: seine Arbeit sei zu wichtig gewesen, als daß er sie hätte abbrechen können. Daraufhin wurden seine Werke zunächst verboten, dann verbrannt. Und er selbst wanderte ins Gefängnis – und sollte dort nach acht Monaten Einkerkerung tot in seiner Zelle aufgefunden werden. Und kein Laut von Oberst Wertenbaker, nicht eine Geste von General Watson, nicht ein Wort zu Gunsten Reichs seitens Haberers, Hills oder Byers'. Obwohl sich doch die Ankläger der FDA über Reichs "nebulöse Supergeheimnisse bezüglich dieser verrückten UFOs" lustig machten. Genau jene UFOs, welche derzeit mit allen hilflosen Luftstreitkräften der Erde ihren Spott treiben!

Ein feinsinniger Wissenschaftler, ein empfindsames menschliches Wesen leidet im Gefängnis Todesqualen – Agonien, sage ich, die alle Worte übersteigen. Je freier einem das Herz in der Brust schlägt, desto tiefer reicht das Elend des Gefängnisdaseins – und Reich war ein freier Mann. Studiert man Gefängnisliteratur, die Hoffnungen, Phantasien und Handlungen von Häftlingen, die über ihre im Gefängnis gemachten Erfahrungen geschrieben haben, findet man, daß jeder einzelne eine Schutzphantasie entwickelt, ähnlich wie man bei Feuchtigkeit und Kälte eine Decke über sich zieht – um seine körperliche und geistige Gesundheit zu bewahren. Reichs seelische Schutzdecke war seine naive Phantasie, daß die "Luftwaffen-Flugzeuge", die er von Zeit zu Zeit hoch über den Gefängnismauern ausmachte, "ihn beschützen". Offenbar besitzen Autoren wie Greenfield und Boadella nicht das menschliche Einfühlungsvermögen, um derartige Schutzmechanismen der Seele nachvollziehen zu können, die das Gefängnisleben durchdringen, und die man sofort fallen läßt, wenn man erst einmal wieder frei ist. Und zur ewigen Schande der US-Luftwaffe war Reichs Phantasie tatsächlich reine Einbildung.

Schaue ich auf das Geschehen zurück, das sich in den 50er Jahren zutrug, weiß ich, daß ich nur die Oberfläche angekratzt habe; daß weit mehr dazu gehört, mehr als Reich veröffentlichte oder anderweitig zugänglich gemacht hat, und mehr als die Luftwaffe zuzugeben wagt. Ich betrachte meine Arbeit weiterhin als die eines funktionellen Wegführers, der zukünftige Forscher und Historiker auf einige wichtige Pfade hinweist, denen sie folgen können; jemand, der auf Wegmarkierungen aufmerksam macht, mit deren Hilfe sie sich orientieren können.

Davon abgesehen lohnt es sich, einen Moment innezuhalten und uns vor Augen zu führen, wie uns der Widersacher zum Kampf zwingt; wie er sich gegen die Wahrheit wendet, sie verzerrt, und uns somit zwingt, unsere Sinne zu schärfen und über bestimmte Vorstellungen ins klare zu kommen, die wir bisher einfach als Glaubenssätze akzeptierten, die nun aber zu einer Sache werden, die mit Tatsachen belegt sind. Autoren wie Boadella und Greenfield haben mich gezwungen, die Beziehung Reichs zur US-Luftwaffe von neuem zu beleuchten und Reichs Behauptungen mit den historischen Belegen abzugleichen. Für den Studenten der Zukunft ergibt sich daraus eine wichtige Lektion: mache die Arbeit selbst, beschaffe dir selbst die Originalquellen; und wenn du das, was du studierst, wirklich liebst und respektierst, wirst du mit Sicherheit herausfinden, was den Tatsachen entspricht und was nicht.

 

 

 

11. Die Antriebskraft der UFOs

 

Energie treibt die Welt an. Ohne ausreichende Energieversorgung käme die Zivilisation, wie wir sie kennen, langsam aber sicher zum Stillstand. Die sogenannte Energiekrise Mitte der 70er Jahre war nur ein Vorspiel zu einem ernsteren weltpolitischen Spiel, bei dem jene Länder und internationalen Kartelle, die enorme Energieressourcen kontrollieren, über die energiearmen Länder Macht ausüben und sie manipulieren werden. Dieselbe Situation könnte auch auf anderen Planeten und in entfernten Galaxien vorherrschen.

Und während die Staatsführungen auf dem Planeten Erde die Lage hinsichtlich ihrer Energievorräte (Öl, Kohle, Elektrizität, Atomenergie) hinterfragen, fliegen fremdartige und ungreifbare Flugkörper, die wir als UFOs bezeichnen, mit unglaublicher Geschwindigkeit durch unseren Luftraum und umkreisen buchstäblich unsere schnellsten Abfangjäger. Offensichtlich verkörpern die UFOs eine Technologie, die allem überlegen ist, was der klassischen Wissenschaft gegenwärtig bekannt ist. Das Antriebssystem der UFOs stellt Wissenschaftler und Techniker vor ein unüberwindliches Problem.

UFOs haben mühelos – und oft ohne jedes Geräusch – (mit Hilfe einer Stoppuhr ermittelte) Geschwindigkeiten von 30 000 km/h und mehr erreicht. Man hat beobachtet, wie sie geräuschlos und ohne jede Schubkraft schwebten, ohne Verzögerung die Flugrichtung umkehrten, bei Höchstgeschwindigkeit rechtwinklige Kurven vollführten und unvermittelt stehenblieben. Kurz gesagt haben UFOs mit unseren schnellsten und leistungsfähigsten Militär- und Zivilflugzeugen – einschließlich Raketen und Weltraumsonden – Katz und Maus gespielt. Offensichtlich haben verstandesbegabte Wesen von anderen Welten das Problem der Gravitation (bzw. der negativen Gravitation) gelöst und gelernt, die Gesetze einer Energie zu meistern, die der klassischen irdischen Wissenschaft gegenwärtig unbekannt ist.

Das zunehmende Auftauchen von UFOs im irdischen Luftraum (einschließlich seiner "Wassersphäre") bedeutet für die Weltzivilisation eine komplette Umwälzung in technologischer, geistiger und sozialer Hinsicht. Allein in den letzten hundert Jahren haben die neuen technologischen Entdeckungen und Erfindungen größere Veränderungen mit sich gebracht, als all die Entdeckungen und Erfindungen der letzten 2000 Jahre zusammengenommen. Betrachten wir diese Veränderungen der letzten hundert Jahre, stellen wir fest, daß der wichtigste einzelne Neuerungsfaktor jeweils das Entdecken und die Anwendung einer vollkommen neuen Energiequelle war.

Fulton machte die Kraft des Wasserdampfes nutzbar. Durch die Bemühungen eines Edison und eines Tesla kam die Elektrizität der Menschheit zugute. Die Entdeckung des Radiums ebnete den Weg zur Nutzbarmachung der Kernkraft mit all ihren Verheißungen und den sie begleitenden Schrecken. Und jetzt stehen wir einer vollkommen neuen Art von Energie gegenüber, die uns durch die Besucher aus dem Weltraum vorgeführt wird – die kosmische Energie, ein praktisch unbegrenzter präatomarer, primordialer, massefreier Energieozean, der das gesamte All ausfüllt.

Die Orgonenergie ist überall vorhanden und in beständiger Bewegung. Der Mensch und sein Universum sind buchstäblich in einen Ozean aus Energie getaucht, ähnlich wie die Fische im Meer von Wasser umgeben sind. (Einige Atomforscher weisen ihre Kollegen darauf hin, daß der postulierte – und nie nachgewiesene – "Äther" sehr wohl existieren könnte, und sie nennen ihn z.B. "Neutrino-See".)

Reich wies die Existenz der Orgonenergie visuell, thermisch, elektroskopisch, mikroskopisch, mit dem Geigerzähler, dem Orgonenergiefeld-Meßapparat und auf verschiedene andere Weise nach.

Die Orgonenergie durchdringt alle Materie, wenn auch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Unser Planet (und alles, was sich auf ihm befindet) wird von diesem atmosphärischen Energieozean umhüllt und durchdrungen. Sein Hauptstrom fließt von West nach Ost. Viele Flugmuster der UFOs weisen auf diese west-östliche Richtung hin, was Reich zu der Schlußfolgerung führte, daß diese Raumschiffe die großen Orgonenergie-Ströme fast genauso "befahren" wie unsere Kraftwagen die Autobahnen. Aber auch viele weitere, sekundäre Flugrichtungen findet man bei diesen Raumschiffen.

Die Grundfärbung der Orgonenergie ist blau oder bläulich-grau, was sowohl die Farbe unseres Himmels als auch die Farbe weit entfernter Berge, von Schneeschatten und von Wasser erklärt. (Es ist kein bloßer "Zufall", daß z.B. Wasser in seiner "reinsten" Form – d.h. viele Male destilliert - ebenfalls, genauso wie auch flüssiger Sauerstoff, blau ist, sind doch Sauerstoff und Wasser primäre materielle "Träger" der Orgonenergie.) Eigene, persönlich gemachte Beobachtungen des Mondes mit einem 16x-Fernrohr weisen auf eine tiefblaue Orgonenergie-Hülle hin, die den Erdtrabanten umgibt. Besonders bei Vollmond kann man beobachten, wie diese bläuliche Energiehülle um die Ränder des Mondes schimmert und pulsiert. Wie jeder andere Planet unseres Sonnensystems ist auch die Erde von einer Orgonenergie-Hülle umgeben. Dieser mächtige kosmische Energiestrom ist für die Drehbewegung der Erde verantwortlich. Und tatsächlich zeigen Photos unserer Mutter Erde, die aus dem Weltraum von künstlichen Satelliten gemacht wurden, daß unser Planet von tiefblauer Farbe ist. Viele Menschen, die von UFO-Sichtungen berichteten, haben in Zusammenhang mit diesen Raumschiffen eine blaue Färbung oder bläuliches Licht wahrgenommen.

Wenn Orgonenergie konzentriert und dadurch gleichzeitig intensiviert wird, verändert sich ihre Farbe als Funktion dieses Aufladungsvorgangs. Wie Reich als erster feststellte, kann dieses Phänomen unmittelbar in der Natur beobachtet werden – besonders im Sommer, wenn verschiedene Pflanzen und Bäume, Früchte und Beeren nach starker Aufnahme und Ansammlung von Energie aus der Atmosphäre und dem Erdboden ihre Farbe verändern. Reich wies außerdem darauf hin, daß die grüne Farbe von Gras und Blättern aus der Kombination von Gelb und dem Blau der Orgonenergie hervorgeht. Im Herbst ist der Rückzug der atmosphärischen Energie in Richtung auf das Erdzentrum (Kontraktion) für den Schwund der blauen Farbe aus dem Laubwerk mit der sich daraus ergebenden Gelbfärbung der absterbenden Blätter und Gräser verantwortlich.

Die Farbänderungen der UFOs scheinen auf die von diesen Raumschiffen verwendeten Energiekonzentrationen hinzuweisen. Auf die Beziehung zwischen der Konzentration der Orgonenergie und der Farbe der UFOs hat Dr. Elsworth F. Baker, der inzwischen verstorbene Herausgeber des Journal of Orgonomy und Präsident des American College of Orgonomy, hingewiesen. Im Vorwort zu meinem Buch Planet in Trouble hat Dr. Baker eine persönliche Beobachtung beschrieben, die er als Zeuge eines Experiments machte, das Reich mit einem UFO durchführte:

Meine letzte Beobachtung hat mit Raumschiffen zu tun. Bis jetzt wurde keines aufgebracht, und noch immer glauben viele Leute, daß es sie nicht gibt. Ich werde hier einfach berichten, was neben Reich sieben von uns sahen. Eines Abends um etwa 21 Uhr zeigte Reich auf einen sehr hellen Stern im Südwesten, etwa 40 Grad über dem Horizont. An ihm war ungewöhnlich, daß er heller war, als ich es je bei der Venus gesehen hatte. Auch änderte er regelmäßig seine Farbe in der Reihenfolge: rot, blau, grün, orange, gelb und weiß – dann wieder zurück zu rot. Wir betrachteten ihn einige Minuten und beobachteten ihn dann mit einem 3 Zoll-Fernrohr, wodurch er größer erschien, aber immer noch als bloßer Lichtfleck. Als wir ihn mit ortsfesten Objekten in Bezug setzten, entdeckten wir, daß er sich langsam in nordöstliche Richtung bewegte und in Relation zu anderen Sternen allmählich seinen Standort veränderte. Dann richtete Reich seinen Cloudbuster auf ihn, und nach drei oder vier Minuten erschien die rote Farbe nicht mehr. In Folge verschwand nacheinander die blaue, grüne, orange und gelbe Farbe. Alles, was nun übrig blieb, war das Weiß, das immer schwächer wurde, bis wir es nicht mehr ausmachen konnten.

Reichs Cloudbuster war eine seiner bemerkenswerten Erfindungen. Wie Dr. Bakers Beobachtung aufgezeigt hat, konnte Reich mit ihm riesige Mengen kosmischer Energie aus der Atmosphäre abziehen. Durch Abziehen der Energie von dem "Stern" wies Reich nach, daß dieses Objekt am Nachthimmel in Wirklichkeit überhaupt kein Stern war – es war ein Gerät außerirdischer Herkunft! Die UFOs verloren ihre Energiequelle, was gleichzeitig die Farberscheinungen zum Verschwinden brachte: zuerst verblaßte die rote Farbe, dann die blaue, grüne, orange, darauf die gelbe und schließlich die weiße.

Woher "wußte" Reich, daß die Kraftquelle der UFOs von der kosmischen Orgonenergie abhing? Entziehen wir einem Benzinmotor den Treibstoff, woraufhin der Motor zu laufen aufhört, und führen wir dann dem Motor den Treibstoff wieder zu, worauf der Motor wieder arbeitet, können wir die sichere Schlußfolgerung ziehen, daß der Motor nach dieser Art von Treibstoff "verlangt". Exakt dieselbe Vorgehensweise wandte Reich bei schwebenden UFOs an. Als er kosmische Orgonenergie vom UFO abzog, begann es zu verblassen, schwankte hin und her, so als ob es zu entkommen versuche, und "verschwand" dann schließlich ganz. Unterbrach er diese Prozedur unvermittelt, gewann das Leuchten des UFOs seine vorherige Intensität zurück. Reich führte dieses Experiment einige Male vor vielen Zeugen durch, so daß die Schlußfolgerung der striktesten wissenschaftlichen Überprüfung standhielt.

Reich schrieb:

Als ich den "Stern" im Westen viermal hintereinander verlöschen sah, ging das, was von der alten Welt menschlichen Wissens nach der Entdeckung der Orgonenergie 1936 bis 1940 noch übriggeblieben war, unwiderruflich verloren. Von nun an war alles, aber auch alles möglich. Nichts konnte in Zukunft noch als "unmöglich" gelten. Ich hatte Zugrohre, deren untere Enden mit einem Brunnenschacht verbunden waren, auf einen gewöhnlichen Stern gerichtet, und der Stern war viermal erloschen.... Es gab nur eine Schlußfolgerung: Das Ding, von dem wir Energie abgezogen hatten, war kein Stern. Es war etwas anderes: ein "UFO".

Reichs Sohn Peter Reich dokumentiert in seinem Buch Der Traumvater weitere Ereignisse, bei denen mit Hilfe der Erfindungen und Kenntnisse seines Vaters UFOs manövrierunfähig gemacht wurden. Die Sachlage weist unzweifelhaft auf eine Kausalbeziehung zwischen der kosmischen Orgonenergie und den Energiesystemen bestimmter UFOs hin.

Damit stellt sich zwangsläufig die Frage, wie die Bewohner der Erde der Nutzung des unermeßlichen, praktisch unbegrenzten Energieozeans unseres Planeten und Universums theoretisch und praktisch näher kommen können. Natürlich liegt die Antwort im Nachvollzug der bereits von Reich selbst unternommenen oder zumindest umrissenen bahnbrechenden Schritte und im Bestreben, die mit den Funktionen dieser Energie verbundenen, grundlegend neuen Gesetze zu verstehen. Wie schon erwähnt, kann die Orgonenergie nicht auf der Grundlage mechanistischer Formeln verstanden werden, da sie nicht auf mechanistische Weise funktioniert. Überdies widersprechen die Gesetze der Orgonenergie einigen der geheiligsten Postulate der klassischen Physik. Zum Beispiel liegt es in der Natur der Orgonenergie, vom schwächeren zum stärkeren Potential zu fließen, also genau entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung des, sagen wir einmal, elektrischen, mechanischen oder chemischen Potentials. Mit anderen Worten kann die klassische Physik eine Energie nicht verstehen, die bei Abwesenheit mechanischer Arbeit "den Berg hinauffließen" kann. Die klassische Wissenschaft kann nicht begreifen, wie ein UFO Dinge, die ein schwächeres Energiepotential besitzen, "wegziehen" kann; wie ein UFO eine Kuh mit einem Energiefeld "hochziehen kann", indem es einfach über sie hinwegfliegt; oder wie es "das Scheinwerferlicht eines Autos umbiegen kann", wenn es nur in der Nähe eines Wagens schwebt.

Ferner ist die Orgonenergie die Lebensenergie bzw. biologische Energie an sich – sie ist die spezifische Energie des lebenden Organismus. Als solche kann sie nur von Menschen mit einer beweglichen Charakterstruktur auf eine funktionelle Weise erfaßt werden. Eine solche Aussage ist dem mechanistischen Denken unbegreiflich. Aber letzten Endes läuft es einfach darauf hinaus, daß, genauso wie farbblinde Menschen bestimmte Farben nicht sehen können, mechanistisch erstarrte Menschen unfähig sind, die Orgonenergie zu erfassen und mit ihr zu arbeiten. Ja, sie sind in der Lage, Reichs grundlegende experimentelle Nachweise zu duplizieren, aber sie werden immer bestrebt sein, sie mit Hilfe der mechanistischen Wissenschaft und Psychologie "wegzuerklären". Kurz, es wird ihnen nie möglich sein, Reichs Entdeckungen weiterzuentwickeln und, was noch wichtiger ist, sie werden ihre Ergebnisse auf eine zerstörerische Weise einsetzen.

Betrachten wir Reichs Erfindung des Orgonenergie-Akkumulators (ORAC), den ich im 1. Kapitel beschrieben habe. Der ORAC wurde von Reich erfunden, um das atmosphärische Orgon zu konzentrieren und so für die medizinische und wissenschaftliche Forschung nutzbar zu machen. Jene, die einen ORAC verantwortungsvoll benutzten, haben bei Schnittwunden, Abschürfungen und sonstigen Verletzungen erstaunliche Ergebnisse erzielt. In diesem Zusammenhang möchte ich die Tatsache erwähnen, daß einige Menschen, die sich in der Nähe eines UFOs befanden, von plötzlich auftretenden, erstaunlichen "Heilungen" zuvor erkrankter oder verletzter Körperteile berichten. Ob diese augenblicklich verlaufenden Heilungen absichtlich erfolgten, ist äußerst fraglich. Vielmehr glaube ich, daß sie das zufällige Produkt des Kontakts mit einer hohen Ladung Orgonenergie waren.

Während zur Zeit viele Wissenschaftler und Laien von der sogenannten Pyramidenenergie fasziniert sind, ist wenigen die tiefgehende Bedeutung von Reichs Entdeckung der Orgonenergie bewußt. Die "Pyramidenenergie" ist in Wirklichkeit die in unserer Atmosphäre frei verfügbare Orgonenergie. Und während die wissenschaftliche Gemeinschaft und das Laienpublikum spielerisch in ihren Pyramiden Rasierklingen schärfen und Früchte trocknen, verwenden Außerirdische von anderen Welten, die die Funktionen der kosmischen Energie gänzlich beherrschen, diese Energie, um in unserem Luftraum ihre UFOs mit phantastischen Geschwindigkeiten und verblüffender Manövrierfähigkeit anzutreiben.

Nichtsdestoweniger setzt sich eine Handvoll Wissenschaftler in Amerika weiter hingebungsvoll mit Reichs grundlegenden Entdeckungen auseinander. Aber um diese unermeßliche Energiequelle für die praktische – und höchstwahrscheinlich interplanetare – Nutzung verstehen und anwenden zu können, benötigt man weit mehr verantwortungsbewußte Wissenschaftler.

In der Atmosphäre vollführt die Orgonenergie spontan eine spiralförmige und pulsierende Bewegung, und sie durchdringt, wenn auch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, jede Materie. Die Fähigkeit, diese frei verfügbare Energie zu konzentrieren und für den Antrieb eines Motors zu nutzen, wird die Menschheit in eine vollkommen neue Ära führen – das wahrhaftige Raumzeitalter. Reich deckte das Geheimnis auf, wie man das kosmische Orgon an einen Elektromotor anschließen kann. Einige dieser mit kosmischer Energie betriebenen Motoren waren in seinem Laboratorium in Maine in Betrieb, wie Studenten der Orgonomie bezeugen.

In ihrem Artikel "An Appreciation of Reich" berichtete Lois Wyvell, die ehemalige geschäftsführende Verlagsleiterin der Wilhelm Reich Foundation, was sie hinsichtlich des Orgonenergie-Motors beobachtet hat:

Der, den ich sah, hatte etwa die Größe einer großen Apfelsine. In seinem Artikel in Band 1, Nr. 1 des Orgone Energy Bulletin nennt Reich die Einzelheiten. Er war an einen speziellen OR-Akkumulator mit einem "Y-Faktor" angeschlossen, den Reich nie preisgegeben hat, da er glaubte, die Menschheit sei noch nicht reif, eine derartige, potentiell unbegrenzte Kraft rational nutzen zu können.

Wyvell merkt in ihrem Artikel an, daß sich Reichs Orgonmotor "ohne auch nur einen Ruck" und scheinbar ohne Vorlust an Schwungkraft plötzlich rückwärts bewegen konnte. Und da man von UFOs weiß, daß sie augenblicklich, "ohne Ruck", ihre Flugrichtung umkehren, ist dies ein weiterer Grund, der mich glauben läßt, daß die Außerirdischen alles über die Arbeitsweise der kosmischen Orgonenergie wissen. (Nebenbei bemerkt, befindet sich jede größere Regierung auf der Erde in einem ungestümen Wettlauf um die Entdeckung der Antriebskraft der UFOs. Ich sage voraus, daß sie sie nie finden werden. Jedenfalls nicht bevor sie ihrer Verantwortung gewärtig werden, ihren Hochmut ablegen, ihr Säbelgerassel einstellen und endlich ihre Aufmerksamkeit auf Reichs lebensspendende Entdeckungen richten. Das Geheimnis des Orgonenergie-Motors starb mit Wilhelm Reich in jenem Bundesgefängnis. Auf der Erde weiß gegenwärtig niemand, wie man die kosmische Energie an irgendeinen Motor anschließen könnte. Hier und in Übersee wurde den besten Spionen befohlen, jeder Beweisspur für das Antriebssystem der UFOs nachzugehen. Ich argwöhne auch, daß in einigen hochgeheimen Laboratorien in den USA und der UdSSR Wissenschaftler über Reichs unverständlichen "Weltraum-Gleichungen" brüten oder einen der ebenso unverständlichen gestohlenen Orgonmotoren peinlich genau untersuchen.)

Wie ich schon sagte, befindet sich die atmosphärische Orgonenergie in ständiger Bewegung, wobei sie einer charakteristischen Kreiselwelle folgt. Diese spiralförmige Bewegungsform unserer planetarischen Energie ist in allen materiellen Formen aufgehoben, die aus dem Orgon hervorgegangen sind. Deshalb erkennen wir die erstarrte Kreiselwelle der Orgonenergie in materiellen Strukturen und energetischen Prozessen: z.B. in den Wolken und Meereswellen, der Gestalt der Spiralnebel, im spiralförmig von Seen aufsteigendem Dunst, im Rauch, in abfließendem Badewasser und in der Kreisbewegung von Wirbelstürmen und Orkanen. Die mit ihrer Antriebskraft in Beziehung stehende rotierende Bewegung der UFOs ist in den Annalen der UFO-Forschung gut dokumentiert und stellt einen weiteren Hinweis auf die Verwendung der kosmischen Orgonenergie durch die UFOs dar. Anscheinend haben die Außerirdischen gelernt, wie man sich das natürliche, kreiselnde Fließen der Orgonenergie nutzbar macht, was ihnen erlaubt, mit ihren UFOs die unermeßlichen Weiten des mit Energie angefüllten Weltraums auszuloten. So gründet sich auch die Meinung der irdischen Wissenschaftler, daß es den UFOs "unmöglich" sei, die ungeheuren Strecken zurückzulegen, um hierher zu kommen, auf die Annahme, daß der Raum leer ist. Auf der anderen Seite weisen Reichs Entdeckungen die Existenz eines energie-gesättigten Mediums im ganzen Universum nach. Dieses Medium befindet sich selber in ständiger Bewegung und treibt die Himmelskörper entlang ihrer jeweiligen Umlauf- und Rotationsbahnen an, genauso wie ein träger, auf dem Ozean treibender Gummiball von den Gezeiten und Wellenbewegungen des Wassers vorwärts getrieben wird.

Ein weiteres Charakteristikum der Orgonenergie-Funktionen ist ihre geräuschlose, oder fast geräuschlose, Operationsweise. Eine Eigenschaft, die durch Hunderte von Zeugen von UFO-Sichtungen belegt wird. Oder auch ihre Fähigkeit zur autogenen Erstrahlung. Außerdem hat das Orgon eine funktionelle Beziehung zu Wasser: es wird von Wasser stark angezogen und festgehalten, und auch umgekehrt üben hohe Orgonenergie-Konzentrationen eine starke Anziehungskraft auf Wasser aus. An regnerischen Tagen oder Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit wird das atmosphärische Orgon von der Feuchtigkeit aufgesogen. Wie die anderen Tiere auch, fühlen sich Menschen an solchen Tagen abgespannt und schwach. Reich zeigte, daß der Orgonenergie-Motor auf ähnliche Weise von der Luftfeuchtigkeit abhängig war: bei höherer Luftfeuchtigkeit neigte er dazu, langsamer zu laufen.

Auch die Beziehung der UFOs zur Wasserversorgung steht außer Frage. Man hat UFOs beobachtet, die über Wasserspeichern, Seen, Flüssen und sogar Sümpfen schwebten. Oft wurden sie über den Dämmen von Wasserkraftwerken gesichtet. Es wurde beobachtet, wie sie etwas ins Wasser hinabließen, was wie eine Röhre oder ein Schlauch aussah, um entweder an Wasser zu gelangen oder umgekehrt etwas ins Wasser abzulassen. Genauso wie sie die Energie direkt aus der Atmosphäre beziehen, besteht, wegen der funktionellen Beziehung zwischen Orgon und Wasser, auf die Reich hingewiesen hat, die Möglichkeit, daß die Außerirdischen einen Weg gefunden haben, Wasser in Orgonenergie umzuwandeln.

Meines Wissens benötigte Reichs Orgonmotor ein Minimum an elektrischem Strom, um ihn in Bewegung zu setzen. Danach arbeitete der Motor dann weiter mit der atmosphärischen Energie. UFOs wurden auch über vielen Elektrizitätskraftwerken, Starkstromleitungen und Umspannwerken gesichtet. Wahrscheinlich benötigen sie ebenfalls eine bestimmte Menge Anlaßspannung, bevor der kosmische Hauptantrieb arbeiten kann.

Wie ich im 2. Kapitel dargelegt habe, sind Orgonenergie und Kernenergie antithetisch und schließen sich gegenseitig aus. Und genauso wie Nuklear- und Röntgenstrahlung auf das Orgon eine antagonistische Wirkung ausüben, ist es meiner Auffassung nach auch wahrscheinlich, daß in gleicher Weise hohe Konzentrationen von Orgonenergie elektrische und elektronische Systeme beeinflussen. Damit will ich verständlich machen, wie UFOs durch ihre bloße Präsenz in der Lage sind, jede Art von elektrischem oder elektronischem System stillzulegen, egal ob es sich nun in einem Auto, Lastwagen, Zug oder Flugzeug befindet. Das ist ein weiterer Grund für meine Annahme, daß sie die atmosphärische Orgonenergie verwenden.

In diesem Zusammenhang möchte ich eine Beobachtung vorbringen, die nicht verlorengehen sollte: Als ich mit dem Experimentieren mit verschiedenen Orgonenergie-Akkumulatoren begann, lebte ich in einer kleinen Einzimmerwohnung. Nach ein paar Monaten hatte ich in diesem Apartment zwei große dreischichtige Akkumulatoren, einen achtschichtigen kastenartigen ORAC (etwa einen Kubikfuß groß) und eine Anzahl zusätzlicher kleinerer Akkumulatoren und "Orgonenergie-Schießer". Zu dieser Zeit wußte ich nichts von ORANUR und besaß deshalb eine Armbanduhr mit radioaktiven Leuchtzifferblättern und einige Uhren und Kompasse, ebenfalls mit Leuchtzifferblättern. Nach einiger Zeit bemerkte ich, daß die Luft in der Wohnung förmlich vor Erregung "ausrastete". War es dunkel, konnte man aufblitzende und flimmernde verschiedenfarbige Manifestationen der Orgonenergie erkennen, die von weiß bis orange, rot und purpurn reichten. Obwohl ich ständig die Fenster offenließ, beklagten sich Besucher oft, sie würden in dem Zimmer immer sehr träge werden. Und ich beobachtete, wie sich einige einfach auf einen Stuhl oder eine Couch niederließen und einnickten. Eines Tages öffnete ich eine hölzerne Schublade, in der ich verschiedenen Krimskrams wie Büroklammern und Werkzeuge aufbewahrte. Dabei stellte ich fest, daß alles, was aus Eisen und Stahl bestand, unerklärlicherweise magnetisch geworden war. Das erstaunlichste war jedoch das folgende: bei meinen beiden Kompassen, die sich ebenfalls in der Schublade befanden, waren die Magnetnadeln umgepolt!

Meiner Meinung nach ist es offensichtlich, daß die Außerirdischen, die die UFOs kontrollieren oder direkt bedienen, mit der kosmischen Orgonenergie vollkommen vertraut sind. Was wir brauchen, ist ein sofortiges Intensivprogramm für irdische Wissenschaftler, um sie mit dieser erstaunlichen neuen Energie umfassend vertraut zu machen. Wahrscheinlich werden bestimmte alteingesessene Interessenverbände danach streben, diese Schritte zu vereiteln. Dazu gehören insbesondere die Ölgesellschaften, aber auch die Elektro- und Atomindustrie. Wollen wir jedoch wirklich jemals in das Raumzeitalter eintreten, müssen wir trotz allem die ersten greifbaren Schritte machen, um Reichs bahnbrechenden Weg nachzuvollziehen, der zur Entdeckung und praktischen Anwendung der Orgonenergie geführt hat. UFOs verbrennen in ihren Antriebssystemen weder Kohle, noch werden sie von mechanistischen Schubkraftwerken, einschließlich Düsenmotoren oder Kernreaktoren angetrieben. Sie werden von dem unendlichen Vorrat an kosmischer Orgonenergie gespeist, der das ganze Weltall anfüllt.

Die Entdeckung und praktische Nutzung der Orgonenergie wird die Erde schließlich direkt auf das Gleis der neuen Technologie des Raumzeitalters setzen. Diese Entdeckung beinhaltet den Schlüssel zur Antriebskraft und der militärischen Macht der UFOs. Und wenn wir, wie ich annehme, einem Feind gegenüberstehen, der in dieser Hinsicht voll orientiert ist, liegt unsere einzige Überlebenschance darin, diese kosmische Kraft zu verstehen und so bald wie möglich auf verantwortungsvolle Weise zu nutzen.

 

 

 

12. Die Feindseligkeits-Hypothese

 

Sowohl in den Büros der NASA, der CIA und des ATIC, als auch in Zeitungsredaktionen und Universitäten, wird seit Ende der 40er Jahre darüber gestritten, ob es UFOs wirklich gibt. Gute Namen wurden in den Dreck gezogen. Leute haben ihre Arbeit verloren, Karrieren wurden zerstört und Freundschaften und Ehen zugrunde gerichtet. Lautere und selbstaufopfernde Wissenschaftler begingen Selbstmord. Und das alles wegen einer Frage, die für die Gesellschaft als ganzes große Probleme und potentielle Umwälzungen mit sich bringt.

Heute leugnet niemand, der sich mit UFO-Forschung ernsthaft auseinandersetzt, die Existenz von UFOs. Viele Staatsführungen haben (durch ihre jeweiligen Sprecher) erklärt, daß UFOs ein ernstes Problem darstellen und eine wissenschaftliche Untersuchung auf höchster Ebene rechtfertigen.

Wenn wir auf die verstrichenen Jahrzehnte zurückblicken, erinnern wir uns der Häme und der irrationalen Feindseligkeit, die jenen entgegengebracht wurde, die es wagten, eine ernsthafte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Gegenstand zu fordern. Diejenigen, die am erbittersten eine derartige Untersuchung bekämpften, betrachteten jeden Glauben an die Wirklichkeit der UFOs als Äußerungsform des Mystizismus – und projizieren dabei ihre eigenen Ängste und Dogmen auf die UFO-Forscher. Einem solchen Dogma der Wissenschaft zufolge "kann es UFOs nicht geben - weshalb es sie auch nicht gibt!" Und da das UFO-Phänomen in den heiligen Schriften der Physik, Mathematik und Astronomie weder erwähnt noch erklärt wird, ist jede Diskussion dieser Häresie – oder sogar nur die Suche nach UFOs – eine verdammenswerte Sünde wider den Geist der Wissenschaft.

Der gegenwärtige Trend, der auf die Anerkennung der UFOs als einer Realität hinausläuft, deren wissenschaftliche Untersuchung sich lohnt, ist das Ergebnis bestimmter eindeutig voneinander abgegrenzter Entwicklungsetappen, die man wie folgt zusammenfassen kann:

  • Phase I: UFOs sind nichts anderes als natürliche Phänomene (z.B. Meteore, Kugelblitze, Elmsfeuer oder Vögel), die unkundige Laien falsch interpretiert haben. Es sind keine experimentellen Flugkörper.

  • Phase II: UFOs tauchen tatsächlich in unserem Luftraum auf, aber es sind experimentelle Flugkörper, die entweder von unserer Regierung oder einer fremden Macht entwickelt worden sind. Sie stammen jedoch nicht von außerhalb der Erde.

  • Phase III: Da kein Staat der Welt fähig ist, derartige ungreifbare unorthodoxe Flugkörper herzustellen, stammen sie nicht von der Erde. Sie sind aber mit Sicherheit nicht mit verstandesbegabten außerirdischen Wesen bemannt.

  • Phase IV: Das durch verbürgte UFO-Sichtungen belegte Vorhandensein von Bullaugen deutet, in Zusammenhang mit der Beschreibung humanoider Gestalten, die innerhalb von schwebenden oder in der Nähe von gelandeten UFOs gesehen wurden, auf eine intelligente Kontrolle dieser Flugkörper hin. Trotzdem kann man die Geschichten von Menschen nicht ernstnehmen, die mit diesen "außerirdischen Wesen" unmittelbar in Berührung gekommen sein wollen.

  • Phase V: Menschen sind tatsächlich mit verstandesbegabten Kreaturen, die mit UFOs in Zusammenhang stehen, in unmittelbare Berührung gekommen und sind von ihnen körperlich untersucht worden. Jedoch gibt es nichts, was auf irgendwelche feindseligen Absichten von Seiten der UFOs hindeutet.

  • Und jetzt sind wir in Phase VI eingetreten....

In synoptischer Form haben wir hier die Hauptphasen vor uns, die zur allgemeinen Anerkennung der Realität der UFOs geführt haben. Man beachte, daß das "wissenschaftliche Dementi" (oder, wie ich es zu nennen vorziehe, die vorherrschende emotionale Blockierung) am Ende jeder Phase später, in der nachfolgenden Phase, zur selbstverständlichen Hypothese wird. Deshalb bringt uns die Phase VI unmittelbar mit der Feindseligkeits-Hypothese in Berührung; derjenigen der Hypothesen, die gefühlsmäßig am meisten aufgeladen und am wenigsten "akzeptabel" ist. In Anatomy of a Phenomenon erklärt Jacques Vallee:

Wenn man an der Vorstellung einer "steuernden Intelligenz" festhält, um die wenigen Vorfälle [von Feindseligkeit, JE] zu erklären ..., kommt uns eine äußerst beunruhigende Überlegung in den Sinn: Wir stellen das wehrlose Zielobjekt für ein überlegenes Gemeinwesen dar, das mit einer Technologie ausgestattet ist, die uns weit voraus ist. Dr. (Olavo) Fontes macht darauf aufmerksam, daß, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen die wirkliche Lage kennen würden, insbesondere jene UFO-Vorfälle, die Feindseligkeit beinhalten, die Hoffnung auf eine Verteidigung bestünde, bevor es zu spät ist (Hervorhebungen hinzugefügt).

Die Geschichte der UFO-Forschung zeigt, daß die wissenschaftliche und emotionale Starrheit des Menschen (in orgonomischer Ausdrucksweise: seine "gepanzerte Charakterstruktur") für den Fortschritt der naturwissenschaftlichen Forschung das größte Hindernis darstellt, wie ich es in meinem Buch View from Eden dokumentiert habe. Physiker, Ärzte, Psychologen, Astronomen, Ingenieure – und (wie meine Akten belegen) auch Autoren und Herausgeber im Bereich der UFO-Forschung – die in mechanistischer Wissenschaft ausgebildet und in der mechano-mystischen Denktradition groß geworden sind, können oder wollen die funktionellen wissenschaftlichen Entdeckungen Wilhelm Reichs, also das Wissen der Zukunft, nicht verstehen. Und das trotz ihrer öffentlichen Verlautbarungen, die als Beweis für ihre "Unvoreingenommenheit" gelten sollen:

Glücklicherweise haben mich jedoch meine Vorurteile, soweit ich es beurteilen kann, nicht davon abgehalten, unablässig die Tatsachen über den Gegenstand (die UFOs) zusammenzutragen, obwohl sie oft bizarr und vielleicht ein bißchen beängstigend sind.

In ihrem Buch Flying Saucers – the Startling Evidence of the Invasion from Outer Space erklärt Carol E. Lorenzen weiter (S. 212): "Neue Ideen und Erweiterungen der Theorien könnten sehr wohl die Lösung für ein Antriebssystem darstellen, das das Tor zum Weltraum aufstieße." Und über die Möglichkeit, daß die Feindseligkeits-Hypothese richtig sein könnte, schreibt Lorenzen (S. 199):

Es handelt sich hier nicht um eine Angelegenheit der "großen Drei" der "freien Welt" gegen einen irdischen Eindringling. Wir stehen einer Spezies gegenüber, die uns offensichtlich in der technologischen Entwicklung viele Jahre voraus ist. Es ist möglich, daß unser nächster Krieg nicht etwa zwischen Nationen ausgefochten wird, sondern alle Nationen könnten in der Tat brüderlich gegen einen gemeinsamen Feind aus dem Weltraum kämpfen.

Trotz solcher Aussagen können klassisch geschulte Wissenschaftler und UFO-Forscher doch nicht, sozusagen, über ihre emotionale "Membran" hinausdenken. Der mechanistischen Wissenschaft ist Kriegsführung nur mit geräuschvollen Kanonen und Raketen geläufig, die auf den Feind abgeschossen werden. Ohne Kenntnis von Reichs Werk ist diesen Wissenschaftlern eine Kriegsführung unzugänglich, die sich als langsames, geräuschloses und allgemein unbemerktes Abziehen der Energie von einem Planeten und seiner Bewohner darstellt und als Manipulation der Lebensenergie, die den Planeten am Leben erhält, und ihre Umwandlung in eine zerstörerische giftige Energie – DOR. Doch die mechano-mystischen Wissenschaftler und UFO-Forscher betrachten die Konzepte und die Objektivierung der Reichschen Entdeckungen, die mit der kosmischen Orgonenergie zu tun haben, ohnehin als "mystisch und unwissenschaftlich", wenn sie sich überhaupt dazu herablassen, sich mit Reichs Werk zu beschäftigen.

Erzählst du ihnen, Reich habe in der Wüste von Arizona tatsächlich UFOs bekämpft, reagieren sie nicht etwa mit ernsthaftem Interesse und dem Bestreben, mehr zu erfahren, sondern mit einem herablassenden und mitleidigen Blick – oder sie schweigen ängstlich.

Erinnerst du sie daran, daß anerkannte Wissenschaftler sowohl in Maine als auch in Arizona bezeugt haben, wie Reich UFOs funktionsunfähig machte (und das nicht nur einmal, sondern viele Male) – wandelt sich der mitleidsvolle Blick in überhebliche Verachtung oder unverblümte Häme. In vielen Fällen war ich (wie auch andere gegenwärtig in der Orgonomie tätige) Zielscheibe für eindeutige Angriffe der Emotionellen Pest. Wiederholt wurden meine Bücher über Reichs Werk von den "offiziellen" Rezensenten von UFO-Büchern totgeschwiegen. Artikel, die ich über Reichs UFO-Forschung geschrieben habe, wurden rundweg abgewiesen - desgleichen bezahlte Anzeigen für meine Bücher. Und zwei wohlbekannte "UFO-Autoritäten" gingen sogar soweit, zu verlangen, daß der Herausgeber einer großen UFO-Zeitschrift davon Abstand nehmen möge, irgend etwas über Wilhelm Reichs UFO-Forschung zu erwähnen! Diese ganze Wühlarbeit, all das Heruntermachen von Seiten der Emotionellen Pest, geschieht natürlich im Namen "objektiver UFO-Forschung".

Für einen orthodoxen, "achtbaren" Mann der Wissenschaft ist es zugegebenermaßen schwer genug, die Möglichkeit interplanetarischer Besucher auch nur in Erwägung zu ziehen. Reichs Entdeckung einer kosmischen Energie, die das ganze Weltall anfüllt, sein Cloudbuster und die Spacegun sind einfach "zu viel". Und während sie die Entstellungen und Verleumdungen begierig aufnehmen und akzeptieren, wird ihnen nie der Gedanke kommen, Reich selbst zu lesen, geschweige denn seine Laborexperimente, Feldstudien und Verifikationen nachzuvollziehen.

Nichtsdestoweniger muß gesehen werden, daß es UFOs gibt, die der Erde aller Wahrscheinlichkeit nach feindlich gesonnen sind. Natürlich ist es möglich, daß manche dieser seltsamen Flugkörper unserem Planeten vollkommen gleichgültig gegenüberstehen, und andere könnten uns vielleicht sogar wohlwollend gesinnt sein. Meine eigene Meinung, die auf Reichs Forschungen und Schlußfolgerungen, sowie auf meiner eigenen Forschung und persönlichen Beobachtungen beruht, hat mich dahin geführt – nein, mich dazu gezwungen – meine Aufmerksamkeit auf die Feindseligkeits-Hypothese zu richten.

Hätte auf unserer Erde irgendeine Nation gegen die Souveränitätsrechte einer anderen Nation in dem Ausmaß verstoßen, wie UFOs wiederholt die "Rechte" der Erdlinge verletzt haben, hätte niemand einen Zweifel hinsichtlich der feindseligen Absichten des betreffenden Landes. Betrachten wie einige dieser interplanetarischen Übertretungen:

  1. UFOs haben Dutzende unschuldiger Menschen, einschließlich Kindern, Verbrennungen beigebracht und sie auf andere Weise verletzt.

  2. Überall auf dem Planeten waren UFOs unmittelbar für massive Stromausfälle in ausgedehnten urbanen und ländlichen Gebieten verantwortlich. (Tatsächlich stehlen sie unsere Energie, sowohl die elektrische Energie als auch das Lebensprinzip selbst, also die kosmische Orgonenergie.) Wiederholt haben sie bei Flugzeugen, Autos, Lastkraftwagen und Häusern die elektrischen und elektronischen Systeme unterbrochen, was das Leben von Erdenbürgern in Unordnung gebracht und ihnen sogar Verletzungen beigebracht hat.

  3. UFOs haben Zivil- und Militärflugzeuge eskortiert, verfolgt und bedroht, was zu Verletzungen und zum Tod von Piloten, Besatzungen und Passagieren führte (ganz zu Schweigen vom Tod der Anwohner, auf deren Häuser diese manövrierunfähig gemachten Flugzeuge stürzten). Hinzu kommt der Verlust von Flugzeugen und Ausrüstung im Wert von Millionen Dollars.

  4. "Insassen" der UFOs, ob es sich nun um lebendige Wesen oder Roboter handelt, haben Erdlinge entführt, ihnen starke körperliche und seelische Schmerzen zugefügt, bei den Opfern Amnesien verursacht und post-hypothetische Eingebungen eingepflanzt (Gehirnwäsche). Hier sollte Erwähnung finden, daß die Beschreibungen dieser "Außerirdischen" oder "Humanoiden" nicht gerade zur Beruhigung beiträgt, insbesondere im Lichte dessen, was wir über die muskuläre Panzerung und die "Aussagekraft" von Physiognomie und körperlicher Beweglichkeit beim Menschen wissen (siehe Reichs Charakteranalyse). Diese "UFO-Insassen" haben furchterregende Augen ("hypnotisch" ist das am meisten benutzte Wort zu ihrer Beschreibung). Verschiedentlich hat man ihre Bewegung als extrem starr beschrieben (in orgonomischen Begriffen deutet dies auf eine starke Panzerung hin). Nach den Schilderungen haben sie kleine oder schlitzförmige Münder, sowie zugespitzte Kinne und krallenartige Finger (charakteristischerweise sehen Wüstenkreaturen "spitz" und stachlig aus). Zusätzlich zu diesen Beschreibungen einer muskulären Panzerung haben einige dieser "Außerirdischen" eine offen zu Tage tretende äußere Panzerung in Form einer dicken grauen "Haut" und richtiggehende Schuppen auf ihrer Außenhaut.

  5. Die UFO-Aktivität über unserem Planeten und auf seiner Oberfläche vollzog sich vornehmlich auf eine heimlichtuerische, verstohlene und oft "verborgene" Art und Weise. Weltweit hat man ausgedehnte Späh- und Militärmanöver beobachtet, die hauptsächlich während der Nacht abliefen (siehe mein Buch Scavengers from Space). In den letzten Jahren haben sich Anhaltspunkte dafür angehäuft, daß, wie wir noch sehen werden, diese nächtlichen Manöver mit dem Tod und der Verstümmelung Hunderter Rinder in Zusammenhang stehen. Derartige Aktivitäten, die im Verborgenen ablaufen, lassen eine außerirdische Rasse, deren Absichten sich nur aus ihren Taten erschließen lassen, nicht gerade in gutem Licht erscheinen. Als sie von irdischen Militärflugzeugen oder Luftstützpunkten dazu aufgefordert wurden, haben es UFOs durchweg unterlassen, sich zu identifizieren. Ganz im Gegenteil hat das unzulässige Auftauchen von UFOs über verschiedenen sensitiven Militäreinrichtungen Flüge von Bombern des Strategic Air Command provoziert, die H-Bomben an Bord hatten. Wären sie nicht rechtzeitig abgebrochen worden, hätten, wie Keyhoe in Aliens from Space anmerkt, diese Alarmierungen des Strategic Air Command eine nukleare Katastrophe heraufbeschwören können.

  6. Die bahnbrechende Forschung von Wilhelm Reich stellt eine Verbindung her zwischen dem zunehmenden Eindringen von UFOs in den Luftraum der Erde und dem besorgniserregenden Anstieg von DOR-Verseuchung, Dürre und weltweiter Verwüstung. Reich war der erste, der auf das (jetzt nachgewiesene) Überhandnehmen der Tornados als unmittelbare Folge der Heimsuchung durch DOR hinwies (siehe das 14. Kapitel).

Für jeden ernsthaften UFO-Forscher ist es offensichtlich, daß diese Eindringlinge aus dem Weltraum ein globales Problem darstellen, das eine internationale Zusammenarbeit erforderlich macht, um es erfolgversprechend angehen zu können. Unsere Militärs sind sich bewußt, daß konventionelle Waffen nutzlos sind gegen die unglaubliche Manövrierfähigkeit und Geschwindigkeit dieser Raumschiffe und gegen die "Kraftfelder", die sie umgeben.

Handelt es sich nun um Regierung, Wissenschaft, Erziehungswesen oder Soziologie: für die Bewohner der Erde ist die Zeit gekommen, die reale Existenz dieser Eindringlinge aus dem Weltall anzuerkennen. Und, was noch wichtiger ist, es ist Zeit, dem gewachsen zu werden, was diese Wirklichkeit mit sich bringt, parteiliche Gefühle und falschen Stolz beiseite zulegen und offen einzugestehen, daß die klassische Technologie der Erde bei dem Versuch Schiffbruch erlitten hat, mit den Invasoren aus dem Weltraum fertigzuwerden, da diese eine neue Technologie des Raumzeitalters anwenden.

Wie ich seit 1959 aufzuzeigen versuche, liegt der Schlüssel zum Verständnis dieser neuen Technologie des Raumzeitalters in den Entdeckungen Wilhelm Reichs, insbesondere seiner Entdeckung einer massefreien, primordialen, präatomaren Energie, die den gesamten Raum ausfüllt. Reich hinterließ der Menschheit ein großartiges Vermächtnis, eine verifizierte Arbeit, die überprüfbar ist. Heute, Jahrzehnte nach Reichs ernsten Warnungen und seinem Tod, sieht die Lage wirklich schlimm aus. Obwohl wir das Grundwissen haben, um die zumindest ersten Schritte zur Bewältigung der UFO-Bedrohung machen zu können, gibt es auf der Erde viel zu wenige Wissenschaftler, die fähig wären, sich von ihren Vorurteilen und ihrem Hochmut zu befreien und die Verantwortung für Reichs lebenswichtige Forschung auf sich zu nehmen.

 

 

 

13. Die Emotionelle Pest

 

Warum hat das Gute (das Göttliche) ständig gegen den Widerstand des Bösen (das Teuflische) anzukämpfen? Warum mußte jeder große Mensch gegen die bittere Boshaftigkeit, den Haß und die aktive Behinderung seiner Zeitgenossen ankämpfen? Warum erliegt der Mensch so leicht dem Bösen? Warum wird er nicht zumindest gleich stark durch das Gute "in Versuchung geführt"?

Antworten wie: "Das war schon immer des Menschen Los", oder: "So ist die Welt halt", sind in Wirklichkeit überhaupt keine Antworten. Sie haben nur den Zweck, schreckliche Unmenschlichkeit und Ungerechtigkeit zu entschuldigen oder von ihnen abzulenken.

Als Arzt und Wissenschaftler, dem jede größere Entdeckung nur eine Flut von Herabsetzungen und Haßtiraden einbrachte, sah Reich sich gezwungen, in den Bereich dieser chronischen menschlichen Bosheit hinabzutauchen. Er betrachtete die Boshaftigkeit als Symptom des krankhaften Zustandes von Homo normalis und charakterisierte bestimmte, festumrissene Anzeichen destruktiven sozialen Verhaltens als "Emotionelle Pest".

Mit dem Begriff "Emotionelle Pest" belegt man nicht etwa Dinge, die man nicht gutheißt, oder bestimmte Qualitäten von Menschen, die man nicht mag. Sie ist eine biopathische Erkrankung des Menschentiers. Damit ist eine chronische Störung der biologischen Pulsation des Organismus gemeint, die, wenn sie sich als neurotische, irrationale Destruktivität auf dem sozialen Schauplatz äußert, mit vollem Recht "Emotionelle Pest" genannt werden kann (vgl. Reichs Kapitel über "Die emotionelle Pest" in Charakteranalyse).

Man haßt nicht den einzelnen Menschen, sondern vielmehr sein Verhalten, das sich als Emotionelle Pest erweist. Genausowenig würde man ja jemanden hassen, nur weil er an Krebs leidet oder an Tuberkulose erkrankt ist. Die Aufmerksamkeit gilt den tatsächlichen Handlungen – dem zerstörerischen, irrationalen Tun: diesem muß man scharf entgegentreten, es bloßlegen und eindämmen. Träger der Pest sind Menschen, die an einer tiefsitzenden Störung ihres biologischen Bewegungsvermögens leiden: die biologische Energie, die Orgonenergie ist schal, giftig und zerstörerisch geworden. Diejenigen, die in der Orgonomie tätig sind, müssen lernen, eigene Anfälle von Emotioneller Pest wahrzunehmen und sich gegebenenfalls von sozialen Kontakten zurückziehen, bis der Anfall entweder von allein oder mit der freundlichen Hilfe eines Orgonomen nachgelassen hat. Das Auftreten pestilenten Verhaltens leitet sich stets, wie Reich gezeigt hat, von einer genitalen Frustration her. Vielleicht ist die Ehe schal geworden, oder z.B. übersteigt der Arbeitsdruck die Kräfte des Arbeitenden und die pathologische Panzerung wird reaktiviert und so die orgastische Potenz behindert. Eine chronische Blockierung der biologischen Orgonenergie und ihr Schalwerden ist das sine qua non der Emotionellen Pest.

Alle Menschen leiden unter pestilenten Anfällen, genauso wie wir alle allen möglichen biopathischen Erkrankungen, vom Krebs bis zum Alkoholismus, anheim fallen können. Erfährt, aus welchen Gründen auch immer, ein Mensch keine sexuelle Befriedigung mehr und ist seine orgastische Potenz stark eingeschränkt, wandelt sich das biologische Orgon in DOR um. Dieses DOR sammelt sich im Körper an und verursacht alle möglichen Erkrankungen. Und wenn dieses DOR in irrationalen, destruktiven Handlungen zum Ausdruck kommt, haben wir es mit der Emotionellen Pest zu tun.

Die beste Abhandlung, die über die Emotionelle Pest geschrieben worden ist, stammt von Reich. Was eine vollständige Beschreibung von Ätiologie, sozialen Begleiterscheinungen und Folgen der Emotionellen Pest betrifft, verweise ich den Leser auf Reichs Werk. Zusätzliche klinische und soziologische Erläuterungen zur Emotionellen Pest finden sich in Der Mensch in der Falle von E.F. Baker und im Journal of Orgonomy.

Auf dem Planeten Erde findet sich das größte organisierte Lager der Emotionellen Pest unter dem Roten und dem Schwarzen Banner (Kommunismus und Faschismus). Roter und Schwarzer Faschismus sind zwei Seiten der selben Medaille – der organisierten Emotionellen Pest auf der Erde. Nichts stachelt pestilente Reaktionen so sehr auf und nichts zieht sie so stark an wie das freie, unbehinderte, selbstgesteuerte Auftreten des gesunden Organismus, sei es Mensch, Tier oder Mutter Natur. Und genau deshalb, also weil sich Reich mit den grundlegenden Naturgesetzen befaßt hat, wurde er von den Roten und Schwarzen Trägern der Emotionellen Pest so heftig und brutal angegriffen. Sie können überhaupt keine Ausdrucksweise Gottes ertragen: die pulsierende Liebes- und Lebensenergie, die der Beweggrund für alles Gutartige, Gütige, Zärtliche, Anständige, Rechtschaffene, Wahre, wirklich Befriedigende und wirklich Lohnende ist. Im Grunde ist die Emotionelle Pest eine alles negierende, zerstörerische Kraft; sie ist bitterer Haß auf das Lebendige, insbesondere auf das Lebendige in den Kindern und Heranwachsenden. Warum? Weil man in den Jungen noch die unverdorbenen Impulse und Äußerungsformen der lebendigen biologischen Energie findet.

Man fühlt sich an die Fabel vom Fuchs erinnert, der seinen Schwanz verloren hat. Daraufhin legt er allen anderen Füchsen nahe, doch ihre Schwänze ebenfalls loszuwerden. Er beneidet einfach die anderen (und gleichzeitig schämt er sich). Hätte Gevatter Fuchs die Autorität, Gesetze zu erlassen, Gefängnisse zu errichten, Soldaten einzuziehen und Armeen antreten zu lassen – er beließe es nicht dabei, anderen Füchsen nur zu "raten", auf ihre eigenen Schwänze zu verzichten, er würde es ihnen befehlen!

Auf den einfachsten Nenner gebracht, hat der Träger der Emotionellen Pest die Fähigkeit verloren, zu lieben. Aus seiner chronischen sexuellen Frustration kann nur Haß quellen: Haß auf das Glück anderer, Haß auf die einfachen, tiefgehenden Freuden des Lebens. Er gerät in Raserei, wenn ihn irgend jemand oder irgend etwas an jenes "Paradies" erinnert, das für ihn unerreichbar ist. So wird er zum wahrhaftigen Killer-Fuchs oder Killer-Bären oder schließlich zum mörderischen Roten Drachen.

Es liegt in der Natur des EP-Charakters (Emotionelle Pest), daß er sich seiner Erkrankung, seiner Irrationalität und Destruktivität nie selbst bewußt wird. Das DOR in seinem Körper empfindet er nicht als fremd und lebensfeindlich. Bei der Verteidigung seiner eigenen Haltung ist er ungeheuer selbstgerecht: "Das Ziel rechtfertigt jedes Mittel!" Versucht man ihm zu verdeutlichen, daß man mit dem Einpflanzen von Dynamit keine Kartoffeln anbauen kann, antwortet er, daß das keinen Unterschied mache – "in zehn oder fünfzehn oder fünftausend Jahren" komme es schließlich zum Kartoffelanbau. "Für ein Omelett müssen ein paar Eier zerschlagen werden." Aber an Omeletts ist er in Wirklichkeit gar nicht interessiert. Sein Interesse liegt am Zerschlagen – von Eiern und von Menschen! Impotent, wie er ist, kann er nur überleben, wenn er aus anderen die biologische Kraft heraussaugt und indem er – mit Gewehrkugeln und Bomben – ständig "unter Beweis stellt", was für ein Mordskerl er doch ist. DOR ist unfähig etwas hervorzubringen oder zu erschaffen. Es kann nur zerstören!

Ein durch DOR determiniertes Verhalten ist durch Ohnmacht und Macht gekennzeichnet: lege das unschuldige Opfer lahm – d.h. setze seiner normalen Aktivität ein Ende, und dann kontrolliere und unterwerfe das Opfer, bis von ihm nichts übriggeblieben ist, was noch zu beherrschen und zu unterjochen wäre. Auf diese Weise handelt der pestilente DOR-Träger auf dem Planeten Erde. Und auf diese Weise wirkt das DOR in der Atmosphäre unseres Planeten.

Unter den Händen eines qualifizierten medizinischen Orgonomen kann der Krankheitszustand wieder bereinigt werden. Die DOR-Energie wird mobilisiert und frische biologische Energie kann den biologischen Kern erreichen. Je weiter sich die DOR-Lage bessert, desto mehr werden die Ausdrucksformen der Emotionellen Pest verschwinden. Die Quelle des EP-Verhaltens, die DOR-Energie, ist beseitigt worden. Gleichzeitig verschwinden spontan die Symptome! Hier berühren wir die reale biologische Grundlage der von Christus und von anderen über Jahrtausende praktizierten "Teufelsaustreibung". Hier haben wir auch die objektive, biologische Grundlage des bösen, "satanischen Verhaltens" diverser pathologischer Exemplare des Menschen und der Kulte der "Finsternis und Verdammnis" vor uns.

DOR ist abscheuliches, abstoßendes Zeugs! Es steckt hinter dem "Schmutz" krankhaften Verhaltes, der Pornographie und der Philosophie vom "Freifick für alle" der Roten und Schwarzen Faschisten. Der faschistische Liebhaber von DOR ist unfähig, zwischen Scheiße und Gold zu unterscheiden! Ohne Ausnahme zerstört er das "Gold" und tritt stets für die Scheiße ein! Das ist der nackte Irrsinn. Aber ohne feste Verankerung in den funktionellen Gesetzen der biologischen und kosmischen Lebensenergie wird er niemals durchschaut werden. Für jene, die das DOR lieben, gibt es so etwas wie "die genitale Umarmung" gar nicht – es ist einfach alles nur "Ficken"! Zur warmen nachgiebigen Genitalen Umarmung einer gesunden Frau wird gesagt: "Loch ist Loch!" Nun, warum sollte irgend jemand von der Genitalen Umarmung als von "einem Teil des Arsches" sprechen? Einfach weil es für ihn zwischen der Berührung von Penis und Vagina und der Berührung von Penis und Mastdarm keinerlei qualitativen Unterschied gibt! Jede aufrichtige Prostituierte wird die pathologischen Vorlieben sogenannter "normaler Männer" bestätigen.

Die Sexualenergie und die Lebensenergie sind ein und dieselbe Energie. Wir leben, wie wir lieben. Ficker im Bett sind auch Ficker im Leben – in genau derselben krankhaften Art und Weise leben und arbeiten sie, fahren Auto, machen Geschäfte und haben soziale Beziehungen. Dies muß ein für allemal klar verstanden werden.

Also ist das DOR im Menschen und in seiner Umgebung der Teufel, der Widersacher, der mittels Stiften von Verwirrung und Schmieden von Komplotten ständig darauf aus ist, den Urquell des Lebens zu trüben und zu beschmutzen. Die Beantwortung der Frage, wie die Lebensquellen im Menschen zu reinigen und wie diese Quellen in den lebendigen Kindern sauber und klar zu erhalten sind, bevor es zur Verwüstung kommt, müssen wir den Ärzten, Wissenschaftlern und Erziehern überlassen. Präventive Erziehung, was einfach "Erziehung für das Leben" bedeutet, muß die Zwangspädagogik ablösen, die heute als Erziehung durchgeht. Ebenso muß schließlich eine orgonomische Präventivmedizin an die Stelle der heutigen Hauptaufgabe der Orgonomen treten, die Arbeit am Kranken. Es ist einfach menschenunmöglich, der gesamten Menschheit eine wirksame Therapie anzubieten. Deshalb muß das Hauptaugenmerk auf die sozialen Ursachen der Krankheit und auf das Wegräumen dessen gerichtet werden, was der Gesundheit entgegensteht.

Das ist ein schwieriges Unterfangen, aber für das Fortbestehen lebendigen Lebens auf diesem Planeten ist es entscheidend. Im Grunde handelt es sich um die Reinigung des Menschentiers vom pathologischen DOR; um das "Herausholen" der giftigen, schalen Energie. Die andere Seite des Bildes ist unsere Umwelt – insbesondere unser Luftraum, der gegenwärtig an der lähmenden DOR-Verseuchung erstickt, die von Invasoren aus dem Weltall ausgeht, was von DORisierten Erdlingen unterstützt wird.

Beide Arten des Wirkens – dasjenige, das auf die Erhaltung der menschlichen Gesundheit und dasjenige, das auf die Erhaltung eines gesunden kosmischen Orgonmetabolismus gerichtet ist – werden von der organisierten Pest des Planeten tatkräftig bekämpft werden. Der EP-Charakter will DOR! Wie ich vorher sagte, braucht er das DOR förmlich, genauso wie die Struktur der körperlichen Panzerung, die ihn, wenn auch in äußerst verkrüppelter Form, in Bewegung hält. Die "Befreiung" des Lebens im Menschen wird heftige Angriffe gegen die "Befreier" heraufbeschwören. Mit den untrüglichen Sinnen einer Hyäne "spürt" der DOR-Träger, wenn "Leben in der Nähe ist". Obwohl der "Rote" Faschismus vorgeblich der "Feind" des "Schwarzen" Faschismus ist, werden sich die Legionen der Verdammten – wie sie es in der Vergangenheit immer getan haben – im Namen der gemeinsamen Sache gegen ihren gemeinsamen "Feind" verbünden – den Spender des Lebens! An nichts wird das so deutlich, wie an den Feinden Reichs und der Orgonomie. OR und DOR sind Kräfte, die sich wechselseitig ausschließen - und bei ihren irdischen Repräsentanten ist das genauso. Die Orgonomie steht für die organisierten Kräfte, die für das Leben kämpfen und sich dessen vollkommen bewußt sind. Nie zuvor war eine solche Kraft, die ganz bewußt für das Leben eintritt, derartig kenntnisreich und trug potentiell so viel praktische lebensbejahende Macht in sich: eine Macht, die öde Wüsten regenerieren kann, die Wirbelstürme umlenken, eine absterbende Atmosphäre wiederbeleben und das giftige DOR in OR umwandeln kann.

Diese lebensspendende Macht muß weise und mit äußerster Vorsicht gehandhabt werden. Und vor allem muß sie vor den Verbrechern innerhalb und außerhalb der Regierung geschützt werden, die sie dazu mißbrauchen würden, alles Leben zu zerstören.

 

Die Emotionelle Pest ist im Grunde genommen ein reaktiver Zustand des menschlichen Organismus. In dem Sinne reaktiv, daß sie primäre, rationale Motivationen und Triebe benutzt und in sekundäre, zerstörerische Triebe umwandelt. Die rationalen Beweggründe hinter, sagen wir mal, dem Aufziehen gesunder Kinder verwandeln sich beim EP-Charakter in ein Verhalten, das dem Ziel diametral entgegengesetzt ist, weil das primäre biologische Orgon durch den charakterologischen Panzer in seiner Bewegung gehemmt wird und mit Gewalt durch ihn hindurchgezwungen werden muß. Diese Behinderung des Lebens, das Anhalten des Lebens und der Zwang, der dem Leben zugefügt wird, sind charakteristische Ausdrucksformen eines EP-Verhaltens. Biophysikalisch entspricht dies genau dem Verhalten eines niedlichen Hündchens, das man zu lange angekettet hat. Die gutartige Energie wandelt sich in barbarischen, mörderischen Haß um.

Beim Umgang mit der Emotionellen Pest ist man deshalb gut beraten, niemals einem EP-Charakter zu trauen. Versprechungen haben keinerlei Bedeutung, und Verträge sind einfach nur Mittel zum Zweck, die man nach Belieben einhalten oder brechen kann. Die Motive, die Mittel und das Ziel stimmen nie überein. Der schändliche EP-Charakter muß vollständig bloßgestellt, isoliert und gehandhabt werden. "Gutmenschen" zucken bei solchen Vorschlägen jedoch zusammen. In uns allen steckt eine geheime Sympathie mit der Pest, da Elemente der Emotionellen Pest in jedem einzelnen von uns schlummern. So werden häufig sogar Polizistenmörder und Flugzeugentführer zu Helden des Tages gemacht, während nur wenige der unschuldigen Opfer und ihrer Familien gedenken.

Das wichtigste von der Emotionellen Pest überall angewendete Instrument ist das Ausweichen vor dem Wesentlichen! Während grade das Haus niederbrennt, debattiert der EP-Charakter darüber, ob man im Obergeschoß nun ein Bild von Renoir oder doch lieber eines von van Gogh aufhängen sollte. Während das Dach einstürzt, schmiedet der EP-Charakter darüber Ränke, wer denn den Zuschlag für den Hot-Dog-Stand erhalten soll, um an den Menschenmengen, die die Feuersbrunst beobachten, Geld zu verdienen. Und während Millionen Kinder an ihren rationalen, unerfüllten genitalen Bedürfnissen ersticken und austrocknen, regt sich in Amerika der EP-Charakter über das Schulgebet auf.

Und in den Klassenzimmern Amerikas fordern links-liberale Erzieher, die selber frustriert und sexuell verhunzt sind, für die Kinder einen Sexualkundeunterricht, der, wenn man genauer hinsieht, nur für liederliche Pornographie steht. Wie Reich sagte: "Nur der richtige Mann kann das Passende zur rechten Zeit tun." Man vertraut die biophysische Gesundheit von Kindern (die im wesentlichen sexuelle Gesundheit ist) weder Eunuchen noch Perversen an. Man muß selber hinlänglich gesund sein, um gesunde Kinder aufziehen und erziehen zu können. Homosexualität ist genauso eine biopathische Erkrankung wie das pestilente Verhalten eines kommunistischen Verräters. Pferdeliebhaber wählen diejenigen, die ihre Pferde trainieren, sorgfältiger aus, als Eltern diejenigen, die ihre Kinder verhunzen können. (Das soll nicht heißen, ich wäre "gegen" die Homosexualität und daß ich sie unter Strafe stellen und "kontrollieren" wollte, wie man es in Rußland nach der Revolution getan hat, als strenge Gesetze gegen Homosexualität erlassen wurden.) In der Gesellschaft gibt es viele schöpferische und unerläßliche Berufe, die Homosexuelle ergreifen können. Aber es gibt auch viele Berufe, die sie in der Gesellschaft nicht angemessen verrichten können – und dazu gehört der Umgang mit Kindern.

Die Gesellschaft muß lernen, ihrer eigenen Krankheiten und Schwächen gewahr zu werden, und erkennen, was sie "berühren" kann und was nicht. Und jedes Individuum, jede einzelne Gruppe muß lernen, wo und wann es rational ist, seine Meinung zum Ausdruck zu bringen und danach zu handeln, und wo es irrational ist, seine Meinung zu äußern und zu handeln. Von Seiten der Homosexuellen, schwarzer Rassenkämpfer, weißer Rassenkämpfer, Frauenrechtsgruppen, usw. habe ich nie auch nur eine einzige Bekundung rationalen Interesses für eine gesunde Sexualentwicklung der Kinder vernommen – aller Kinder: schwarz, weiß, rot oder gelb. Aber sie alle sind für die "Freiheit", die Jugend mit Pornographie zu verderben. (Und aus dem Hintergrund höre ich die genauso abgedroschene wie klugscheißerische Frage: "Was ist denn Pornographie? Nicht mal das Oberste Bundesgericht kann Pornographie definieren!") Pornographie ist einfach pervertierte, ungesunde, krankhafte Sexualität. "Und was ist 'kranke' Sexualität?" Ja, in den Augen einer sexuell kranken Gesellschaft kann man nichts als krank bezeichnen, weil Krankheit sie nicht mehr "krank macht". Ein Mann, der am verhungern ist, wird jeden Dreck, jeden Abfall fressen! Aber ein sich gut ernährender Mann wird sich übergeben, wenn ihm ein Teller mit übelriechenden Küchenabfällen vorgesetzt wird. Reich hat, insbesondere in seinem großen Werk Die Funktion des Orgasmus, ein für allemal gezeigt, was an der menschlichen Sexualität krank und was gesund ist.
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Reich zufolge ist Pornographie "das Sicherheitsventil" für sexuell kranke Menschen. Auch noch so viele Gesetze können die Schlammlöcher der Pornographie nicht austrocknen. Eine sexuell gesunde Gesellschaft nähme die Pornographie als das, was sie ist: das "Phantasie-Bonbon" verdorbener Menschen. Unheilvoll ist das Verwechseln und miteinander Vermengen des Krankhaften mit dem Gesunden; der heimtückische Schmutz, der die Gesellschaft solange vergiftet, verwirrt und aufweicht, bis wir als "reife Frucht" in die Hände unserer Feinde fallen, wie Chruschtschow vorausgesagt hat.

Die Emotionelle Pest ist innen und außen – im Menschen und in seiner Gesellschaft; und jetzt werden wir mit einer Bedrohung aus einer weiteren Richtung konfrontiert: dem Firmament über uns! Um mit pestilentem Verhalten fertigzuwerden, benötigt man eine Organisation, die sich aus fachlich kompetenten Menschen zusammensetzt, die selber in ausreichendem Umfang gesund sind. Ich spreche nicht von vollkommener Gesundheit - Wesen mit dieser Eigenschaft gibt es gar nicht, - aber sie sollten so gesund sein, daß sie in der Lage sind, die Emotionelle Pest auf der Erde wahrzunehmen, dingfestzumachen, zu entlarven und die geeigneten Maßnahmen gegen sie zu ergreifen. Reich hat des öfteren zum Aufbau einer derartigen Institution aufgerufen: einem Emotional Plague Prevention Office, EPPO (Büro zur Verhütung der Emotionellen Pest). Das ist eine ausgezeichnete Idee. EPPO-Gruppen sollten auf jeder Ebene ins Leben gerufen werden: in Kommune, Land und Bund. Zu diesem Büro werden diejenigen anständigen, ehrbaren Ärzte, Erzieher, Arbeiter und Hausfrauen gehen, die von einer pestilenten Person verfolgt und gequält werden. In einer im wesentlichen sachbezogen soziologischen Atmosphäre, die von jeder Juristerei frei ist, werden hier Menschen, die sich mit den Taktiken der Emotionellen Pest auskennen, dem Opfer eines pestilenten Angriffs helfen. Dieser eine Schlag wird die EP überall in ihre dunklen Löcher und Höhlen zurücktreiben. Beim Separieren des Pathologischen vom rein Juristischen wird sich das EPPO als von unschätzbarem Wert erweisen und allenthalben unsere überforderten Gerichte entlasten. Das EPPO wird sich für die Schwachen, für die Jugend, für alle, die unschuldig sind, als sicherer Hafen erweisen.

Jedes EPPO-Büro wird die Macht haben, unter Strafandrohung Zeugen vorzuladen, Beweise zusammenzutragen und Urteile über das dem Lebendigen zugefügte Unrecht zu fällen und alles Notwendige in die Wege zu leiten, um dem Lebendigen sein Recht zu verschaffen.

Zur Zeit greift die Emotionelle Pest auf der Erde um sich. Und sie wird so lange an Stoßkraft und Virulenz gewinnen, bis sie schließlich allgemein als die epidemische Krankheit demaskiert sein wird, die sie in Wirklichkeit ist.

Sobald man sich an wirksame Schritte zur Meisterung der Emotionellen Pest auf der Erde machen wird, ist zu erwarten, daß die organisierte EP, mit samt ihren "Sympathisanten", nützlichen Idioten und Gutmenschen, mit einem höllischen Gezeter anheben wird (wie es in der Vergangenheit geschehen ist). Die Mehrheit der Politiker der Erde wird sich gegen jeden Versuch stellen, die Emotionelle Pest praktisch anzugehen, da das im Grunde bedeutet, die Menschen von dem riesigen Kreuz zu befreien, das sie über Jahrtausende zu tragen hatten, d.h. von der schuldbeladenen Unterwürfigkeit, die sie in stummer Knechtschaft den Gesetzen des Teufels Folge leisten ließ.

Überall haben gute und anständige Menschen noch Angst vor dem "System" und dem "Establishment". Und das trotz all der lautstarken Demonstrationen, den Bombenanschlägen und anderem psychopathischen Sozialverhalten! Die Menschenmassen halten ihren rationalen Protest zurück und bleiben stumm. Warum sollte ein hart schuftender Arbeiter, eine Hausfrau, ein hingebungsvoller Lehrer, ein Arzt, ein Anwalt sich fürchten, frei zu sprechen, wenn er sieht, wie Unrecht, Doppelzüngigkeit und Falschheit in seinem Büro, seinem Verein, Supermarkt oder Rathaus um sich greifen? Er hat Angst vor Repressalien! Er weiß, daß es oft purer Zufall ist, ob ihm "Gerechtigkeit" widerfährt oder nicht. Besitzt er weder Geld noch das Ansehen, um auch nur kleinsten Beschwerden Nachdruck zu verleihen, muß er sich darum sorgen, was wohl der Politiker, das Finanzamt, das "Establishment" ihm antun könnten. Sicher, er sieht das Unrecht und leidet oft im Stillen darunter, aber er wendet den Blick ab und hält den Mund. Selbst Christus ermahnte seine Jünger, ihre Meinungsverschiedenheiten "außergerichtlich" zu klären, auf daß ihnen nicht im Gerichtssaal ein schlimmeres Unheil widerfahren möge. Christus selbst wurde das bemerkenswerteste Opfer der Emotionellen Pest (vgl. Reichs Christusmord).

Alle jene, die heute das Wesentliche fliehen, soweit es sich um Liebe, Arbeit und Wissen handelt, und die ihr Ansehen, ihre Macht und ihre Einkünfte aus dem Fortbestehen dieses Ausweichens schöpfen – sie alle werden sich durch die wirksamen Maßnahmen bedroht fühlen, die unternommen werden, um das EP-Verhalten auszumerzen. In diese Kategorie fallen die Politiker, die sich überall in der Gesellschaft verborgen halten: als politisch eingestellte Journalisten und Kommentatoren in den Nachrichtenmedien, als politische Ärzte und Psychiater oder etwa als politisch motivierte Gewerkschaftsführer. (Im Grunde genommen ist Politik die Handhabung von Macht: Macht über einzelne Menschen und Macht über Gruppen, Staaten und ganze Kontinente. Macht ist überall das Endziel der rücksichtslosen Roten und Schwarzen Faschisten.) Langsam wird den einfachen Menschen die boshaft negierende Natur "der Politik" und des Politikers bewußt. Wird gesagt, jemand habe etwas aus "politischen" Gründen getan, so ist das ganz eindeutig eine herabsetzende Bemerkung. Der "Politiker", der so tut, als verrichte er wirklich Arbeit, sperrt sich gegen die rationale und natürliche Organisierung des Arbeitsprozesses: der Autor, der vorsätzlich falsch zitiert und die Tatsachen zurechtstutzt, um sich bei politischen Freunden einzuschmeicheln; der Nachrichtenkommentator, dessen "kritische Anmerkungen" darauf abzielen, seine geringschätzige Cleverneß zur Schau zu tragen; und der Reporter, der auf Bestellung seine "Nachricht" mit persönlicher Bosheit und Tücke spickt.

In tiefster Unterwerfung unter den Willen des Teufels leistet der politische EP-Charakter seine verheerendsten Beiträge jedoch auf dem Gebiet der "Wissenschaft". So tanzt der rotfaschistische "Wissenschaftler" zu jedweder neuen Melodie, die von "Tauwetter" oder "Eiszeit" handelt und die ihm von seinen sowjetischen und rotchinesischen Meistern vorgespielt wird. Sagt der Herr und Meister: "UFOs existieren nicht", eilen die Marionetten in die ihnen zugeteilten Laboratorien, um "politisch korrekte" Artikel zu schreiben, die die Nichtexistenz der UFOs "nachweisen". Und morgen, während einer "Tauwetterperiode", erklärt der Puppenspieler, daß es plötzlich über Nacht "doch UFOs gibt", und die abgerichteten politischen Wissenschaftsmarionetten trotten weg, um ihr Götzenopfer in Form "korrigierter" Aufsätze darzureichen, die politisch "linientreu sind" und ausführen, daß "UFOs sehr wohl existieren"! Die faktische Wahrheit wird zum sorgsam gemanagten Eigentum der allwissenden Meister des Betrugs, und das Verfälschen der Wahrheit und Verbiegen der Tatsachen dehnt sich notwendigerweise bis zum letzten kleinen Laufburschen im Reich des Bösen aus.

Vor Angst schlotternde kleine "leere Männer", "gottlose Menschen", die vor dem Gott der Wahrheit und Gerechtigkeit fliehen, müssen deshalb den Gegenspieler von Gott, Wahrheit und Gerechtigkeit anbeten. Ihr Name ist Legion! Sie sind einfach nur hohl und leer! Und sie werden austrocknen und vom Wind in die Vergessenheit verweht werden, sobald die lebenspositive Macht des Orgons weltweit Fuß gefaßt haben wird. Der biblische Tag der "Offenbarung" kommt schnell näher. Schmähung weicht dem Bekenntnis der Sünde und dann der Bußfertigkeit. Ihre eigenen Worte und Taten werden die Diebe und Mörder bloßstellen. Das ist keine Prophetie, sondern eine Bekräftigung der unmittelbar bevorstehenden kosmischen Revolution.

 

 

 

14. Die energetische Grundlage des Faschismus

 

Niemand kann das weltweite Anwachsen von Gewalt in Abrede stellen. Tagtäglich werden wir überall Zeugen unglaublicher Gewalttaten: das sinnlose Abschlachten und Verstümmeln unschuldiger Menschen, das Foltern und Hinmorden von Kindern und Tieren, das Zerbomben öffentlicher und privater Gebäude. Arbeitsniederlegungen, Streiks und Industriespionage tragen ebenfalls zum Chaos bei. Aus unseren Städten sind betonierte Schlachtfelder geworden, in denen die Einwohner Angst haben, nachts auf die Straße zu gehen – und sogar tagsüber. Auch unsere Vorstädte wurden zu bewaffneten Lagern, wo bereits ein einzelner nervöser Finger am Abzug oder ein Zündholz genügen, um eine Katastrophe auszulösen.

Man hat den Eindruck eines riesigen Tieres, das in eine Falle geraten ist und sich deshalb in wilder Raserei gegen sich selbst wendet. Unter dem Druck eines hocherregten Orgonenergie-Kontinuums zerreißt es die Bevölkerung des Planeten förmlich an allen Punkten, die einer chronischen Belastung ausgesetzt sind. Die muskuläre Starrheit des gepanzerten Menschen kann weder die ungestüme Bewegung des ORANURs noch den ebenso irritierenden Druck des DORs weiterhin in Schach halten. Wie Reich sagte: "Die biologische Revolution des Menschen ist in Gange!"

In den letzten Jahren waren wir Zeugen des erneuten Entfachens von immer schlimmeren Angriffen auf die Orgonomie durch Rote Faschisten, die erklären, Wilhelm Reich – ein heftiger Antikommunist – wäre im parteipolitischen Sinne Kommunist gewesen. Das ist eine schamlose Lüge. Kein rationaler Mensch, der Reichs Werk (insbesondere Menschen im Staat, Die Massenpsychologie des Faschismus und Die sexuelle Revolution) ernsthaft studiert hat, könnte eine derartige Schlußfolgerung ziehen. Aber beim Umgang mit dem Irrationalismus stellen wir immerfort fest, daß die Wahrheit nie der Beweggrund ist. Das Ziel der faschistischen Gesinnung ist die rücksichtslos erkämpfte, absolute Kontrolle über die Bevölkerung des Planeten. Um dieses Ziel zu erreichen, wird der Faschist durchweg die Wahrheit fliehen und die große Lüge an ihre Stelle setzen. Er ist Meister in der Anwendung der Techniken der Emotionellen Pest: Entzweiung, Verwirrung, Zerrüttung und das Schüren von Haß. Eine vollkommen gespaltene, zerrüttete, verwirrte und haßentbrannte Bevölkerung wird sich dann einem neuen Hitler für die Lösung aller menschlichen Probleme zuwenden.

Ob dieser neue Hitler nun in Gestalt eines Roten Ritters oder eines Schwarzen Ritters auftritt, macht keinen Unterschied, denn Roter und Schwarzer Faschismus sind nur zwei Seiten ein und derselben Medaille. So nimmt es kein Wunder, wenn man sieht, daß die zunehmenden Angriffe auf die Orgonomie mit dem Aufleben des Schwarzen Faschismus einhergehen – dem angeblichen "Gegenspieler" des Kommunismus (Roter Faschismus). Der sowjet-nazistische Nichtangriffspakt von 1939 ist ein sehr gutes Beispiel für die funktionelle Identität dieser beiden "sich wechselseitig ausschließenden" Ideologien, die in der Panzerung des Menschen ihr gemeinsames Funktionsprinzip haben. Nur Kenntnis des funktionellen Denkprozesses Reichs kann bis zum Kern dieses sonst unverständlichen Dilemmas vordringen.

Der einfachste Ausweg aus einer gefährlichen Lage ist das Suchen nach irgendeinem Sündenbock, der "ein Grund" für die eigenen Probleme ist, um dann mit zunehmender Vehemenz die Aufmerksamkeit auf diesen Sündenbock zu lenken. Der Sündenbock erfüllt drei Funktionen: erstens gibt er sofort ein passendes Ziel für die eigene angestaute Erregung ab; zweitens vermittelt der Angriff auf den Sündenbock die Illusion, daß etwas zur Behebung der Verwirrung, Entzweiung und Feindseligkeit getan wird, die der Feind des Menschen gesät hat; und drittens wird auf eine geschickte Art und Weise das Wesentliche umgangen, indem jeder einzelne von der Verantwortung, für das was geschieht, entbunden wird.

Der Rote Faschismus macht die "kapitalistischen und imperialistischen Vereinigten Staaten" für das physische und seelische Elend verantwortlich, das gegenwärtig unseren Planeten befallen hat. Und von neuem zeigt der Schwarze Faschismus (d.h. der Rechtsextremismus) mit Fingern auf seinen allgegenwärtigen Sündenbock, den Farbigen und den Juden.

 

Reichs klinische Befunde haben immer wieder gezeigt, daß eine chronische muskuläre Versteifung (Panzerung) die Fähigkeit zur vollständigen Entladung biologischer, organismischer Energie, insbesondere während der Genitalen Umarmung, beeinträchtigt. Dies ist gleichbedeutend mit der Unfähigkeit, Liebe oder rationalen Zorn auszuhalten bzw. auszudrücken. (Wir hassen, was wir lieben sollten, und wir lieben, was wir hassen sollten!) Trifft die biologische Orgonenergie auf die behindernde muskuläre Panzerung, wird zuerst die Energie festgehalten. Dieses Festhalten läßt das Niveau der Erregung bis zu dem Punkt steigen, bei dem die Energie möglicherweise gewaltsam durch den Panzer durchbricht, was zu irrationalem Haß und Angst führt. Im nächsten Schritt dieses Prozesses wird diese Angst und dieser Haß auf irgendein Objekt gerichtet und an ihm festgemacht. Und was ist schon eine bessere Zielscheibe für derartig unerträgliche Gefühle als jene, welche beim leidenden Organismus diese unerträglichen Erregungszustände provozieren. Eine Erregung, die weder in ausreichendem Maße zurückgehalten noch rational zum Ausdruck gebracht werden kann. Das ist der Grund, warum Reich und die Entdeckung der Orgonenergie für den Faschismus wichtige Zielscheiben wurden, nachdem die Welt begann, von diesem neuen Wissen Notiz zu nehmen.

Verfährt man mit einer Konzentration von Orgonenergie im Menschen oder seiner Umwelt zu energisch bzw. zu "schroff", stachelt das die Lebensenergie an und treibt sie zur Produktion von ORANUR und DOR. DOR ist buchstäblich "erschöpfte" Lebensenergie; Energie, die aufgebraucht wurde, die schal und giftig geworden ist und der es an Sauerstoff und Wasser fehlt. Das sind keine spekulativen philosophischen Konzepte, sondern es handelt sich um grundlegende und weitreichende metabolische Funktionen an den Wurzeln des Lebens selbst. Das gewaltsame Absondern riesiger Mengen radioaktiver Stoffe in das Orgonenergie-Kontinuum unserer Biosphäre erzeugt (und das schon seit einiger Zeit) eine Kettenreaktion weltweiter ORANUR-Verseuchung. Genauso ist das Erzeugen und Ausstoßen riesiger DOR-Mengen in unseren Luftraum das Ergebnis der direkten Umwandlung des Orgons in DOR durch außerirdische Raumfahrzeuge, bzw. UFOs. Sowohl die Produktion von ORANUR, als auch die sogar noch schädlichere Produktion von DOR, tragen zur sich verschlimmernden DORisierung der Menschheit bei. Nichts macht dies deutlicher als die zunehmenden Angriffe auf Reich und die Orgonomie und die beschleunigte Gangart der gegen die Juden gerichteten neo-nazistischen Bewegung.

Wir wollen kurz in dieses wutentbrannte Inferno mörderischen Hasses eintauchen, einen Blick auf die verzerrten Gesichter erhaschen und den heiseren Faseleien DORisierter "Menschen" lauschen, die vor Haß fast wahnsinnig sind und die deshalb einen Sündenbock finden müssen, ein Objekt für ihren boshaft gehässigen Energiehunger:

Als andere Völker immer zivilisierter wurden, wurde der Blutritus symbolisch, und während der Rituale wurde eine symbolische Form des Blutes, gewöhnlich Wein, getrunken, der barbarische Brauch des Tötens des Opfers wurde ganz aufgegeben. Nur eine Gruppe, die jüdische Kultgemeinde, hat den Brauch des Blutritus bis in moderne Zeiten fortgesetzt. ... Von Zeit zu Zeit locken die jüdischen Anführer ein nichtjüdisches Kind zu sich, das vorzugsweise männlich und zwischen sechs und acht Jahren alt sein soll. ... Nachdem das Kind in die Synagoge oder ... zu einem etwas geheimeren Versammlungsplatz gelockt wurde, wird das entführte Kind auf einen Tisch gebunden und entblößt, und sein Körper wird mit scharfen rituellen Messern an genau jenen Stellen gestochen, wo die Nägel in den Körper Christi am Kreuz eindrangen.

Wenn das Blut in Kelche abfließt, heben die jüdischen Anführer die Kelche zum Trank, während das nichtjüdische Kind in einer Atmosphäre nicht enden wollenden Horrors langsam dahinstirbt. Die Juden rufen den Fluch auf Christus und alle Nichtjuden herab und feiern ihren symbolischen Sieg über die Nichtjuden, während sie damit fortfahren, das Blut des sterbenden Kindes zu trinken. Die Juden glauben, nur mit Ausübung dieses Ritus könnten sie weiterhin inmitten ihres nichtjüdischen Wirtes überleben und gedeihen.

Die obigen haßerfüllten krankhaften Äußerungen erinnern uns an die Gaskammern und den teuflischen Wahnsinn Nazi-Deutschlands. Unglücklicherweise ist die Quelle für dieses Zitat der Gegenwart viel näher. Die Stelle stammt aus einem Buch, das 1968 erschienen ist. In dieser seiner Neuen Geschichte der Juden befaßt sich Eustace Mullins des weiteren mit der Beschneidungspraxis der Juden. Der Beschneider nehme, so Mullins, etwas Wein in den Mund und sauge mit den Lippen an dem betreffenden Körperteil. Dann würde die Mixtur aus Wein und Blut in ein Gefäß gespien und "vom Rabbi als große Delikatesse getrunken".

Mullins sagt, daß, "obwohl man Tausende Seiten verbürgter Ritualmorde an Kindern, die durch Juden verübt wurden, zitieren könnte", er "nur zwei" (Hervorhebung hinzugefügt) erwähnen wolle. Der erste Fall betrifft einen gewissen "Sankt Hugo", der, Mullins zufolge, in Lincoln (England) von den Juden ermordet wurde – im Jahre 1255! Der zweite "verbürgte" jüdische Ritualmord trug sich viel später als 1255 zu – er ereignete sich, sagt Mullins, 1472!

Dieses "verbürgte" Beweismaterial führt Mullins zu folgender Schlußfolgerung:

Die Juden waren in den Vereinigten Staaten in der Lage, Ritualmorde an nichtjüdischen Kindern zu begehen, weil sie die Presse kontrollieren und weil sie so viele hohe Ämter innehaben. ... Der Brauch ist in diesem Lande mittlerweile so weit verbreitet, daß die Juden in der Lage sind, große Mengen des Kindesblutes für den Gebrauch in ihren Zeremonien nach Israel zu verschiffen.

Wäre Eustace Mullins ein isolierter Einzelgänger, dessen Emotionelle Pest-Schriften sich auf einen eng begrenzten Kult von durch Haß zerfressene, DORisierte Zeitgenossen beschränkte, wäre man geneigt, derart kranke Faseleien einfach zu ignorieren, ein Bad zu nehmen und an die frische Luft zu gehen. Die Situation ist jedoch weit schlimmer, als eine einzelne, an DOR sterbende Seele anzeigt, die allein auf weiter Flur herumtobt. Über Zeitungen, Traktate, Pamphlete, Broschüren und Bücher wird überall die Atmosphäre durch Hassliteratur gleichen Schlages verpestet. Durch Risse im Eisernen Vorhang sind seit längerem Berichte über Antisemitismus zu uns gelangt. Aus welcher Quelle sie auch immer stammen mögen, haben die Haßtiraden gegen die Juden jedoch eine bestimmte Gemeinsamkeit: die Juden seien in eine geheime jüdische Weltverschwörung verstrickt, um den Globus zu unterjochen; die Juden trachteten danach, jede Nation durch internationale Bankkartelle zu beherrschen; und die Juden steckten hinter allem Hader und Zwist, weil sie sowohl die radikale Rechte als auch die radikale Linke kontrollierten. Alles nur denkbare, was auf dem Planeten Erde falsch läuft, kann durch die Macht einer verdrehten Logik und DORisierter Instinkte der "internationalen Verschwörung der Juden" zur Last gelegt werden.

Was steckt hinter dieser Explosion teuflischen Hasses? Warum werden in Zeiten gewaltsamer gesellschaftlicher Umbrüche die Juden von haßentbrannten Menschen als Sündenböcke auserkoren? In seiner Massenpsychologie des Faschismus hat Reich die sozialen und psychiatrischen Aspekte des Antisemitismus beschrieben. Wir wollen nun mit Hilfe unseres Wissens über Orgon und DOR versuchen, in diese offensichtlich krankhaften, aber nichtsdestoweniger äußerst gefährlichen Phantasien, Sinn hineinzubringen. Wenn wir nämlich die bioenergetische Bedeutung des DORisierten Ausdrucks verkennen, laufen wir Gefahr, ihm Maßnahmen entgegenzusetzen, die sich nicht von ihm unterscheiden, wie etwa den Rotstift, oder wir reagieren gar mit Einkerkerungen und Erschießungskommandos.

Fassen wir zusammen: DOR ist tote, erschöpfte biologische und kosmische Energie. Energie, die mit einem Wahnsinnshunger nach Wiederbelebung, nach Erneuerung von "Leben" und Pulsation (Gefühl) buchstäblich giert und sich an frischer Orgonenergie, frischem Sauerstoff und Wasser gütlich tun will. DOR fühlt sich zu frischer Orgonenergie stark hingezogen (Mullins‘ Phantasien über die Ritualmorde an Kindern offenbaren seine Beweggründe). Der DORisierte, faschistische Mensch fühlt sich zu allem stark hingezogen, was starke Konzentrationen von Lebensenergie verkörpert. Um überleben zu können, muß er an diese frische Energie gelangen.

Als perfektes Objekt für dieses von Durst geplagte Verlangen betritt nun der Jude den Schauplatz. Der Jude hat, den an DOR vergehenden faschistischen Hetzern des Hasses zufolge, großen Reichtum angesammelt. Für einen DORisierten Faschisten ist Geld gleichbedeutend mit Energie! Falsch wird der Jude auch als "böse, schmutzig, niederträchtig, heimlichtuerisch, Ränke schmiedend" und, vor allen Dingen, "liederlich und lüstern" beschrieben. Diese Charakterisierung malt von der "Jüdischheit" ein Bild, das in energetischen Begriffen nichts weniger als gleichbedeutend ist mit fauliger Dreck – also DOR! Genauso wie DOR Orgon anzieht und Orgonenergie DOR, zieht ebenso auch DOR wieder zusätzliches DOR an! Und diese DORisierung "des Juden" ist die typische Projektion jedes einzelnen DORisierten faschistischen Individuums, das unbedingt genau das auf andere projizieren muß, was es selbst im eigenen Inneren verspürt.

Der orthodoxe Jude läßt noch immer die Beschneidung durchführen, obwohl viele unorthodoxe und reformierte Juden es nicht tun. Für den Faschisten ist dieses offenkundige Berühren des Genitals (in Zusammenhang mit der weitverbreiteten Kastrationsangst) äußerst erregend. Derartige Bräuche schockieren ihn, und gleichzeitig fühlt er sich zu ihnen hingezogen. Überall in seinem Buch offenbart sich Mullins‘ morbide Faszination für Bluttrinken, Beschneidung und ritualistische Greuel. Es ist Mullins‘ eigener Durst nach Energie, der ihn dazu treibt, diese Krankhaftigkeit hinauszuprojizieren, um dann Kraft aus ihr zu ziehen.

Wenn es um seine tiefsitzende Gier nach Energie geht, kümmert sich der Faschist überhaupt nicht um Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Ich fühle mich an Äsops Fabel vom Wolf und dem Schaf erinnert, die aus dem gleichen Fluß tranken. Dem Wolf gelüstete es nach dem Fleisch und Blut (Energie) des Schafes, aber er brachte es nicht über sich, einfach auf das Schaf loszustürzen und es auf der Stelle zu verschlingen. Er brauchte "einen Grund", den er sich aus den Fingern zu ziehen begann. Zuerst fauchte der Wolf das Schaf wütend an, es werfe einen Schatten auf den Wolf. Das Schaf wies darauf hin, daß die Sonne aus der Richtung des Wolfes falle. Dann knurrte der Wolf, das Schaf wirbele im Fluß den Schlamm auf und schicke das schlammige Wasser zu ihm herab. Aber das Schaf machte ruhig darauf aufmerksam, daß das Wasser vom Wolf zu ihm (dem Schaf) fließe. Daraufhin verzichtete der Wolf auf jeden weiteren Vorwand und stürzte sich einfach auf das Schaf, um es in Stücke zu reißen, was genau das war, was der Wolf die ganze Zeit über vorgehabt hatte.

Ein Zitat aus einer anderen Quelle gibt einen weiteren Beleg für den mörderischen Energiehunger, der hinter der faschistischen Gesinnung steckt:

Seit langem verzweifele ich an den amerikanischen Antikommunisten. Sie werden nie gegen irgend etwas Substantielles kämpfen. Sie werden nicht die großen jüdischen Banken bekämpfen, weil ein Angriff auf diesen Bereich immer sofortige Vergeltungsmaßnahmen nach sich zieht. Unsere falschen Antikommunisten werden Strohmänner bekämpfen, aber nie richtige Juden.

Ein richtiger Kampf könnte nur nach dem Ausbrechen aus dem Käfig des "Links-Rechts-Denkens" geführt werden, den die Juden aufgerichtet haben. Wir sind wie Rinder, die auf einer zubetonierten Weide verhungern und denen der Verstand fehlt, einfach über den Zaun zu springen, um in den lichten grünen Waldungen zu grasen, die so einladend genau vor uns liegen (Hervorhebungen hinzugefügt).

Dieses Zitat ist dem anonym verfaßten Pamphlet "Die Offenlegung der Geheimnisse der Juden" entnommen, das von der Vereinigung für Christliche Erziehung in Union, New Jersey vertrieben wurde.

Untersuchen wir das obige Zitat und reduzieren es auf die grundlegenden energetischen Begriffe, haben wir wieder den Hunger nach "Nahrung" (Energie) vor uns: "Wir sind wie Rinder, die auf einer zubetonierten Weide verhungern." Und entsprechend kommt dem Autor (und damit dem Leser) auch das intuitive Kernwissen von der Existenz der muskulären Panzerung zu Bewußtsein: "das Ausbrechen aus dem Käfig des 'Links-Rechts-Denkens', den die Juden aufgerichtet haben", und das Verlangen, durch die eigene Panzerung gewaltsam hindurchzubrechen: "der fehlende Verstand, über den Zaun zu springen".

Natürlich muß darauf hingewiesen werden, daß der Antisemitismus nur ein Aspekt des DORisierten Verhaltens der Emotionellen Pest ist. Jede Gruppe und jede Einzelperson, die von "rassischer Überlegenheit" bzw. "rassischer Unterlegenheit" spricht, ist ein Träger der Emotionellen Pest. Das ist beim Protestanten, der Katholiken verdammt, genauso wahr wie beim Schwarzen, der mißbilligend auf die Latinos blickt, oder beim Israeli, der die marokkanischen Juden diskriminiert.

Reich hat klargestellt, daß das Kind nichts als ein Sack voll Orgonenergie ist. Alle sind wahre Kinder Gottes. Ob sich das Kind zu einem liebenden, verläßlichen Vertreter Gottes oder zu einem haßverzerrten pestilenten Charakter entwickelt, hängt ganz und gar von der Formung durch Eltern und Gesellschaft ab. Solange die Gesellschaft den rationalen, primären Ausdruck von Liebe bei Kindern und Jugendlichen mit Strafen belegt, werden diese unvermeidlich chronische muskuläre Versteifungen (bzw. den Charakterpanzer) ausbilden, aus denen heraus sich nur irrationaler Haß und Angst entwickeln können – der Jauchepfuhl aller rassenfanatischen Bosheit.

Zweierlei wird durch den unaufhörlichen Angriff durch ORANUR und DOR in unserer Atmosphäre verursacht: Er verwandelt die normalerweise gutartige Lebensenergie in eine übererregte, in die Raserei getriebene, Killerenergie. Und zweitens trägt die DOR-Verseuchung zur bereits unerträglichen Belastung von Atmosphäre, Wasser und Mensch mit dem weltweit verbreiteten DOR bei und beraubt so die Organismen der Lebensenergie, die ihnen normalerweise zugänglich gewesenen wäre.

Ohne restlose Stillegung aller kerntechnischen Anlagen und Atomkraftwerke auf dem gesamten Planeten können wir davon ausgehen, daß das Hervorrufen von ORANUR-Kettenreaktionen anhalten wird. Das Überhandnehmen von ORANUR und DOR macht es dem Menschen zunehmend schwerer, seine Lebensenergie zu metabolisieren. Deshalb muß er nach anderen Energiequellen Ausschau halten und gleichzeitig irgendeinen Grund (einen Sündenbock) für sein wachsendes Gefühl der Leere (Energieauszehrung) und seinen irrationalen Haß finden.

Ist die atmosphärische DOR-Verseuchung wirklich so arg, oder neigt der Autor ein wenig zur Übertreibung? Ein Maß für den DOR-Gehalt unserer Atmosphäre ist die Anzahl der jährlich in den Vereinigten Staaten auftretenden Tornados. Reich fand heraus, daß die Tornados der Weg sind, über den die Natur die Atmosphäre von DOR reinigt. Ein Blick auf die folgende Auflistung aus The 1973 World Almanac sollte dem Leser ein besseres Bild unserer sich verschlimmernden DOR-Lage vermitteln:
(6)

 

Jahr Anzahl Jahr Anzahl Jahr Anzahl
1916 90 1933 582 1957 864
1917 121 1938 213 1962 658
1918 81 1939 152 1965 915
1919 64 1940 124 1967 912
1920 87 1942 167 1969 604
1928 203 1949 249 1970 649
1930 192 1953 437 1971 888

 

Zweifellos ist der planetare DOR-Notstand eine bedrohliche Realität. Das DOR in der Atmosphäre und im Menschen ist der wichtigste Faktor, der zum planetaren Chaos, zum Wiederaufleben des Roten und Schwarzen Faschismus und zum Angriff der Emotionellen Pest auf das Leben beiträgt – alles Leben! (Zu diesem Szenario gehört auch der überhandnehmende Haß auf die Kinder von seiten DORisierter Eltern, Aufsichtspersonen und anderer – die "Kindesmißhandler".)

Diese Probleme lassen sich nicht mit Polizeistaatsmethoden lösen, sondern nur dadurch, daß man die Aufmerksamkeit auf den wahren Feind – das DOR – in Mensch und Umwelt richtet, und durch die vollständige rücksichtslose Freilegung der biophysikalischen Grundzüge, die sich hinter einem DORisierten, faschistischen Verhalten, der mörderischen Äußerungsform der Emotionellen Pest, verbergen.

Was jedoch den globalen Maßstab anbetrifft, müssen Mittel gefunden werden, die wachsende Ausbreitung des DOR unter Kontrolle zu bekommen und die Entwicklung umzukehren. Wenn uns das nicht gelingt, können wir sicher sein, daß die Emotionelle Pest in Form des Roten und Schwarzen Faschismus ein Blutbad voll Elend, Zerstörung und Tod heraufbeschwören wird, wie es der Planet Erde nie zuvor erlebt hat. Das ist keine Prophetie: es ist das unausweichliche Ergebnis unseres gegenwärtigem planetaren Weges in die Vernichtung.

 

 

 

15. Die Aasgeier kreisen

 

Seit vielen Jahren werden Geschichten über Viehverstümmelungen von verschiedenen UFO-Autoren in Umlauf gebracht. Da war z.B. die Sache mit dem Pferd Snippy, das im September 1967 von seinen Eigentümern in der Nähe von Alamosa, Colorado tot aufgefunden worden war. Das Reitpferd, dessen Besitzerin eine gewisse Berle Lewis war, wurde auf der Harry King Ranch gehalten, die im San Luis Valley liegt. In der Vergangenheit wurde dieser bekannte Fall von einer Reihe von Autoren behandelt, wir wollen deshalb unsere Aufmerksamkeit nur auf die zweckdienlichen Einzelheiten richten.

Snippys verstümmelten Leichnam fand man auf der Seite liegend. Von den Schultern aufwärts bis zu den Nüstern fehlte jedwedes Fell oder Fleisch. Der Rest des Kadavers schien intakt und unberührt. Am Fundort stellten Beobachter bei Snippy einen präzisen chirurgischen Schnitt um den ganzen Hals herum fest. Auf dem Erdboden konnte kein Blut entdeckt werden und keinerlei Spuren, die man hätte Menschen zuschreiben können. Dennoch waren in der Umgebung die Zichoriebüsche auf weniger als einen Fuß über dem Boden zusammengepreßt und man fand ungewöhnliche Einkerbungen – etwa 15 Stück – die einen Kreis umschrieben und "den Spuren eines Triebwerks ähnelten". Zusätzlich zu den kreisförmig angeordneten Markierungen entdeckten die Untersucher sechs Löcher, jedes etwa 5 Zentimeter breit und 15 Zentimeter tief.

Etwa zwei Wochen nachdem der Körper des Tieres gefunden worden war, erschien Duane Martin von der US-Forstverwaltung auf dem Schauplatz. Er untersuchte Snippys Kadaver mit dem Geigerzähler und stellte noch in beträchtlichem Abstand vom Körper eine sehr hohe Radioaktivität fest. Auch in den fünfzehn kreisförmig angeordneten Markierungen registrierte er hohe Radioaktivität.

Ein weiterer wichtiger Aspekt dieses Falles war die Sichtung eines UFOs durch die Mutter von Frau Lewis, Agnes King. Sie berichtete, sie habe ein seltsames Objekt beobachtet, das am Abend von Snippys Verschwinden über das Ranch-Haus der Kings flog. Auch erzählte die Besitzerin des Pferdes den Reportern, daß sie ein Stück vom Fleisch des Pferdes, an dem sich noch ein paar Haare befanden, an einem Busch hängend gefunden hatte. Als sie ein Loch in dieses Fleischstückchen gemacht habe, sei eine "grüne Paste" ausgetreten, an der sie ihre Hand verbrannte und die die Haut habe rot anlaufen lassen. Ein Pathologe aus Denver, der den Kadaver untersuchte und eine Autopsie vornahm, stellte fest, daß die Bauchhöhle und die Körperhöhlungen für Gehirn und Rückenmark "leer" waren! Seiner Aussage zufolge war das Fehlen aller Organe im Bauch des Tieres "vollkommen unerklärlich".

Als diese ungeheuerlichen Fakten bekannt wurden, verbreitete sich die Geschichte von Snippys bizarrem Tod über die ganze Welt und verschiedene Untersuchungsteams erschienen vor Ort. An einem dieser Teams waren Herb Roth, der Koordinator des Flugausbildungs-Programms der United Airlines, und Dick Cable vom North American Air Defense Command beteiligt. Es steht fest, daß Vertreter der Regierung sich für diesen Fall lebhaft interessiert haben, aber natürlich wurde darüber nichts bekannt gegeben.

Obwohl der Snippy-Zwischenfall weltweit zur Nachricht wurde, war das Ereignis nach kurzer Zeit vergessen. Nur "ein weiterer ulkiger und verrückter Vorfall", der in den Archiven der UFO-Forschung verschwindet. Dennoch ereignete sich unabhängig von diesem Fall gleiches überall in den Vereinigten Staaten und der ganzen Welt. Und in Anbetracht der Tatsache, daß Rancher abgeneigt sind (bzw. waren) über solche Vorfälle zu berichten, weil sie sich nicht des allgemeinen Musters bewußt sind, das sich in den letzten Jahren abgezeichnet hat, werden wir nie mit Sicherheit wissen, wie viele dieser "unglaublichen" Viehverstümmelungen sich wirklich zugetragen haben.

Trotzdem war der Snippy-Fall nur eine Vorahnung von dem, was da kommen sollte. Seit diesem Vorfall wurden überall in den Vereinigten Staaten Tausende Rinder auserlesener Qualität aufgefunden. Und bei allen wurde das gleiche Grundmuster evident: Ihre Genitalorgane hatte man mit chirurgischen Präzision herausgeschnitten. In vielen Fällen stellten die Behörden fest, daß auch Ohren, Zungen, After und Euter chirurgisch entfernt worden waren. In wachsendem Maße wurden die Rancher in Aufregung und Furcht versetzt und bedrängten zuerst ihre örtlichen Viehzüchter-Vereinigungen und dann ihre Abgeordneten im Repräsentantenhaus, um eine Antwort zu erhalten.

Von ein paar Einzelfällen abgesehen konnte das Treiben von Raubtieren (Hunde, Kojoten, Wölfe) ausgeschlossen werden. In der Mehrzahl der Fälle bleibt das Fleisch unangetastet. Außerdem fehlt es an Spuren, die Menschen oder irgendeiner menschlichen Aktivität zugeschrieben werden könnten. Im Zusammenhang mit diesen Viehverstümmelungen tauchten über den Gebieten, in denen man die toten Tiere fand, "seltsame Lichter" auf. In einigen Fällen hatte man die Tiere offensichtlich aus einer Höhe fallen lassen, die ausreichte, ihre Beine zu brechen.

Bevor wir uns den verschiedenen Hypothesen zuwenden, die entwickelt wurden, um diese Verstümmelungen zu erklären, wollen wir folgende Meldung aus Kiowa, Colorado (WP) vom 2. November 1975 betrachten:

Seit Beginn des Sommers haben Rancher im umliegenden Landkreis 72 Stück Vieh und ein paar Pferde und Schweine entdeckt, die an einer unbekannten Ursache verendet waren und denen durchweg ein Ohr, ein Auge, die Genitalien und einige andere Organe fehlten. Fast alle toten Tiere hatten einen etwa 30 Zentimeter weiten, sauber geschnittenen Kreis um Mastdarm oder Euter herum, oder zwischen den Hinterläufen war ein schmaler Streifen Fleisch entfernt worden.

Der Sheriff des Elbert-Bezirks George Yarnell und seine beiden Stellvertreter ... sind verwirrt. Man fand keinerlei Spur von denen, die für die Verstümmelungen verantwortlich sind. Die Behörden versuchen herauszufinden, ob sie es mit einer Art von aus der Luft operierendem Satanskult zu tun haben, der das Vieh mit Giftpfeilen erlegt, um Körperteile zu entnehmen, die für irgendeine Art von Ritual benötigt werden ....

Berichte über Verstümmelungen in diesem Bezirk von 9000 Einwohnern begannen im Juni einzugehen. Im September schwollen sie zu fast einem pro Nacht an und fielen im Oktober wieder ab. "Das ist die größte Herausforderung meiner Laufbahn", sagte Yarnell. "Wir haben alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft und bis jetzt ist dabei absolut nichts herausgekommen."

Jedoch war das seltsame Viehsterben nicht auf diese Region beschränkt. In den letzten Monaten berichteten Sheriffs aus allen Prärie-Staaten von Idaho bis Texas über das unheimliche Abschlachten des Viehs. "Erst diese Woche", sagte Yarnell, "erhielt ich einen Anruf von einem Sheriff aus Arizona, der mir erzählte, daß es dort unten etwa 17 weitere Viehverstümmelungen gegeben habe. Und ein Bursche rief mich letzte Woche sogar aus West-Pennsylvania an und sagte, es wäre mit einer seiner Milchkühe geschehen."

Indessen gab es in Colorado seit Juni fast 200 Berichte über Verstümmelungen. Der Landkreis Elbert ..., der etwa 80 Kilometer von Denver entfernt liegt, scheint der Brennpunkt der Verstümmelungen zu sein.

Rancher von hier haben Yarnell jede Woche ein paar Male angerufen, um ihm von Lichtern zu berichten, die von etwas herflimmern, was so wirkt, als wären weit draußen auf dem Weidegelände Hubschrauber.

Aber bis jetzt gab es keine greifbaren Hinweise, nur Berichte über Hubschrauber und kleine Flugzeuge, die bei Nacht in geringer Höhe über dem Gebiet fliegen und Geschichten von Autofahrern auf einsamen Landstraßen, die unvermittelt von Scheinwerfern angestrahlt werden, die dann plötzlich verlöschen, ohne daß man sagen könnte, woher die Lichter kamen (alle Hervorhebungen hinzugefügt).

Der oben zitierte Pressebericht ist bezeichnend für die Situation im ganzen Land. Erfahrene Polizeibeamte sind nicht in der Lage, vernünftige Indizien vorzubringen, die zur Festnahme und Verurteilung der Täter, die diese Verstümmelungen verübt haben, führen könnten. Und was hat es mit der interessanten Ballung von Verstümmelungen im Gebiet etwa 80 Kilometer südöstlich von Denver auf sich?

Anfang 1976 erschien in Privatdruck ein unscheinbares Buch von Fred Smith mit dem Titel Cattle Mutilations – The Unthinkable Truth. Im selben Jahr veröffentlichte die ehemalige Journalistin Roberta Donovan zusammen mit Deputy Sheriff Keith Wolverton aus dem Cascade Landkreis in Montana das Buch Mystery Stalks the Prairie. Beide Bücher befaßten sich mit Viehverstümmelungen. In Mystery Stalks the Prairie legen die Autoren unzweideutiges Material, einschließlich Farbphotos, vor, um diese Greueltaten zu dokumentieren. Es werden auch UFOs und Sichtungen von Big Foot behandelt – der berühmt-berüchtigte riesige, haarige Zweifüßler, der mit seiner schieren Größe, seinem Schreien, Gestank und glühenden Augen Menschen, die ihm begegneten, in Angst und Schrecken versetzt.

Donovon und Wolverton ziehen keinerlei kausale Verbindung zwischen UFOs, Big Foot und den Viehverstümmelungen. Sie präsentieren einfach nur die Tatsachen. Und das ist mehr als ausreichend, jeden rationalen Menschen davon zu überzeugen, daß etwas Ungeheuerliches vor sich geht. Rancher berichteten von Dutzenden Viehverstümmelungen: Genitalorgane herausgeschnitten, andere Organe fachkundig entfernt, das Blut aus den Tieren abgesaugt und in den meisten Fällen gibt es überhaupt keine Spuren im Boden oder Anzeichen eines Kampfes. Das Fleisch der verendeten Tiere wird von Raubtieren verschmäht. Donovan und Wolverton berichten über Viehverstümmelungen, die sich zwischen August 1974 und Mai 1976 in einem Gebiet ereigneten, das fünf Landkreise Montanas umfaßt.

Jedoch sind die Fakten für sich allein genommen wertlos, solange man nicht willens ist, zur Erklärung der Fakten eine hinlängliche Hypothese aufzustellen. Aber Donovan und Wolverton halten sorgfältig davon Abstand, irgendwelche Schlußfolgerungen zu ziehen. Auf der anderen Seite bietet Fred Smith in seinem Buch Cattle Mutilations – The Unthinkable Truth in der Tat eine theoretische Erklärung an, die wir später betrachten werden.

Smith konzentriert sich insbesondere auf die Umgebung von Denver, Colorado und die zahlreichen Viehverstümmelungen dort. Wenden wir uns also wieder unserer Frage zu: Warum wurden im Gebiet des Elbert Landkreises in Colorado mehr als 200 Stück Vieh abgeschlachtet? Wieso kommt es in diesem Gebiet zur Häufung? Fred Smith erklärt:

Das Gebiet, in dem sich bei weitem die meisten Viehverstümmelungen zutrugen, ist auch von den modernsten Militäranlagen der Welt umgeben. Im Südosten liegt die Akademie der Luftwaffe, der Ent Air Force-Stützpunkt, der riesige Heeresstandort Fort Carson und der geschäftige Zivil- und Militärflughafen Peterson Field. Am nördlichen Rand des Elbert Bezirks liegt Lowry, ein Platz wo die Luftwaffe Bombenabwürfe übt.

Genau dahinter liegt der Buckley-Flugstützpunkt der Nationalgarde und der Marineflieger, die Lowry-Luftwaffenbasis, der internationale Flughafen Stapleton, die Rocky Mountain-Munitionsfabrik, wo Nervengas und andere exotische Gifte produziert und gelagert werden, und die berühmten Rocky Flats, wo Auslöser für H-Bomben hergestellt und erneuert werden - und von wo aus Plutonium über Denver und Boulder verstreut wird.

Smith richtet unsere Aufmerksamkeit auch auf die Tatsache, daß der Cheyenne Mountain – die Kommandozentrale des NORAD – eine hervorstechende Anlage dieses Schauplatzes ist und daß sich die Viehverstümmelungen praktisch in den "Windungen" dieser hochgeheimen Militärkomplexe zutrugen, einschließlich der Verstümmelung eines 700 Kilo-Büffels im Cheyenne Mountain-Zoo. Der Bericht des amtlichen Leichenbeschauers des Bezirks über die Autopsie des Büffels lautet wie folgt: "Der Schnitt wurde sauber, präzise und offensichtlich mit einem sehr scharfen Instrument durchgeführt. ... Es war besser, als ich selber es hätte tun können, wenn ich es versucht hätte. Es war eine wirklich erstklassige Arbeit."

Smith merkt an: "Irgend jemand hat dem amerikanischen Volk, der Regierung, den Geheimdiensten und dem NORAD eine Botschaft überbracht. Auf die direkteste Weise, die möglich ist, wird hier etwas sehr wichtiges gesagt." Weiter macht Smith folgende Anmerkung: "Wir können davon ausgehen, daß in der Welt auch andere Stellen, zum Beispiel der sowjetische Nachrichtendienst, ähnliche Botschaften erhalten."

Es gibt nur eine Theorie, die alle wesentlichen Fakten der Mehrzahl der Fälle abdeckt – UFOs! Das ist, wie es Smith uns sagt, eine "Unthinkable Truth" – eine unvorstellbare Wahrheit. Das bringt uns zu unserer wichtigsten Frage: Warum?

Warum verüben die Außerirdischen dieses ausgedehnte Blutbad? Woher stammt das Interesse an den Genitalorganen? Warum saugen sie dem Vieh das gesamte Blut aus? Warum schneiden sie Ohren, Zungen, Augen, Lippen und Euter heraus? Und woher kommt der Anstieg der Fallzahlen in den letzten Jahren? Zur Zeit ist es unmöglich, so wie die Außerirdischen zu denken. Wir wissen nicht, was in ihnen vorgeht. Wir können ihre Motive nur an Hand ihrer Taten und deren Folgen bewerten.

"Gleichgültigkeit" von seiten der Außerirdischen können wir ausschließen. Sie haben die Menschheit sehr wohl zur Kenntnis genommen. Seit vielen, vielen Jahren haben sie die Erde ins Auge gefaßt und diese Observierung hat sich als militärisch planmäßig erwiesen (siehe mein Buch Scavengers from Space). Das ist eine schockierende, extrem beängstigende Perspektive – aber wir können sie nicht zur Seite schieben, nur weil wir Angst davor haben, ihr ins Angesicht zu blicken. Und sie wird auch nicht dadurch verschwinden, daß man einfach äußerst wichtige Fakten als absurd von sich weist oder eine vernünftige Hypothese als "lächerlich" abtut.

Für mich ist nichts beängstigender, als daß wir aller Wahrscheinlichkeit nach einer fremdartigen, furchterregenden und technologisch überlegenen Rasse aus dem Weltraum gegenüberstehen, die ganz offen und sehr tatkräftig feindselige Absichten gegenüber der Erde und ihren Bewohnern hegt. Von denjenigen UFO-Forschern, die es wagen, die Möglichkeit einzuräumen, daß hinter den Viehverstümmelungen Außerirdische stecken (und es gibt sehr wenige, die öffentlich diese Meinung vertreten haben), ziehen die meisten keinerlei Schlußfolgerungen hinsichtlich dieses extraterrestrischen Affronts. Ihr Denken trifft auf eine Angstblockade, die kein weiteres Nachsinnen zuläßt. Sie wagen es nicht, den nächsten Gedankenschritt zu machen: die Frage nach dem "Warum?"

Es gibt auch beherzte Seelen, die den Fakten unerschrocken die Stirn bieten und die die Kraft aufbringen, zwischen dem abgeschlachteten Vieh und den UFOs eine Beziehung herzustellen, um dann weiterzugehen und die Frage nach dem "Warum?" zu stellen. Aber die Antwort wäre so unheilverkündend und beängstigend, so daß sie von der Angstbarriere abprallen und sich in Mystizismus oder Metaphysik flüchten. Ich verdamme derartige Flüge der Phantasie nicht, die doch letzten Endes nur Selbsterhaltungsstrategien darstellen. Viele ernsthafte UFO-Forscher haben sich unter dem Druck des Phänomens und seiner Folgen leise aus diesem Feld zurückgezogen. Andere wurden geisteskrank und wieder andere begingen Selbstmord. Niemand ist verpflichtet, sich mit diesen Dingen zu beschäftigen. Aber gibt man vor, ein ernsthafter UFO-Forscher zu sein, muß man zwischen wissenschaftlich nachweisbaren Tatsachen hier und mystischen oder metaphysischen Konzepten dort klar unterscheiden.

Daß Tausende Stück Vieh getötet und schrecklich verstümmelt wurden, ist kein mystisches oder metaphysisches Konzept – es ist eine nachweisbare Tatsache. Daß Menschen – einschließlich Kinder – von UFOs verletzt oder sogar getötet wurden, ist ein verifizierbares physisches Faktum. Daß Flugzeuge der Luftstreitkräfte mit ihren Piloten von UFOs zum Absturz gebracht wurden, ist eine Realität. Nun – wie erklären wir diese Vorkommnisse? Welche Hypothese können wir zur Erklärung des Geschehens vorbringen? Sind die UFOs Freund oder Feind?

Wie sein Buch Cattle Mutilations zeigt, verkörpert Fred Smith die angsterfüllte Flucht in den Mystizismus. Er glaubt, daß die Verstümmler in den UFOs "eine himmlische Armee" bilden, "eine ausgelassene himmlische Schar ... immer auf Draht, liebenswürdig, duldsam, gewaltlos und ohne Ansprüche gegenüber allen, die unter ihrer Obhut stehen." Mit anderen Worten: diese Außerirdischen sind hierher gekommen, um biblische Warnungen und Prophezeiungen zu erfüllen. Die Situation faßt Smith auf folgende Weise zusammen: "Diese Erde steht unter einem Fluch, einem kosmischen Bann." Und er versichert uns, daß "die UFOs keine Feindseligkeit gegenüber Privatpersonen als solche gezeigt haben." (Ich bin sicher, die Familie von Hauptmann Mantell wird überglücklich sein, dies zu hören, wie auch die Familien all der anderen Piloten der Vereinigten Staaten, Rußlands, Großbritanniens, Frankreichs und Brasiliens, die nach der Annäherung an UFOs abstürzten.)

Smith erklärt uns, wir könnten alle Antworten in den Heiligen Schriften finden – gemeint ist natürlich die Luther-Bibel. Ich habe viel Zeit mit dem Lesen des Alten und Neuen Testaments zugebracht. Ich liebe und verehre die Bibel und ich bin fest von der Existenz Gottes überzeugt, wie sie sich in der Natur und den Naturgesetzen zeigt. Aber ich unterscheide streng zwischen religiösen Erzählungen, Mythologien und biblischen Legenden einerseits und wissenschaftlich nachweisbaren Fakten andererseits.
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Außerdem hat sich Smith nicht mit annähernd genug Tatsachen vertraut gemacht, um kategorisch verkünden zu können: "Die UFOs, die die Bewohner des Himmels verkörpern, versuchen nicht, Geheimnisse vor uns zu verbergen. Weit gefehlt! Uns steht vollkommen frei, alles zu wissen, was wir nur in Erfahrung bringen können. Das mißfällt ihnen nicht, sondern bereitet ihnen Freude und sie versuchen uns zu helfen." Sie wollen "uns nur helfen"? Indem sie was tun? Sie wollen uns beim Erlernen einer biblischen Lektion, einer himmlischen Wahrheit behilflich sein? Sogar der "gefallene" Mensch erklärt dem Übeltäter, warum er bestraft wird, bevor er ihn auspeitscht oder in ein Verlies sperrt. Doch Gott schickt seine geflügelten Engel (die UFOs), um unschuldige Kühe, Bullen und Schafe zu ermorden und zu verstümmeln – um ungeborene Kälber zu vernichten, weil die ganze Erde verdammt und verflucht ist! Und das machen "duldsame, gewaltlose und keine Ansprüche stellende" Außerirdische?!

Also deshalb entfernen die Außerirdischen Sexualorgane, Zungen und After und saugen ganze Tanklastzüge voll Blut aus unschuldigen, gewaltlosen und sündefreien Schafen, Pferden, Kühen, Hunden und Bullen ab! Könnten sie nicht einfach jede einzelne Kernkraftanlage auf dem gesamten Planeten ausschalten und vernichten und die Sache wäre erledigt? Könnten sie uns nicht einfach per Fernsehen oder Radio weltweit eine Botschaft übermitteln, die uns genau sagt, wo wir fehlgegangen sind und was sofort unternommen werden muß, um die Lage zu retten? (Man erzähle mir nicht, sie wären dazu technisch nicht in der Lage. Jeder, der die Schwerkraft überwinden und die elektrischen Systeme eines ganzen Landstriches ausschalten kann, könnte mit Sicherheit die kümmerlichen Schwierigkeiten einer weltweiten Rundfunksendung überwinden.) Und warum schleichen sie wie gemeine Diebe durch die Nacht, wenn sie, wie Smith sagt, wollen, daß ihre Taten bekannt werden? Vollbrachte Christus seine Werke in aller Öffentlichkeit oder im verborgenen Dunkel der Nacht?

Und wenn "es uns vollkommen freisteht, alles zu wissen, was wir nur in Erfahrung bringen können", dann erklären Sie uns doch bitte, Herr Smith: Warum haben die UFOs gegen Wilhelm Reichs lebenswichtige Arbeit zur Umkehrung der Wüstenentwicklung in Arizona aktiven Widerstand geleistet?

Ich fürchte, daß Leuten wie Fred Smith ein schrecklicher, grausamer Schock bevorsteht – obwohl ich ihm wohlgesinnt bin und ihn als ungewöhnlich tapferen Menschen und Denker betrachte. Ich habe hier nicht die Absicht, den mystischen Glauben von irgend jemand zu erschüttern. Im Zweiten Weltkrieg sangen wir: "Preise den Herrn und reiche die Munition weiter." Wenn Smith es vorzieht, zu glauben, daß diese UFOs Engel sind, so ist das seine Sache. Aber man vergesse nicht die andere Seite der Medaille – der Himmel beherbergt auch "die Engel des Satans", wenn mir erlaubt ist, in den "Himmel" zumindest unsere eigene Galaxie einzubeziehen. (Nebenbei bemerkt, erzählte mir George Adamski, an den ich mich lebhaft als eines liebenswerten Menschen erinnere, er könne aus seinen Studien nur schließen, daß der Planet Erde buchstäblich "die Hölle" sei. Gut – er hat mir aber nie erklärt, wie man der Hölle die Hölle heiß machen kann oder warum ein "allerbarmender, gütiger Schöpfer-Vater im Himmel" uns hierher versetzt hat, um uns dann wegen einer "Sünde" zu verdammen, die von einer sprechenden Schlange begangen wurde. Eine entsetzliche, ewig fortwährende Sünde, die Jesus Christus in keiner seiner Lehren je erwähnt hat.)

Und so lassen wir jene hinter uns, die in Mystik und Metaphysik flüchten. Und die, die genug Mut haben, sind eingeladen, uns dorthin zu folgen, wohin die Fakten uns auch immer führen mögen.

Die Frage, warum die Außerirdischen Vieh verstümmeln, kann zur Zeit nicht mit Sicherheit beantwortet werden. Nach der Veröffentlichung meiner Analyse der Viehverstümmelungen in der Januar 1976-Ausgabe des EDEN Bulletin stellte ein Wissenschaftler in den Raum, daß die Außerirdischen vielleicht biologische Versuche durchführten, was sowohl ihr Interesse an den Sexualorganen als auch an den Sinnesorganen für Hören, Sehen, Riechen und Schmecken erklärte. Konstruieren sie "Kreaturen", die ihnen bei ihren wie auch immer gearteten Plänen, die sie mit der Erde haben, behilflich sein sollen? Das ist eine Möglichkeit, die man in Erwägung ziehen sollte. Oder "registrieren" sie bloß die biologischen Formen, die gegenwärtig unseren Planeten bevölkern? Warum saugen sie dann aus diesen großen Tieren das gesamte Blut ab? Für Laboranalysen reichte eine kleine Blutprobe aus. Warum also den gesamten Blutvorrat?

Das vorangegangene Kapitel verknüpft die vom Blut ausgehende morbide Faszination mit bestimmten krankhaften, pestilenten Charaktertypen hier auf der Erde. So widerwärtig die Vorstellung auch ist, können wir die weitergehende Möglichkeit nicht ausschließen, daß einige dieser außerirdischen "Wesen" genau wie Moskitos und Vampir-Fledermäuse für ihre eigene Lebenserhaltung Blut benötigen.

Und abschließend möchte ich zwei hervorstechende Aspekte des Phänomens der Viehverstümmelungen hervorheben: Der erste ist die Art und Weise, wie diese Viehmorde durchgeführt werden – geheim und verborgen in der Stille der Nacht. Die Art und Weise, in der eine Tat begangen wird, ist ein wichtiger Hinweis auf ihre Beweggründe. Dringt ein Mann in mein Haus durchs Fenster ein, weiß ich sofort, daß er nichts Gutes im Schilde führt! Und zweitens ist da die wachsende Unverfrorenheit dieser Taten, die gleichsam genau vor der Türschwelle sehr wichtiger, hochgeheimer Militärstützpunkte und –anlagen verübt wurden. Und was das betrifft, stimme ich mit Fred Smith vollkommen überein: Sie versuchen tatsächlich, uns etwas zu sagen! Und wie lautet die Botschaft? Heute dein Vieh, morgen deine Kinder? Mein persönlicher Eindruck ist, daß diese abscheulichen Taten vorsätzliche und wohldurchdachte Provokationen darstellen. So als wollten sie uns eine lange Nase machen und uns zu verstehen geben, daß sie alles tun können, was sie nur wollen – überhaupt wirklich alles – und daß es absolut nichts gibt, mit dem wir es verhindern könnten. Wir könnten es in der Tat mit satanischen, verrückten Degenerierten aus dem Weltraum zu tun haben; mit der Realität, die hinter den "Engeln Satans" steckt, von denen die Bibel spricht. Wenn dem so ist, sollten wir uns auf dieses brennende Gegenwartsproblem konzentrieren, und zwar nicht nur in Gebeten, sondern mittels unserer Werke. Es reicht nicht aus, den "Herrn zu preisen". Wir müssen das Ziel ausmachen, es aufs Korn nehmen und "die Munition" weiterreichen.

 

 

 

16. Die Kinder der Finsternis

 

Mystische Philosophen, wie z.B. Emanuel Swedenborg, haben anschaulich über die Doppelnatur des Menschen und seines Universums geschrieben. Gut und Böse, Liebe und Sünde, Gott und Teufel existieren Seite an Seite und kämpfen ständig um die Herrschaft über einen Menschen, eine Nation oder einen Planeten. In der Tat haben Mystiker recht, die davon sprechen, daß das Gottes-Prinzip – das gleichbedeutend mit Leben und Liebe ist – uns und unseren Planeten regieren muß, wenn wir je einen weltumspannenden Zustand des Glücks und ein friedvolles Leben erreichen wollen.

Meine Auseinandersetzung mit dem Mystizismus fängt mit grundlegenden Überlegungen an: Erstens, was genau ist "Gott"? Und, zweitens, was genau ist mit "Leben" und "Liebe" gemeint? Reichs Arbeiten weisen nach, daß der Mystizismus die lebendige Realität in einen Spiegel versetzt, wo sie weder gemessen, noch direkt berührt oder verstanden werden kann. Ich habe diesem Problem bereits ein Kapitel in Orgone Energy und einen ganzen Abschnitt in View from Eden gewidmet und hier ist nicht der Platz zur umfassenden Behandlung des Themas. Wenn, wie ich glaube, "Gott" die Lebensenergie des Menschen und seines Planeten ist, die schöpferische, lebensspendende und lebenserhaltende Kraft der Natur – oder, wie Reich es ausdrückte, "das Prinzip des Lebens selbst" – dann haben wir jetzt das erste Mal in der Geschichte des Menschen objektive wissenschaftliche Belege für die Existenz und Allgegenwart Gottes. Nun können wir lernen, die "Gottesmacht" unseres Schöpfers in praktischer Weise zu nutzen, und indem wir dies tun, mit den Gesetzen dieses Schöpfungsprinzips vertraut zu werden.

Über Jahrhunderte hat der Mystizismus dem menschlichen Fortschritt großen Schaden zugefügt, indem er verschiedene Mythen, Legenden und Dogmen als "das absolute, wahrhaftige Wort Gottes" verkündete. Mit dem praktischen Wissen über die Lebensenergie konnte Reich in Krebsmäusen Tumore auflösen, Vakuumröhren zum Leuchten anregen, Regen hervorrufen und beenden und die Wüstenentwicklung im Gebiet von Tucson, Arizona umkehren. Derartiges Wissen und derartige Leistungen kommen nicht vom bloßen Beten. In allen Armeen jeder Nation der Welt haben auf Hunderten von Schlachtfeldern Millionen von Soldaten in jeder Sprache zu Gott gebetet, er möge sie vor dem Tode "bewahren". Und Millionen starben, obwohl sie derlei Gebete auf ihren Lippen trugen, (Daraufhin entgegnet natürlich der Mystiker, daß diese Soldaten "ihren himmlischen Lohn empfangen haben". Was keine Antwort ist – sondern eine schlechte Entschuldigung für eine Glaubensformel, die sich als vollkommen wirkungslos erwiesen hat.)

Vor einigen Jahren schrieb mir einer der mystischen UFOlogen und erkundigte sich nach Reichs Arbeit zur Umwandlung des Wetters. Als ich ihm die Details von Reichs Cloudbuster nannte, war seine Antwort: es gäbe nichts effektiv Wirksames in Reichs Erfindung, sie könne nicht funktionieren und, wenn nötig, könne er mit einem Eierkarton und einigen Gebeten weit mehr leisten. Zu dieser Zeit herrschte in der Region dieses Mannes eine schwere Dürre, folglich empfahl ich ihm in meiner Erwiderung, er möge "seinen Eierkarton und seine Gebete" zur Anwendung bringen und ich wünschte ihm viel Erfolg. Er war nicht fähig, die Dürre zu beenden. Darauf lautet natürlich die Antwort des Mystikers: "Offensichtlich mangelte es dem Mann an ausreichender Glaubenskraft."

Wie wir bei unserer Auseinandersetzung mit den Viehverstümmelungen gesehen haben, grassieren in der UFOlogie mystische Vorstellungen. Ich verstehe das, entschuldige es aber nicht. Der Mystizismus ist die letzte Zuflucht für unglückliche, frustrierte Menschen. Überdies untergraben mystische Vorstellungen praktische Lösungen für praktische Probleme.

Sobald ein mystischer UFOloge mit der gefährlichen Realität der UFOs in Berührung kommt, flüchtet er ins Gebet und in die Suche nach Erlösung. Die praktische Lösung für die drohende UFO-Invasion, die z.B. von John Weldon und Zola Levitt in ihrem Buch UFOs – What on Earth is Happening? angeboten wird, lautet einfach: Nimm Gott (Jesus Christus) als deinen Erlöser an und alles wird gut! Ja, Weldon und Levitt zufolge sind die eindringenden UFOs in der Tat böse und gefährlich. Es sind "biblische Dämonen" unter der Herrschaft des Antichrist; Boten der Großen Prüfung, die in der Heiligen Schrift prophezeit wird.

Deshalb ist alles, was wir zu tun haben, einfach Jesus Christus als unseren Herrn und Heiland anzunehmen, woraufhin wir erlöst sind. Wenn nicht hier, dann mit Sicherheit im Jenseits. So einfach ist das! Wirklich?

Wie alle tief im Mystizismus verankerten Autoren gestehen Weldon und Levitt die Wirklichkeit Gottes und Satans ein:

Wie seit Beginn der Zeiten sind auch heute zwei große Kräfte am Werk – Gott und Satan – und die Mitte dazwischen verschwindet. Es ist Zeit, sich zu entscheiden.

Wie bereits ausgeführt, ist einer der wichtigsten Gesichtspunkte von Wilhelm Reichs Werk sein wissenschaftliches Festmachen dessen, was denn nun genau "Gott" und "Satan" eigentlich sind. Gott ist die Lebensenergie unseres Planeten. Satan ist der Gegenspieler Gottes – das Prinzip des Todes per se, tödliche Orgonenergie, DOR. Notwendigerweise muß alles, einschließlich des Teufels selbst, von Gott stammen. Nuklearenergie ist die Grundlage für Tod, Krankheit und Verfall. DOR ist aufgebrauchte, giftige Energie. Diese tote Energie ist oft mit gefährlich hoher Radioaktivität verknüpft. So werden für den funktionellen Denker die Schlachtlinien klar. Langsam übernimmt "Satan" (energetisch ausgedrückt DOR) den Planeten Erde. Christus, der Repräsentant des Prinzips Leben und Liebe (die Lebensenergie), wird den satanischen Dämonen entgegentreten und sie niederwerfen. Die "Macht Christi" wird obsiegen. Und was genau ist diese "Macht Christi", wenn nicht die Lebensenergie selbst!

Aber die Mystiker können oder wollen diese Gleichung nicht aufstellen. Für sie ist Christus ein einst toter "Mensch und Gott", der jetzt "irgendwo" im "Jenseits" wohnt. Aber Christus selber hat uns gesagt: "Das Reich Gottes ist inwendig in euch." Das "Himmelreich" ist in uns und um uns herum – innerhalb und gleichzeitig außerhalb unserer Körper, in der Atmosphäre, in der Natur, überall.

Die Frage ist: sammeln wir uns auf der Seite des Lebens, Gottes, der Lebensenergie - oder treten wir, allein schon durch bloßes passives Unterlassen, zur Seite und betrachten tatenlos die teuflische Machtübernahme unseres Planeten Erde durch die Kräfte Satans, durch das DOR?

Mit dem vorausgehenden als Einleitung wollen wir uns nun wieder den mystischen Schriften Emanuel Swedenborgs zuwenden, insbesondere einem dramatischen Passus seines klassischen Werkes Die göttliche Vorsehung:

In Folge einer Zulassung stiegen einige Geister aus der Hölle empor, und sprachen zu mir: Du hast Vieles aus dem Herren geschrieben, schreibe nun auch Etwas aus uns! Ich antwortete: Was soll ich schreiben? – Sie sprachen: Schreibe, daß ein jeglicher Geist, sei er nun gut oder böse, in seiner Lust sei, der Gute in der Lust seines Guten, und der Böse in der Lust seines Bösen. Ich fragte sie: Was ist eure Lust? Sie sagten: Die Lust, die Ehe zu brechen, zu stehlen, zu betrügen, zu lügen. Ich fragte nochmals: Was sind das für Freuden? Sie sagten: Von andern werden sie wie Übelgerüche aus Unrath, und wie Gestank aus Cadavern empfunden, und die Dünste aus stehendem Urin. Ich fragte: Sind das Lustreize für euch? Sie erwiederten: Die höchsten. – Dann seid ihr, sagte ich, wie die unreinen Thiere, welche in solchen Dingen leben. Wenn wir so sind, so sind wir so! erwiederten sie; allein solche Dinge sind Köstlichkeiten für unsere Nasen.

Das ist eine abstoßende, widerliche Beschreibung dämonischer Wonnen. Als ekelerregend empfinden diejenigen derartige "Wonnen", die die saubere und heilsame Macht der Lebensenergie vorziehen. Welchen Sinn können wir aus derartigem offensichtlichen "Unsinn" schöpfen? In seinem Buch Aliens from Space wirft der bedeutende UFO-Forscher Donald Keyhoe einige relevante Fragen auf und macht scharfsinnige Anmerkungen. Unter anderem sagt er: "Im Laufe der Jahre haben seriöse Analytiker eine Anzahl von Beweggründen für die seit langem währende Überwachung unserer Welt vorgeschlagen." Er weist dann auf "Auswanderung" als mögliches Motiv dieser Außerirdischen hin, wie es der Luftwaffen-Nachrichtendienstler Oberst W.C. Odell nahegelegt hat, der glaubt, daß Außerirdische von irgendeinem sterbenden Planeten vielleicht eine zweite "Heimat" suchen. Odell weist darauf hin, daß, wenn dies der Fall sein sollte, "sich die Außerirdischen mit einigen Problemen auseinandersetzen müßten – die Gefahr eines weltweiten Nuklearkrieges, wachsende Umweltverschmutzung, Feindseligkeit zwischen Nationen und die Bedrohung durch Überbevölkerung."

Was Keyhoe und Odell zu verstehen geben, verdient eine genaue Untersuchung: die Beziehung bestimmter UFOs und Außerirdischer zu den atmosphärischen Bedingungen von Planeten. Odell und Keyhoe gehen davon aus, daß die Gruppe der außerirdischen "Völker", die eine Auswanderung auf unsere Erde in Erwägung ziehen, zum Leben eine Atmosphäre benötigen, die der unseren ähnlich ist. Dem liegt die Annahme zugrunde, daß, da die Radioaktivität (DOR) für den Menschen tödlich ist, sie desgleichen auch für die einfallenden Außerirdischen giftig sein müsse.

Was ist, wenn das Gegenteil der Fall wäre?

Man weiß heute, daß im stark radioaktiven Abwasser von Kernreaktoren bestimmte Mikroorganismen wachsen und gedeihen. Ein Phänomen, das man vorher als "unmöglich" betrachtet hat. Liegen irgendwelche unumstößlichen Beweise dafür vor, daß außerirdische Humanoide oder "Lebensformen" eine radioaktive oder andersartig verseuchte, absterbende Atmosphäre für ihre Existenz benötigen? Ist es möglich, daß den Dämonen, die sich mit Swedenborg "unterhalten" haben, eine physische und energetische Realität entspricht? Wir wollen nicht vergessen, daß wir es mit einem absolut neuen Phänomen zu tun haben, das sich durch die UFOs manifestiert. Deshalb ist es unbedingt notwendig, nicht in schwerwiegende Fehler zu verfallen, die aus unserer Unfähigkeit erwachsen, über klassische, orthodoxe Parameter hinaus zu denken.

Wie ich in diesem Buch aufzuzeigen versucht habe, ist Reichs Entdeckung einer primordialen, präatomaren, massefreien kosmischen Energie der Schlüssel zum Verständnis des UFO-Rätsels. Die kosmische Orgonenergie, deren Funktionen den Weltraum bestimmen, bringt zwei antithetische, sich wechselseitig ausschließende Energieabarten hervor, die Reich "Lebensenergie" und "DOR" nannte.

Der menschliche Organismus nimmt durch Nahrung, Wasser und Luft sowie, da ja das Orgon alle Materie durchdringt, direkt über die Hautoberfläche ständig frische Lebensenergie auf. Durch metabolische Prozesse wird die Lebensenergie aufgebraucht und die daraus resultierende "erschöpfte", leblose, schale Energie, das DOR, wird in Form von Abfallprodukten wieder aus dem Körper ausgeschieden – Urin, Schweiß, Kot, Gase. Ist in einem Menschen zu viel DOR, führt dies zu Krankheit und schließlich zum Tode. Diejenigen Tierarten, die sich in der DORisierten Atmosphäre einer Wüste entwickelt haben, können in tropischen Regionen nicht überleben und vice versa.

Durch seine Feldforschung mit UFOs hat Reich gezeigt, daß die außerirdischen Raumschiffe mit kosmischer Orgonenergie angetrieben werden. Als er von den schwebenden UFOs kosmisches Orgon abzog, wurden sie matt und "wackelten", als ob sie zu entfliehen versuchten, oder sie verblaßten vollständig. Wie ich schon sagte: wenn wir einem laufenden Verbrennungsmotor das Benzin entziehen und der Motor stottert daraufhin und bleibt stehen, und wenn wir dann das entnommene Benzin ersetzen, so daß der Motor wieder kräftig läuft, dann können wir wohl davon ausgehen, daß dieser Motor mit Benzin betrieben wird. Dasselbe trifft auch auf das Abziehen kosmischer Energie von UFOs zu. Eine Operation, die Reich oft genug und vor ausreichend Zeugen ausgeführt hat, um die Vorgehensweise glaubwürdig zu machen.

Und genauso wie das "aufgebrauchte" Benzin unseres Verbrennungsmotors giftiges Kohlenmonoxid abgibt, stößt auch das Antriebssystem der UFOs ein hochtoxisches Abfallprodukt aus – DOR! Diesen schädlichen, radioaktiven Stoff sieht man in der Atmosphäre in Form grauer bis schwarzer Wolkenfetzen, die mich an Stahlwolle oder an die Rauchwolken, wie sie durch Flakgeschütz erzeugt werden, erinnern. Auch mangelt es dem DOR an Sauerstoff und Wasser, so daß es Felsen, die Erdkrume, Mineralien, Vegetation, die Atmosphäre und alle Organismen angreift, um an die Feuchtigkeit und den Sauerstoff zu gelangen, den es braucht.

Reichs Forschung hat gezeigt, daß, überall wo UFOs anwesend sind oder durchziehen, am Himmel regelmäßig DOR-Wolken auftauchen; UFOs also mit einer stark mit DOR verseuchten radioaktiven Atmosphäre verknüpft sind.

Heute weiß die UFO-Forschung von den radioaktiven Gefahren, die mit UFO-Sichtungen verbundenen sind. Die wissenschaftlich nachgewiesene Beziehung zwischen Radioaktivität und UFOs ist eine der bestbelegten Tatsachen auf diesem Gebiet. Der verstorbene Journalist Frank Edwards erklärte in seinem Buch Fliegende Untertassen – eine Realität:

Die Nähe nichtidentifizierter Objekte kann schädliche Wirkungen auf Menschen ausüben. ... Es ist in jedem Fall am besten, wenn Sie sich sofort entfernen und die ganze Angelegenheit dem Militär überlassen. Bei UFOs treten gefährliche Strahlungen auf und es wurden Fälle bekannt, wo Menschen durch solche von UFOs ausgehende Strahlen Verbrennungen erlitten.

Am 24. Dezember 1959 schickte der Generalinspekteur der US-Luftwaffe folgende Mitteilung an alle Stützpunktkommandanten der Luftstreitkräfte: "Diejenigen, die von Luftwaffen-Stützpunkten ausgesendett werden, um Ermittlungen über UFOs anzustellen, sollten mit Feldstecher, Kamera, Geigerzähler ... und einem Behälter zum Sammeln von Proben ausgestattet werden."

Des weiteren wird die Verbindung zwischen Kernenergie und UFOs durch die Tatsache untermauert, daß weltweit über allen größeren atomaren Anlagen und Vorratslagern (sowohl militärischen als auch zivilen) immer wieder UFOs gesichtet wurden. Möglicherweise stellt die Überwachung der irdischen Atomkraftwerke und atomaren Waffenlager einen Versuch der Außerirdischen dar, diese potentiell gefährlichen Quellen radioaktiver Umweltverschmutzung genau zu kontrollieren.

Wenn jedoch die Außerirdischen (jene, von denen ich annehme, daß sie uns feindlich gesonnen sind) sowohl für ihre Raumschiffe als auch für ihre eigenen Körper tatsächlich Kernenergie benötigen, präsentiert sich uns ein ganz anders geartetes Bild! Gibt es irgendwelche Indizien, die die Behauptung untermauern, daß bestimmte UFOs offenbar eine radioaktiv verseuchte Umwelt benötigen? Ja, sie liegen vor.

Rekapitulieren wir: Reichs Forschung zeigte, daß die kosmische Orgonenergie zwei genau entgegengesetzte Energien hervorbringt: die Lebensenergie (LE) und DOR. LE und DOR sind antithetische, sich gegenseitig ausschließende Energien, deren gemeinsames Funktionsprinzip die kosmische Orgonenergie selbst ist. DOR umfaßt sowohl kleine Mengen als auch extrem hohe Konzentrationen von Radioaktivität. Reich hat 1954 bei seinen Operationen zur Rückbildung von Wüsten in der Umgebung von Tucson den kausalen Nexus von atmosphärischer DOR-Verschmutzung, Dürre, Verwüstung und deren Verbindung mit UFOs nachgewiesen.

DOR ist Abfall oder, wie Reich sich ausdrückte, "kosmischer Abfall". DOR ist buchstäblich dreckiger, stinkender, giftiger Dreck. Es ist das Abfallprodukt erschöpfter, aufgebrauchter, abgestandener, toter Lebensenergie. Und: als Reich das atmosphärische DOR aus dem Wüstengebiet in der Umgebung Tucsons entfernte, störten UFOs vorsätzlich und immer wieder diese lebenswichtigen Operationen! Meines Wissens haben die UFOs einen derartigen Widerstand niemals gegen in Betrieb befindliche Kernkraftwerke geleistet.

Die Aufzeichnungen zeigen, daß die natürliche Funktionsweise der Atmosphäre wiederhergestellt wurde, als Reich die schädlichen DOR-Wolken beseitigte. Die ausgedörrte Atmosphäre und der Erdboden wurden wieder feuchter; die Luftfeuchtigkeit stieg auf noch nie dagewesene Höhen und am vorher wolkenfreien Himmel begannen sich Wolken zu bilden. Auf vorher unfruchtbarem Boden begann Gras zu sprießen – und dies trotz der Tatsache, daß bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Regen gefallen war.

Als Reich seine Operation zur Beseitigung von DOR fortführte, fing es schließlich im Wüstenödland zu regnen an. In den fünf Jahren davor war dort kein Regen gefallen. Flüsse begannen sich zu füllen, die seit 50 Jahren ausgetrocknet gewesen waren. Dies geschah trotz der vorsätzlichen Versuche der UFOs und der sie steuernden Außerirdischen, Reichs lebensfördernde Forschung zu behindern und ihr ein Ende zu setzen. Es sei daran erinnert, daß einer der Teilnehmer von Reichs Expedition tatsächlich von einem UFO gelähmt wurde, als er von ihm Energie abzog. Jedesmal, nachdem Reich den giftigen kosmischen Ausstoß beseitigt hatte, überschwemmten die UFOs den Himmel vorsätzlich von neuem mit DOR. Was sagt uns das über die Beweggründe der Außerirdischen?

Einer der wichtigsten Einblicke, die Reich uns als Resultat seiner heroischen Schlacht mit den UFOs vermittelt hat, war sein Eindruck, daß die UFOs und die Außerirdischen, von denen sie kontrolliert werden, möglicherweise nicht fähig sind, in einer DORfreien Atmosphäre zu operieren. Diese Mitteilung könnte im Falle einer ausgewachsenen Invasion der UFOs von ausschlaggebender Bedeutung sein.

Genau hier muß ich einen Hauptgesichtspunkt von Reichs Kampf mit den UFOs hervorheben – besonders für jene UFO-Forscher und Wissenschaftler, die dogmatisch darauf beharren, daß die UFOs nicht feindselig sind und keine Beweise dafür vorliegen, daß sie aktiv in die Belange des Menschen eingreifen, solange sie selber (die UFOs und die Außerirdischen) nicht bedroht sind. Und zwar: da sich die UFOs Reichs Arbeit zur DOR-Beseitigung und Wüstenrückentwicklung tatkräftig immer wieder entgegengestellt haben, müssen wir davon ausgehen, daß Reichs Arbeit sie tatsächlich auf irgendeine Weise bedroht haben muß. Auf der anderen Seite haben die UFOs nicht ein einziges von den Hunderten Kernkraftwerken, die die Erde übersäen, außer Betrieb gesetzt. Und da wir nun wissen, daß die Lebensenergie und die Kernenergie Todfeinde sind, stellt sich uns die Frage: Welches energetische Medium ziehen die Außerirdischen augenscheinlich für sich selbst vor?!

Wir wollen zunächst einige zusätzliche Punkte über die UFOs und ihre Beziehung zu DOR – kosmischer und terrestrischer Ausstoß – untersuchen. Ich habe bereits die vielen UFO-Sichtungen in der Umgebung von Kernkraftwerken und Stellungen von Atomraketen erwähnt. Die nächste Verbindung zwischen UFOs und DOR findet man bei den vielen UFO-Sichtungen in der Umgebung von Sümpfen und abgestandenen Weihern. Auch wurden UFOs oft über frisch gedüngten Feldern und über Fahrzeugen gesichtet, die Dünger transportieren. Und dann sind da noch die vielen Berichte von jenen, die einem UFO nahegekommen sind. Oft haben Augenzeugen eine "schwere, tote Luft" registriert, in der weder Vögel sangen, noch Tiere sich bewegten. Das ist für eine stark DORisierte Atmosphäre charakteristisch. Die Augenzeugen berichteten von verschiedenen schlechten Gerüchen, ähnlich Methangas, oder Gerüchen, die allgemein mit verfaulten Pflanzen und Sickergruben in Verbindung gebracht werden.

Die Lebensenergie, in die der Mensch und sein Planet getaucht sind, kann man mit einem großen See vergleichen. Die unzähligen Lebensformen in diesem See – von Mikroorganismen bis zu Pflanzen und Fischen – hängen alle von der Qualität des Wassers (der Energie) ab, in dem sie leben. Solange ständig frisches Wasser (Energie) in den See fließt, wird dessen Wasser relativ sauber bleiben. Unter gewöhnlichen Umständen wird ein solcher See nicht durch zerfallende oder abgestorbene Materie verschmutzt werden und die im Wasser lebenden Organismen werden nicht gefährdet.

In Der Krebs beschreibt Reich, wie sich die Qualität des Lebens drastisch verändert, wenn das Wasser gestaut wird:

In einem fließenden Bach wechselt das Wasser unausgesetzt; das ermöglicht die sogenannte Selbstreinigung des Wassers. Schmutz wird sehr bald aufgelöst.... In einem sterbenden Tümpel dagegen, wo kein Wechsel des Wassers erfolgt, werden Fäulnisvorgänge nicht nur nicht beseitigt, sondern vielmehr gefördert. Amöben und andere Protozoen wachsen schlecht oder gar nicht in fließendem, reichlich dagegen in stehendem Wasser.

Mit einer Versuchsreihe, bei der er abgestorbenes und getrocknetes Gras einige Tage in Wasser einweichte, wies Reich seine Behauptung nach, daß in abgestorbenem Wasser sich Amöben und Protozoen entwickeln (während sie in fließendem Wasser fast ganz fehlen). Das Experiment macht die vorherrschende "Luftkeimtheorie" vollständig zunichte. Jene, die glauben, dieses Experiment sei "unsinnig", brauchen das vollständige Verfahren, wie es in Der Krebs (S. 68-79) niedergelegt ist, nur zu wiederholen. Es ist immer einfacher, und feiger, Reich als "verrückt" abzutun, statt in sein Mikroskop, oder Galileis Teleskop, zu blicken. Nicht wahr?

Dieses erstaunliche Verfahren wurde von mir persönlich wiederholt, aber auch von anderen, die beeindruckende wissenschaftliche Referenzen vorweisen können. Als wichtiger Punkt ist herauszustreichen, daß der lebendige Organismus und das Energiesystem seiner Umwelt funktionell aufeinander einwirken. Wer in der Umwelt die Energie verändert, kann das organismische Leben in ihr schädigen oder zerstören. Reich wies dies nach, indem er die Umgebungsenergie (die DOR-Atmosphäre) in der Wüste Arizonas umwandelte. Als er durch Abziehen des schädlichen DORs und durch das gleichzeitige Einbringen frischer Orgonenergie die Atmosphäre neu belebte, begannen die dornigen und kaktusartigen Gewächse abzusterben und dem Vordringen weicherer, saftigerer Gräser und Vegetation zu weichen. Wenn andererseits ein Gebiet am DOR zu ersticken droht, sterben die saftigen Gräser, Laubbäume, Früchte und Beeren ab und das Leben verändert sich in Übereinstimmung mit der Wüstenbildung: es kommt zu den typischen harten, stechenden, schuppigen Lebensformen, die in einer derartigen Umwelt überlebensfähig sind. Ich erinnere an die Beschreibung bestimmter Außerirdischer, die ich vorher gab – mit ihren zugespitzten Gesichtern, dicker beschuppter Haut, schlitzförmigen Mündern und ihrer starren Art sich zu bewegen. Paßt diese Beschreibung zum Bild des Lebens in der Wüste?

Wenn unsere Feindseligkeits-Hypothese richtig ist, ist davon auszugehen, daß diese Außerirdischen den Energiemetabolismus der Erde in Richtung Wüstenbildung drastisch verändern müssen, um ihre "zukünftige Wohnstatt" einzurichten.

Die Kernenergie ist das schädlichste Umweltgift, das der Mensch kennt. Die fortwährende Verbreitung des Kernreaktors bedeutet das Ende des Lebens auf der Erde, wie wir es kennen – auch dann, wenn es einen Kernwaffenkrieg niemals geben sollte. Wie ich es am Anfang dieses Buches und in Orgone Energy – The Answer to Atomic Suicide ausführlich dokumentiert habe, kann das Leben, so wie es gegenwärtig auf unserem Planeten existiert, in einer starken ORANUR- und DOR-Atmosphäre nicht fortbestehen. Doch dieser Zerstörer des menschlichen Lebens wird auf internationaler Ebene überall forciert. Und die UFOs tun nichts? Sie greifen nicht ein? Warum – muß immer wieder und wieder gefragt werden – warum haben sie sich Reichs lebensbejahender Orgonenergie-Forschung und der Beseitigung von DOR entgegenstellt und nicht der Nutzung der Kernenergie? Warum wurde Reichs lebensbejahende Entdeckung verurteilt, seine Bücher verboten und verbrannt, der Mann selbst wegen Betrugs angeklagt und dann ins Gefängnis gesperrt, um dort umzukommen? Warum? Und was haben die UFOs und die Außerirdischen, die sie steuern, getan? Sie haben Reichs Arbeit aktiv behindert!

Gibt uns das einen Hinweis darauf, auf welcher "Seite" diese UFOs stehen? Sagt uns das etwas über die Interessen und Sympathien dieser außerirdischen Besucher? Wenn "Sympathie" überhaupt das passende Wort ist. Besteht (wie es Reich vor seinem Tod andeutete) eine Beziehung zwischen der Atomenergieindustrie unseres Planeten und diesen außerirdischen Besuchern? Was sollte eine außerirdische Rasse, deren Technologie unsere wildesten Träume übersteigt, davon abhalten, Angehörige ihrer eigenen Spezies mitten unter uns "zu pflanzen", so daß diese die Erde für die endgültige Machtübernahme "vorbereiten"? Infiltrieren nicht auch die Weltmächte einen Feind, indem vor dem Einmarsch Operationen durchgeführt werden, die den Feind "aufweichen" sollen?

Vor seinem Tod in einem Bundesgefängnis schrieb Reich:

Wir nähern uns den Scheidewegen unseres Lebens, jeder Art von Leben, ohne Ausnahme. Von unserer rechtzeitigen und richtigen Entscheidung wird das Schicksal unserer künftigen Existenz abhängen: ob wir überhaupt weiterexistieren oder aber für immer verschwinden werden und nur einen toten Planeten hinterlassen wie den Mond....

 

 

 

17. Mit UFOs konfrontiert

 

In der letzten Dezemberwoche 1971 führte ich mit dem Cloudbuster einige kurze Operationen durch, um die Atmosphäre von den ekelerregenden DOR-Wolken zu reinigen, die, hauptsächlich vom Westen und Südwesten kommend, ständig über unserer im nördlichen Idaho gelegenen Region heraufzogen. Die Erfahrungen, die ich im vorangegangenen Sommer mit der erfolgreichen Beseitigung einer schweren Dürre im Nordwesten der USA bei Cosmic Orgone Engineering-Operationen (CORE) gemacht hatte, bestärkten mich in der Überzeugung, daß die Anwendung des Cloudbusters bestimmte Risiken mit sich bringt. Nicht das geringste dieser Risiken besteht darin, daß UFOs in die unmittelbare Nähe des Cloudbuster-Standorts vordringen.

Da CORE-Operationen aus der bewußten Bewegung und Erregung großer Mengen kosmischer Orgonenergie bestehen und da diese Weltraumschiffe das kosmische Orgon für ihren Antrieb verwenden, muß jeder, der sich auf CORE-Arbeit einläßt, damit rechnen, daß die außerirdischen Besucher derartige Operationen bis zu ihrer Quelle zurückverfolgen.

Den ganzen vorherigen Sommer hindurch hatten wir beobachtet, wie über unserer Region UFOs pulsierten. Reich hat herausgearbeitet, daß eine sehr hohe DOR-Konzentration ebenfalls ein sehr sicherer Hinweis auf UFO-Aktivität ist. Die meisten Sichtungen wiesen darauf hin, daß die UFOs hoch oben am Himmel waren – mehr als 3000 Meter. Jeder Zweifel, ob unsere CORE-Operationen im nördlichen Idaho wirklich von UFOs überwacht würden, erlosch nach dem folgenden Vorfall:

Am 23. Dezember 1971 legte ich um 16 Uhr 40 meinen Cloudbuster still und kehrte ins Haus zurück, um mir Notizen zu machen. Im Verlauf dieser Operation, die ich bei frostigem Wetter und stark bewölktem DORerfüllten Himmel ausgeführt hatte, wurde das Gerät plötzlich von einer abrupten heftigen Windböe erfaßt. Dieser plötzliche "Windstoß" aus dem Südosten war wie "aus dem Nichts" aufgekommen. Unwillkürlich drehte ich mich in Richtung des Windes. Ich stand etwa 6 Meter vom Cloudbuster entfernt, als mich die Brise traf. Der Windstoß kam aus der Nähe des "Bunco", ein etwa 11 Kilometer entfernter Berg. Mein unmittelbarer gefühlsmäßiger Eindruck war, "irgendwo ist da ein UFO in der Nähe". Jedoch verdrängte ich diesen ersten Eindruck mit dem Gedanken, der Cloudbuster hätte vielleicht irgendwie diese plötzlich auftretende und örtlich ziemlich begrenzte Brise verursacht, obwohl die Richtung meines Abzugs nicht mit diesem skeptischen Gedanken vereinbar war. (Wie die nachfolgenden Ereignisse zeigten, war mein unmittelbarer orgonotischer Sinn richtig, während meine sekundäre Intellektualisierung eine Angstreaktion darstellte.) Trotzdem hielt ich es für ratsam, die Stärke des Cloudbusters zu verringern, was ich dann auch tat. Die Brise schwächte sich ab und ich fuhr mit meiner Abziehoperation fort. Dann setzte ich das Gerät ganz still.

Eine Stunde nachdem ich den Cloudbuster stillgelegt hatte, ging ich wieder nach draußen, um den Himmel abzuchecken, den ich durch eine gläserne Trennwand beobachtet hatte. Es war jetzt 17 Uhr 45. Die Nacht brach schnell herein. Ein tiefes Blau war über die südlichen Berge gekommen, die sich nun gegen das hellere Blau des Himmels als Schattenriß abhoben. Ich hatte zusammen mit meinem Hund keine zehn Schritte vor die Tür gemacht, als mich ein blendend weißer Lichtblitz erschreckte; er kam von unterhalb des Gipfels des "Bunco". Das Licht blendete mich so stark, daß ich zuerst dachte es wäre ein "Blitzlicht" und daß "irgendwer" ein Photo schieße.

Das Licht erlosch, erschien dann aber wieder, nachdem es sich etwas höher und nach Süden zu bewegt hatte, immer noch unterhalb des Bergkammes und im selben Umfeld von wo während meiner CORE-Operation die plötzliche "Brise" hergekommen war! Während ich das Objekt beobachtete, das weiter pulsierte und sich nach oben bewegte, rief ich meine Frau, sie möge den Feldstecher bringen. Das Pulsieren wurde mit jedem einzelnen Puls schwächer und obwohl meine Frau es noch etwa 20 Sekunden mit dem Fernglas verfolgte, konnte ich es mit bloßem Auge nicht länger ausmachen. Sie berichtete, daß das Objekt damit fortfuhr, blaß zu pulsieren und daß es die Farbe wechselte von einem grünlichen Weiß ("wie ein Glühwürmchen") zu Orange. Ihrer Beobachtung zufolge bewegte sich das UFO über und dann hinter die Berge zur Südseite. Daraufhin sahen wir beide ein oranges Leuchten, das hinter den Bergen einen großen Bereich des Himmels erhellte. Dann erlosch das Licht vollständig. Es bestand kein Zweifel, daß wir ein weiteres UFO beobachtet hatten.

Nachdem ich ins Haus zurückgekehrt war, machte ich Notizen in meinem Tagebuch über das Vorgefallene. Etwa 10 Minuten später fingen meine Augen an zu jucken, sie schwollen an und wurden blutunterlaufen, außerdem bekam ich im ganzen okularen Segment dumpfe, anhaltende Kopfschmerzen. Mehrmals wusch ich Gesicht, Hals und Hände mit kaltem Wasser ab. Ich fühlte mich äußerst müde und DORisiert – die üblichen Folgen einer Cloudbuster-Operation, nahm ich an. Innerhalb von 48 Stunden fesselte mich eine schwere DOR-Krankheit ans Bett mit den typischen "Grippesymptomen", hohem Fieber, extrem starken Durst, schwärzlich wäßrigem Stuhl und wandernden Schmerzen. Obwohl die Augen am Morgen nach dem Vorfall völlig wiederhergestellt waren, hielten die Kopfschmerzen über die ganze Woche hinweg an, in der ich krank war. Ich unterrichtete Dr. Elsworth Baker und Dr. Richard Blasband von diesem Vorfall.

 

In Anbetracht der Gefahren, die mit UFO-Kontakten verbunden sind, muß die Weigerung der Regierung verurteilt werden, die Bevölkerung zu warnen. Jeder, der mit den vielen UFO-Sichtungen vertraut ist, weiß, daß sich Menschen bei "zufälligen" Kontakten mit UFOs schwere und sogar lebensgefährliche Verbrennungen zugezogen haben. Starke Strahlung ist nur eine der Gefahren, vor denen man Angst haben muß. Die Außerirdischen, die eine Technologie verwenden, die der irdischen weit überlegen ist, sind in der Lage, auch aus großer Entfernung ein unglaubliches Arsenal von Angriffs- und Verteidigungssystemen zum Einsatz zu bringen.

Viele unschuldige Menschen, darunter auch Kinder und Jugendliche, wissen nichts von den möglichen Schäden, die UFO-Kontakte nach sich ziehen können. Aus diesem Grunde schlagen wir die folgenden Vorsichtsmaßnahmen vor:

  1. Nähere dich niemals einem gelandeten oder schwebenden UFO.

  2. Richte unter keinen Umständen einen Gegenstand direkt auf ein UFO. Eine solche Geste könnten die Außerirdischen als feindseligen Akt interpretieren. Es ist bekannt, daß sie Vergeltung üben.

  3. Versuche nie einem UFO mit blinkenden Lichtern oder auf andere Art und Weise "Signale" zu geben. Anscheinend sind einige UFOs "programmiert", auf Lichter zu reagieren.

  4. Bleibe im Haus, wenn ein UFO über deinem Gebiet gesichtet wird. Da UFOs elektrische und elektronische Systeme beeinflussen, könnte das Licht flackern oder ganz verlöschen. Möglicherweise wird der Radio- und Fernsehempfang schwächer oder durch "Knacken" gestört. Rufe bei der Polizei oder den nächsten Luftwaffenstützpunkt an.

  5. Fühlst du dich im Verlauf oder unmittelbar nach einer UFO-Sichtung auf irgendeine Weise unwohl, dusche und bade ausgiebig mit lauwarmem Wasser und Wechsel die gesamte Kleidung. Schwindelgefühl, Übelkeit, Magenschmerzen, Schwächegefühle oder großer Durst sind Anzeichen für die DOR-Krankheit. Liegen irgendwelche anhaltende Beschwerden vor, wie Rötung oder Brennen von Gesicht, Augen und Händen, die nach dem Bad nicht verschwinden, unterrichte deinen Hausarzt und bitte die örtlichen Behörden, sowohl dich selbst, als auch das Gebiet auf Radioaktivität hin mit Geigerzählern zu überprüfen. Achte auf Anzeichen eines physischen Schockzustandes: starke Kontraktion, Frösteln, Kälteschauer. Trinke soviel Wasser und lauwarmen Tee wie möglich; etwas Alkohol bis zum Punkt, wo du Wärme und ein "Glühen" verspürst, ist auch von Nutzen.

  6. Schlage alle Einladungen eines Außerirdischen aus, "mitzufliegen" oder dich "einer körperlichen Untersuchung zu unterziehen". Die außerirdischen Besucher besitzen Techniken zur Beeinflussung und Steuerung des Bewußtseins!

  7. Ziele niemals mit einem Gewehr auf ein UFO und versuche nicht, eins "abzuschießen". Verhalte dich keinem Außerirdischen gegenüber feindselig, solange du nicht durch sein Verhalten unzweideutig in Gefahr gerätst. Sollte jedoch ein Mensch körperlich angegriffen werden, sind Abwehrmaßnahmen gegen den Angreifer natürlich gerechtfertigt. Es besteht immer die Möglichkeit, daß uns einige der außerirdischen Besucher freundlich gesonnen sind und uns helfen wollen. Um das aber mit Sicherheit sagen zu können, ist eine direkte Begegnung von Angesicht zu Angesicht notwendig.

  8. Sollte ein UFO landen und sich dann wieder entfernen, geh nicht in die Nähe des Landebereichs, da er radioaktiv verseucht sein könnte und du dich deshalb einer Strahlenvergiftung aussetzen würdest. Halte andere Menschen von dem Gebiet fern, bis die zuständigen Behördenvertreter vor Ort sind.

 

Damit die Menschheit die kommende kosmische Revolution überleben kann, müssen jetzt – bevor die Katastrophe da ist – Pläne geschmiedet werden, um die Krise abzuwenden, die zwangsläufig die Folge einer umfassenden Invasion durch die Außerirdischen, die von anderen Welten kommen, wäre. Notwendigerweise müssen diese Pläne zwei Hauptbereiche umfassen, den militärischen und den zivilen. Diskutieren wir deshalb zunächst einige Probleme, die das Militär zu bewältigen hat, und weisen wir auf die notwendigen Schritte hin, auf die man sich vorzubereiten hat, um die höchstwahrscheinlich bevorstehende vollständige Übernahme der Erde durch Wesen von anderen Planeten abwenden zu können. Daraufhin werden wir dann die Möglichkeiten des Überlebens des einzelnen Menschen in Erwägung ziehen.

 

Militärische Vorkehrungen

Alle Nationen der Erde werden sich notwendigerweise zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung zusammenfinden müssen, um die bevorstehende Invasion der Erde zurückzuschlagen. Angesichts eines gemeinsamen Feindes, dessen Wissen und technisches Können ungeheuer groß sind, muß auf der internationalen Bühne der Streit und Zwist aufhören. Es wird deshalb folgendes vorgeschlagen:

  1. Die Produktion und Verteilung von ORUR muß sofort von allen jenen Nationen in Angriff genommen werden, die dazu am besten ausgestattet sind. Zur Massenproduktion von Cloudbustern, zur Einweisung von Soldaten in ihren Gebrauch und zur Errichtung von Steuerungssystemen für die Kontrolle und Koordination aller CORE-Operationen des Planeten Erde müssen die hochrangigen Militärs aller Nationen, zusammen mit den besten Wissenschaftlern, die am erfolgversprechendsten Schritte erwägen. Von da an wird die Verbindung von Cloudbuster und ORUR als CORE-Operation oder, wenn sie gegen Ea zur Anwendung kommt, als Spacegun-Operation bekannt sein.

  2. Da zwangsläufigerweise alle CORE-Operationen das globale Wetterbild beeinflussen werden, muß man diese Operationen zentral lenken und koordinieren. CORE-Operationen werden auf das Reinigen der Erde von den mörderischen DOR-Wolken und auf das Außergefechtsetzen jener Ea gerichtet sein, welche die DOR-Verseuchung hervorrufen.

  3. In Verbindung mit den Stabschefs der Marine und der Landstreitkräfte werden die Stabschefs der irdischen Luftstreitkräfte Mittel und Wege zu finden haben, spezielle Spaceguns für Militärflugzeuge und Kriegsschiffe zu bauen. Militärisch gesehen gibt es auf dem gegenwärtigen Stand der irdischen Technologie keinerlei Möglichkeiten Ea außer Gefecht zu setzen oder durch konventionelle Mittel mit Ea Kontakt zu halten. Als einzige Hoffnung bietet sich hier die Spacegun an. Wilhelm Reich hat darauf hingewiesen, daß es Ea unmöglich zu sein scheint, in einer DORfreien Atmosphäre zu operieren! Das sorgfältige Studium von Reichs wissenschaftlichen Schriften wird sich für die Formulierung spezifischer Pläne und Vorgehensweisen auf dem ganzen Planeten als von unschätzbarem Wert erweisen.

    Mit Spaceguns ausgerüstete Landstreitkräfte können bereitgestellt werden, um in standortgebundenen oder mobilen Einheiten zu operieren.

  4. So schnell wie möglich müssen Ärzte, Wissenschaftler, Erzieher, Menschen, die in allen möglichen Bereichen arbeiten, in der neuen Technologie des Raumzeitalters ausgebildet werden. Das überwältigende Bedürfnis nach Information und Orientierung muß befriedigt werden, wenn ein vollständiges Chaos seitens einer Weltbevölkerung vermieden werden soll, die überhaupt nichts ahnt und die seelisch, körperlich und sozial unvorbereitet ist für die Folgen, die das bevorstehende Geschehen nach sich ziehen wird.

  5. Nur jene, die in den einzelnen Feldern Wissen und praktische Erfahrung erworben haben, können die anderen anleiten. Der Herrschaft des praktischen Wissens muß alle Vollmacht zufallen. Es darf weder passieren, daß Furcht, Wahnsinn und politischer Machtpoker das Zentrum der Aufmerksamkeit okkupieren, noch daß sie dem praktischen Arbeitsprozeß selbst jene Lebenskraft entziehen, die er zur Erfüllung seiner Aufgaben benötigt. Anstreicher müssen ihrer Arbeit treu bleiben, Häuser anzustreichen und Piloten muß es frei stehen, ihre Arbeit mit Flugzeugen selbstreguliert durchzuführen. Die Gesetzlichkeit der lebensnotwendigen Arbeit darf nicht durch politische Gangster in Unordnung gebracht und behindert werden.

 

Das Überleben des Einzelnen

Mit "individuellem Überleben" sind jene Pläne und Vorgehensweisen gemeint, die zumindest einem Teil der Erdbevölkerung etwas Hoffnung auf ein Überleben sichern sollen. Beim Versuch, einen Nuklearkrieg zu überstehen, haben viele Länder der Erde Organisationen zur Zivilverteidigung ins Leben gerufen. Die Invasion aus dem Weltall wird ein ähnliches Vorgehen erforderlich machen. Man sollte sich dabei nach den folgenden Punkten richten:

  1. Um eine große Panik und das absolute Chaos zu vermeiden, muß die Erdbevölkerung über die Realität der außerirdischen Wesen unterrichtet werden und darüber, daß diese Wesen wahrscheinlich versuchen werden, sich die Erde ganz Untertan zu machen.

  2. Da UFOs überall elektrische Systeme außer Funktion setzen können, werden insbesondere Städte Pläne für ein Überleben ohne konventionelle Energiequellen erstellen müssen. Die Unterbrechung der Stromversorgung wird die Städte lahmlegen, die Straßen werden an liegen gebliebenen Autos ersticken und eine Beförderung wird größtenteils unmöglich sein. Die Menschen benötigen Nahrung, Kleidung und Obdach. Bei kalter Witterung muß eine Wärmequelle vorhanden sein. Jene, die in Vorstädten, auf dem Lande oder in der Wildnis leben, werden einen leichteren Zugang zu Brennholz und Wasser haben.

  3. Nach unserem gegenwärtigen Wissensstand können UFOs die Erde und ihre Bewohner grundsätzlich auf zweierlei Weise "angreifen":

    (A) Sie sind in der Lage, die kosmische und biologische Orgonenergie von der Erde und ihren Bewohnern abzuziehen. Deshalb wird es nötig sein, die Bevölkerung im bestmöglichen Gebrauch des Orgonenergie-Akkumulators zu schulen, um dem chronischen "Abfließen" ihrer biologischen Energie entgegenzuwirken.
    (B) Sie sind fähig, Melanor und DOR in die Biosphäre einzubringen. Deshalb sollten Informationen über die DOR-Krankheit und Verfahren zur DOR-Beseitigung (mit persönlichen DOR-Bustern) zugänglich gemacht werden.

 

Mobilisierung der Menschheit (falls die irdischen Regierungen versagen sollten)

Da die fortschreitende Invasion des Planeten Erde durch außerirdische Eindringlinge die größte Bedrohung für das globale Leben darstellt; da darüber hinaus viele Führungen der irdischen Nationen es sowohl ablehnen, diese Bedrohung des Lebens auf dem Planeten einzugestehen und die Bevölkerung vor den damit verbundenen Gefahren zu warnen, als auch die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um mit dieser Bedrohung aus dem Weltall fertigzuwerden – wird es notwendig werden, daß verantwortungsbewußte Weltbürger den bahnbrechenden Entdeckungen Wilhelm Reichs nachgehen, um dann weltweit die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese Entdeckungen zu richten, so daß dem Trend unseres Planeten zur Wüstenbildung (und zur endgültigen Auslöschung) Einhalt geboten werden kann.

Die Raumschiffe von anderen Welten sind in der Tat eine Realität! Von etwas anderem auszugehen, wäre der Höhepunkt der durch die Furcht und den Hochmut des Menschen verursachten Ausflüchte, Blindheit und Ignoranz! Deshalb muß man sich sofort daran machen, die geeigneten Mittel und Menschen zu finden, die unser drohendes planetares Unheil bewältigen können, bevor es zu spät ist.

 

Was Not tut

Es folgen einige der wichtigsten Voraussetzungen für die Bewältigung der fortschreitenden Invasion unseres Planeten Erde:

  1. Eine vereinigte weltweite Körperschaft muß organisiert werden, um Informationen über UFOs und die DOR-Verseuchung zu koordinieren und zu verbreiten. Sollten sich die Politiker und Staatsmänner weigern, existierende Organisationen (wie die Vereinten Nationen) zu nutzen, ist eine neue und unpolitische Organisation ins Leben zu rufen.(8)

  2. Hochrangige Wissenschaftler und Militärs müssen zusammengeführt und über den gesamten Problemkomplex unseres gegenwärtigen DOR-Notstandes informiert werden. Dies wird folgendes beinhalten:

    a. Vollständige Orientierung über die Entdeckung der Lebensenergie.
    b. Wiederholung von Reichs ORANUR-Experiment.
    c. Koordinierte weltweite Bestrebungen zur Wetterkontrolle, um unsere Atmosphäre (einschließlich unserer Gewässer) vom DOR zu befreien.
    d. Aufstellung ortsfester und mobiler Cloudbuster und Spaceguns zu Lande, zu See und in der Luft, um einsickernde UFOs zu bekämpfen.

  3. Sofortige und allumfassende weltweite Unterrichtung der Erdbevölkerung über die von den UFOs aufgeworfenen Probleme. Nur auf diese Art und Weise kann die volle Kooperation der Bürger des Planeten gewonnen werden. Dies erfordert Lehrgänge über Orgonomie auf allen Ebenen, von der Grundschule bis zur Universität.

  4. Die besten technisch versierten Köpfe des Planeten in den Bereichen Physik, Chemie, Biologie, Meteorologie, Medizin, etc. müssen zusammengerufen und ein Intensivprogramm muß initiiert werden, um jene funktionellen orgonomischen Gesetze freizulegen, die die Nutzung der Orgonenergie für den weltweiten Energiebedarf ermöglichen. Verschiedene Nationen der Welt haben zusammengearbeitet, um die größte "Todesbombe" herzustellen, die der Mensch je gekannt hat. Könnten wir nicht dasselbe tun, um die Lebensenergie nutzbar zu machen und auf diese Weise möglicherweise unseren Planeten retten?

  5. Und schließlich ist da der durchschnittliche Erdenbürger – du – (ohne dessen Leben, Kraft und Engagement nichts erreicht werden kann): Erzähle deiner Familie, deinen Freunden, Nachbarn und Bekannten von diesem Buch. Schreibe an deine Zeitungen, Medienmacher und Abgeordneten. Konzentriere dich auf das Wesentliche! Ob Mann, Frau oder Kind, jeder einzelne auf der Erde ist in ein furchtbares Ringen ums bloße Überleben verwickelt. Setze dem Streit und Hader mit deinen Brüdern und Schwestern ein Ende – mit "Negern" oder "Juden", mit dieser "Partei" oder jener "Partei". Präge dir ein für allemal ein, daß, wenn du nicht aufhörst, dem Wesentlichen auszuweichen, die kleinlichen Zänkereien und Kämpfe unter deinesgleichen zu deinem Untergang führen werden. Deine kleinkarierten Händel und unsinnigen Streitereien sind genau das, was "Satan", der Feind des Menschen will: "Teilen und Herrschen!"

 

 

 

Literaturverzeichnis

 

  • Baker, E.F.: Der Mensch in der Falle, München 1980
  • Blasband, R.A.: "Orgonomic Functionalism in Problems of Atmospheric Circulation", Journal of Orgonomy, New York 1969-70
  • Boadella, D.: Wilhelm Reich - Leben und Werk, München 1981
  • Donovan, R., K. Wolverton: Mystery Stalks the Prairie, Belt, Montana 1976
  • Eden, J.: Orgone Energy - The Answer to Atomic Suicide, New York 1972
  • Eden, J.: Planet in Trouble - The UFO Assault on Earth, New York 1973
  • Eden, J.: "Cattle Mutilations and UFOs", Eden Bulletin, Careywood, Idaho, Jan. 1976
  • Eden, J.: View from Eden - Talks to Students of Orgonomy, New York 1976
  • Eden, J.: CORE Manual - Cosmic Orgone Engineering (limited edition), Careywood, Idaho 1986
  • Eden, J.: Scavengers from Space - The UFO Hostility Hypothesis, Careywood, Idaho 1988
  • Eden, J.: Sincerely, Elsworth Baker - The Correspondence of Elsworth F. Baker and Jerome Eden, Careywood, Idaho 1988
  • Edwards, F.: Fliegende Untertassen - eine Realität, Wiesbaden-Schierstein 1967
  • Greenfield, J.: USA gegen Wilhelm Reich, Frankfurt 1995
  • Journal of Orgonomy (gegründet von Elsworth F. Baker), Princeton, NJ, USA
  • Keyhoe, D.E.: Aliens from Space, New York 1973
  • Lorenzen, C.E.: Flying Saucers - The Startling Invasion from Outer Space, New York 1962
  • Mathews, P.: "Review: 'Wilhelm Reich - The Evolution of his Work' by D. Boadella", Journal of Orgonomy, New York, Nov. 1973
  • Reich, P.: Der Traumvater, Berlin 1997
  • Reich, W.: Die sexuelle Revolution, Frankfurt 1966, Frankfurt 1991
  • Reich, W.: Die Funktion des Orgasmus, Köln 1969, 1997
  • Reich, W.: Charakteranalyse, Köln 1970, 1989
  • Reich, W.: Die Massenpsychologie des Faschismus, Köln 1971, 1986
  • Reich, W.: Der Krebs, Köln 1975, 1994
  • Reich, W.: Christusmord, Freiburg i.Br. 1978, Frankfurt 1997
  • Reich, W.: Menschen im Staat, Frankfurt 1982, Frankfurt 1995
  • Reich, W.: OROP Wüste (CORE Vol. VI), Frankfurt 1995
  • Reich, W.: Die kosmische Überlagerung, Frankfurt 1997
  • Reich, W.: Das ORANUR-Experiment. Erster Bericht, Frankfurt 1997
  • Reich, W.: Das ORANUR-Experiment. Zweiter Bericht (Contact with Space), Frankfurt 1997
  • Silvert, M.: "Report of OROP Desert Ea Survey of Tucson Area, September 18, 1955", Cosmic Orgone Engineering, Vol. VII, Rangeley, Maine 1955
  • Smith, F.: Cattle Mutilations - The Unthinkable Truth, Cedaredge, Colorado 1976
  • Vallee, J.: Anatomy of a Phenomenon, New York 1965
  • Weldon, J., Z. Levitt: UFOs - What on Earth is Happening?, Irvine, California 1975
  • Wyvell, L.: "An Appreciation of Reich", Journal of Orgonomy, New York, Nov. 1973

 

 


Fußnoten

(1) ORANUR und DOR haben auch unglaublich heilende und immunisierende Eigenschaften gezeigt. Und es besteht immer die Möglichkeit, daß, wie Reich glaubte, die CORE-Menschen versuchen könnten, uns gegen den drohenden nuklearen Holocaust zu immunisieren. Das ist ein Feld der Hoffnung. Um es aber mit Gewißheit sagen zu können, wäre eine wirkliche Kommunikation mit den Außerirdischen von Angesicht zu Angesicht notwendig. Bis jetzt wies alles, was ich über dieses Thema gelesen habe, darauf hin, daß die Außerirdischen ihrerseits die Erdlinge für ausgesprochen feindselig halten. Aber wir benötigen Fakten, nicht nur bloße Mutmaßungen.

(2) Es war offensichtlich, daß sich die großen Nuklearmächte keine Sorgen um das machen, was ihre Atombombentests verursachen könnten. In einer Radio-Talkshow aus San Francisco sagte ein Anrufer, daß A-Bombentests Hunderte von Blitzen pro Detonation hervorrufen würden. Im Lichte von ORANUR ist das sehr gut möglich - und ständig ermahnt mich Smokey der Bär: "Nur du allein kannst Waldbrände verhindern!"

(3) Was die "Wolkenlöcher" betrifft, bieten sich mehrere Möglichkeiten an. "Etwas" muß die hochgelegenen "ORANUR-Löcher" erzeugen und erhalten. Etwas, das die Wolken "wegbrennt" oder durch Abziehen die Löcher in der Wolkendecke hervorruft. Dieses Etwas können entweder Ea sein oder Ansammlungen von Nuklearenergie. Oder möglicherweise beides? Das Abziehen von den Löchern senkt die hohe Ladung und verwandelt möglicherweise ORANUR in DOR. Oder im Bereich über dem Wolkenloch befindet sich ein Ea, wird geschwächt, bewegt sich weg und hinterläßt den DOR-Rückstand. Wiederholt merkt Wilhelm Reich in Contact with Space an, daß das Auftreten von DOR und hoher Zählraten des Geigerzählers zwei der wichtigsten Indikatoren für die gegenwärtige oder zurückliegende Anwesenheit von Ea seien.

(4) Angenommen, die US-Luftwaffe hätte Reichs UFO-Forschung nicht ernstgenommen, dann würde dieses durch unterschwelliges ständiges Herunterspielen bereits vorbereitete Urteil des voreingenommenen Autors und auch der uninformierten Leserschaft nur eine Bestätigung finden.

(5) Wir wollen nicht vergessen, daß Die Funktion des Orgasmus zu jenen Büchern gehörte, die auf Geheiß der US-Arzneimittelbehörde FDA verboten und verbrannt wurden!

(6) Anmerkung des Übersetzers: In "Meyers Forum" Klima (Mannheim 1994, S. 95f) ist zu lesen, daß "die Tornadohäufigkeit in den USA drastisch angestiegen (ist)". Dieser Anstieg wird mit einer Graphik dokumentiert, die den Zeitraum zwischen 1953 und 1991 umfaßt.

(7) Wenn Smith, und auch die anderen mystisch und metaphysisch orientierten UFOlogen, sich die Mühe machen wollen, sich die Beweise anzuschauen, die die Fiktion nichtig machen, die Bibel sei das ausdrückliche Wort Gottes, schlage ich vor – wenn sie die Wahrheit ertragen können –, daß sie den Abschnitt "What is God’s Word?" in meinem Buch View from Eden lesen.

(8) Ich bin mir dessen vollkommen bewußt, daß dieser Appell zur "Vereinigung der Welt" von einigen als "Eine-Welt-Bewegung" ausgelegt werden könnte, die dem Plan der Roten Faschisten entspricht, die Welt zu unterjochen. In aller Bescheidenheit gebe ich zu bedenken, daß, obwohl ich die Bedrohung, die von einer Vorherrschaft des Roten Faschismus über die Welt ausgeht, sehr ernst nehme, es für uns Erdlinge absolut keinen Unterschied macht, wer die Erde "beherrscht" – wenn wir erwachen und feststellen, daß unser ganzer Planet tot ist! Wie General MacArthur so treffend sagte, wäre es für uns besser, unsere planetaren Differenzen beizulegen – und zwar bald – so daß wir zur gemeinsamen Abwehr der interplanetarischen Invasoren zusammenfinden können.


zuletzt geändert
08.12.16

 

 


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